Zierpflanzen

Clematis pflegen: 3 Tipps zur Pflege der Kletterpflanze

  • Die Clematis hat etwa 250 Unterarten, welche allesamt zu den Kletterpflanzen gehören. Je nach Art können die verschiedenen Hybride Blüten in Rosa, Weiß, Lila oder Blau haben.
  • Die Blütezeit ist von Mai bis Oktober, wobei die Größe der Blüten bis zu 15 cm betragen kann, je nach Unterart der Clematis. Die Wuchshöhe der rankenden Pflanze beträgt je nach Art über vier Meter.
  • In Sachen Clematis pflegen stellt sich die Kletterpflanze als äußerst pflegeleicht heraus, sie benötigt in den Sommermonaten ein- bis zweimal pro Woche Wasser und sollte im Frühling gedüngt werden.

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Die Clematis gehört zu den Kletterpflanzen. Sie wird ebenfalls Waldrebe genannt und ist in verschiedenen Farben und Blütengrößen erhältlich. Die Pflanze ist der Familie der Hahnenfußgewächse zuzuordnen, ist winterhart und unterschiedliche Arten begrünen das ganze Jahr über Garten und Balkone.

In der Heimwerker.de-Redaktion haben wir Ihnen eine Anleitung zusammengestellt, wie Sie Ihre Clematis pflegen und gedeihen lassen.

1. 3 Tipps zum Anpflanzen der Clematis

Die Kletterpflanze ist ein äußerst robustes Gewächs, welches sich leicht pflegen lässt. Wir haben Ihnen drei Tipps zusammengefasst, mit denen Sie diese farbenfrohen Blüten bei sich im Garten strahlen lassen können.

1.1. Der Standort sollte halbschattig und humusreich sein

Die Herkunft der Clematis
Ursprünglich kommt die Pflanze aus China. Allerdings wachsen rund um den Globus verschiedenste Arten von ihr. Neuseeland, Nordeuropa und Nordamerika sind die bekanntesten Regionen, aus denen Zierarten der Clematis stammen.

Die Clematis mag es gerne hell, allerdings nicht über lange Zeit in der prallen Sonne in Ihrem Garten. Die Waldrebe wächst am besten an milden Standorten. Die Wurzeln der Clematis sollten möglichst im Schatten liegen. Dieser sogenannte „schattige Fuß“ kann einfach erreicht werden, indem verschiedene Bodendecker gepflanzt werden, welche Schatten spenden.

In Sachen Bodenbeschaffenheit braucht die Kletterpflanze einen humusreichen Boden, gerne mit Lehmanteil. Vermieden werden sollten sehr sandige Böden, da diese keine optimalen Nährstoffe für die Schlingpflanze liefern können. Um den Wurzeln beim Gedeihen zu helfen, können Sie eine dünne Mulchschicht auftragen.

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Die Ranken der Clematis schlängeln sich um eine geeignete Rankhilfe.

1.2. Wie pflanzt man die Clematis ein, wenn der Standort auserkoren wurde?

Pflanzen Sie die rankende Clematis am besten im Frühjahr ein, das ist die optimalste Pflanzzeit. Das gibt der Pflanze genügend Zeit, ihre Wurzeln auszubilden.

Tipp: Exemplare in verschiedenen Farben können Sie günstig bei vielen Gartencentern kaufen. Hierbei sollten Sie nur beachten, dass die gekaufte Clematis nicht schon zu groß ist, um sich um eine Ihrer Rankhilfen zu winden. Lassen Sie sich im Zweifelsfall eine Kaufberatung geben.

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Der erste Schritt beim Anpflanzen ist, das Loch zu graben, am besten ein etwas größeres als die eigentliche Pflanze breit ist. In feuchten Böden sollte man am Grunde des Pflanzlochs eine Drainageschicht aus Kies anlegen, auf die ausreichend durchlässige Komposterde kommt.

Anschließend können Sie einen Dünger auf die Wurzeln geben, ehe Sie das Loch mit Kultursubstrat oder Mutterboden auffüllen. Zuletzt kommt das erste Gießen der Clematis, hier braucht die Kletterpflanze etwa fünf bis zehn Liter Wasser.

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Pflanzen Sie die Clematis am besten gleich an einer Kletterhilfe, wo sich neue Triebe und Ranken gleich festhalten können. Geeignete Rankhilfen sind zum Beispiel Zäune.

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2. Pflege: So erstrahlt die bunte Blüte

Sobald die Kletterpflanze eingepflanzt wurde, bedarf es an erstaunlich wenig Pflege. Kein tägliches Gießen oder Düngen ist nötig. In den heißen Sommermonaten sollten Sie höchsten zweimal pro Woche mit fünf bis zehn Litern Wasser gießen, jedoch sollten Sie bei diesem Richtwert auf die Bedürfnisse Ihrer rankenden Clematis achten. Staunässe kann die Schlingpflanze schnell zum Verwelken bis hin zum Schimmeln der Wurzeln bringen.

Hinsichtlich der Nährstoffzugaben können Sie im Frühling einmal die Woche einen Gartendünger oder speziellen Clematisdünger verwenden, damit die Wurzeln bis zur Blütezeit stark sind und die bis zu 15 cm großen Blüten in vollem Glanz erstrahlen können.

Hinweis: Jüngere oder kleinere Wildarten sind weniger winterhart und benötigen einen ausreichenden Winterschutz. Exemplare oder Arten, welche schon einige Jahre alt sind oder zu den kleineren Sorten der Clematis zählen, vertragen meistens auch sehr kalte Perioden im Jahr.

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Um die Clematis zu pflegen, benötigen Sie einen hellen Standort.

3. Pflanzendoktor: Welche Krankheiten und Schädlinge können die Clematis befallen?

Die Clematis ist eine recht unanfällige Pflanze für jegliche Krankheiten, allerdings gibt es zwei verschiedene, die bei Staunässe die Clematis befallen können.

Besonders die Clematis-Hybriden werden häufig von der sogenannten „Clematiskrankheit“ befallen. In kürzester Zeit können dabei Triebe absterben. Die Ursache ist ein Pilz, welcher die Triebe der Clematis verstopft, was letztendlich verhindert, dass Wasser oder Nährstoffe ankommen. Diese Krankheit wird vor allem bei Staunässe auftreten.

Eine zweite ist der sogenannte „Echte Mehltau“, ebenfalls eine Pilzerkrankung, welche von zu hoher Luftfeuchtigkeit rührt. Anzeichen sind ein weißer Belag auf der Erde und auf dem Stängel, fast wie ein Schimmelbelag. Wenn die Clematis erstmal befallen ist, hilft nur noch eine Pflanzenkur dabei, die Krankheit wieder loszuwerden.

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Die Clematis ist eine mehrjährige Pflanze, die den Winter überdauert.

4. Weitere Fragen und Antworten rund um die Clematis-Pflege

Wenn die ersten Schritte geklärt sind, ist das Gewächs sehr pflegeleicht. In diesem Abschnitt beantwortet die Redaktion weitere Fragen, die es zur Clematis-Pflege zu beantworten gibt.

4.1. Wann sollte ich die Clematis schneiden?

Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie sich bewusst sein, welche Art der Clematis in Ihrem Garten steht. Denn man unterscheidet in drei Schnittgruppen bei der Clematis:

Schnittgruppe 1 Schnittgruppe 2 Schnittgruppe 3
  • Frühlingsblüher wie z. B. Waldreben-Arten
  • Zurückschneiden direkt nach Ende der Blütezeit, etwa Ende Mai
  • Frühlings-/Herbstblüher, die zwei Mal im Jahr blühen, wie z. B. Clematis-Hybride
  • Rückschnitt etwa im November bis Dezember
  • Sommerblüher wie z. B. Italienische Waldrebe
  • Zurückschneiden in den Wintermonaten um bis zu 50 cm
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4.2. Mit welchen Gewächsen kann man die Clematis kombinieren?

Das perfekte Paar, sowohl optisch als auch von der Kompatibilität her, bilden Clematis und Kletterrosen. Am besten pflanzen Sie die Kletterrose ein bis zwei Jahre früher. Wichtig ist, dass die Clematis nicht mit dominanten Gehölzen oder Stauden kombiniert wird, da diese sie mit der Zeit verdrängen werden.

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Bildnachweise: StockAdobe/viktoriagavril, StockAdobe/ Dariusz Leszczyński, StockAdobe/KaeC'sImages, StockAdobe/Konstiantyn, StockAdobe/Igor Strukov (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)