Zierpflanzen

Palmen pflegen: Die richtige Pflege von Dattelpalme, Bergpalme und Co.

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Wer an Palmen denkt, denkt oft auch an Sonne, Strand und Meer. Doch viele Palmen finden sich nicht nur an der Südsee, sondern gedeihen auch in unserem Klima hervorragend. So können Sie sich das Urlaubsfeeling ganz einfach zu sich nach Hause holen.

Damit Ihnen das gelingt, verraten wir mit unseren Tipps auf Heimwerker.de, wie Sie Palmen pflegen können, egal, ob sie im Zimmer oder Garten stehen. Wir stellen Ihnen hier drei Arten vor, die sich als Palmen besonders für den Garten, aber auch als Zimmerpflanze eignen. Dazu erhalten Sie eine Anleitung, wie Sie die jeweilige Pflanze vermehren können.

1. Die Dattelpalme: Die pflegeleichte Palme für die Terrasse

Die echte Dattelpalme wächst besonders kräftig und ihre Wedel sind stark gefaltet. Sie ist nur bedingt fürs Zimmer geeignet, ihr eigentlicher Standort ist die Terrasse, der Garten oder der Balkon. Dennoch ist sie keine winterharte Palme und sollte in der kalten Jahreszeit lieber geschützt im Wintergarten stehen.

Steckbrief
Heimat Nordafrika
Max. Wuchshöhe 3,5 m
Substrat Erde leicht feucht halten
Düngen im Sommer alle zwei Wochen
Giftigkeit ungiftig
Standort hell mit viel Platz
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Dattelpalmen sind keine Zimmerpflanzen und fühlen sich im Garten oder auf der Terrasse deutlich wohler.

Die Dattelpalme sollte im Sommer an einem luftigen Platz draußen stehen. Pflanzen Sie Dattelpalmen an einen Standort mit viel Platz, zum Überwintern brauchen Dattelpalmen im Winter Temperaturen von 8-10 °C.

Als Zimmerpflanzen eignen sich Dattelpalmen durch ihren hohen Platzanspruch eher wenig. Nur die Sorte phoenix roebelenii ist als einzige ganzjährig für den Zimmeraufenthalt geeignet. Sie wirkt durch ihre schmalen, hängenden Fiederblätter sehr anmutig.

Alle Dattelpalmen brauchen in den Sommermonaten reichlich Wasser, um die Palmen pflegen zu können benötigt sie etwa alle zwei Wochen einen Düngeguß. Vorzugsweise sollte mit abgestandenem, also weichem Wasser gegossen werden.

Damit die Wedel nicht austrocknen oder braune Spitzen bekommen, ist das häufige Abwischen mit einem feuchten Schwamm anzuraten. Jüngere Palmen werden alle 2, ältere nur alle 3 bis 4 Jahre umgetopft.

Tipp: Die Vermehrung ist einfach, alle Phoenixarten lassen sich gut aus Dattelkernen anziehen. Da die Keimfähigkeit nachlässt, sollten frische Dattelkerne so bald wie möglich in lauwarmem Wasser eingeweicht und anschließend in ein Sand-Torf-Gemisch gesteckt werden. Während der Keimzeit ist eine Temperatur von 25°C erforderlich. Pflanzen Sie die Dattelpalme später in einen Kübel.

2. Die Bergpalme: Eine Zimmerpflanze ohne große Ansprüche

Wie die meisten Palmen, ist auch die Bergpalme sehr genügsam und widerstandsfähig. Sie zählt zu den wenigen Palmen, die selbst im Zimmer blühen. Aus den Blattachseln wachsen rötlichgelbe Blütenstengel. Junge Bergpalmen pflanzt man oft zu mehreren Exemplaren in einen Topf. Der elegante Pflanzenwuchs kann sich nur bei der Einzelpflanze entwickeln, wenn ihr dünner Stamm mit den zierlich leicht überhängenden Wedeln genügend Spielraum hat.

Steckbrief
Heimat Süd- und Mittelamerika
Max. Wuchshöhe 100 cm
Substrat Erde leicht feucht halten
Düngen sparsam alle drei Wochen
Giftigkeit ungiftig
Standort hell, keine direkte Sonne
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Über Stecklinge lassen sich Bergpalmen vermehren.

Ideal ist ein Ost- oder Westfenster. Im Sommer verträgt sie normale Raumtemperaturen, im Winter von Oktober bis Februar sollte sie nicht wärmer als 15°C stehen.

Die Pflege der Bergpalme ist im Sommer am wichtigsten. Dann braucht die Pflanze reichlich Wasser, das gefiltert sein sollte. Ein wöchentliches Tauchbad in gefiltertem Wasser, damit sich der Erdballen richtig vollsaugen kann, ist empfehlenswert. Damit die Pflanze uneingeschränkt atmen und assimilieren kann, sollte sie vom Frühjahr bis in den Herbst hinein etwa alle 4 Wochen übersprüht werden. Im Winter werden die Blätter durch feuchtes Abwischen entstaubt.

Gedüngt wird von Mitte März bis September wöchentlich. In den Wintermonaten sollten Sie der Pflanze eine Ruhepause bei 15°C gönnen. Während dieser Zeit wird sie nicht gedüngt und nur sparsam gegossen.

Die hartschaligen Samen werden zunächst in warmem Wasser vorgeweicht und anschließend zum Keimen in ein Sand-Torf-Gemisch gelegt. Achten Sie dabei auf eine Raumtemperatur von 25°C. Das Aussaatgefäß ist mit einer Plastikfolie zu umhüllen. In der feucht-warmen Umgebung keimen die Samen schneller. Auch Schößlinge am Fuße der Palme können abgetrennt und wie Stecklinge behandelt werden. Pflanzen Sie die Bergpalme nicht in die direkte Sonne.

3. Archontophoenix: Pflegeleicht im Garten oder in der Wohnung

Die Archopontophoenix ist eine unkomplizierte, schnellwachsende Zimmer- oder Kübelpflanze. Zu ihr gehören beispielsweise die Alexandrapalme, Australische Feuerpalme oder die Bangalow Palme. Jüngere Exemplare wirken durch ihre zartgefiederten, hellgrünen Wedel besonders grazil.

Steckbrief
Heimat Süd- und Mittelamerika
Max. Wuchshöhe 2,5 m
Substrat feucht halten, Staunässe vermeiden
Düngen im Sommer alle zwei Wochen
Giftigkeit ungiftig
Standort hell bis halbschattig
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Sie können die Bangalow Palme pflegen, indem Sie sie mit kalkfreiem Wasser besprühen.

Jüngere Pflanzen bevorzugen einen halbschattigen, ältere Exemplare einen hellen, aber nicht der prallen Sonne ausgesetzten Standort. Die Palme möchte das ganze Jahr über eine Temperatur von 18-25°C, allerdings sollte sie nicht in der Nähe von Heizkörpern stehen. Egal, ob für die Palmen-Pflege im Garten oder im Zimmer: Die Pflanze müssen Sie gut mit gefiltertem Wasser gießen, wobei die Menge sich nach Größe und Raumtemperatur richtet.

Wichtig ist vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit, d.h. die Pflanze muss mit gefiltertem Wasser oft besprüht werden. Gedüngt wird im 14-tägigen Rhythmus, aber nur während der Wachstumsperiode von April bis September.

Bei richtigem Standort gehört auch ist das jährliche Umtopfen zur Pflege der Bangalow Palme, denn die Palme ist schnellwüchsig und bildet ein starkes Wurzelwerk, das mitunter den Topf sprengt.

Tipp: Es ist ratsam, beim Umpflanzen nur ein spezielles Erdsubstrat zu verwenden und vor allem für eine gute Drainageschicht aus Kies zu sorgen, damit an die Wurzeln möglichst viel Luft kommt.

4. FAQ: Häufige Fragen rund um das Thema “Palmen pflegen”

Im Anschluss wollen wir Ihnen noch häufige Fragen rund um Palmen beantworten. Hier erfahren Sie, wie Sie Zimmerpalmen pflegen, aber auch, wie die Pflege der Palmen im Garten aussieht.

4.1. Welche Palmen sind winterhart?

Ausreichend Erde

Palmen benötigen im Kübel ausreichende Erde, um Wasser speichern zu können. Können Sie also bereits die Wurzeln Ihrer Palme sehen, sollten Sie der Pflanze mehr Substrat geben.

Viele Palmen überwintern Sie am besten in einem kühlen Raum, in dem Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad herrschen. Es gibt aber auch Palmen, die winterhart sind und an ihrem Standort verweilen können. Dazu gehören unter anderem:

  • Blaue Zwergpalme
  • Blaue Nadelpalme
  • Chinesische Hanfpalme
  • Palmlilie

4.2. Welchen Dünger brauchen Palmen?

Damit Sie ihre Palmen pflegen können, benötigen diese besonders im Sommer Dünger. Hierfür können Sie Grünpflanzendünger oder speziellen Palmendünger kaufen. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen nehmen Palmen die Nährstoffe nicht nur über die Wurzeln, sondern auch über die Blätter auf. Sie können die Pflanzen also auch mit dem Dünger besprühen.

Den Dünger finden Sie natürlich in jedem Bau- oder Pflanzenmarkt. Während Sie vor Ort von einer Kaufberatung profitieren, finden Sie online oft günstige Schnäppchen.

4.3. Welche Palmen eignen sich als Zimmerpflanze?

palme-zimmer

In der Wohnung brauchen Palmen einen hellen Standort.

Nicht jede Palme eignet sich gleichermaßen für die Wohnung. Als Zimmerpflanze ist die Dattelpalme beispielsweise nicht geeignet, da sie zum Wachsen besonders viel Platz benötigt. Wer sich das Strandfeeling in die eigenen vier Wände holen will, sollte auf diese Arten zurückgreifen:

  • Bergpalme
  • Goldfruchtpalme
  • Kentia-Palme
  • Kokospalme
  • Steckenpalme

4.4. Welche Erde benötigen Palmen?

Palmen benötigen feuchte Erde, vertragen aber meist keine Staunässe. Ideal ist also ein durchlässiges Substrat. Dieses können Sie im Fachhandel kaufen. Alternativ können Sie Kübelpflanzenerde verwenden und diese mit groben Sand oder Tongranulat vermischen.

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4.5. Was ist zu tun, wenn Palmen braune Blätter bekommen?

Braune Blätter können leider viele Gründe haben. Meist liegt es am Gießverhalten. Palmen benötigen zwar reichlich Wasser, vertragen aber keine Staunnässe. Achten Sie also darauf, dass das Wasser immer gut abfließen kann.

Eine weitere Ursache können die Lichtverhältnisse sein. Palmen präferieren einen hellen Standort und fühlen sich oft schon im Halbschatten nicht wohl. Stellen Sie die Palme an einen neuen Platz und halten Sie die nächsten Tage nach Veränderung Ausschau.

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