Unterstände

5-Eck Gartenhaus aufbauen

5-Eck-Gartenhaus

Ein 5-Eck-Gartenhaus ist für die meisten Gärten die richtige Wahl, weil es durch die Platzierung in einer Ecke des Gartens den Platz optimal ausnutzt. Ist die rückwärtige Ecke nach Norden gewandt, ist das Gartenhaus optimal ausgerichtet und erzeugt keine unnötigen Schattenbereiche im Garten, die selten genutzt werden und in denen sich unansehnliches Moos ausbreitet.

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung bezieht sich auf das 5-Eck-Gartenhaus "Monica-28" der Gartenhaus-GmbH, kann aber auch bei ähnlichen 5-Eck-Gartenhäusern verwendet werden, weil der Aufbau sich in der Regel stark ähnelt.

Außerdem geben wir zusätzliche Pflegetipps und Denkanstöße für die Gestaltung.

Bauliche Voraussetzungen

Der Untergrund am Standort des zukünftigen Gartenhauses muss frostsicher und tragfähig sein. Am besten bewährt hat sich eine durchgehende Betonplatte in der Grundrissgröße des Hauses. Weniger aufwändig sind Punktfundamente mit Gehweg- oder Waschbetonplatten als zusätzliche Unterstützung für die Bodenbalken.

Bevor man mit dem Bau beginnt, sollte man sich zunächst über die gesetzlichen Vorschriften für den Bau eines Gartenhauses informieren. Wann eine Baugenehmigung erforderlich ist und wie man sie bekommt, erfährt man auf unserer Seite Gartenhaus-Baugenehmigung.

Gartenhaus aufbauen mit Bausatz

5-Eck-Gartenhaus

Lagerbalken auslegen

Zunächst werden die Lagerbalken auf dem fertigen Fundament ausgelegt und mit den Ringbalken verschraubt. Die unterste Bohlenreihe der Wände wird schon jetzt aufgelegt und an verschiedenen Stellen schräg mit den Ringbalken verschraubt. Das macht die Montage der Wände später einfacher.

Je zwei gegenüberliegende Wände fangen mit einem schmalen Brett an, die anderen mit einer normalen Wandbohle. Die Bretter passen durch Ausklinkungen an den Enden genau ineinander.

Am Türdurchgang werden die Bohlen mit schrägen Verschraubungen durch die Kopfenden der Wandbretter mit den Lagerhölzern verbunden. Die Schrauben müssen komplett versenkt werden, damit die Schraubenköpfe bei der weiteren Montage nicht im Weg sind. Um zu verhindern, dass die Bretter sich spalten, können die Löcher zuvor mit einem kleineren Bohrer vorgebohrt werden. Wer auch Platz für den Schraubenkopf schaffen will, kann das obere Stück des Bohrloches mit einem Bohrer in entsprechender Größe erweitern. Durch die Taschenbohrung passt der Kopf der Schraube perfekt ins Holz und ist anschließend praktisch unsichtbar.

Wandaufbau

Auf die bereits montierte untere Bohlenreihe werden nun die weiteren Reihen aufgesteckt und vorsichtig festgeklopft. Dabei nie mit dem Hammer direkt auf die Bohlen schlagen, sondern immer einen Hauklotz oder einen Gummihammer benutzen. Erst wenn die untersten 4-6 Reihen hochgezogen wurden, empfiehlt es sich, den Bausatz mit der Wasserwaage auszurichten. Durch Unterklotzen wird das Haus nun in Waage gestellt. Das zusätzliche Gewicht der Wandbretter sorgt dafür, dass das Haus stabiler auf den Klötzen liegt und sich bei der weiteren Montage nicht versehentlich verschiebt. Als Unterlage werden Kunststoffklötze oder witterungsbeständige Holzreste verwendet, z.B. aus Bankirai.

Ist etwa die halbe Wandhöhe erreicht, werden die Fensterelemente und die Türstöcke eingeschoben und schon teilweise verschraubt. In den Umfassungszargen finden die noch folgenden kurzen Wandbohlen besseren Halt, was die weitere Montage erleichtert.

Zusammensetzen des Türrahmens

Für die Montage der Tür werden zunächst die gelieferten Rahmen-Elemente zusammengesteckt und verschraubt. Dabei zuerst ein Ende festschrauben, das Breitenmaß nehmen und beim Verschrauben des anderen Endes abgleichen, sodass beide Seiten exakt die gleiche Breite aufweisen. Da ist notwendig, damit die Türblätter am Ende genau passen. Der fertig zusammengesetzte Türrahmen wird dann von oben auf die zuvor platzierten Türstöcke geschoben.

Durch den Türrahmen haben die Wände mehr Stabilität und die letzten Wandelemente können bequem in die Nuten geschuben und festgeklopft werden. Die obersten Elemente der Fensterseiten sind an den Fenstern ausgeschnitten und passen genau in die Umfassungszargen.

Oberer Wandrahmen

Nun wird die letzte Bohlenreihe montiert. Die obersten zwei Wandelemente sind durchgehende Bretter, die den Überstand an der Frontseite bilden. Als Sturmsicherung werden lange Gewindestangen durch Bohrungen an den Enden der Wandbretter geschoben und mit Muttern und Unterlegscheiben gesichert. Das gleiche gilt (mit entsprechend kürzeren Gewindestangen) für die zwei Bretter, die die Spitze an der Frontseite bilden. Letztere können alternativ auch mit langen Schrauben gesichert werden. Dabei sollte unbedingt vorgebohrt werden, damit die Elemente nicht in Richtung des Faserverlaufs einreißen.

Dachkonstruktion

Nun werden die Dachbalken montiert. Dazu werden zwei gegenüberliegende Balken mithilfe des kleinen Klotzes an der Spitze miteinander verbunden und diagonal auf 2 Hausecken aufgesetzt. Die anderen zwei Balken können nun bequem angelegt und verschraubt werden.

Ausgehend von den Ecken werden dann die Traufenbalken mit der Ausklinkung auf die Wandkante gelegt und an der Dachkante und dem jeweiligen Diagonalbalken verschraubt. Die Länge und Gehrung der einzelnen Traufenbalken definiert ihre Position in der Dachkonstruktion. Sind alle Balken verschraubt, ist der Dachstuhl bereit für die Montage der Schalung.

Dachschalung anbringen

Bevor die Dachschalung aufgeschraubt wird, werden zunächst die umlaufenden Blenden bündig auf die Enden der Dachbalken geschraubt. Von unten beginnend werden dann die zuvor zugeschnittenen Bretter der Dachschalung aufgeschraubt oder -genagelt.

Wer möchte, kann vor der Anbringung der Dachpappe einen Schutzanstrich auftragen. Dazu wird Beize, Hartöl oder Lack großzügig aufgetragen und sollte vor dem nächsten Arbeitsschritt ausreichend Zeit zum Trocknen haben.

Dachschindeln

Die erste Reihe Bitumenschindeln wird mit den Biberschwänzen nach oben an der Unterkante der Dachfläche aufgenagelt. Achten Sie hier auf einen Überstand an der Dachkante von etwa 3-4 cm, damit ablaufendes Regenwasser nicht in Berührung mit dem Holz kommt. Die nächste Reihe wird um eine halbe Schindel seitlich versetzt und überlappend aufgebracht, sodass die Nagelstellen der vorherigen Reihe duch diese Schindeln abgedeckt werden. Danach schuppenförmig bis zur Spitze hocharbeiten. An den Schrägen werden die Schindeln mit einem Teppichmesser abgeschnitten. Die offenen Übergänge zwischen den Dachflächen werden zum Schluss mit einzeln aufgeschnittenen Schuppen abgedeckt, die mittig über die Fuge gelegt und dann vernagelt werden.

Fußboden

Bei Gartenhaus-Bausätzen sind die Fußbodenbretter bereits passend zugeschnitten. Nur an der Türschräge müssen die Bretter, die gegen die Schwelle laufen, noch angepasst werden. Beim Zusägen gründlich arbeiten, die abgesägten Enden werden noch für die Decke des Dachüberstands benötigt!

Die Bodenbretter werden dann zusammengsteckt und schwimmend verlegt, also nicht mit der Unterkonstruktion verschraubt. Der Boden muss an zu allen Seiten einen gleichmäßigen Abstand zu den Wänden haben, damit das Holz arbeiten kann. Dazu kann man etwa einen Zentimeter dicke Holzklötze als Abstandhalter verwenden, damit die Bretter sich nicht während der Arbeit verschieben.

Zum Schluss werden die passend zugesägten Abschlussleisten mit kurzen Schrauben schräg mit der Wand verschraubt. Auch hier sollten die Leisten zunächst vorgebohrt werden.

Abschlussarbeiten

Das offene Dreieck über Tür wird mit den schrägen Resten vom Fußboden geschlossen. Anschließend werden innere und äußere Abschlussleiste über der Tür angeschraubt. Diese Leisten werden nicht am Türrahmen befestigt, sondern an den Enden schräg nach oben in die überstehenden Dachbalken. Wie immer muss auch hier vorgebohrt werden.

Danach werden die Türbänder in die Bohrungen eingedreht und die Tür eingehängt. Gegebenenfalls durch Drehen der Bänder die Tür nachstellen.

Abschließend wird ein schützender Anstrich aufgebracht, oder in der gewünschten Farbe gebeizt oder lackiert.

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Mit freundlicher Unterstützung der Gartenhaus-GmbH.
 

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