Zierpflanzen

Die Aralie: 6 Tipps und Tricks für die richtige Pflege

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Die Aralie, auch als japanische Aralie bekannt, ist eine dankbare, anspruchslose Zimmerpflanze mit zügigem Wuchs. Wie ihr Name bereits vermuten lässt, kommen Araliengewächse ursprünglich in Japan, aber auch in Korea, China und Russland vor.

In unserer Pflege-Anleitung auf Heimwerker.de zeigen wir Ihnen, wie Sie sich richtig um die Aralie als Zimmerpflanze kümmern, damit Sie lange Freude an ihr haben.

1. Aralien-Pflege: So gedeiht die Aralie als Zimmerpflanze

1.1. Standort

Vorsicht für Haustier-Besitzer

Aralien sind für Menschen erst in hohen Mengen giftig, enthalten aber Saponine, die für Hunde und Katzen gefährlich werden können. Sie lösen unter anderem Übelkeit und Durchfall aus. Auch für Kleinkinder sind Aralien giftig, wenn etwa mehrere Blätter gegessen werden.

Zur korrekten Pflege gehört natürlich der richtige Standort für die Aralie. Die prachtvolle Blattpflanze eignet sich für kühle, halbschattige Räume. Im Sommer können Sie die Pflanze auch auf den Balkon oder die Terrasse stellen, um die Aralien-Blüte anzuregen. Abgehärtete Pflanzen können in milden Gebieten im Winter sogar im Freien verbleiben.

1.2. Gießen und Düngen

Während der Sommermonate ist die Erde mit nicht zu hartem Wasser feucht zu halten. Die Aralie gießen Sie in den Wintermonaten nur mäßig. Gedüngt wird von März bis Oktober wöchentlich. Gut ernährte Exemplare müssen jährlich in humusreiche Erde umgetopft werden.

Tipp: Die Aralie ist für ein gelegentliches Abbrausen der Blätter mit gefiltertem Wasser dankbar.

1.3. Boden / Substrat

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Die Haltung in einer Hydrokultur eignet sich für viele Zimmerpflanzen.

Pflanzen Sie die Aralie in handelsübliche Pflanzen- oder Blumenerde. Ebenfalls ist eine Haltung in einer Hydrokultur möglich. Hierfür pflanzen Sie die Aralie in einen Untertopf, der mit Blähton gefüllt wird. Diesen können Sie günstig im Baumarkt oder Gartencenter kaufen.

Den Untertopf stellen Sie in einen wasserfesten Übertopf, den Sie etwa zu einem Drittel mit Wasser auffüllen. Ein Wasserstandsanzeiger gibt Ihnen Auskunft, wann Sie wieder Wasser nachfüllen müssen. Das sollten Sie aber erst, wenn kaum noch Wasser im Topf ist.

Welche Vor- und Nachteile eine Hydrokultur hat, sehen Sie hier auf Heimwerker.de:

    Vorteile
  • Pflanzen müssen nicht gegossen werden
  • besonders für Büros oder sehr beschäftigte Menschen geeignet
  • für fast alle Pflanzen geeignet
  • für Allerigker hervorragend, da sich in Blähton keine Pilzsporen befinden
    Nachteile
  • Pflanzen müssen sich erst an Hydrokultur gewöhnen
  • besonderer Dünger für Hydrokultur notwendig
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1.4. Vermehrung

Wollen Sie die Aralie vermehren, können Sie dies über Samen oder Stecklinge tun. Die Steckling-Methode ist allerdings um einiges schneller und vielversprechender. Schneiden Sie im Frühjahr mehrere gesunde Triebe mit einer Länge von 10 – 15 cm von der Aralie ab. Entfernen Sie anschließend die unteren Blätter.

Die Aralien-Ableger stecken Sie anschließend in Töpfe mit Anzuchterde. Achten Sie besonders am Anfang darauf, dass die Erde nicht austrocknet. Dafür können Sie die Töpfe mit Frischhaltefolie bedecken und ein kleines Loch für den Stiel der Stecklinge schneiden.

Tipp: Bringen Sie etwas Geduld mit, es kann bis zu 12 Wochen dauern, bis die Aralie wurzelt.

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Die Pflanzenfamilie der Araliengewächse umfasst über 1400 Aralien-Arten.

2. Aralien-Arten: Bunte Vielfalt für Ihr Zuhause

Die Zimmerpflanzen-Aralie können Sie in vielen Formen und Farben zu sich nach Hause holen. Welche Sorten besonders schön sind, sehen Sie in folgender Tabelle:

Aralien-Art Eigenschaften

Strahlenaralie Schefflera

  • besonders wuchsfreudig
  • schöne, gemusterte Blätter
  • pflegeleicht
Fingeraralie
  • zierliche Blätter mit weißer Umrandung
  • für helle Standorte geeignet
  • benötigt hohe Luftfeuchtigkeit

Strahlenaralie „Luseana“

  • kleine, zierliche Blätter
  • besonders robust
  • verzweigter Wuchs
Fatsia Japonica Variegata
  • Form der Zimmeraralie
  • wünderschone Blätter mit weißer Panaschierung
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Besprühen Sie ihre Zimmeraralie regelmäßig mit Wasser.

3. Häufige Fragen und unsere Antworten rund um die Aralie

Nachdem wir Ihnen gezeigt hat, wie die richtige Aralien-Pflege aussieht, wollen wir nun noch einige Fragen klären, die bei (Hobby-)Gärtnern häufig aufkommen.

3.1. Sind Aralien winterhart?

Die Araliengewächse umfassen über 1000 Arten und leider sind nicht alle Aralien winterhart. Die Zimmeraralie (Fatsia Japonica) verträgt Temperaturen bis 10 Grad, könnte mit etwas Eingewöhnung aber auch sehr milde Winter überstehen.

Andere Sorten – etwa die Aralia Elata – können Sie problemlos das ganze Jahr über im Garten halten. Sie kommen sogar in Sibirien vor und vertragen Temperaturen bis – 25 Grad.

Tipp: Um welche Aralien-Sorte es sich handelt, sollten Sie vor dem Kauf unbedingt im Rahmen einer Kaufberatung klären.

3.2. Welche Krankheiten treten bei der Zimmeraralie auf?

Zimmeraralien sind sehr krankheitsresistent, wie alle Zimmerpflanzen werden sie, sollte es doch dazu kommen, am häufigsten von Zimmermilben und Thripse befallen. Diese erkennen Sie an einem Belag an den Blättern. Ist der Befall noch nicht weit fortgeschritten, können Sie die Aralie mit einem Sud aus Knoblauch und Oregano oder mit Milch besprühen. Bei besonders hartnäckigen Fällen sollten Sie zu Mitteln aus dem Fachhandel greifen.

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3.3. Meine Aralie verliert Blätter, was ist zu tun?

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Bekommt Ihre Aralie viele gelbe Blätter, könnte Wurzelfäule der Grund sein.

Verliert Ihre Aralie Blätter, kann dies leider an vielen Problemen liegen. Oft liegt es an einem zu warmen Stand im Winter, hier verträgt die Aralie keine pralle Mittagssonne. Kontrollieren Sie außerdem die Erde, ist diese komplett ausgetrocknet oder schon seit mehreren Tagen sehr nass, sollten Sie Ihr Gießverhalten ändern.

Ist die Erde zu feucht und können Sie einen modrigen Geruch wahrnehmen, liegt wahrscheinlich Wurzelfäule vor. Es klingt vielleicht merkwürdig, aber graben Sie die Aralie aus und halten Sie sie unter laufendes Wasser, um alle Erdreste zu entfernen. Beseitigen Sie alle beschädigten Wurzeln. Anschließend geben Sie die Pflanze in ein Gefäß mit neuer, trockener Erde.

3.4. Müssen Zimmeraralien geschnitten werden?

Als Zimmerpflanzen müssen Aralien nicht zwingend geschnitten werden, ältere Pflanzen können von einem zu starken Rückschnitt sogar Schäden davon tragen.

Hinweis: Wollen Sie einige Stecklinge schneiden, sollten Sie dies nach der Vegetationspause im Frühjahr tun.

3.5. Wie hoch werden Aralien?

Im freien können Aralien eine stattliche Größe von vier Metern erreichen, im Haus ist diese Größe leider nicht realistisch. Mit der richtigen Pflege können aber auch Zimmeraralien eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen.

Bildnachweise: stock.adobe.com/meteoritka , stock.adobe.com/LianeM , stock.adobe.com/SPINOKIM , stock.adobe.com/ LIGHTFIELD STUDIOS , stock.adobe.com/Татьяна Горбунова (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)