Zierpflanzen

Pflegetipps zur Elfenblume, Anemone und dem Salomonsiegel

Mit Frühjahrsblühern farbige Akzente setzen

Zu Beginn des Frühjahrs wirken die Gärten noch sehr trist und kahl. Zu den ersten Pflanzen, die bereits im März und April für Farbe im Garten sorgen, gehören die frühblühenden Stauden.

In Kombination mit dunklen Gehölzen können sie ihre Stärken besonders gut ausspielen, denn sie dienen nicht nur als grüner Bodendecker, sondern blühen im zeitigen Frühjahr auch in vielfältigen Farben.

Zu den beliebten frühblühenden Stauden gehören beispielsweise die Elfenblume, die Anemone, die auch unter dem Namen Buschwindröschen bekannt ist, und als Spezialist für schattige Plätze das Salomonsiegel.

Erfahren Sie hier wissenswerte Informationen zum Anbau und zur Pflege der drei frühblühenden Stauden und erhalten Sie weiterführende Tipps zu optimalen Pflanzenkombinationen für einen blühenden Garten im Frühling.

Gartengestaltung mit Stauden

Stauden zählen zu den beliebtesten Gartenpflanzen, da sie mit dekorativen Blüten mehrjährig farbige Akzente setzen und mit ihrem Laub eine grüne Decke im frostigen Garten bilden. So begrünen Stauden bereits im Frühjahr den Hausgarten und künden vom nahenden Frühling.

Zudem werden Stauden bei optimalen Bedingungen und einer mäßigen Pflege mit zunehmendem Alter immer schöner und ausladender. Idealerweise kombinieren Sie Ihr Staudenbeet mit früh- und spätblühenden Pflanzen, sodass Sie vom Spätherbst bis in den Sommer hinein mit leuchtenden Blüten beschenkt werden.

Wenn Sie zusätzlich noch auf ein harmonisches Farbkonzept mit gezielten Kontrasten oder bewusst gewälten Blütenfarben aus einer Farbfamilie achten, wird Ihr Garten im ganzen Jahr zum Blickfang.

Elfenblume (Epimedium)

Die Elfenblumen (Epimedien) gehören zu den stillen Stars unter den Stauden: Ihren Namen verdanken sie ihren zerbrechlich wirkenden, elfengleichen Rispen, die ein wenig den Blüten der Orchideen ähneln.

Die Blütenfarbe reicht von Rosa und Lila über Weiß zu Gelb. Auch mehrfarbige Blüten sind dank verschiedenster Neuzüchtungen im Fachhandel erhältlich.

Die Epimedien werden vor allem als Bodendecker aufgrund ihres schönen Laubes geschätzt, denn ihre Blüten sind je nach Sorte ziemlich klein: Sie haben nur einen Durchmesser von 0,5 bis 2 cm. Daher muss man bei den Elfenblumen schon genauer hinsehen, um ihre Schönheit zu entdecken.

Doch die Mühe lohnt sich. Gerade auf einer etwas größeren, wilden Grasfläche wirken die Elfenblumen in ihrer Zartheit besonders apart. Zudem ist die Epimedie äußerst robust und wurde daher vom Bund deutscher Staudengärtner (BdS) zur "Staude des Jahres 2014" gekührt.

Beliebte Sorten der Elfenblume für die Gartenpflanzung

Die Elfenblume wird gerne als Bodendecker gepflanzt.

Es gibt in dieser Saison einige interessante Züchtungen, beispielsweise die Sorte Epimedium pinnatum "Black Sea" mit ihren gelb-orange gestreiften Blüten. Im Winter ist ihr Laub auffällig rotblau gefärbt. Schon ab April zeigt sie ihre Blütenpracht.

Die sommergrüne Sorte Epimedium grandiflorum "Lilafee" erstrahlt in purpurvioletten Blütenfarben zwischen April und Mai und wird bis zu 20 cm hoch. Sie gedeiht optimal im Halbschatten am Gehölzrand.

Die zierliche Sorte Linum perenne "Nanum Diamant" besitzt große, weiße Blüten und ihre Blätter verfügen im Austrieb über einen auffällig roten Rand. Diese Staude blüht zwischen Juni und August und wird bis zu 30 cm hoch.

Auch die Sorte Epimedium x warleyense "Orangekönigin" ist eine vielversprechende, gut wachsende und wintergrüne Neuzüchtung mit leuchtenden, orangefarbenen Blüten. Diese robuste Staude ist ideal für Einsteiger geeignet und äußerst anspruchslos.

Laub und Reisig schützen die Wurzeln der Elfenblume im Winter.

Ansprüche und idealer Standort der Elfenblume

Elfenblumen finden Sie in jedem Gartencenter oder auch bei Staudengärtnereien in Ihrer Nähe. Alle hier erhältlichen Sorten sind genügsame Bodendecker, die auch kurze Trockenperioden überstehen.

Elfenblumen bevorzugen einen vor Zugluft geschützten Platz im Halbschatten, beispielsweise gedeihen sie besonders gut unter Laubgehölzen. Dabei benötigen sie einen möglichst reifen, humosen und gelockerten Boden.

Tipp: In Kübeln kann man die Elfenblume beispielsweise attraktiv unter einem Hochstämmchen platzieren. Der Kübel sollte dann aber nicht in der prallen Sonne stehen.

Elfenblume überwintern

Elfenblumen bilden feine Wurzeln unterhalb der Erdoberfläche aus und benötigen daher einen gezielten Winterschutz.

Ideal geeignet ist das abgefallene Laub der Gehölze. Es dient den Stauden als zusätzliche Schutzschicht gegen Kälte und Frost. Zudem nutzen die Elfenblumen die verrotteten Blätter als natürlichen Dünger.

Im Frühjahr kommen die Stauden wieder selbstständig aus dem Laub hervor und sind somit äußerst pflegeleicht, weil ein lästiges Aufsammeln des Laubes im Herbst entfällt. Alternativ kann auch Rindenmulch oder Reisig als natürlicher Winterschutz dienen.

Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

Das Buschwindröschen gedeiht im Wald besonders gut.

Das Buschwindröschen, oft auch nur Windröschen oder Anemone genannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse und ist eine vorsommergrüne Staude, die im Frühjahr mit ihren hellen Blüten auffällt.

Besonders häufig findet man die Anemonenart im Wald unter Laubbäumen und -gehölzen. Hier gedeiht die Staude besonders gut, da sie das einfallende Licht im Frühjahr für ihr Pflanzenwachstum nutzt, solange die Bäume noch kahl sind.

Bilden die Laubbäume schließlich ihr dichtes Blattwerk, profitiert das Windröschen vom geschützten Standort im Halbschatten. Im Sommer zieht das Windröschen alle Blätter ein und überwintert im Boden bis zum nächsten Frühjahr. Alle für diese Periode benötigten Nährstoffe speichert die Pflanze im unterirdischen Rhizom.

Idealer Standort und optimaler Boden für das Windröschen

Das Buschwindröschen bildet pro Pflanze eine einzige helle Blüte aus.

Das frühlblühende Windröschen bevorzugt einen geschützten Platz unter Gebüschen, Hecken oder Laubbäumen.

Hier sind die 1,5-4 Zentimeter großen Blüten im Frühling vor einer zu starken Sonneneinstrahlung geschützt, die Pflanze bekommt jedoch genug Licht für ein gesundes Wachstum. Dabei wird das Buschwindröschen bis zu 25 cm hoch und bildet pro Pflanze eine helle Blüte aus.

Die Blütensterne bestehen aus sechs bis acht Blütenblättern und verfügen über ein auffällig gelbes Staubblatt. Die Blüte erstreckt sich von März bis Mai. Da die Staude jedoch unaufhörlich weitere Ausläufer bildet, können mit zunehmenden Standjahren immer mehr Blüten bestaunt werden.

Ideal gedeiht die Pflanze in nährstoffreichem und humosem Lehmboden, wie er in Wäldern und mit Kompost aufbereiteten Blumenbeeten zu finden ist.

Buschwindröschen richtig pflegen

Das Buschwindröschen ist eine äußerst robuste Anemonenart und recht anspruchslos. Wird sie sich selbst überlassen, gedeiht sie problemlos und kann sich durch eine Teilung der Rhizomwurzeln schnell im gesamten Garten vermehren.

Tipp: Wollen Sie das Pflanzenwachstum kontrollieren, können Sie die unmittelbar unter der Oberfläche befindlichen Austriebe mit einem Spaten einkürzen. Für eine gezielte Vermehrung können Sie Wurzelschnittlinge im Winter im Garten pflanzen und mit Reisig oder Laub für einen zusätzlichen Winterschutz bedecken.

Buschwindröschen
Das Buschwindröschen gedeiht auch ohne weitere Pflegemaßnahmen gut.

Da das Buschwindröschen nicht der unmittelbaren Sonne ausgesetzt ist, muss es nur mäßig bewässert werden. Häufig reichen natürliche Regenfälle im Frühjahr für ein gesundes Pflanzenwachstum aus. Haben die schützenden Bäume bereits eine dichte Laubdecke gebildet, sollten Sie Ihre Windenröschen zusätzlich wässern, da die Blätter als natürlicher Regenschirm fungieren und kein Regenwasser an die Wurzeln der Stauden gelangt.

Salomonssiegel (Polygonatum)

Der Salomonsspiegel bildet weiße Blütenglocken an einem überhängenden Stängel.

Der Salomonssiegel, häufig auch einfach Weißwurz genannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Spargelgewächse und erreicht durchschnittlich eine Höhe von etwa 50 Zentimetern, bei einigen Prachtsorten ist jedoch auch eine Wuchshöhe von 100 Zentimetern realistisch.

Der glatte Stängel wächst elegant überhängend, an ihm hängen die duftenden weißen, grün geänderten Blüten, die in ihrer Form an kleine Glocken erinnern. Sie zeigen sich zwischen Mai und Juni als Kette am grünen Trieb.

Schließlich entwickelt die Waldstaude dunkle Beeren und eine gelbe Herbstfärbung und dient somit das ganze Jahr hindurch als farbenfroher Bodendecker.

Achtung: Alle Pflanzenteile des Salomossiegels, besonders die Beeren, sind hochgiftig. Generell kommt es bei Verzehr zu leichten Vergifungssymptomen wie Übelkeit und Erbrechen.

Daher sollte diese Pflanze nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen sich Kinder oder Haustiere aufhalten.

Salomonssiegel pflanzen

Die Blätter des Salomonssiegels schützen die zarten Blüten wie kleine Regenschirme.

Der Salomonssiegel ist eine schattenliebende Staude und gedeiht optimal auf durchlässigem und mäßig feuchtem Boden. Staunässe gilt es auch bei dieser frühblühenden Staudenart zu vermeiden, da sie den empfindlichen Wurzeln schadet. Für ein optimales Pflanzenwachstum empfehlen Experten ein reichliches Mulchen zur Pflanzung.

Idealer Pflanzzeitpunkt ist das zeitige Frühjahr. Setzen Sie die einzelnen Pflanzen etwa 25 Zentimeter weit auseinander in lockeren Boden. Herrschen gute Bodenbedingungen, verbreiten sich die Rhizome selbstständig, sodass schließlich große Flächen durch den Salomonssiegel bedeckt werden.

Tipp: Als passende Nachbarspflanzen haben sich Funkien, Maiglöckchen und Rhododendren bewährt.

Pflege des Salomonssiegels

Raupenbefall: Die Larven der Salomossiegel-Blattwespe fügen der Staude großen Schaden zu.

Bereits während der Pflanzung und spätestens erneut zum Austrieb im Frühling wird dem Salomonssiegel Volldünger über das Gießwasser gereicht. Diese Düngung fördert das Pflanzenwachstum während der Blüte, weitere Düngmaßnahmen sind nicht erforderlich.

Bei der Bewässerung ist besonders bei Jungpflanzen darauf zu achten, dass das Substrat niemals vollständig austrocknet, gießen Sie Ihren Weißwurz daher regelmäßig.

Nach der Blüte verbleiben die sommergrünen Stiele an der Pflanze. Erst im Spätherbst wird die Staude bodennah zurückgeschnitten.

Wenn Sie einen Befall mit Larven der Salomossiegel-Blattwespe feststellen, sollten Sie alle Raupen schnellstmöglich absammeln und vernichten. Spritzen Sie Ihre Staude zusätzlich mit umweltschonenden und für den Gartengebrauch zugelassenen Insektiziden. Die Larven ernähren sich von den zarten Blättern und können einen schnellen Kahlfraß verursachen.

 

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