Gartenmauer

Gartenmauer bauen: Richtig mauern in 3 leichten Schritten

Naturstein-Mauer entsteht

Günstige Gartenmauer selber bauen

Möchten Sie die Kosten für das Bauen der Gartenmauer so günstig wie möglich halten, empfiehlt sich der Bau einer Sandsteinmauer (100 Euro pro Quadratmeter). Etwas teurer sind Gartenmauersteine aus Muschelkalk (120 Euro pro Quadratmeter) und Granit (130 Euro pro Quadratmeter). Mit über 200 Euro Kosten pro Quadratmeter zählt eine Mauer aus Naturstein (z.B. Basalt oder Dolomit) zu den weitaus teureren Varianten.

Aus vielfältigen Materialien können Sie eine alte Gartenmauer selber neu bauen: Sie können eine Gartenmauer aus alten Ziegelsteinen bauen, eine Gartenmauer mit Hohlsteinen bauen, eine Gartenmauer aus Betonsteinen bauen oder gar eine Gartenmauer mit Fenster bauen.

Etabliert hat sich in Deutschland vor allem, Ziegelmauern für den Garten selber zu bauen und (Natur-)Steinmauern im Garten selber zu bauen. Aber auch Trockenmauern oder ganz andere, exotische Varianten sind möglich – hier müssen dann allerdings Mauerverfahren und Mörtelwahl gesondert abgestimmt werden.

In diesem Heimwerker.de-Artikel gehen wir darauf ein, wie Sie eine konventionelle Mauer im Dickbettmörtelverfahren aus Ziegeln, Natursteinen oder Sandstein für den Garten als Sichtschutz oder Umzäunung selber bauen.

1. Fundament: Fester Stand für starke Mauern

Gartenmauer richtig mauern

Gartenmauer richtig gemauert: Eine Ziegelmauer für den Garten ist leicht selber zu bauen.

Egal, ob Sie eine Steinmauer im Garten selber bauen oder eine Gartenmauer bauen lassen: Mauern benötigen einen sauberen und tragfähigen Untergrund.

Als bester Untergrund für eine stabile Mauer gilt zu Recht ein Betonfundament: Erstens bilden Beton und zementgebundener Mörtel eine starke Verbindung, zweitens besitzt der Baustoff die nötige Festigkeit, um eine Steinwand zu tragen.

Voraussetzung für eine gutes Fundament ist vor allem eine sorgfältige Prüfung des Untergrundes: So sollte nicht „auf Sand gebaut werden“, auch mögliche Unterspülungen und weiche Erde können die Stabilität des Fundamentes beeinträchtigen.

Eine Prüfung durch einen Fachmann kann hier weiterhelfen. Dieser empfiehlt oft eine Schotterpacklage oder Drainage, die dann für Stabilität sorgt.

Tipp – Planomur-Gartenmauer bauen: Planomur ist ein bekannter Hersteller von Mauerstein, der bei Verbrauchern besonders beliebt ist, wie aus diversen Rezensionen im Netz hervorgeht. Eine Planomur-Gartenmauer zu bauen geht besonders leicht von der Hand, weil sich die Steine aus dem Sortiment des Herstellers dank ausgeklügeltem Nut- und Federsystem besonders einfach und stabil miteinander verbauen lassen. Sie können aus den Farben Grau, Anthrazit und Mediterran auswählen.

2. Mauersteine: Die Qual der Wahl

Eine Gartenmauer friedet das Grundstück ein und kann als Rankhilfe für Pflanzen dienen, Gartengeräte aufnehmen und vor allem Sicht- und Einbruchsschutz bieten. Steht die Gartenmauer einmal, müssen Sie sich nicht mehr darum kümmern. Sie haben einmal Arbeit, aber können anschließend den perfekten Sichtschutz genießen. Achten Sie bei der Wahl der Mauersteine darauf, dass das Design zur Gartengestaltung passt.

An dieser Stelle haben wir noch einmal für Sie aufgeführt, welche Arten von Mauern es gibt. So können Sie beispielsweise eine…

  • Steinmauer im Garten selber bauen
  • Gartenmauer mit Hohlsteinen bauen
  • freistehende Gartenmauer bauen
  • mediterrane Gartenmauer bauen
  • Gartenmauer mit Fenster bauen

Um den benötigten Bedarf an Mauersteinen zu ermitteln, sind die gewünschte Länge und Höhe der geplanten Gartenmauer sowie die Abmessungen der favorisierten Mauersteine entscheidend. Ausgehend von 30 cm langen und 10 cm hohen Mauersteinen aus Beton und einer Mauer, die 3 m lang und 1,5 m hoch werden soll, benötigen Sie beispielsweise insgesamt 150 Mauersteine (10 Mauersteine für die Länge vom 3 m und 15 Mauersteine bei einer Höhe von 1,5 m).

Wir zeigen Ihnen im nächsten Schritt, wie Sie fachgerecht und angemessen eine Ziegel-Gartenmauer bauen können und informieren Sie umfassend zum Thema Mauern im Außenbereich.

3. Gartenmauer bauen: Anleitung in 3 einfachen Schritten

dickbettmoertelverfahren

Orientieren Sie sich an den angegebenen Maßen zum Dickbettmörtelverfahren.

Das Dickbettmörtelverfahrens ist vor allem durch die ca. 1,2 cm dicke Lagerfuge gekennzeichnet. Sie ist die Verbindung zwischen den Steinreihen und im Vergleich zu anderen Verfahren, wie z. B. dem Dünnbettmörtelverfahren, vergleichsweise dick.

Der Vorteil dieses Verfahrens besteht vor allem in der Möglichkeit, durch den Mörtel Korrekturen in der Höhe und senkrechten Ausrichtung vornehmen zu können. Die verwendeten Steine müssen für dieses Verfahren nicht planeben geschliffen sein und sind daher günstiger. Der Nachteil ist ein vergleichsweise hoher Mörtelbedarf.

Die zum Bauen der Gartenmauer benötigten Materialien und Werkzeuge können Sie problemlos im Baumarkt kaufen. Dort können Sie auch bei etwaigen Fragen den Service einer Kaufberatung in Anspruch nehmen.

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3.1. Mörtel anmischen

Für unerfahrene Heimwerker empfiehlt sich die Verwendung von sogenanntem Fertigmörtel: Dieser wird in einem Sack fertig gemischt angeboten und muss lediglich noch mit Wasser in der auf dem Gebinde beschriebenen Menge vermischt werden.

Tipp: Am besten wird Mörtel mit einer Mischmaschine angemischt, alternativ kann auch ein ausreichend großer Bottich mit einem Bohrmaschinenquirl verwendet werden. Achten Sie darauf, dass der angemischte Mörtel klumpenfrei ist und eine „schwer-reißende“ Konsistenz aufweist.

Der fertige Mörtel wird in einen Transportbottich gefüllt, anschließend kann mit dem Mauern begonnen werden. Anschließend sollte sofort wieder Wasser in die Mischtrommel oder den Mischbottich gegeben werden, damit die Mörtelreste nicht antrocknen.

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3.2. Mauerfuß: Grundlage einer stabilen Mauer

Zunächst muss der Untergrund der Mauer sorgfältig gesäubert werden, dann wird mit einem dicken Bleistift oder Kreide die Länge der Wand auf dem Boden aufgezeichnet. Soll die Mauer in einem Winkel verlaufen, muss die Linie entsprechend angepasst werden.

Messen Sie nun mit einer Richtlatte und einer Wasserwaage nach, ob im Verlauf der Mauer Unebenheiten vorhanden sind. Diese müssen Sie mit Mörtel ausgleichen. Dann wird die erste Mörtelschicht aufgetragen – die Dicke variiert dabei je nach der Beschaffenheit des Untergrunds. Auf diese erste Mörtelschicht wird dann eine Bitumenschicht gelegt; diese dichtet die Mauer gegen Feuchtigkeit aus dem Boden ab. Auf diese Bitumenschicht wird dann dann eine zweite Mörtelschicht aufgetragen.

Nun werden die ersten Steine gesetzt: Die Ausrichtung der ersten Steinreihe muss mit großer Sorgfalt erfolgen, wenn’s hier schief sein sollte, trifft es die ganze Mauer. Wasserwaage und Winkelmaß sind also Pflicht!

erste mauerreihe

Auf die erste Mörtelschicht wird eine Bitumenschicht gelegt; diese dichtet die Mauer gegen Feuchtigkeit aus dem Boden ab.

3.3. Die Mauer ist fertig!

Nach dem letzten Stein und der Aufbringung der Mauerkrone (hier kann auch eine Mauerabdeckung aus Beton verwendet werden) ist die Mauer fertig und muss nun ein bis zwei Wochen trocknen. Die Mauer darf in dieser Zeit nicht belastet werden, auch Bohren und Anbringen von Gegenständen ist tabu.

Nach der Trocknungszeit ist die Mauer voll belastbar und stabil. Wir wünschen Ihnen viel Freude an Ihrer neuen Garteneinfriedung.

4. Richtig Mauern: Stein auf Stein

mauerecken aufmauern

Mauerecken aufmauern: Die gesamte Mauer steht später nur im Lot, wenn Sie bei jedem Stein große Sorgfalt walten lassen.

Nach der ersten Reihe wird weitergemauert: Stein auf Stein wird die Mauer treppenförmig aufgeschichtet. Jeden einzelnen Stein müssen Sie dabei genau auf seine Ausrichtung prüfen, hier helfen Lot und Wasserwaage weiter.

An der Ecke wird, Reihe für Reihe, eine Mauerschnur befestigt, welche die genaue Ausrichtung der Steine erleichtert.

Bei der Verlegung der Mauerschnur müssen Sie folgende Dinge beachten:

  • Die obere Längskante des Steins muss auf etwa einen Millimeter an die Schnur herangeführt werden.
  • Die obere Längskante des Steins muss genau parallel zur Schnur verlaufen.
  • Die untere Längskante des Steins muss mit der oberen Längskante der darunterliegenden Schicht in einer Ebene liegen. Es darf keine „Treppe“ entstehen.

5. FAQ: Fragen und Antworten rund um die Mauerabdeckung für die Gartenmauer

Egal, ob Sie eine große oder eine kleine Gartenmauer bauen, am Ende steht die Frage nach einem geeigneten Witterungsschutz, denn freistehende Mauern und Pfeiler müssen dauerhaft gegen Witterungseinflüsse und Luftverschmutzungen von oben geschützt werden. Zum Abschluss unseres „Gartenmauer-selber-bauen“-Ratgebers gehen wir deshalb auf häufig gestellte Fragen rund um die ideale Mauerabdeckung für Ihre Gartenmauer ein und geben Ihnen diesbezüglich einige Tipps.

mauerabdeckung-mauerkrone

Mit einer Mauerabdeckung auf der Mauerkrone schützen Sie die Gartenmauer effektiv vor Witterungseinflüssen.

5.1. Wie schütze ich die Gartenmauer am besten vor der Witterung?

Alle Gartenmauern sind der Witterung ausgesetzt – am bedrohlichsten sind dabei Regen von der Seite mit darauf folgendem Frost in dem feuchtem Mauerwerk. Um die Gartenmauer davor zu schützen ist eine Mauerabdeckung auf der Mauerkrone sinnvoll. Der Überstand dieser Mauerabdeckungen – die Traufkante – schützt die Steinmauer vor der Nässe.

5.2. Welche Arten von Mauerkronen gibt es?

Es gibt Mauerabdeckungen aus Metall, Keramik oder Beton. Hersteller von Dachziegeln und Fertigbauelementen bieten spezielle Mauerkronen in Dachziegelform an, die sich einfach verlegen lassen. Auch bei Metall-Gartenzäunen braucht man für die Eckpfeiler aus Stein eine Pfeilerabdeckung.

5.3. Sind Mauerkronen auch für freistehende Mauern und Pfeiler geeignet?

Freistehende Mauern und Pfeiler müssen dauerhaft gegen Witterungseinflüsse und Luftverschmutzungen von oben geschützt werden. Diverse Hersteller, wie beispielsweise Weserwaben, haben spezielle, zu diesem Zweck geeignete Mauer- und Pfeilerabdeckungen im Sortiment. Die Mauerabdeckungen von Weserwaben stehen in den Formen Satteldach, Pultdach und Flachdach zur Verfügung. Das Programm bietet außerdem eine große Farb- und Breitenvielfalt.

Bildnachweise: Adobe Stock/floydine, 'Gartenmauer richtig mauern': von Valentijn Tempels / shutterstock.com(shutterstock.com), 'Gartenmauer richtig mauern': von Valentijn Tempels / shutterstock.com(shutterstock.com), 'Mauerabdeckung, flach': von Weserwaben(Weserwaben), 'Mauerabdeckungen, Satteldachoptik': von Weserwaben(Weserwaben) (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)