Zierpflanzen

Kleopatranadel: 4 Tipps zur Pflege der imposanten Zierpflanze

  • Die Kleopatranadel mag einen sonnigen und windgeschützten Standort bei lockerer und durchlässiger Erde.
  • Durch die Aussaat ihrer Samen oder das Pflanzen von Rhizomen kann die Kleopatranadel gepflanzt und vermehrt werden.
  • Um Staunässe zu vermeiden, sollte die Kleopatranadel nur sparsam und regelmäßig gegossen werden.

steppenkerze in gelb

Die Kleopatranadel ist eine ausgesprochene Solitärstaude mit dem lateinischen Namen Eremurus robustus, auch Steppenkerze, Riesen Steppenkerze oder Steppenlilie genannt. Seit Ende des letzten Jahrhunderts ist sie immer beliebter geworden und überzeugt durch ihre bunten Blüten in verschiedenen, leuchtenden Farben.

Die Blütezeit der Kleopatranadel ist Mai bis Juli, allerdings ist die Pflanze winterhart und kann sich mit den entsprechenden Pflegemaßnahmen das ganze Jahr im Garten wohlfühlen. Wir zeigen Ihnen hier bei Heimwerker.de, worauf Sie bei ihrer Pflege achten müssen und wie Sie die Kleopatranadel richtig pflanzen.

1. Standort der Kleopatranadel: Ein sonniger Standort bei lockerem Boden ist optimal

steppenkerze in der sonne

In der Sonne fühlt sich die Kleopatranadel am wohlsten und entfaltet ihre volle Blütenpracht.

Schutz vor Abknicken

Da die Blütenstängel bei großen Steppenkerzen leicht brechen, empfiehlt es sich, diese entsprechend zu schützen. Selbst gebaute Stützen eignen sich dafür genauso wie das Anpflanzen an Hauswänden oder anderem Mauerwerk.

Der Standort der Kleopatranadel sollte vor dem Anpflanzen gut gewählt werden, damit die Pflanze dort lange überlebt und sich wohlfühlt. Ein heller und sonniger Platz ist dafür bestens geeignet.

Der Boden, in dem die Kleopatranadel gepflanzt wird, sollte außerdem

  • Nahrhaft,
  • Locker und
  • Durchlässig sein.

Wenn der Boden zu stark verdichtet ist, besteht die Gefahr von Staunässe und Frostgefahr in feuchtem Boden. Diese kann dazu führen, dass die Kleopatranadel durch Fäulnis im Wurzelbereich abstirbt.

Daher sollte der Boden regelmäßig gelockert und im Zweifel mit Kies durchlässiger gemacht werden.

2. Kleopatranadel pflanzen: Worauf müssen Sie achten?

Um die Kleopatranadel zu pflanzen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Im Fachhandel ist Saatgut erhältlich, das als Kaltkeimer am besten im Herbst ausgesät werden sollte. Über ihre kapselförmigen Samen kann sich die Pflanze jedoch auch selbst aussäen. Eine zweite Möglichkeit, die Kleopatranadel zu pflanzen und zu vermehren, ist die Ausbreitung durch Rhizome.

Rhizome sind der unter der Erde wachsende Spross einer Pflanze, der auch Wurzelstock genannt wird.

2.1. So pflanzt man die Samen der Kleopatranadel

bluete einer kleopatranadel

Damit sich die Samen nicht automatisch verbreiten, muss die Kleopatranadel nach der Blüte zurückgeschnitten werden.

Wenn Sie die Pflanze über Samen vermehren, und diese selbst gewinnen und nicht im Handel kaufen möchten, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  1. Öffnen Sie die dreiteiligen Früchte der Kleopatranadel, um die Samen zu entnehmen.
  2. Nutzen Sie geeignetes Anzuchtsubstrat in kleinen Töpfen, um die Samen dort zu pflanzen.
  3. Die Töpfe sollten mit Kunststofffolie abgedeckt werden.
  4. Die Samen sollten Sie täglich sparsam bewässern.
  5. Die ersten Keime sollten nach ca. zehn Tagen sichtbar werden. Ab einer Höhe von 5 bis 10 cm der Triebe können Sie die Pflanze nach draußen umziehen.

2.2. So pflanzt man die Wurzelstöcke der Kleopatranadel

wurzel einer kleopatranadel

Der Wurzelstock einer Kleopatranadel erinnert in seiner Form an einen Seestern.

Der ideale Zeitpunkt, um die Kleopatranadel zu pflanzen, ist der August:

  • Der Wurzelstock der Pflanze kommt dafür ca. 15 cm tief in die Erde.
  • Sehr wichtig dabei ist, dass ein Nässeschutz durch eine Sandschicht mit in das Loch gefüllt wird.

Wenn Sie die Kleopatranadel vermehren möchten, können Sie deren Wurzelstöcke nach einigen Jahren auch vorsichtig ausgraben und junge Rhizome abtrennen:

  • An anderer Stelle können Sie diese dann wieder einsetzen.
  • Der Pflanzenabstand zwischen den einzelnen Steppenkerzen sollte ca. 50 cm betragen.
  • Es empfiehlt sich außerdem, eine Kompostschicht als Dünger aufzutragen.

Sie können große Rhizome auch mit einem Spaten teilen und einpflanzen. Damit die Wurzelknollen nicht zu schwach und klein werden, sollten allerdings nicht mehr als zwei oder drei Teile entstehen.

3. 4 Tipps zur Pflege der Kleopatranadel

biene an kleopatranadel

Bienen und andere Insekten mögen die Zierpflanze sehr.

Die Kleopatranadel ist nicht anspruchsvoll, wenn es um ihre Pflege geht. Allerdings sollten einige Bedingungen stimmen, damit die Pflanze jedes Jahr aufs Neue ihre Blütenpracht präsentiert.

Pflegetipp Anleitung
1. Gießen
  • Sie sollten die Kleopatranadel mäßig und regelmäßig gießen.
  • Verwenden Sie dabei nicht zu viel Wasser, da sich sonst durch Staunässe die Gefahr von Wurzelfäule erhöht.
2. Düngen
  • Einmal jährliches Düngen im Frühjahr ist sinnvoll.
  • Geeignet sind organische Langzeitdünger und Blütendünger. Eine Kaufberatung in Ihrem Fachhandel kann helfen, das geeignete Mittel günstig zu kaufen.
3. Schneiden
  • Sie können die welken Blütenstände nach der Blüte herausschneiden.
  • Verzichten Sie auf das Schneiden, wird sich die Staude in der Regel selbst aussäen und vermehren.
4. Überwintern
  • Um die Pflanzenstelle vor Winternässe zu schützen, sollte die Pflanzenstelle im Herbst bis Frühjahr abgedeckt werden.
  • Es empfiehlt sich dazu eine Mischung aus Kompost, Stroh und Lauberde.
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4. Fragen und Antworten zur Kleopatranadel

Abschließend beantworten wir Ihnen noch einige weitere Fragen zur Kleopatranadel.

blumenstrauß mit kleopatranadel

Die Kleopatranadel ist nicht giftig und wird daher auch gerne genutzt, um Blumensträuße optisch aufzuwerten.

4.1. Ist die Kleopatranadel giftig?

Die Kleopatranadel ist nicht giftig. Sie sollte trotzdem nicht verzehrt werden. Im Zweifel ist ein Besuch bei Ihrem Arzt nach dem Verzehr und bei auftretenden Beschwerden ratsam.

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4.2. Welche Schädlinge und Krankheiten gefährden die Kleopatranadel?

Grundsätzlich ist die Kleopatranadel nicht sehr anfällig für Krankheiten. Schädlinge, die die Kleopatranadel befallen, sind in der Regel Schnecken, Engerlinge und Wühlmäuse.

Die Schnecken am Grün der Pflanze können Sie durch Schneckenkorn vorbeugen oder gegebenenfalls absammeln.

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Gegen den Befall der Wurzel von Wühlmäusen und Engerlingen helfen neben Katzen auch spezielle Fallen.

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