Nutzpflanzen

Glatte und krause Blattpetersilie pflanzen und pflegen

Glatte und krause Blattpetersilie pflanzen und pflegen

petersilie-0Petersilie (Petroselinum crispum) zählt zu den beliebtesten und meist verwendeten Küchenkräutern und gehört zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler. Heimisch ist die schmackhafte Würzpflanze im Mittelmeerraum, gedeiht bei guten Bedingungen aber auch im Kräuterbeet oder im Topf auf dem Fensterbrett.

Im Vergleich zu anderen Kräutern wächst Petersilie nur sehr langsam, ist dafür aber ausgesprochen gesund und bekömmlich. Auch als Heilpflanze findet Petersilie Verwendung. So soll ein Petersilientee gut für die Blase und Verdauung sein.

Für eine Weiterverarbeitung sollten die Blätter nur kurz gegart werden, um gesunde Inhaltsstoffe zu bewahren.

Wir geben Ihnen Tipps zum richtigen Anbau und zur gezielten Pflege der glatten und krausen Petersilie im eigenen Garten.

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Glatte Petersilie ist aromatischer und milder im Geschmack.

Glatte oder krause Petersilie?

Petersilie gibt es in zwei Varianten zu erwerben: als glattblättrige oder krause Pflanze. Dabei unterscheiden sie sich sowohl optisch, als auch im Geschmack, denn die krause Petersilie schmeckt deutlich herber und weniger ausgewogen als ein glattes Exemplar. Glatte Petersilie hingegen überzeugt durch ihr angenehmes, frisches Aroma.

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Krause Petersilie schmeckt kräftig und bitter.

Daher wird die glattblättrige Petersilie auch vorwiegend zum Kochen und Verfeinern verwendet, während krause Blätter gerne kleinen Nagern als Frischfutter angeboten werden und durch ihre dekorative Wirkung punkten. Einziger Nachteil der glänzenden glatten Blätter ist ihr schneller Aromaverlust.

Das Küchenkraut wird, egal ob glatt oder kraus, immer erst zum Schluss für wenige Sekunden gegart. Idealerweise verwendet man kleingehackte, frische Kräuter für ein vollmundiges und ansprechendes Aroma. Experten empfehlen den Anbau beider Sorten, so wachsen stets schmackhafte als auch dekorative Küchenkräuter frisch im Garten oder auf der Fensterbank.

Standort und Pflanzung der Petersilie

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Vorgezogene Jungpflanzen lassen sich besonders leicht kultivieren.

Der ideale Standort der Petersilie liegt im mäßigen Halbschatten, da die zarten Blätter der zweijährigen Pflanze eine direkte Sonneneinstrahlung nur schlecht vertragen. Das Substrat sollte tiefgründig und humusreich sein. Einige Zeit vor der Pflanzung wird der Boden mit organischem Dünger versetzt. Idealerweise erfolgt diese Bodenaufbereitung bereits im Herbst, bevor schließlich im Frühjahr gesät wird.

Voraussetzung für das Säen der Petersiliensamen ist eine Bodentemperatur von mindestens 7°C. Setzen Sie die Samen einen halben Zentimeter tief in die Erde und halten Sie diese zur anfänglichen Wachstumsphase feucht. Die einzelnen Reihen sollten zueinander einen Abstand von rund 15 Zentimetern haben. Auch im Spätsommer lassen sich Petersiliensamen säen. Jetzt ist der Boden angenehm warm und die Samen keimen besonders schnell.

Achtung: Petersiliensamen sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden!

Petersilie als Topfpflanze

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Keimlinge können im Topf vorgezogen werden.

Nicht nur Gartenbesitzer können sich an dem frischen Küchengewürz erfreuen, denn die Petersilie gedeiht auch hervorragend im Topf auf der halbschattigen Fensterbank. Hier lassen sich auch kleine Keimlinge vorziehen, wenn das Wetter für eine Direktsaat im Frühjahr noch zu unbeständig ist. Kräftige Sämlinge können dann schließlich in den Balkonkasten oder ins freie Beet gesetzt werden.

Alternativ kann der Doldenblütler auch im Innenbereich verweilen. Wenn Sie einen Petersilientopf im Supermarkt erworben haben, werden Sie wahrscheinlich längerfristig enttäuscht sein. Petersilie wächst zwar nur sehr langsam, diese, auf den schnellen Verbrauch ausgelegten Pflanzen sind jedoch nur sehr kurzlebig und wachsen kaum nach.

Investieren Sie in zweijährige Exemplare aus einer Gärtnerei und setzen Sie diese Pflanze ins Beet oder eben in einen dekorativen Topf.

Petersilie pflegen und überwintern

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Topfpflanzen sind deutlich schwieriger zu pflegen als Exemplare im Beet.

Petersilie gedeiht in mäßig feuchtem Substrat, anhaltende Feuchtigkeit hingegen bekommt dem Doldenblütler nur schlecht. Achten Sie daher auf einen ausreichenden Wasserabtransport und ein tiefengelockertes Substrat.

Besonders problematisch ist das Gießen von Topfpflanzen, da Petersilie äußerst empfindlich auf Staunässe und Trockenheit reagiert. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, um es Petersilie auf Dauer im Topf recht zu machen.

Auch die Nährstoffe sind im Blumentopf deutlich schneller aufgebraucht als im Beet. Wenn Sie Ihre zweijährige Petersilie nicht in frische Erde umtopfen wollen, benötigt die Pflanze gelegentlich Dünger.

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Petersilie ist winterhart, sollte vor dem Frost jedoch noch bodennah abgeschnitten und zusätzlich geschützt werden.

 

Im Außenbereich reicht eine Bodenaufbereitung mit verrottetem Kompost für ein gesundes Pflanzenwachstum aus.

Petersilie kann den Winter im Garten verbringen und treibt im kommenden Jahr selbstständig wieder aus, wenn sie im Herbst bodennah zurückgeschnitten wurde. In rauen Lagen sollte die Pflanze mit einer isolierenden Schicht aus Reisig oder speziellen Vliesstoffen vor starken Frösten geschützt werden.

Alternativ kann die Pflanze ausgegraben und im Topf an einem mäßig warmen und hellen Ort überwintern. Experten empfehlen hier die Fensterbank im unbeheizten Schlafzimmer. Über den Winter wird das Küchenkraut nur mäßig bewässert.

Frischkompost oder tierische Dünger verträgt das Küchenkraut überhaupt nicht. Viele Dünger sind mittlerweile auch als Bio-Variante erhältlich.

Petersilie ernten und konservieren

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Eine Eierspeise wird mit frischer Petersilie besonders bekömmlich und geschmacklich abgerundet.

Bei der Petersilie werden, beispielsweise im Gegensatz zum mediterranen Thymian oder Majoran, nur die Blätter konsumiert. Die Stängel gelten nämlich als ungenießbar und schmecken unangenehm. Dennoch werden die Stängel bei der Ernte einige Zentimeter über der Basis abgeschnitten und die einzelnen Blätter schließlich abgezupft.

Frisch verarbeitete Petersilie schmeckt besonders intensiv, daher empfiehlt es sich, stets nur so viel Petersilie zu ernten, wie Sie auch verbrauchen möchten. Alternativ lässt sich das Kraut kleinhacken und portionsweise einfrieren, so erhalten Sie die gesunden Inhalts- und Aromastoffe, die beim Trocknen verloren gehen würden.

Der beste Zeitpunkt zur Ernte von Freiluftpetersilie ist der späte Vormittag, wenn der morgendliche Tau getrocknet und die Mittagshitze noch nicht eingesetzt hat.

 

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