Beete

Die 10 schönsten Stauden für Ihren Garten

  • Ein Staudengarten eignet sich besonders, wenn Sie eine größere Fläche bepflanzen wollen. Stauden-Pflanzen sind winterhart und so haben Sie jedes Jahr erneut Freude an ihren Blüten.
  • Möchten Sie ein Staudenbeet anlegen, haben Sie die Qual der Wahl. Die Pflanzen blühen in allen möglichen Farben, viele Arten strahlen besonders auffällig in Rot oder Gelb.
  • Die meisten Stauden-Arten sind relativ pflegeleicht und kommen mit vielen Standorten zurecht. Auf Heimwerker.de präsentieren wir Ihnen Tipps und Anleitungen für einige der schönsten Arten.

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Farbenfrohe Stauden für einen schönen Sommergarten

Mit hellen und kräftigen Farben erinnern Staudenbeete an den Sommer. In den Farben Rot, Orange und Gelb verbreiten die Pflanzen ein echtes Sommergefühl in Ihrem Garten.

Dazu sind Stauden recht anspruchslos und somit pflegeleicht und vebreiten einen angenehmen Duft, der zum Verweilen und Genießen einlädt. Sogar im Winter können Sie die Farbpracht von winterharten Stauden bestaunen und somit gezielte Farbakzente im tristen Garten setzen.

Sonnenbraut (Helenium) mit orangenen Blüten, gelbes Mädchenauge (Coreopsis verticillata) und roter Sonnenhut (Echinacea) werden damit zu einem Hingucker. Weiterhin lassen sie sich gut mit der rotblühenden Fetthenne (Sedum telephium Matrona) und der ebenfalls rotblühenden Indiandernessel (Monarda) kombinieren.

Attraktive sommerblühende Beete in den Farben Rosa, Blau und Dunkelrot ermöglichen Pflanzenkombinationen z.B. mit rosablühendem Storchschnabel, rotem Schafgarben (Achillea) und quirlbättrigem Salbei (Salvia verticillata).

Im Sommer richtig gießen

Im Sommer sollten Sie Ihre Stauden möglichst in den frühen Morgenstunden bewässern. Da der Boden um diese Zeit noch mit Tau benetzt ist, kann er das Wasser besser aufnehmen. Über die Nacht hinweg sind Ihre Pflanzen außerdem abgekühlt und erleiden so durch kaltes Wasser keinen Kälteschock.

Noch dazu bringen die Rutenhirse (Panicum virgatum), die Gelenkblume (Physostega) oder die Mexiconessel (Agastache Hybr. Blue Fortune) mit blauen Blüten aufrechte Strukturen in das Beet ein.

Ein echter Dauerblüher, deren Blüten und Duft man monatelang genießen kann, ist die Präriekerze. Sie zeigt sich mit weißen oder rosafarbenen Blüten und verwöhnt ihre Umgebung mit einem herrlichen Duft.

Schon im Sommer kann man für eine Blütenpracht im Herbst vorsorgen. Herbstanemonen (Anemone japonica), Gräser wie Chinaschilf (Miscanthus) und Seggen (Carex) oder auch Pflanzen aus dem großen Asternsortiment, welches weiße, rote, blaue oder rosa Farbtöne verspricht, verzieren auch im Herbst den Garten mit Farb- und Formakzenten.

Hier auf Heimwerker.de erfahren Sie wissenswerte Informationen zum Anbau und zu einzelnen Merkmalen unterschiedlicher Staudenpflanzen und können Inspirationen für eine neue Gartengestaltung gewinnen.

Die 10 schönsten Stauden für Ihren Garten

1. Sonnenbraut (Helenium)

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Die Sonnenbraut bevorzugt nährstoffreichen Boden.

Sonnenbraut ist eine hoch wachsende Staude, die sich ideal für den Anbau im Garten eignet. Sie wird bis zu 1,50 m hoch und zeigt ihre gelben bis roten Blüten von Juni bis Oktober.

Frühsorten, welche im Juni/Juli blühen, erreichen eine nicht ganz so große Höhe, wie die Sorten, welche im September/Oktober blühen.

Helenium bevorzugt einen vollsonnigen Platz in nährstoffreichem Boden. Dieser darf keinesfalls zu trocken sein.

In Stauden können sie sehr gut mit anderen Pflanzen vereinbart werden, wie z.B. mit Rittersporn, Lilien und Sonnenhut. Die Sonnenbraut ist stets eine Bereicherung mit ihren tollen leuchtenden Blüten, ob im Garten oder in der Vase, und glänzt in den Farben des Sommers. So wurde sie 2008 zur Staude des Jahres erklärt.

2. Indianernessel (Monarda)

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Die Indianernessel ist die perfekte Staude für Bienen. In Amerika ist sie sogar als “bee balm” (“Bienen Balsam”) bekannt.

Die Indianernessel ist eine langlebige Staude mit feurig-roten, violetten, rosafarbenen oder selten weißen Blüten, die sich von Juli bis September zeigen.

Durch die intensiven Blütenfarben ist diese Pflanze stets ein absoluter Blickfang. Außerdem verleiht sie einen angenehmen aromatischen Duft, der besonders Bienen und Schmetterlinge anzieht.

Nicht nur als Staude kann sie bewundert werden, sondern auch in der Vase verleiht sie besonderen Glanz und die Blüten halten erfreulich lange.

Heimisch ist die Nessel in Nordamerika, wo sie auch ihren Namen erhielt, denn die amerikanischen Ureinwohner kochten von den aromatischen, duftigen Blättern schmackhaften Tee.

In Regionen rund um Deutschland wachsen diese Pflanzen vor allem in lichten Wäldern und an Gehölzrändern. Sie bevorzugen also einen halbschattigen Standort. Außerdem lieben sie nährstoffreiche, mäßig feuchte Regionen.

Achtung: In Trockenzeiten muss die Pflanze regelmäßig gegossen werden, um eine Pilzkrankheit zu vermeiden, denn die Indianernessel ist im heißen Sommer anfälltig für Mehltau.

3. Schafgarben (Achillea)

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Schafgarbe ist nicht nur im Garten, sondern auch der Naturheilkunde sehr beliebt.

Die Schafgarbe ist eine beliebte Heilpflanze, die bei Verdauungsproblemen und in der Frauenheilkunde ihren Nutzen findet. Beobachten lässt sie sich vor allem auf Wiesen und an Wegrändern.

Heimisch ist diese Pflanze in ganz Europa, sogar am Polarkreis. Sie bevorzugt sonnige und recht trockene Standorte.

Außerdem ist sie ausdauernd und mehrjährig und so bleiben ihre Blätter auch teilweise im Winter an der Erdoberfläche.

Kleine weiße, selten rosige Blüten sitzen an einem zähen und markhaltigen Stengel, welcher an einer im Frühjahr ausgetriebenen Rosette wächst. Auf Grund des festen Stängels sind Schafgarben nicht unbedingt optimal als Schnittblumen geeignet.

4. Gelbes Mädchenauge (Coreopsis verticillata)

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Das Gelbe Mädchenauge blüht von Juni bis September.

In einer Höhe von ca. 50 cm zeigt diese Pflanze sechs bis neun goldgelbe Blüten. Es handelt sich um Dauerblüter, welche ihre Blüten von Juni bis September zeigen.

Die anspruchslosen, ausdauernden Korbblüter mit fein gefiederten Blätter bevorzugen durchlässigen, leicht kalkhaltigen Boden in voller Sonne.

Abgestorbene bzw. faule oder verwelkte Pflanzenteile sollten immer sofort entfernt werden, damit sich neue Blüten bilden können.

Normalerweise handelt es sich hierbei um eine robuste Pflanze, allerdings sollte sie in rauen und sehr kalten Klimazonen zusätzlich geschützt sein. Auch als Schnittblume ist das Gelbe Mädchenauge eine gute Wahl, da sie durch ihre Farben dunklen Räumen Glanz verleiht und lange in der Vase haltbar ist.

5. Rutenhirse (Panicum virgatum)

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Die Rutenhirse ist eine winterharte Pflanze aus Nordamerika.

Rutenhirse ist ein Präriegewächs, welches aus Nordamerika stammt. Es ist ein wirkungsvolles Ziergras für warme und sonnige Standorte.

Im Spätsommer färben sich die Grashalme rot. Die Blütezeit der Rutenhirse ist von Juli bis September, dann zeigt sich eben diese braunrote Farbenpracht. Wie die meisten Stauden sollte Sie nicht komplett im Schatten stehen.

Die Halme werden vor dem Winter nicht abgeschnitten, erst im Frühjahr werden gezielte Schnittmaßnahmen durchgeführt, da in den Halmen noch Energie für den Winter enthalten ist, die die Pflanze zum Überleben benötigt.

Im Winter braucht die Rutenhirse keinen zusätzlichen Frostschutz, da es sich um eine winterharte Pflanze handelt.

6. Gelenkblume (Physostegia)

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Gelenkblumen zeichnen sich durch ihre wunderschönen weißen bis violetten Blüten aus.

Die Gelenkblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, welche eine sehr gefragte Zierpflanze für Staudenbeeten ist. Sie ist sehr anspruchslos, denn sie wächst auf nahezu allen Böden, und kann einen sonnigen sowie einen halbschattigen Standort einnehmen.

Die Besonderheit der Gelenkblume sind ihre außergewöhnlichen Blüten. Zum einen wachsen sie in tollen, rosigen Farben und zum anderen kann man diese Blüten drehen, als ob sie Gelenke hätten. Auf diesem Phänomen beruht auch ihr Name.

Zu Gesicht bekommt man diese Blüten von Juni bis Oktober. Die Pflanze stammt ursprünglich aus den US und ist eine beliebte Schnittpflanze.

7. Mexikonessel (Agastache Hybr.Blue Fortune) und Präriekerze (Gaura lindheimerii)

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Mexikonesseln bevorzugen einen eher sonnigen Standort.

Mit ihren leuchtenden violetten Blüten, welche sich von Juli bis Oktober zeigen, begeistert die Mexiconessel nicht nur Menschen, sondern auch Bienen und Schmetterlinge. Die Blätter versprühen einen Duft, der an Minze erinnert. Diese Staude erreicht eine Wuchshöhe von ca. 70 cm.

Im Staudenbeet glänzen die Präriekerzen mit ihren schmalen, dekorativen Blättern und den lockeren blauen oder weißen Blütentrauben. Die Blütezeit erfolgt von April bis in den Juni hinein. Zudem erinnern die Blüten an Schmetterlinge und wirken dadurch sehr elegant und ausgefallen.

Leider ist jede Einzelblüte kurzlebig und hält nur einen Tag. Allerdings öffnen sich immer wieder, auch in der Vase, neue Blüten.

Die Präriekerzen bevorzugen einen Standort in der Sonne, gedeihen aber auch im Halbschatten noch gut und wachsen am besten in nährstoffreichen, eher trockenen bis feuchten Böden.

Hinweis: Noch dazu sind diese Pflanzen nicht besonders winterhart, daher müssen sie, außer bei milden Wintern, an geschützten Orten stehen oder gezielt vor Dauerfrösten geschützt werden.

8. Herbstanemonen (Anemone japonica)

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Herbstanemonen zeigen – wie der Name vermuten lässt – ihre Blütenpracht im Herbst.

Zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Laub der Bäume allmählich zu verfärben beginnt, beginnt die Herbstanemone in verschiedenen Farben zu blühen. Von September bis Oktober zeigen sich lange Blütenstiele mit vielen Blüten aus vollen Laubblättern.

Die Blütenfarben variieren von weiß bis hin zu einem knalligen purpurrot. Für Staudenbeete also genau das Richtige, denn die vollen Farben erinnern an den einsetzenden Frühling und warmen Sommer.

Der beste Standort für Herbstanemonen ist ein warmer, sonniger bis halbschattiger Platz im Garten in durchlässigem, humosem Boden. Es muss darauf geachtet werden, dass die Erde bei einem sonnigen Platz auch im Winter stets feucht bleibt.

9. Chinaschilf (Miscanthus)

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Chinaschilf kann über 2 m hoch werden und sich sehr schnell verbreiten.

Chinaschilf ist leicht an der schilfartigen Wuchsform zu erkennen. Der Blütenstand ist eine ca. 30 cm lange kahle bis filzig behaarte Rispe. Heimisch ist dieses Gewächs in weiten Teilen Chinas, Japans und Koreas an Küsten oder Höhenlagen unter 2000 m.

Im asiatischen Raum wurde der Schilf als Rohstoff für Matten und Flechtwerk verwendet.

Durch eingeschleppte Samen hat sich das Chinaschilf als Zierpflanzen in den USA unkontrolliert verbreitet, das Gewächs wird daher auch als invasiv eingestuft, da die Vermehrung schnell und willkürlich erfolgt.

10. Blaue Katzenminze (Nepeta x faassenii)

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Katzenminze senden einen besonders aromatischen Duft aus, auf den Katzen sehr stark reagieren.

Die Pflanzengattung der Katzenminze finden Sie sowohl an extremen sonnigen Orten wie Ostafrika, aber auch in gemäßigten Regionen in ganz Europa und Asien. Katzenminze trägt aus einem guten Grund ihren Namen. Ausgewachsene Katzen reagieren besonders euphorisch auf den aromatischen Geruch der Blüten oder essen und wühlen sich sogar in der Pflanze. Warum die Tiere so begeistert von diesem Geruch sind, konnte bis jetzt aber noch nicht genau erforscht werden.

Da die Pflanzen buschig wachsen, kommen sie als Flächenbegrünung mit mehreren Pflanzen besonders zur Geltung. Die violetten oder blauen Blüten beginnen bereits ab Mai zu sprießen und verschönern Ihren Garten bis September.

Katzenminze ist nicht besonders pflegeintensiv, verträgt aber keine Staunässe. Im Winter können Sie die Pflanze vor übermäßiger Feuchtigkeit schützen, indem Sie sie abdecken.