Garteneinrichtung & Überdachung

Terrasse reinigen: In 6 Schritten zur Wohlfühloase

  • Wenn Sie Ihre Terrasse reinigen bieten sich Hausmittel wie Essig oder Soda an. Bei Unkrautvernichtern sollten Sie auf biologische Varianten zurückgreifen.
  • Konstrukte aus Holz wie Zäune oder Möbel werden zunächst auf Schäden untersucht. Danach sollten Sie den Witterungsschutz mit speziellen Lacken oder Ölen erneuern.
  • Auch Pflanzen benötigen im Frühjahr eine ausführliche Pflege. Weichholzige Pflanzen wie Rosen werden zurückgeschnitten, Pflanzen in Kübeln werden umgetopft.

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Der Sommer steht vor der Türe und wir sehnen uns danach, endlich wieder auf der Terrasse zu sitzen und die Sonnenstrahlen zu genießen. Doch die Terrasse hat den Winter über gelitten – bis sie wieder genutzt werden kann, sind noch einige Arbeiten zu verrichten.

Erfahren Sie hier in der Anleitung auf Heimwerker.de, wie Ihre Terrasse wieder in neuem Glanz erstrahlt. Bevor Sie überhaupt mit den Arbeiten beginnen können, muss die Terrasse grob gereinigt und von Schmutz und Unrat befreit werden. Gerade bei Wind sammelt sich in den Terrassenecken gerne Laub und Geäst. Kommt noch Feuchtigkeit hinzu, kleben die Blätter am Boden und an den Mauern fest und verschmutzen diese. Das Laub sollte daher vorsichtig entfernt und ein Reiben verhindert werden, damit sich der Schmutz nicht noch tiefer festsetzt.

Doch Achtung! In den Laubansammlungen überwintern viele Tiere. Daher sollten bestimmte Tipps beim Terrasse reinigen beachtet werden. Das Laub kann übrigens auf verschiedene Weise entsorgt und sogar anderweitig genutzt werden.

1. Terrassensteine reinigen und von Unkraut befreien

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Reinigen Sie Moos zwischen Fugen lieber mit dem Fugenkratzer und nicht mit chemischen Produkten, um die Umwelt zu schonen.

Ein Graus für den, der seine Terrasse reinigen will: Über den Winter verschmutzen die Terrassensteine und werden unansehnlich. Festes Laub kann zu einer rutschigen Falle werden. Schon bei den kleinsten Sonnenstrahlen sprießt das Unkraut wie wild aus dem Boden.

Damit der Terrassenboden nicht binnen kurzer Zeit mit Unkraut übersät wird, sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen treffen. Chemische Lösungen sollten besser nicht angewandt werden, denn Sie belasten die Umwelt und können auch Pflanzen in Mitleidenschaft ziehen.

Zudem bieten auch sie keine dauerhafte Lösung gegen Unkraut. Hier gibt es einige effektive natürliche Mittel.

Tipp: Essigessenz hilft gegen Löwenzahn und auch heißes Salzwasser unterbricht das Unkrautwachstum vorübergehend. Allerdings hinterlässt das Salzwasser weiße Ränder auf den Terrassensteinen.

Unkraut können Sie auch mit speziellen Fugenkratzern entfernen. Terrassenplatten reinigen Sie am besten mit einem Hochdruckreiniger. Stark verschmutzte Steine sollten mit einer Bürste oder einem Schrubber vorab behandelt werden. Auch bei der Reinigung hat sich Essig bewährt. Im Fachhandel gibt es spezielle Reinigungssubstanzen für Terrassensteine.

Hier die Vor- und Nachteile von biologischen Unkrautvernichtern in der Übersicht:

  • natürliche Miteel
  • schützen Umwelt und angepflanzte Kulturpflanzen
  • oft nur für einen Typ Unkraut
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2. Gerissene Terrassensteine austauschen

Bei starkem Frost können Terrassensteine reißen. Die Schäden werden meist erst im Frühjahr entdeckt. Die defekten Steine sollten Sie möglichst austauschen. Je nach Schaden ist es ratsam, die Terrassensteine komplett zu erneuern und frostsicher zu verlegen. In Sand eingefugte Steine können problemlos entfernt und ausgetauscht werden.

Hinweis: Bei Fliesen gestaltet sich das problematischer, ein Herauslösen der gerissenen Fliese ist schwierig. Oft kommt es dabei zu weiteren Schäden an umliegenden Steinen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher auf einen Fachmann zurückgreifen.

3. Einzäunungen, Böden und Windschutz kontrollieren oder austauschen

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Überprüfen Sie Holzgerüste auf der Terrasse und erneuern Sie wenn nötig deren Witterungsschutz.

Auch Zäune und Terrasseneinfassungen können im Winter beschädigt werden. Gerade Holzzäune und Böden sind eine beliebte Angriffsfläche, da nicht imprägniertes Holz leicht fault. Selbst behandeltes Holz kann leiden, zum Beispiel bei Starkregen oder ungewöhnlich hohen Wasseransammlungen.

Wenn Sie Ihre Terrasse reinigen, dann sorgen Sie dafür, dass das Wasser entlang des hölzernen Terrassenschutzes ungehindert ablaufen kann.

Grundsätzlich sollte ein Terrassenschutz aus Holz mit Pflegeprodukten und Schutzlacken behandelt werden. Alternativ können auch spezielle Öle zum Einsatz kommen.

4. Pflanzen pflegen und Kübelpflanzen aus dem Winterquartier holen

Welche Pflanzen werden im Frühjahr geschnitten?
  • Rosen
  • Immergrüne Gräser
  • Obstbäume
  • Sträucher, die im Spätsommer und Herbst blühen
  • Weichholzige Pflanzen wir Hibiskus

Sobald sich der Frühling ankündigt und man die Terrasse reinigen muss, sollten Sie die Pflanzen aus dem Winterquartier holen. Allerdings sollten diese erst nach draußen gestellt werden, wenn die Bodenfrostzeit endgültig vorbei ist.

Empfindliche Pflanzen, wie Oliven oder Oleander, sollten Sie vorsichtshalber in kalten Nächten abdecken. Einige Pflanzen, wie zum Beispiel Lavendel, müssen im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Darüber hinaus ist ein Umtopfen erforderlich, damit die Pflanzen neue Triebe bilden können.

Terrassen, die mit Hecken umgeben sind, benötigen eine besondere Pflege. Die Kanten und Übergänge zum Terrassenboden müssen sorgfältig gereinigt und abgefegt werden. Häufig sammelt sich dort Unrat. Auch dieser gehört sofort in den Müll, damit sich kein Ungeziefer ausbreitet.

Hecken sollten Sie im Frühjahr zurückschneiden, damit sich ungehindert neue Äste bilden können. Allerdings gibt es für das Stutzen und Zurückschneiden von Hecken gesetzliche Auflagen. Ein radikaler Rückschnitt ist nur bis Ende Februar möglich. Danach sind nur noch kleine Pflegeschnitte erlaubt. Auch feste Pflanzgefäße können über Winter beschädigt werden und sollten von Ihnen daher auf Schäden kontrolliert und ausgetauscht werden.

Tipp: Pflanzenkübel mit Bodenlöchern sollten Sie immer auf einen Untersetzer stellen. Das verhindert, dass beim Gießen verschmutztes Wasser in den Terrassenboden eindringt.

5. Gartenmöbel reinigen und imprägnieren

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Das Frühjahr eignet sich auch, um den Anstrich der Gartenmöbel wieder aufzufrischen.

Den letzten Schliff bekommt die Terrasse beim Reinigen erst, wenn auch die Gartenmöbel aus dem Winterquartier kommen. Abhängig vom Unterstellplatz können diese leicht bis stark verschmutzt sein. Kunststoffmöbel müssen lediglich gereinigt werden, während Holzmöbel noch einen zusätzlichen Schutz benötigen.

Zur Reinigung von Kunststoffmöbeln eignet sich Essigwasser besonders gut. Bei starken Verschmutzungen können Chlorlösungen eingesetzt werden. Bei Holzmöbeln sollten Sie auf spezielle Pflegemittel zurückgreifen, die im Fachhandel erhältlich sind. Bei starken Verschmutzungen, grünen Rändern und Moosablagerungen kann auch ein Hochdruckreiniger zu Hilfe genommen werden.

6. Die Terrasse reinigen: Sonstige Arbeiten

Durch starke Regenfälle kann der Fugensand ausgespült werden – die Steine werden locker. Füllen Sie also nach. Es gibt auch Fugensand, der das Unkrautwachstum hemmt. Auch die Fugen und Kanten an den Terrassentüren sollten im Frühjahr gründlich gereinigt werden. Hier nisten sich mit Vorliebe Insekten ein, die schnell zu einer Plage werden können.

Damit die Terrasse im Sommer von lästigen Insekten befreit bleibt, sollten Sie schon im Frühjahr Vorsichtsmaßnahmen treffen. Mit Kamille und Bohnenkraut verhindern Sie, dass sich Nacktschnecken auf der Terrasse ausbreiten. Schon eine Tomatenpflanze im Kübel ist ausreichend, um lästige Fliegen zu vertreiben.

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Autor: Siegfried Bühner, Experte für baulichen Sonnenschutz und Projektmanager beim Sonnensegel-Hersteller Pina GmbH.