Zierpflanzen

Tibouchina: 4 Tipps zur Pflege der exotischen Pflanze

  • Tibouchina urvilleana, auch Prinzessinnenblume genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Schwarzmundgewächse. Sie stammt ursprünglich aus den tropischen Bergwäldern Brasiliens.
  • Tibouchina ist ein immergrüner, aufrecht wachsender Strauch. In Deutschland erhältliche Kübelpflanzen der Tibouchina werden ca. ein bis zwei Meter hoch. Ihre Blütezeit ist von September bis Juni.
  • Die Tibouchina bevorzugt warme, sonnige bis halbschattige Standorte. In unseren Breitengraden ist die Kübelpflanze nicht winterhart.

tibouchina

Ob Prinzessinnenblume, Veilchenbaum oder Sambablume- die vielen Namen der Tibouchina zeugen von ihrer großen Beliebtheit.
Denn die Tibouchina ist eine ausgefallene, reich- und langblühende Pflanze. Vom Spät- bis zum Frühsommer des nächsten Jahres schmückt sich die Tibouchina mit violetten, bis zu 12 cm großen Blüten. Ihre Blätter sind von tiefgrüner Farbe, leicht gerunzelt und behaart.

1. Pflege der Tibouchina: auf das richtige Gießen kommt es an

tibouchinas in der sonne

Tibouchinas mögen einen sonnigen, warmen Standort. Dennoch sollten sie nicht dauerhaft der prallen Sonne ausgesetzt werden.

Da die Tibouchina kalkempfindlich ist, empfiehlt es sich die Pflanze im Sommer in ein Beet zu pflanzen. Dort wird sie durch das Regenwasser mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Denn bei zu kalkhaltigem Wasser färben sich die Blätter der Tibouchina gelb. Auch kann in der freien Natur Staunässe effektiv vermieden werden.

Für den Winter muss die Tibouchina wieder rechtzeitig in einen Topf umgepflanzt werden, da sie bei Temperaturen unter 10 °C nicht mehr draußen stehen sollte.
Eine helle und kühle Überwinterung bei Temperaturen zwischen 10-15 °C sind ideal.

Ein weiterer Vorteil beim Auspflanzen ins Beet ist, dass auf Dünger verzichtet werden kann, da die Tibouchina mit ausreichend Nährstoffen aus der Erde versorgt wird. Im Kübel benötigt die Tibouchina hingegen regelmäßig Dünger. Verwenden Sie hierfür etwa einmal in der Woche, in der Haupt-Vegetationszeit von Mai/Juni bis August, speziellen Kübelpflanzendünger.

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Pflegetipp: Um eine kompakte Pflanze zu bekommen, müssen die weichen Triebe häufig entspitzt werden. Jeweils im Frühjahr sollte die Tibouchina in das nächst größere Gefäß umgetopft werden. Die Pflanze braucht eine kalkfreie, humos-sandige Erde.

2. Vermehrung gelingt nur bei warmen Temperaturen

tibouchina stecklinge

Das Heranziehen im Anzuchtkasten ist besonders für Gärtner-Anfänger einfacher. Zudem finden Sie im Internet zahlreiche Anleitungen zum Umtopfen.

Im Frühjahr können mittelharte Stecklinge abgeschnitten und unter einer Folie bei hoher Luftfeuchtigkeit bewurzelt werden.

Alternativ können Sie die Stecklinge auch in ein geschlossenes Vermehrungsbeet oder einen Anzuchtkasten setzen. Die Bodentemperatur sollte zwischen 20 und 25 °C betragen. Nach vier bis sechs Wochen sind die Stecklinge bewurzelt.

Anzuchtkästen können Sie günstig im Gartencenter oder im Internet kaufen.

Auch durch Aussaat kann man die Pflanze in den Monaten März und April vermehren. Da die Tibouchina ein Lichtkeimer ist, darf der Samen nicht bedeckt werden.

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3. Die richtige Schnitttechnik ist für den Wachstum der Pflanze entscheidend

Unbeschnitten erreicht der Veilchenbaum in den Tropen gerne mal drei bis fünf Meter Höhe. In unseren Breitengraden lässt sich die Tibouchina theoretisch auch als Busch oder als Hochstamm ziehen. Um die gewünschte Höhe und Form zu erhalten, bedarf es u.a. des richtigen Schnitts.

Nachfolgend haben wir eine Übersicht zum Thema Rückschnitt der Tibouchina für Sie erstellt. Je nachdem, ob Sie eine Jungpflanze besitzen, die Tibouchina als Kübelpflanze halten, oder sie als Hochstamm aufziehen möchten, gibt es jeweils einige Besonderheiten zu beachten.

Art Ansprüche
Jungpflanze
  • muss besonders oft gestutzt werden
  • die goldene Mitte finden: werden die Triebe zu lang, kann die Pflanze kahl werden. Schneidet man zu viel zurück, wird der Neuaustrieb ggf. sehr spärlich oder kommt gar nicht mehr
Kübelpflanze
  • idealerweise nur während der Wachstumsphase schneiden
  • nur bis ins einjährige, dünne Holz scheiden
Hochstamm
  • Kürzen der Triebe mit zeitlichem Abstand
  • Schneiden Sie dazu immer nur ein kurzes Stück ab und lassen Sie die Knospe noch dran. Anschließend müssen Sie nächsten den Austrieb abwarten, bevor Sie wieder ein Stück bis zur nächsten Knospe abschneiden können.
  • Wiederholen Sie diesen Vorgang so lange, bis die Tibouchina die gewünschte Form und Größe erreicht hat.

4. Weitere Fragen und Antworten rund um die Tibouchina

Abschließend erfahren Sie bei dieser Kaufberatung auf Heimwerker.de weitere nützliche Informationen und Tipps zur Tibouchina und beantworten häufig gestellte Fragen.

4.1. Für welche Krankheiten und Schädlinge ist die Tibouchina anfällig?

Wie viele andere Pflanzen, kann auch die Tibouchina von Spinnmilben, weißen Fliegen oder Blattläusen befallen werden. Gegen die Pflanzenläuse helfen i.d.R. Hausmittel wie Brennesselsud oder ein Gemisch aus Schmierseife und warmen Wasser.

Wissenswertes über die Tibouchina

Die Tibouchina urveillana ist nach dem französischen Entdecker Jules Dumont d’Urville benannt. D’Urville brachte von seiner Südseeexpedition im Jahre 1829 ca. 1600 Pflanzenproben mit nach Europa, darunter vermutlich auch die Tibouchina, sowie die beliebte Bougainvillea.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann im Winter auch Grauschimmel auftreten. Da sich dieser sehr schnell ausbreiten und zudem hartnäckig und wiederkehrend sein kann, sollten Sie schon bei den ersten Anzeichen schnell handeln.

Entfernen Sie sofort die befallenen Pflanzenteile mit einer scharfen Gartenschere. Diese sollten Sie anschließend desinfizieren, um den Pilz nicht auf weitere pflanzen zu übertragen.

Werfen Sie die befallenen Pflanzenteile auf keinen Fall in den Kompost, da sich der Grauschimmel auch hier rasch verbreiten kann. Stattdessen gehören die abgeschnittenen Pflanzenteile in den Hausmüll.

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4.2. Ist die Tibouchina giftig?

tibouchina baeume

In tropischen und subtropischen Gebieten herrschen die optimalen klimatischen Bedingungen für die Veilchenbäume.

Nein, die Tibouchina ist weder für Menschen, noch für Hunde, Katzen oder andere Haustiere giftig. Sie können die Pflanze also ohne Bedenken im Garten oder als Zimmerpflanze halten.

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4.3. Welche Sorten der Tibouchina urvilleana gibt es noch?

Es gibt ca. 240 Arten der Pflanzengattung der Tibouchina. Die Tibouchina-Arten wachsen als krautige Pflanzen, Sträucher oder Bäume.

Am häufigsten wird die Sorte mit dem Namen ‘Rich Blue’ im Handel verkauft. Obwohl der Name dies suggeriert, sind ihre Blüten nicht blau, sondern violett.

Zudem gibt es die Tibouchina auch als Baum – daher auch die Bezeichnung ‚Veilchenbaum‘. Diese wachsen jedoch meistens in tropischen oder Subtropischen Gebieten.

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Bildnachweise: Adobe Stock /Zoya El, Adobe Stock /ClaraNila, Adobe Stock /Niklas, Adobe Stock /magspace (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)