Familienfeste

Pfingsten – Was ist Pfingsten

Zu Pfingsten hat man vor allem eines: Frei. Auf diesen simplen Grundsatz reduziert sich bei vielen Menschen heutzutage der Gedanke ans Pfingstfest.

Den Älteren wird vielleicht noch der Pfingstochse einfallen, Gläubige wissen, dass Pfingsten in einem festen zeitlichen Abstand zu Ostern gefeiert wird.

Für Gartenfreunde ist Pfingsten mit der prächtig blühenden Pfingstrose verbunden.

Doch was ist Pfingsten wirklich? Dabei vor allem wichtig: Wann ist Pfingsten und wer oder was bestimmt das Datum?

Pfingsten: Geburtstag der Kirche

Die Ankunft des heiligen Geistes an Pfingsten, Darstellung von ca. 1200. Der Heilige Geist wird dabei durch die Taube versinnbildlicht, die Jesus (oben) an die Jünger ausgesandt hat.

Wie schon die Überschrift erahnen lässt, wird es jetzt schwer theologisch. Zusammengefasst bedeutet Pfingsten vereinfacht etwa folgendes:

Am fünfzigsten Tag nach Ostern kam der Heilige Geist auf die Jünger Jesu herab, als sie zum jüdischen Pfingstfest (Schawuot) in Jerusalem versammelt waren.

Am jüdischen Pfingstfest wird heute noch der Tag gefeiert, als die jüdische Tora dem Volk Israel offenbart wurde.

Analog dazu feiert man das Pfingstfest auch als den Geburtstag der Kirche: Durch die Ankunft des Heiligen Geistes wird die sogenannte Trinitatis, die Dreieinigkeit aus Vater, Sohn und Heiligem Geist vollendet.

Der Name Pfingsten leitet sich übrigens vom griechischem pentecoste ab, was “Fünfzig” bedeutet. Somit ist schon im Namen ein eindeutiger Hinweis auf die Frage “Wann ist Pfingsten?” gegeben: 50 Tage nach dem Ostersonntag – nicht früher und nicht später.

Wann ist Pfingsten 2016 und in den nächsten Jahren?

In dieser kleinen Tabelle haben wir Ihnen die Pfingstdaten für die nächsten Jahre zusammengestellt – wenn Sie nicht den Gaussschen Osteralgorithmus oder den Kalender bemühen möchten.

Jahr Pfingstsonntag
2012 12. Juni
2013 27. Mai
2014 8. Juni
2015 25. Mai
2016 15. Mai
2017 4. Juni
2018 20. Mai

Pfingstbräuche und Pfingstfeste

In vielen Regionen existieren eigene Pfingstbräuche, die nicht unbedingt mit dem religiösen Hintergrund des Festes in Verbindung stehen müssen. In ganz Deutschland werden zu Pfingsten von Jugendgruppen und -Verbänden, auch wegen des warmen Wetters und der freien Tage, Zeltlager, Freizeiten und Fahrten durchgeführt.

In Mecklenburg wird beispielsweise an Pfingsten der Pfingstochse farbenfroh geschmückt,  daher leitet sich wohl auch die wenig schmeichelhafte Titulierung für überschminkte Damen ab. Vielfach werden auch Volksfeste durchgeführt, anders als Ostern ist Pfingsten als reines Freudenfest konzipiert und beinhaltet keine stillen Feiertage.

In Österreich und Teilen Süddeutschlands ist die sogenannte “Unruhnacht” von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag Bestandteil des Brauchtums: Ursprünglich sollten in dieser Nacht böse Geister ausgetrieben werden.

Heutzutage werden Gegenstände vor dem Haus versteckt oder andere Streiche gespielt. Wer über die Pfingsttage nach Österreich fährt, sollte dies vielleicht wissen und sich nicht wundern, wenn z.B. die Radkappen verschwunden sind.

Pfingstrose

Blühende Pfingstrose

Die Pfingstrose, auch Päonie genannt, ist eine südeuropäische Pflanze die in unseren Breiten meist um das Pfingstfest herum blüht. Die Pflanzen können recht groß werden und bieten prächtige Blüten in verschiedenen Farben, je nach Züchtung.