Kaufberatung zum Aquarellfarben Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Aquarellfarben sind schnell trocknende, transparente Farben in Pastelltönen, die mit Wasser vermischt werden und in Schichten auf das Papier oder die Leinwand aufgetragen werden.
  • Aquarellfarben werden in Form von Tuben, Näpfchen oder Stiften angeboten. Für Einsteiger gibt es günstige Aquarellfarben-Sets, die mehrere Farben und passendes Zubehör wie Pinsel oder eine Mischpalette enthalten.
  • Aquarellfarben bestehen aus Pigmenten und dem Bindemittel Gummi-Arabicum, das beispielsweise auch in Gouachefarbe, Acrylfarbe oder in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird. Abhängig von der Art des verwendeten Pigments können Aquarellfarben unter Umständen giftig sein, daher sollte bei Wasserfarben für Kinder immer auf eine schadstofffreie Zusammensetzung geachtet werden.

aquarellfarben-test

Um der Kreativität freien Lauf zu lassen, benötigt man auch das entsprechende Equipment, bestehend aus Pinsel, Leinwand und den richtigen Farben. Die Aquarellmaltechnik eignet sich besonders gut für den Einstieg, denn mit Aquarellfarben können selbst Anfänger im Handumdrehen zauberhafte Kunstwerke kreieren.

In Hinblick auf die Farbqualität und den Preis pro Stück gibt es dabei aber oftmals deutliche Unterschiede. So schlagen sich eine hohe Deckkraft und eine gute Lichtbeständigkeit meist auch direkt auf die Kosten nieder. In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Aquarellfarben-Vergleich erfahren Sie unter anderem, auf welche Kriterien es beim Farbenkauf tatsächlich ankommt. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Techniken es in der Aquarellmalerei gibt und was die Stiftung Warentest zu diesem Thema zu sagen hat.

1. Wie malt man mit Aquarellfarben?

aquarellstift im wasserglas

Aquarellfarben auf Leinwand: Aquarellstifte vereinen die Vorteile von Aquarellfarben und Buntstiften, eignen sich aber nicht zum Malen auf Leinwand.

Aquarellmalerei basiert auf der Kontrolle der Fließeigenschaften von farbigem Wasser. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Techniken:

  • Beim Lavieren (Nass in Nass) laufen Wasserflächen in unterschiedlichen Farben ineinander.
  • Beim Lasieren (Nass auf Trocken) werden halbdurchsichtige Schichten über andere, bereits getrocknete Schichten gemalt. Das Lasieren ist die weltweit am meisten benutzte Technik in der Aquarellmalerei.

Beide Techniken erfordern oft jahrelange Übung, damit am Ende das gewünschte Ergebnis erzielt werden kann und die wässrige Farbe sich in ein schönes, ästhetisches Gemälde verwandelt.

heimwerker.de-Info: Mit dem Granulieren (Trocken auf Trocken) existiert noch eine dritte Aquarell-Maltechnik, bei der ein trockener Pinsel auf trockenem Papier zu Einsatz kommt. Auf diese Weise lassen sich besonders prägnante und detailreiche Strukturen erstellen, mit denen Sie beispielsweise Wasseroberflächen oder Bodenstrukturen hervorheben können.

2. Welche Arten von Aquarellfarben gibt es?

Aquarellfarben werden im Handel in drei verschiedenen Kategorien angeboten: als bunte Aquarellfarben in Tuben, in Form von Näpfchen im Aquarellfarben-Kasten und als Aquarellstifte. Die nachfolgende Tabelle zeigt die unterschiedlichen Typen und ihre Eigenschaften bzw. Verwendung noch einmal im Detail:

Aquarellfarben-Typ Eigenschaften / Verwendung der Aquarellfarbe
Aquarellfarben in Tuben

aquarellfarbe in der tube

  • in flüssiger oder pastöser Form erhältlich (Inhalt in ml)
  • leichter Farbauftrag auch bei großen Pinseln
  • Ersetzung einzelner Farben möglich
  • für große Bilder und Leinwände geeignet
  • Farbe lässt sich bei Bedarf auch in Näpfe umfüllen
  • Mischpalette für die Nutzung erforderlich
  • trocknet leicht ein, daher müssen Tuben nach der Benutzung gereinigt und immer gut verschlossen werden
Aquarellfarben in Näpfchen

aquarellfarbe im naepfchen

  • als Halb- oder Ganz-Näpfchen erhältlich
  • für kleine Bilder und Leinwände geeignet
  • schwere Farbaufnahme bei großen Pinseln
  • einzelne Farben können nicht immer ersetzt werden
  • keine Mischpalette für die Nutzung erforderlich
  • schnelles Trocknen (geringere Zeit in min im Vergleich zu Tuben)
  • Aquarellfarben-Kasten muss nach jedem Gebrauch gereinigt werden, damit sich die Farben nicht vermischen
  • wiederauffüllbar (mithilfe von Tuben)
Aquarellstifte

aquarellstift

  • vereinen die Vorteile von Aquarellfarben und Buntstiften
  • für kleine Bilder geeignet
  • ermöglicht präzises und detailreiches Arbeiten
  • Farbe lässt sich leicht dosieren
  • keine Mischpalette für die Nutzung erforderlich
  • nicht als Aquarellfarben für Leinwand geeignet
  • schwierig in der Handhabung

2.1. Welche Vor- und Nachteile haben Aquarellfarben-Näpfchen im Vergleich zu Tuben?

Künstler entscheiden sich in der Regel für eine Variante von Aquarellfarben, es kommt nur sehr selten vor, dass beide Typen verwendet werden. Neben den persönlichen Vorlieben und einem gewissen Gewöhnungseffekt gibt es für die Entscheidung auch einige objektive Gründe. Aquarellfarben im Kasten haben im Vergleich zu Tuben einige Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • kürzere Trocknungszeit (höherer Anteil an Gummiarabikum)
  • leichter und handlicher zu Transportieren
  • als halbe oder ganze Näpfchen verfügbar
  • komplette Farbpalette in einem Tuschkasten verfügbar
  • keine Mischpalette für die Nutzung erforderlich
    Nachteile
  • einzelne Aquarellfarben lassen sich nicht immer ersetzen
  • höherer Reinigungsaufwand, um Vermischen der Farben zu vermeiden
  • Farb-Kennzeichnung geht beim Auspacken verloren

3. Auf welche Kriterien kommt es laut gängiger Aquarellfarben-Tests beim Kauf an?

aquarellfarben und pinsel

Schnell trocknende Aquarellfarben im Kasten kommen meist als komplette Farbpalette und sind leichter zu transportieren als das Pendant in Tuben.

Aquarellfarben lassen sich anhand verschiedener Eigenschaften und Kriterien miteinander vergleichen, die als Orientierung für die Kaufentscheidung dienen sollen.

Anzahl der Farben

Im Prinzip lassen sich zwar aus den drei Grundfarben (Rot, Gelb und Blau) alle anderen Aquarellfarben mischen, zeitsparender und bequemer geht es allerdings, wenn Sie die entsprechenden Farbtöne in vorgefertigter Form nutzen. Für Einsteiger reicht meist ein Aquarellfarben-Set mit 8 bis 12 Näpfchen aus, es gibt aber auch Sets die 24 Näpfchen, 36 Näpfchen oder sogar 48 Näpfchen enthalten. Tuben werden hingegen meist als 6er-Pack oder 10er-Pack angeboten.

Bedenken Sie aber, dass mit der Anzahl der Farben in der Regel auch der Preis des Kastens steigt. Zudem müssen Schwarz und Weiß in den meisten Fällen separat dazu gekauft werden.

Deckkraft, Farbsättigung und Lasur

Die besten Aquarellfarben in Tuben sind höher pigmentiert, das bedeutet, dass Sie auch bei großen Pinseln mehr Farbe aus den Borsten bekommen. Mit Farben aus Näpfchen malen Sie generell weniger deckend als mit Farben aus der Tube. Das liegt in erster Linie daran, dass Sie die Farbe nur aus den Näpfchen bekommen, indem Sie sie mit Wasser mischen, wodurch sie wässriger und pastelliger werden.

Professionelle Aquarellfarben mit hoher Deckkraft enthalten hochwertigere Pigmente und kosten daher auch entsprechend mehr Geld. Aquarellfarben-Stifte sind von Natur aus sehr deckend, da sie nur wenig Wasser zum Vermischen benötigen.

Lichtechtheit und -beständigkeit

frau malt im freien mit aquarellfarben

Wenn Sie gerne in der freien Natur oder an besonders sonnigen Plätzen malen, sollten Sie zu Aquarellfarben mit hoher Deckkraft und Lichtechtheit greifen.

Ein weiteres wichtiges Qualitätskriterium beim Aquarellfarben ist die Lichtechtheit. Darunter versteht man die Beständigkeit einer Farbe unter Einfluss von Tageslicht. Für die Bewertung werden Faktoren wie die Sonneneinstrahlung, die Temperatur oder das Gasgehalt der Luft herangezogen. Wenn Sie gerne in der freien Natur oder an besonders sonnigen Plätzen malen, sollten Sie zu Farben mit einer möglichst hohen Lichtechtheit greifen.

Informationen und Kennzeichnungen hierzu finden Sie immer auf der Verpackung der Farben. Für die Lichtechtheit wird meist ein Sterne-System verwendet:

  • kein Stern: keine Lichtechtheit, eignet sich nicht als Künstlerfarbe
  • 1 oder 2 Sterne: geringe Lichtechtheit, eignet sich nicht als Künstlerfarbe
  • 3 Sterne: mittlere Lichtechtheit, direkte Sonneneinstrahlung auf Bilder vermeiden
  • 4 Sterne: hohe Lichtechtheit, als Künstlerfarbe geeignet
  • 5 Sterne: sehr hohe Lichtechtheit, ideale Künstlerfarbe

Grundsätzlich können Sie also ab einer Bewertung von 4 Sternen von einer ausreichenden (Künstler-)Qualität Ihrer Aquarellfarben ausgehen.

4. Welche Marken und Hersteller produzieren Aquarellfarben?

Mittlerweile haben sich zahlreiche Hersteller und Marken auf Produktion von Künstlerbedarf und Zubehör spezialisiert. In den meisten Aquarellfarben-Tests 2021 im Internet werden Produkte der folgenden Anbieter verglichen:

  • Van Gogh
  • Faber-Castell
  • Schmincke
  • Lukas
  • Go Create
  • Sennelier
  • Royal Talens
  • Sonnet Studio
  • Arteza
  • Winsor & Newton

5. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Aquarellfarben-Vergleich

5.1. Wo kann man Aquarellfarben kaufen?

Aquarellfarben können Sie entweder im Fachhandel (z. B. in Kreativmärkten) oder im Internet erwerben. Der Online-Kauf hat neben einem besonders guten Preis-Leistungsverhältnis auch den Vorteil, dass Sie die einzelnen Produkte direkt miteinander vergleichen können. Zudem können die Kommentare und Rezensionen anderer Nutzer Aufschluss über die tatsächliche Qualität der gewählten Aquarellfarben geben.

Hin und wieder haben aber auch Discounter wie Aldi oder Lidl temporär Aquarellfarben und Zubehör im Angebot. Die Auswahl an Farben ist im Vergleich zum verfügbaren Sortiment im Internet hier aber deutlich limitierter.

5.2. Was kosten Aquarellfarben?

Die Preise für Aquarellfarben variieren abhängig von der Darreichungsform und der Tuben- bzw. Näpfchengröße. Einsteiger-Sets mit 8 bis 12 Farben gibt es im Handel schon für 15 bis 20 Euro, das enthaltene Zubehör (z. B. Pinsel oder die Aufbewahrungsbox) ist dabei aber meist nur von geringer Qualität. Mittelklasse-Sets mit 12 bis 24 Farben kosten um die 50 Euro und enthalten meist gute Pinsel und eine Mischpalette.

Für hochwertige Komplett-Sets auf Künstlerniveau mit 36 bis 48 Farben müssen Sie allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise in € beginnen hier ab ca. 80 Euro. Dafür gehört bei diesen Sets neben Profi-Pinseln in der Regel auch einen praktischer Holzkoffer für die Aufbewahrung von Farben und Zubehör zum Lieferumfang.

5.3. Sind Aquarellfarben giftig?

Aquarellfarben für Kinder:

Achten Sie beim Kauf von bunten Aquarellfarben für Kinder darauf, dass diese keine Schadstoffe und starken Bindemittel enthalten, da sich diese negativ auf die Gesundheit auswirken können. Aquarellstifte sind für Kinder besonders gut geeignet, da durch die gewohnte Haltung auch ohne Pinsel schnell gute Ergebnisse erzielt werden können. Genau wie bei den Tuben und Näpfen sollten Sie aber auch bei Aquarellfarben-Stiften auf eine möglichst schadstofffreie Zusammensetzung Wert legen.

maedchen malt auf leinwand

Achten Sie bei Aquarellfarben für Kinder darauf, dass diese keine Schadstoffe und starken Bindemittel enthalten, da sich diese negativ auf die Gesundheit auswirken können.

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Wie toxisch eine Farbe ist, hängt von der Art des verwendeten Pigments ab. Während einige Farbpigmente sehr giftig sind, sind andere vergleichsweise harmlos bzw. haben gar keine Auswirkung auf den Körper. Sehen Sie aber grundsätzlich davon ab, Aquarellfarben zu essen und trinken Sie auch nicht aus dem Gefäß, in dem sich das Mischwasser befindet. Ist aus irgendeinem Grund trotzdem Farbe in Ihren Organismus gelangt, sollten Sie vorsichtshalber einen Arzt konsultieren.

5.4. Hat die Stiftung Warentest schon einen Aquarellfarben-Test durchgeführt?

Von der Stiftung Warentest gibt es bisher keinen Aquarellfarben-Test und daher auch keinen Aquarellfarben-Testsieger. Allerdings hat Ökotest in einem Hinweis aus dem Jahr 2009 verschiedene Wassermalfarben (zu denen auch Aquarellfarben zählen) als gesundheitsgefährdend eingestuft. Grund dafür sind hohe Anteile an Blei und Formaldehyd in einigen günstigen Aquarellfarben, die vor allem für Kinder ein gesundheitliches Risiko darstellen können.

5.5. Wie kann ich meine Aquarellbilder haltbar machen?

Um fertige Aquarell-Kunst zu konservieren, können Sie sie mit einem speziellen Fixierspray oder Firniss behandeln. Ein passender Glasrahmen schützt Ihre Werke zudem vor äußeren Einflüssen und macht sie so länger haltbar.

heimwerker.de-Fakt: Die ersten Aquarellbilder wurden schon vor mehr als 4000 Jahren von ägyptischen Künstlern angefertigt.

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