Zierpflanzen

Funkien als Blattschmuckstauden richtig pflegen

Freude an schönen Blattstauden mit Funkien

funkien-1Das Gute braucht seine Zeit: Eine Hosta zeigt ihre volle Schönheit erst zwei oder drei Jahre nachdem sie eingepflanzt wurde. Von Jahr zu Jahr werden diese Stauden etwas schöner und größer. Hosta werden umgangssprachlich auch Funkien genannt. Sie sind sehr langlebig – sozusagen Stauden zum Vererben.

Früher wurden die Hosta oft als Lückenbüßer für schattige Gartenplätze eingesetzt. Heute sind sie nicht zuletzt dank zahlreicher Neuzüchtungen die idealen Blattschmuckstauden für jeden Ort im Garten. In Kübeln kann man sie auch auf Terrassen platzieren.

Es gibt sie in allen Größen und sie passen für wirklich jede Gartensituation, manche sogar für sonnige Plätze.

Erfahren Sie im Folgenden Wissenswertes zur Pflanzung und Pflege der robusten Blattstauden.

Die Stauden der Gattung Hosta sind nicht ohne Grund zur "Staude des Jahres 2009" gewählt worden: Bei den Blattschmuck-Stauden sind sie die Aufsteiger der letzten Jahre. Sie haben eine spezielle Mischung aus Attraktivität, Langlebigkeit und Anspruchslosigkeit und gedeihen dabei in schattigen Gartenbereichen besonders gut.

Es gibt etwa 45 Hosta-Arten, die sich in Blütenform und -farbe sowie Wuchshöhe und -breite unterscheiden. Die Herzblattlilien, wie die Funkien auch genannt werden, überzeugen neben ihren schön gemusterten Blättern auch mit farbenfrohen Blüten zwischen Mai und September, die einen angenehmen Duft verströmen.

Florale Skulpturen – Funkien von klein bis groß

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Funkien werden gerne als Bodendecker gepflanzt.

Manche Sorten erreichen Höhen bis zu 70 cm wie die Blaublattfunkie (Hosta sieboldiana "Elegans") oder die Hosta nigrescens "Krossa Regal". Geradezu riesig werden die ebenfalls blaublättrige Hosta Sieboldiana-Hyb. "Blue Angel" oder die gelblaubige Riesenfunkie Hosta Hybr. "Sum and Substance". Von diesen Pflanzen geht etwas Majestätisches aus – sie bilden einen Blickfang, eine ganz eigene florale Skulptur im Garten.

Gegenstücke sind die im Vergleich winzigen Arten wie "Hosta venusta" oder "Hosta minor", deren Wuchshöhe kaum mehr als 10 cm erreicht. Sie eignen sich daher optimal als niedrige Bodendecker. Diese Miniaturausgaben haben eine stetig wachsende Fangemeinde und machen als Kübel- oder Topfpflanzen den Bonsaibäumchen Konkurrenz.

Tipp: Panaschierte Sorten wie die Sorte Hosta Hybr. "Fire and Ice" lassen sich gut mit einfarbigen Funkien oder andere Stauden kombinieren.

Vielfalt im Farben- und Formenspiel der Hosta-Stauden

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Die Blüten der Funkien variieren in Form und Farbe und zeigen sich bis in den Spätherbst hinein.

Hosta oder Funkien punkten zunächst durch ihre Blätter. Diese sind nicht nur einfarbig grün, graugrün und blau, weiß, cremefarben oder gelb – es gibt sie auch in allen nur denkbaren Farbmischungen und Formen, mit den unterschiedlichsten Musterungen am Blattrand oder im Zentrum.

Hosta können herzförmige, rundliche oder lanzettförmige Blätter haben. Zudem gibt es unzählige verschiedene Hosta-Sorten. Ihre Blattränder können gewellt oder gekräuselt sein und es gibt Blätter mit extrem ausgeprägten Blattadern. Einige Sorten duften, andere haben blaue Blätter oder rote Stiele. Manche wachsen elegant überhängend, andere wiederum strikt aufrecht.

Echte Hosta-Fans haben mitunter dutzende Sorten in ihren Gärten. Die Blüten sind nur eine Zugabe zum Farbenspiel der Blätter. Sie bestehen aus weißen, lavendelfarbigen, blass- oder dunkelvioletten Blütenglocken. Diese Stauden behalten vom April bis zum Herbst ihre Form und Farbe – viel länger als andere Gartenpflanzen.

Idealer Standort und optimale Pflege

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Kleinwüchsige Funkien gedeihen auch als Kübelpflanze gut.

Hosta bevorzugen in der Regel schattige Plätze. Sie wachsen aber in fast jedem Boden, solange er nicht extrem trocken, zu nass oder zu kalkhaltig ist. Vor allem grüne und gelblaubige Sorten können sich bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit auch an sonnigen Standorten etablieren.

Die Schneefederfunkie (Hosta x undulata "Univittata") ist aufgrund ihrer unglaublichen Robustheit weit verbreitet. Sie wächst auch schon mal in vollsonnig stehenden Kübeln oder in stiefmütterlich behandelten Vorgärten.

Wenn einige Sorten langsamer wachsen als andere, dann liegt das häufig an dem unterschiedlichen Chlorophyll-Anteil in den Blättern, der einen reduzierten Stoffwechsel in der Pflanze zur Folge hat.

Die beiden größten Feinde der Hosta sind Schnecken und Hagel. Gegen Schnecken helfen das Absammeln und Schneckenkorn. Sehen die Funkien nach einem sommerlichen Hagelschauer zerlöchert aus, können stark geschädigte Blätter einfach abgeschnitten werden. Nach einer sanften Düngung treiben die Pflanzen frisch aus.

Tipp: Einige Sorten mit blauen Blättern "verbrennen" jedoch in der Sonne, da sie ihre schützende Wachsschicht verlieren. Sie müssen daher im Schatten oder Halbschatten gepflanzt werden.

Funkien ansprechend kombinieren

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Der Regen perlt auf dem Hostablatt ab und bildet formschöne Tropfen.

Die optische Wirkung von Hosta lässt sich durch die Pflanzung von Begleitstauden im direkten Umfeld noch steigern. Sie geben dem Garten Struktur und Ruhe, so entstehen wunderbare, fast meditative Plätze.

Einen guten Kontrast zu den breit ausladenden Hosta-Blattschöpfen bieten Pflanzen, die eine aufrechte Grundform aufweisen. Dazu gehören Farne und Schattengräser. Aber auch Gehölze wie Hortensien (Hydrangea) und Schneeball (Viburnum) sorgen mit ihren ball- oder tellerförmigen Blüten für einen spannungsvollen und gelungenen Gegensatz.

Schattenbeete lassen sich übrigens schon ab Mitte Februar attraktiv gestalten: Die Funkien können zum Beispiel mit Frühlingsblühern wie Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Echte Märzenbecher (Leucojum vernum), Leberblümchen (Hepatica nobilis), Buschwindröschen (Anemone nemorosa) oder Hohler Lerchensporn (Corydalis cava) kombiniert gesetzt werden. Diese ziehen dann ein, wenn die Hosta austreiben.

Hosta vermehren und überwintern

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Funkien sind winterhart und treiben im folgenden Frühjahr wieder aus.

Viele Stauden bilden unterirdische Ausläufer und verbreiten sich so vollkommen selbstständig. Nicht so die Funkie: Nur wneige Sorten bilden Samen für eine eigene Vermehrung. Zudem benötigen die Zierstauden bis zu fünf Jahre, bis sie in voller Pracht den Garten schmücken – Hobbygärtner müssen also Geduld und Ausdauer beweisen, werden dann jedoch mit einer Pflanze belohnt, die viele Jehrzehnte den Garten begrünt.

Für eine gezielte Vermehrung empfehlen Experten das einfache Teilen der Staude im Herbst. Idealerweise tauschen Sie halbe Pflanzen mit Ihren Nachbarn für ein farbenfrohes und vielseitiges Staudenbeet.

Die Hosta ist winterhart und kann ohne Probleme im freien Überwintern. Wundern Sie sich nicht über kahle und hängende Triebe: Die Blätter sind äußerst kälteempfindlich und erfrieren bei den ersten kalten Temperaturen. Dennoch wird die Pflanze im folgenden Frühjahr wieder austreiben.

 

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