Zierpflanzen

Geranien pflanzen und pflegen: 4 Gärtner-Tipps

  • Geranien blühen den gesamten Sommer in farbenfrohen Variationen. Da die Pflanze Sonnenstrahlen liebt, eignet sie sich besonders für einen sonnigen Balkon.
  • Die Pflanzen benötigen nicht nur viel Sonne, sondern ebenso viel Wasser. Dank ihres inneren Wasserspeichers ist es aber in Ordnung, wenn Sie das Gießen einmal vergessen.
  • Generell gelten Geranien als winterhart, einige Sorten können allerdings nicht im freien überwintern. Informieren Sie sich vor dem Kauf, wenn Sie sich diesen zusätzlichen Pflegeaufwand sparen wollen.

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Heilwirkung der Geranie

Die Geranie besitzt entzündungshemmende Eigenschaften und kann deswegen die Heilung von Wunden unterstützen. Auch in der Hautpflege findet die Pflanze Verwendung. Das ätherische Öl der Geranie wirkt sich außerdem positiv auf die Stimmung aus und ist deswegen in vielen Parfüms zu finden.

Im Volksmund werden Geranien (Geranium) häufig auch einfach als Pelargonien (Pelargonium) bezeichnet. Beide Gattungen zählen zwar zu den Storchschnabelgewächsen, sind botanisch gesehen aber zu differenzieren. Auch optisch unterscheiden sich die beiden Zierpflanzen voneinander.

Die krautigen Geranien wachsen als ein- oder mehrjähriger Halbstrauch mit doldigen Blütenstauden. Mit bis zu 430 Arten zählt die Geranie zu den artenreichsten Balkonpflanzen und verspricht ein breites Blütenfarbspektrum für eine individuelle Balkon- und Terrassengestaltung.

Dabei können Geranien stehend oder im Kübel hängend gepflanzt werden, sie eignen sich daher ideal für eine Begrünung des Balkongeländers.

Erfahren Sie hier auf Heimwerker.de wissenswerte Informationen zur richtigen Pflege von Geranien als Balkon- oder Terrassenpflanzen.

1. Geranien als farbenfrohe Sommerblumen

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Geranien lieben Sonnenschein und eignen sich deswegen besonders für einen Südbalkon.

Die Namensgebung für die Gattung der Storchschnabelgewächse bezieht sich auf die Fruchtform, die an die langschnabeligen Vögel erinnert. Dabei blühen die Geranien den ganzen Sommer hindurch und kommen auch mehrere Tage ohne Wasser aus.

Besonders beliebt sind traditionelle Farbnuancen wie Weinrot und ein leuchtendes Gelb. Doch auch neue Farbkombinationen und Varianten mit nur einem Auge werden immer gefragter, so setzt die Forschung auf neue Züchtungen und Kreuzungen für einen besonderen Blumenschmuck im Blumenkasten auf dem Balkon.

Auch Duftgeranien, die durch ihre aromatischen Blätter und ihren ungewöhnlichen Wuchs auffallen, erfreuen sich steigender Beliebtheit. Ihre nützliche Zusatzfunktion: Die in ihren Blättern enthaltenen ätherischen Öle verströmen einen angenehmen Duft, der auf Insekten und kleine Schädlinge abschreckend wirkt.

Hinweis: Zudem wird den Ölen eine antibakterielle Wirkung nachgesagt, daher findet man sie häufig als Inhaltsstoffe in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie.

2. Geranien richtig pflegen

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Gönnen Sie Ihren Geranien regelmäßig Wasser.

Geranien sind besonders beliebte Balkonpflanzen, da sie hängend oder als Strauch stehend gepflanzt werden können. So bieten sich dem Gartenfreund vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten mit den Storchschnabelgewächsen.

Bereits bei der Pflanzung kommt es auf das verwendete Substrat an: Achten Sie auf qualitativ hochwertige Blumenerde, die gut durchlüftet und strukturstabil ist.

Zudem sollte die Erde nicht zu Staunässe neigen, diese fördert Fäulnis und erschwert ein gesundes Wurzelwachstum. Der Blumentopf sollte also stets über ein Abflussloch verfügen.

Geranien gedeihen besonders gut an sonnigen Standorten und benötigen viel Wasser, eine einzelne Pflanze bis zu sechs Liter pro Woche. Auch in regnerischen Perioden sollten Sie die Erde auf ihre Feuchtigkeit hin überprüfen, da die großen Blätter der Geranie wie ein Regenschirm wirken und nur wenig Wasser auf natürlichem Wege bis zur Erde vordringen kann. Gießen Sie Ihre Geranien daher jeden Tag mäßig.

Tipp: Obwohl Geranien auf ausreichend viel Wasser angewiesen sind, überstehen sie kurze Trockenperioden ohne Folgeschäden, da sie in ihrem Gewebe einen Wasserspeicher anlegen.

Geranien sind starkzehrende Pflanzen und müssen regelmäßig gedüngt werden, um wenigen Blütenständen und kleinen Blättern entgegenzuwirken. Für eine ausreichende Nährstoffversorgung sorgt eine wöchentliche Düngergabe. Befolgen Sie die Dosierungsangaben des Herstellers für eine optimale Pflege.

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Einige Geranienarten müssen im Innenraum überwintern und treiben im Frühjahr aufs Neue aus.

3. Geranien überwintern

Generell gelten Geranien als winterhart, dennoch sind einige Arten der Geranie mehrjährige Pflanzen, die nach der Blüte im Innenraum überwintern müssen. Informieren Sie sich daher bereits vor dem Kauf, wie empfindlich die gewünschte Pflanze auf Kälte reagiert, um im Spätherbst richtig handeln zu können.

Kälteempfindliche Blumen werden in einem kühlen Innenraum bei etwa 5-10 °C gelagert. Entnehmen Sie die Geranien aus dem Blumentopf und befreien Sie die Wurzeln von überschüssiger Erde.

Schneiden Sie nun alle Triebe der Geranie auf eine Gesamtlänge von 10 Zentimetern zurück und wickeln Sie jede Pflanze einzeln in Zeitungspapier ein. So ist die Pflanze ausreichend gegen die kühle Luft geschützt und kann aufrecht stehend in einer Kiste überwintern.

Tipp: Kontrollieren Sie Ihre Geranien regelmäßig und besprühen Sie obere Triebe mit Wasser, um die Pflanze vor einem Austrocknen zu bewahren.

Im zeitigen Frühjahr, wenn das Licht zunehmend intensiver wird, können die Blumen wieder ihr kühles Winterquartier verlassen.

Topfen Sie die Geranien in frische Erde um und befeuchten Sie alles mäßig. Stellen Sie die Pflanzen jedoch nicht in unmittelbares Sonnenlicht, wichtig ist eine ausreichend lange Anpassungszeit der Blätter an die neuen Lichtverhältnisse, ansonsten könnte die Blume Schaden nehmen.

Hinweis: Schnell werden die Zierpflanzen austreiben, dennoch sind sie weiterhin sehr kälteempfindlich. Stellen Sie Ihre Geranien daher nicht zu früh auf den Balkon oder sorgen Sie für entsprechenden Winterschutz bei nächtlichen Frösten. Experten raten, Geranien erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie zu pflanzen.

4. Der Unterschied zwischen Geranien und Pelargonien

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Pelargonien sind beliebte Zierpflanzen, die im Innenbereich überwintern müssen.

Gerne bezeichnet man Geranien als Pelargonien und umgekehrt. Diese Trivialnamen sind botanisch gesehen aber nicht korrekt: Pelargonien erhalten die botanische Bezeichnung Pelargonium und sind nicht winterharte Zierpflanzen, die ursprünglich aus Südafrika stammen.

Geranien (Geranium) hingegen werden auch als Storchschnäbel bezeichnet, sind in den meisten Fällen winterhart und auf allen Kontinenten verbreitet. Beide Gattungen gehören jedoch der gleichen Pflanzenfamilie an: Sowohl Pelargonien als auch Geranien zählen zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae).

Auch an den Blättern lassen sich kleine aber feine Unterschiede feststellen: Der Storchschnabel, also die Geranie, hat fünf symmetrische Blütenblätter, während die Pelargonie am unteren Teil der Blüte drei kleinere Kronblätter und am oberen Rand zwei größere Blätter hat.