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Apfelbaum pflanzen: 5 Tipps für eine reiche Apfelernte

apfelbaum pflanzen

Äpfel zählen mit ihrem süßen bis säuerlichen Geschmack zu den beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Glücklicherweise lassen sich Apfelbäume problemlos in jedem Garten anpflanzen. Bevor man sich jedoch für eine der zahlreichen Sorten entscheiden kann, müssen der ideale Standort für den Apfelbaum und das zur Verfügung stehende Platzangebot überdacht werden.

Es empfiehlt sich, das Sortiment einiger Baumschulen und gut sortierter Gartencenter zu vergleichen – so kann man eine Apfelsorte finden, die optimal zum eigenen Garten und dem vorherrschenden Klima passt. In unserem Ratgeber verraten wir Ihnen unter anderem, wann der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Apfelbäumen ist, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen und was es nach dem Einpflanzen zu tun gibt. Außerdem erfahren Sie, was es mit der Veredelungsstelle und Containerobst auf sich hat.

1. Der ideale Standort für Apfelbäume: Sonnig mit genügend Platz

Damit Ihr Apfelbaum im Garten schon bald zahlreiche Früchte trägt, müssen bei der Auswahl des Standorts einige Faktoren bedacht werden. Neben den Witterungsbedingungen muss auch einkalkuliert werden, wie hoch und breit der Apfelbaum wachsen wird und ob die jeweilige Sorte einen Befruchter benötigt.

1.1. Sonniges, geschütztes Plätzchen im Garten finden

äpfel am zweig eines apfelbaums

Apfelbäume lieben die Sonne und brauchen nur mäßig Schatten.

Ein Apfelbaum setzt unterschiedliche Standortbedingungen voraus. Sonnenreiche Standorte fördern das Fruchtaroma sowie den Vitamingehalt und ermöglichen eine ideale Fruchtfärbung, weswegen eine südliche Ausrichtung des Apfelbaums empfohlen wird.

Auch der Boden sollte sich leicht erwärmen können. Optimal eignen sich lockere, humose Lehmböden, die nicht zu Staunässe neigen.

Es bietet sich außerdem an, Apfelbäume auf einem erhöhten Areal zu pflanzen, wo sich Regenwasser nicht so schnell sammeln kann, sie aber gleichzeitig nicht direktem Zugwind ausgesetzt sind, beispielsweise durch den Schutz von Mauern oder anderen Bäumen in einem angemessenen Abstand.

1.2. Größe des Apfelbaumes einkalkulieren

Veredelungsstelle und -unterlage

Apfelbäume, die Sie im Gartencenter kaufen, bestehen meist aus zwei verschiedenen Bäumen, welche über die sogenannte Veredelungsstelle verbunden wurden. Der untere Teil, die Veredelungsunterlage, bestimmt, wie hoch der Apfelbaum wächst. Zudem muss sie zum vorhandenen Boden im Garten passen. Hinweise dazu finden Sie üblicherweise auf dem Pflanzetikett.

Weiterhin sollten Sie sich über das Wachstum des ausgewählten Apfelbaums im Klaren sein und einkalkulieren, ob der zu pflanzende Apfelbaum genügend Abstand zu Nachbargärten oder anderen Obstbäumen aufweisen kann, wenn er erst einmal hochgewachsen ist. Sie benötigen ausreichend Platz, da sie ansonsten andere Obst- und Gemüsepflanzen ungewollt beschatten oder die Wurzeln Ihres Baumes bis zum Nachbargrundstück reichen könnten.

Die Veredelungsunterlage ist entscheidend für das Wachstum des Apfelbaumes. Darunter versteht man den Teil des Apfelbaumes von der Wurzel bis zur Veredelungsstelle. Mit ihr wird ermöglicht, dass klassische Hochstammformen bis zu zehn Meter hoch wachsen können. Möchten Sie einen Hochstamm-Apfelbaum pflanzen, sollten auch bis zu 10 m Abstand zum nächsten Hindernis, beispielsweise zu Hecken oder Mauern, einkalkuliert werden.

Für kleinere Gärten bieten sich daher platzsparende Obstbäume an, die nicht rund, sondern flach an einem Spaliergehölz wachsen. Sie benötigen lediglich einen Abstand von 2 m zu etwaigen Hindernissen. Die Vor- und Nachteile vom Apfelbaum am Spalier im Überblick:

    Vorteile
  • Geringerer Platzbedarf
  • Begrünung der Hauswand
  • Stärker kontrolliertes Wachstum
    Nachteile
  • Benötigt relativ aufwändigen Schnitt im Frühjahr
  • Wuchs optisch weniger natürlich, was nicht jedem gefällt

Tipp: Die Befestigung mit breiten Bändern oder elastischen Gummibändern schont die empfindliche Rinde und ermöglicht dennoch ein uneingeschränktes Wachstum der Jungpflanze.

1.3. Apfelbaum muss eventuell in Paaren gepflanzt werden

Nicht alle Apfelsorten können sich selbst befruchten, weshalb Sie Apfelbäume idealerweise in Paaren pflanzen, damit die Bäume Früchte tragen. Hierbei ist entscheidend, dass beide angebauten Apfelsorten zur gleichen Zeit blühen und Sie die Apfelbäume im geeigneten Abstand voneinander pflanzen. Erkunden Sie sich vorab in einer Baumschule, welcher Befruchter zu Ihrer geplanten Apfelsorte passt.

Besteht Platzmangel, so kann zu veredelten Baumsorten mit zwei oder mehr Apfelsorten gegriffen werden. Bei diesen selbstbefruchtenden Sorten entfällt das Pflanzen eines zweiten Baumes und dennoch kann sich der Hobbygärtner an einer geschmacklichen Vielfalt erfreuen.

apfelbaum an spalier

Am Spalier können Sie die Wuchsrichtung des Obstbaumes besser kontrollieren.

2. Apfelbaum pflanzen: Die richtige Jahreszeit wählen und Vorbereitungen treffen

Neben den favorisierten Apfelsorten müssen Sie entscheiden, in welchem Wachstumsstadium Sie den Baum pflanzen wollen. Jungpflanzen aus der Gärtnerei können bereits im nächsten Jahr Früchte tragen. Pflanzen Sie hingegen gesammelte oder gekaufte Apfelkerne ein, kann es bis zu zehn Jahre dauern, bis Ihr Baum reife Früchte trägt – eine Garantie hierfür gibt es jedoch nicht.

Und auch bei einer erfolgreichen Keimung hält das Pflanzen eines Apfelbaums mittels Kern Überraschungen auf Lager: Im kommerziellen Anbau werden Obstbäume aus Kernen gezogen, um so neue Artkreuzungen zu bilden. Nutzt man also den Kern eines gekauften Apfels, kann es passieren, dass daraus beispielsweise ein kleinwüchsiger Apfelbaum entsteht, der gleichzeitig eine extrem große Baumkrone ausbildet. Solche Konstellationen machen den Apfelbaum im heimischen Garten zudem auch anfälliger für Krankheiten und Schäden.

mehrere apfelbäume im topf

Handelt es sich um eine Containerpflanze, können Sie den Apfelbaum zu jeder Jahreszeit pflanzen.

Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen einer Apfelbaum-Jungpflanze ist der Herbst, da sich der Baum im Zustand der Winterruhe befinden muss, um richtig anwachsen zu können. Entscheiden Sie sich für den Kauf einer wurzelnackten Jungpflanze, haben sich die Monate Oktober und November bewährt, da der Boden jetzt noch frostfrei ist und sich der Baum bis zum Frühjahr gut eingewurzelt hat.

Im Vergleich zu wurzelnackten Bäumen lässt sich eine Containerpflanze ganzjährig, außer bei Frost, übersetzen. Unter Containerpflanzen versteht man pflanzbereite Obstbäume, die bereits einen ausgewachsenen Wurzelballen in einem Pflanzgefäß ausgebildet haben. Den Apfelbaum mit ausgebildetem Ballen zu pflanzen ist theoretisch das ganze Jahr über möglich. Dennoch haben sich auch beim Pflanzen von Apfelbäumen im Topf die Jahreszeiten Herbst und Frühling bewährt.

Möchten Sie einen kleinen, jungen Apfelbaum pflanzen, sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Die Jungpflanze sollte über einen geraden Stamm verfügen.
  • Die Rinde sollte gesund und ohne optische Auffälligkeiten oder Verletzungen sein.
  • Die Seitenäste sollten waagerecht und in unterschiedliche Richtungen strebend wachsen.
  • Ein gut entwickeltes Wurzelsystem erleichtert das Übersetzen und die Akklimatisierung.

2.1. Apfelbaum pflanzen vorbereiten: Pflanzloch ausheben

Wenn der ideale Standort ermittelt ist, beginnen Sie mit dem Ausheben des runden Pflanzlochs. Dieses sollte mindestens eineinhalbmal so tief und breit sein wie das Wurzelwerk Ihrer wurzelnackten Jungpflanze. Das können gut 60 cm Durchmesser und 40 cm Tiefe sein. Bei Containerware sollte das Loch nicht viel größer als der Container bzw. als der Topf sein, in dem der Apfelbaum transportiert wurde. Lockern Sie anschließend die Sohle mit Hilfe einer Grabgabel etwas auf.

Tipp: Die Pflanzstelle kann optimiert werden, indem Kompost und frische Pflanzenerde dem Aushub beigemischt werden.

2.2. Jungbäume mit Pfahl stabil bei Wind und Wetter halten

baumpfahl an jungem apfelbaum angebunden

Der Pfahl dient Jungbäumen als Schutz gegen Windwurf.

Junge Bäume machen einen stabilen Eindruck, bieten dem Wind aber eine große Angriffsfläche und können sehr schnell umfallen oder sogar brechen. Um Ihren Apfelbaum vor Windwurf zu schützen, sollte jeder neu verpflanzte Baum in den ersten Jahren mit einem Pfahl stabilisiert werden. Schlagen Sie dafür den Pfahl entgegen der Windrichtung ein. So steht Ihr Baum in den ersten Jahren besonders sicher.

Ein Verletzen der zarten Wurzeln kann vermieden werden, wenn dieser Schritt bereits vor dem eigentlichen Einpflanzen geschieht. Es empfiehlt sich, einen gewissen Abstand zwischen Stamm und Pfahl einzuplanen, um Spannungen zu verhindern und so die empfindliche Rinde zu schonen.

Befestigen Sie den eingepflanzten Baum abschließend mit breiten Bändern oder einem Kokosstrick. Die Knoten sollten regelmäßig kontrolliert werden – ein Einwachsen gilt es unbedingt zu vermeiden.

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2.3. Einstellen und ideale Pflanzhöhe: Wie tief muss der Apfelbaum gepflanzt werden?

Vor dem Einsetzen sollten die Wurzeln, insbesondere bei Containerware, vorsichtig gelockert und beschädigte Teile entfernt werden. Beim anschließenden Einstellen der Jungpflanze ist auf eine senkrechte Ausrichtung zu achten. Dies gelingt besonders einfach, wenn eine Person den Baum festhält, während eine zweite Person die aufgebesserte Aushuberde wieder einfüllt.

Tipp: Setzen Sie das gesamte Wurzelsystem vor dem Pflanzen für eine Stunde in eine Mischung aus verrottetem Gartenkompost und Wasser, um die Wasseraufnahme zu optimieren.

Wichtig ist es, bei diesem Schritt die richtige Pflanzhöhe einzuhalten. Orientieren Sie sich hierbei an der sogenannten Veredelungsstelle des Apfelbaumes, den Sie pflanzen möchten. Diese erkennt man an einer Verdickung oder einem Knick an der Stammbasis. Die Veredelungsstelle muss sich nach dem Einpflanzen handbreit über der Erde befinden, um eine ungewünschte Wurzelbildung zu vermeiden.

Durch Rütteln und leichtes Anheben vermindern Sie entstandene Hohlräume. Dadurch setzen sich die Wurzeln leichter und besser im Boden. Treten Sie anschließend die Erde gut fest und wässern Sie ausgiebig an – auch bei Regen, denn Wurzelwerk und Erde müssen sich gut verbinden können.

junger baum aus topf gehoben

Das Wurzelwerk des jungen Apfelbaumes entscheidet über die Größe des Pflanzloches. Wichtig ist dabei, dass die Veredelungsstelle über der Erde bleibt.

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3. Apfelbaum schneiden: Rückschnitte sind im Frühjahr und Sommer sinnvoll

Ein junger Apfelbaum aus einer Baumschule ist häufig schon pflanzfertig geschnitten. Diese Bäume verfügen über einen Mittelast und meist drei bis vier waagerecht abstehende Triebe.

Für einen normalen Schnitt im eigenen Garten eignet sich das Frühjahr, etwa ein trockener Tag im Februar oder März, da die Äste jetzt nicht mehr zu brüchig und die Knospen noch nicht ausgetrieben sind. Ebenso haben die Schnittwunden noch ausreichend Zeit zum Verheilen. Die Temperaturen sollten jedoch nicht mehr unter -5°C liegen.

Der Schnitt ist einerseits wichtig für eine schöne Form, andererseits auch für das Austreiben von Blüten. Wird der Obstbaum zu spät beschnitten, treibt er nicht mehr richtig aus und trägt weniger Früchte. Ein zusätzliches Auslichten im Sommer treibt den Reifeprozess der Äpfel voran, im Herbst begünstigt es das Holzwachstum.

Hinweis: Für Äste bis 1,5 cm eignet sich eine gewöhnliche Gartenschere, für dickere Äste wird die Verwendung von speziellen Astscheren oder einer Stichsäge empfohlen.

3.1. Rückschnitt im Herbst treibt Wachstum neuer Triebe an

mann schneidet zweige eines baums ab

Bei einigen Apfelbaum-Sorten ist ein Rückschnitt im Frühling sowie im Herbst für das Wachstum förderlich.

Orientieren Sie sich bei der Intensität des Rückschnitts im Herbst am Ernteertrag des Vorjahres: Bei einer geringen Ernte sollten Sie deutlich mehr zurückschneiden, um so das Wachstum neuer Triebe zu fördern. Bei einer umfangreichen Ernte sollten Sie hingegen behutsamer vorgehen – so entstehen eher kleinere neue Triebe.

Generell sollte der Schnitt schräg über einer nach außen wachsenden Knospe erfolgen, sodass der neue Trieb in Richtung Sonne wachsen kann. Wird ein gesamter Ast entfernt, wird eng am Astring, knapp über der Verzweigung, gesägt.

Achten Sie darauf, dass durch Ihre Schnittführung keine neuen Astgabeln entstehen, denn hier sammelt sich vorwiegend Feuchtigkeit und es kann infolgedessen zu Fäulnis kommen. Die entstandenen Schnittstellen verheilen selbstständig – eine Behandlung mit speziellen Verschlussmitteln wird nicht empfohlen.

Doch Achtung: Viele Apfelsorten tragen ihre Blüten – und so auch ihre Früchte – an zweijährigem Holz. Wird dieses vorzeitig beschnitten, könnte die Ernte geringer oder komplett ausfallen. Junge Äste weisen eine hellere Färbung auf und lassen sich so meist einfach von älterem Holz unterscheiden. Ob Ihre Apfelbaumsorte zu dieser speziellen Kategorie gehört, sollten Sie bei einer Kaufberatung im Gartencenter oder der Baumschule abklären.

Wir geben Ihnen eine kurze Anleitung für die vom Rückschnitt betroffenen Äste mit an die Hand:

  1. Alle senkrecht wachsenden Äste, die sogenannten Wasserschosse, müssen vollständig und direkt am Ast entfernt werden.
  2. Sich überkreuzende Äste sind aufgrund eines bestehenden Verletzungsrisikos zurückzuschneiden – die empfindliche Rinde könnte hier Schaden nehmen.
  3. Nach innen wachsende Äste tragen meistens weniger Blüten und sollten entfernt werden.
  4. Durch das Zurückschneiden der Baumkrone erzielt man eine bessere Luftzirkulation und einen gesteigerten Lichteinfall.
  5. Totholz oder beschädigte Äste sind generell abzuschneiden.

3.2. Sommerschnitt für eine bessere Belüftung der Baumkrone

astschere schneidet in ast eines baums

Im Sommer kann ein behutsamer Rückschnitt den Reifeprozess vorantreiben und Schädlingsbefall vorbeugen.

Ein zusätzlicher Sommerschnitt kann den Reifeprozess der Früchte begünstigen und Pilzbefall verhindern, da die Baumkrone besser durchlüftet wird und die Blätter schneller trocknen können. Zu diesem Zweck sollten alle überzähligen Zweige, die durch ihre Blätter die Früchte anderer Äste beschatten, zurückgeschnitten oder zumindest ausgedünnt werden.

Entfernen Sie steil nach oben wachsende Äste, da sich Früchte schneller und vorwiegend an waagerechten Ästen bilden. Zusätzlich können Sie auffällig kleine Äpfel pflücken, um großen Früchten mehr Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Auch hier muss der Hobbygärtner stets abwägen: Werden zu viele Triebe entfernt, kann sich dies negativ auf das Wachstum der Äpfel auswirken, da sie nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Beim Sommerschnitt sollte man daher eher behutsam vorgehen.

Tipp: Wer frühzeitig Leimringe an den Ästen befestigt, kann seine Früchte besser vor Schädlingen wie Ameisen oder Blattläusen schützen.

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4. Äpfel ernten und lagern

reife äpfel am apfelbaum

Reife Äpfel sind intensiv gefärbt und lassen sich leicht pflücken.

Nach der Blüte kann es bis Mitte Juli zum natürlichen Abfallen von nicht ausgereiften Früchten kommen. Dieser Fruchtfall kommt einer natürlichen Selektion gleich, da reife Früchte am Ast hängen bleiben und durch vorsichtiges Auspflücken per Hand geerntet werden können. Als Orientierungshilfe für einen guten und gesunden Fruchtbehang gelten acht Äpfel auf 40 cm Astlänge.

Reife Äpfel erkennen Sie daran, dass sie sich mit sanften Drehbewegungen leicht pflücken lassen, eine intensive Färbung aufweisen, beim Aufschneiden hörbar knackige Geräusche verursachen und über braune Kerne verfügen.

Nach dem Ernten beginnt ihr biologischer Alterungsprozess: Der Apfel reift nach und wird süßer, da vorhandene Stärkereste allmählich in Glukose umgewandelt werden. Gleichzeitig sinkt der Vitamingehalt und der Apfel wird mehlig. Durch die richtige Lagerung lässt sich dieser Prozess verlangsamen.

Idealerweise sollten Äpfel nebeneinander und bei einer Temperatur von 4°C gelagert werden. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine gute Durchlüftung wirken ebenfalls günstig. Eine durchlöcherte Plastiktüte ermöglicht beispielsweise eine ideale sauerstoffarme Atmosphäre. In einem dunklen, kühlen Raum bleiben die Äpfel aus dem eigenen Obstgarten dann lange frisch und knackig.

zahlreiche rote äpfel lose nebeneinander

Reife Äpfel sollten nach der Ernte nebeneinander und kühl gelagert werden.

5. Weitere Fragen rund um Pflanzen von Apfelbäumen und unsere Antworten

Zum Abschluss dieses Ratgebers beantworten wir von Heimwerker.de Ihnen weitere Fragen, die sich mit dem Pflanzen von Apfelbäumen beschäftigen.

5.1. Welche Sorte ist zum Pflanzen von Apfelbäumen geeignet?

Möchten Sie Ihre Äpfel vom Spätsommer bis in den Herbst hinein ernten können, bieten sich beispielsweise die Sorten Topaz und Alkmene zum Anpflanzen an. Der Topaz ist ein Apfel mit süß-säuerlichem Geschmack, der erst im Herbst reif wird.

Der Alkmene lässt sich bereits früher ernten und überzeugt durch seine fein-säuerliche Note. Die Sorten Retina, Rebella und Rewena überzeugen mit besonders fruchtigem Geschmack und sind weniger anfällig für typische Obstbaum-Krankheiten.

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5.2. Sollte man einen Apfelbaum im Frühjahr pflanzen?

mann beim einpflanzen von einer pflanze, hände mit erde

Den Apfelbaum im Herbst einzupflanzen, kommt der Pflanze zugute.

Einen Apfelbaum im Frühjahr zu pflanzen ist bei Containerpflanzen möglich, da sie bereits einen ausgebildeten Wurzelballen besitzen. Wurzelnackte Apfelbäume können dann theoretisch auch in die Erde gesetzt werden, Experten raten aber eher zur Jahreszeit Herbst zum Pflanzen von Apfelbäumen jeglicher Art. So hat der Baum mehr Zeit, um Wurzeln im Gartenboden auszubilden, bis er im Frühjahr austreibt und blüht.

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5.3. Kann man einen Apfelbaum umpflanzen, wenn der alte Standort ihm nicht gerecht wird?

Es kann vorkommen, im Nachhinein zu merken, dass der gewählte Ort des Apfelbaums doch etwas ungünstig ist. In diesem Fall können Sie Ihren Apfelbaum durchaus umpflanzen, insofern noch nicht allzu viel Zeit vergangen ist. Maximal 4-5 Jahre dürfen verstreichen, bei älteren Exemplaren würden die Wurzeln des Apfelbaums ansonsten Schaden nehmen. Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um eine Umpflanzung vorzunehmen.

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