Zierpflanzen

Fetthenne pflanzen: Tipps für die Fetthenne als Bodendecker und Staude

  • Die Fetthenne (Sedum) ist eine beliebte Gartenpflanze, da sie besonders pflegeleicht und anspruchslos ist.
  • Zudem fühlt sich die Fetthenne an vielen Standorten wohl und kann so leicht zu einer kreativen und individuellen Gartengestaltung beitragen. Sogar Steingärten lassen sich mit der dickfleischigen Staude begrünen.
  • Neben den kleinwüchsigen Bodendeckern finden Sie auch hochwachsende Fetthennen für eine Pflanzung im Staudenbeet.

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Herbstlicher Blumenstrauß

Nicht nur an der Pflanze sind die Blüten der Fetthenne attraktiv, auch als Schnittblume eignen sich vor allem hohe Fetthennen. In Herbstkränzen lassen sich Sedum-Blüten zusammen mit Hortensien, Clematis oder Hagebutten wunderbar einarbeiten. Sie trocknen ein und sind dann sehr lange haltbar und formschön.

Der deutsche Name Fetthenne bezieht sich auf eben diese breiten Blätter, die der Zierstaude als Wasserspeicher dienen und die Pflanze robust und ausdauernd werden lassen. Bodendecker-Fetthennen lassen sich außerdem unter der Bezeichnung Mauerpfeffer finden.

Sogar längere Trockenperioden übersteht die Fetthenne problemlos und auch auf steinigen und mageren Böden gedeiht sie gut. Ihre Anspruchslosigkeit, Lebenskraft und vielseitige Verwendbarkeit zeichnen die Staude aus.

Wenn auch Sie Ihr Blumenbeet oder eine Ecke der Terrasse mit der besonderen Staude schmücken wollen, erfahren Sie im Folgenden auf Heimwerker.de wissenswerte Informationen zur Pflanzung und Pflege der Fetthenne.

Hinweis: Die Fetthenne ist leicht giftig. Vor allem die Blätter enthalten Alkaloide sowie Gerbstoffe. DIese Konzentration ist allerdings so gering, dass sich Haushalte mit Kindern oder Haustieren die Staude dennoch in den Garten holen können.

1. Sedum-Sorten für die Pflanzung im Staudenbeet und Kübel

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Fetthennen locken mit ihren duftenden und Blüten zahlreiche Insekten in den herbstlichen Garten.

Neben den kleinwüchsigen Bodendeckern finden Gartenliebhaber auch hochwachsende Fetthennen für eine Pflanzung im Staudenbeet, die auch als Große Fetthennen (Sedum telephium) bezeichnet werden.

Zwischen Juli und Oktober bilden diese Sedum-Sorten bis zu zehn Zentimeter breite Blütenschirme in vielen Creme- und Rottönen.

Zudem überzeugen die Stauden nicht nur im Frühling durch einen neuen grünen Austrieb, auch im Herbst bilden die Samenstände einen schönen Blickfang.

Eine beliebte Fetthennensorte fürs Staudenbeet ist Robustum (Sedum cauticola), auch bekannt als Pflaumen-Fetthenne.

Diese Staude ist eine mittelhohe Pflanze mit einer Wuchshöhe von 25 Zentimetern, daher eignet sie sich auch ideal für eine Kübelpflanzung auf kleinen Balkonen. Ihre purpurfarbenen Blüten zeigt die Staude von September bis Oktober und lockt so viele Insekten in den herbstlichen Garten.

Die Sedum Hybride Abbeydore erreicht eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern und verfügt über bläuliches Laub. Die zweifarbigen Blüten bilden eine weitere Besonderheit der kompakten Staude und zeigen sich zwischen Juli und September. Im Herbst verfärben sich die Blütenstände rotbraun.

Tipp: Pflanzen Sie Fetthennen in Gruppen für ein farbenfrohes Blütenmeer. Auch in Kombination mit aufrechten Blütenständen, wie etwa bei der Prachtscharte, bei Lupinen oder Gladiolen erzielen Sie formschöne Kontraste im Blumenbeet. Wenn Sie sich nicht sicher sind, mit Pflanzen die Fetthenne gut zusammen wächst, können Sie sich eine Kaufberatung im Pflanzencenter einholen.

2. Ansprüche und Standort der Fetthenne

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Die Fetthenne ist anspruchslos und gedeiht auf fast jedem Boden.

Alle Fetthennen brauchen ausreichend viel Sonnenschein und einen humosen und gut durchlässigen Boden für ein gesundes Pflanzenwachstum. Schatten und Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. So gilt es bei der Pflanzung auf einen natürlichen Wasserabtransport zu achten.

Ist Ihr Gartenboden zu stark verdichtet, empfiehlt es sich eine zusätzliche Drainageschicht aus Blähton oder kleinem Kiesel in das Pflanzloch zu geben. Auch eine Bodenaufbereitung mit feinem Sand erleichtert der Fetthenne das Anwachsen und Gedeihen.

Wenn Sie Sedum als Topfpflanze halten wollen, muss ein Loch im Boden des Gefäßes den Wasserabzug ermöglichen, ansonsten beginnt die Pflanze zu faulen und stirbt schließlich ab.

Experten empfehlen hier zudem die Verwendung eines Gemisches aus Kübelpflanzen-Substrat und Lavagrus oder Bimskies zu gleichen Teilen für eine gesteigerte Durchlässigkeit.

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3. Fetthenne richtig pflanzen: Anleitung in 3 Schritten

Damit Sie auch lange vom schönen Anblick Ihrer Fetthenne haben, sollte Sie bei der Pflanzung einiges beachten, hierzu zählt zuerst der richtige Zeitpunkt: Eine Pflanzung der Fetthenne bietet sich vor allem im Frühjahr an, hier können die Pflanzen gut bewurzeln, ehe Sie in den ersten Winter starten.

Alternativ kann sie aber auch im Herbst, wenn die Temperaturen nicht mehr so hoch sind, gepflanzt werden.

3.1. Boden ausreichend vorbereiten und Loch graben

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Vor der Pflanzung wird der Boden aufgelockert und Unkraut entfernt.

Lockern Sie den Boden zunächst ausgiebig mit einer Gabel oder einer Harke und entfernen Sie jegliches Unkraut. Besitzer Sie einen Komposter, so verteilen Sie etwa 2 Liter reifen Kompost an der gewünschten Pflanzstelle. Alternativ können Sie hier auch Hornspäne verwenden.

Anschließend graben Sie ein Loch entsprechend der Größe des Wurzelballens der zu pflanzenden Fetthenne.

3.2. Wurzelballen der Fetthenne ausgiebig gießen und einpflanzen

Bevor Sie den Wurzelballen in das Loch einsetzen, sollten Sie die Fetthenne reichlich gießen. Am einfachsten können Sie dies tun, indem Sie den gesamten Wurzelballen in ein Gefäß mit Wasser tauchen und die Wurzeln ausgiebig tränken.

Anschließend setzen sie die Fetthenne in das Pflanzloch, geben bei Bedarf etwas Erde hinzu und drücken die Pflanze mit den Händen an. Nun wird die Fetthenne und die umliegende Erde erneut gegossen.

3.3. Fetthennen-Beet nach der Pflanzung besonders aufmerksam pflegen

Haben Sie kleine Jungpflanzen gepflanzt, sollten Sie den Boden um die Fetthenne möglichst unkrautfrei halten und während Trockenperioden ausreichend wässern. Einige Staudenarten, darunter auch Fetthennenarten, locken Schnecken an. Hier kann der Aufbau eines Schneckenzaunes helfen.

Tipp: Möchten Sie gleich mehrere Fetthennen-Pflanzen in Ihrem Beet kultivieren, ist es sinnvoll, diese erst im Beet auszulegen, um so ausreichende Pflanzabstände zu überprüfen.

4. Sortenvielfalt der Fetthenne

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Große Fetthennen bilden breite, bunte Blütenstände.

Das Angebot der Staudengärtnereien reicht heute von kleinwüchsigen Pflanzen, die nur wenige Zentimeter hoch werden, bis hin zu hochwachsenden Arten, die eine Höhe von über 60 Zentimeter erreichen.

Kaufen können Sie Fetthennen in großer Auswahl entweder im Baumarkt oder Pflanzencenter. Besonders günstige Angebote für Fetthennen gibt es außerdem im Onlinehandel.

Bodendecker werden vermehrt zur Dachbegrünung verwendet, während hochwachsende Fetthennen, die sogennten Großen Fetthennen, zum farbenfrohen Blickfang im spätsommerlichen Staudenbeet werden.

Auch eine Pflanzung im Kübel ist durchaus möglich, sodass mit kompakten Stauden kleine Balkone oder die Terrasse leicht begrünt werden können.

Mit über 500 Sedum-Arten sind die Fetthennen die umfangreichste Pflanzengattung in der Familie der Dickblattgewächse. Dabei zeigen sich ihre Blütenstände in unterschiedlichen Farben und Formen. Je nach Sorte sind die Stauden ein- oder mehrjährig und mehr oder weniger sukkulent.

Die dicken Laubblätter sind das Markenzeichen der Fetthenne, ihnen verdankt die Staude auch ihren Namen. In ihnen speichert die Pflanze Wasser und ist somit beosnders resistent und pflegeleicht.

Dennoch gilt es einige Aspekte bei der Pflege der Fetthenne zu beachten, um der Pflanze ein gesundes Wachstum zu ermöglichen.

5. Fetthenne für eine Dachbegrünung oder eine Pflanzung im Steingarten

Bei Sedum-Arten für eine Dachbegrünung oder eine Pflanzung im Steingarten bilden sich die Blüte vieler Stauden zwischen Juni und August. Die Blütenfarben zeigen sich in hellen und roten Nuancen, während die dickfleischigen Blätter einen grünen Kontrast ermöglichen.

Zudem verfärben sich viele der kleinwüchsigen Sorten im Herbst leuchtend rot. So beispielsweise bei diesen beiden Sorten, die als Bodendecker besonders beliebt sind:

Fetthennen-Sorte Eigenschaften
Coral Carpet (Sedum album)
  • verfärbt sommergrünes Blattwerk in herbstlichen Temperaturen rot
  • gedeiht an warmen und durchweg sonnigen Orten
  • wirkt besonders schon in Kombination mit Frühblühern und aus Blumenzwibeln
Fuldaglut (Sedum spurium)
  • rachtsorte mit dekorativen, glänzend roten und auffällig großen Blättern
  • im Schatten werden Blätter etwas grünlich
  • verträgt im Gegensatz zu anderen Sorten kühle und feuchte Standorte
  • eignet sich somit als wintergründer Bodendecker

6. Fetthenne richtig pflegen und schneiden

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Da es sich um eine winterharte Pflanze handelt, schneiden Sie Fetthennen erst im Frühjahr zurück.

Da die Fetthenne sehr empfindlich auf stehende Feuchtigkeit reagiert, wird sie nur mäßig gegossen. Zudem dienen ihre dickfleischigen Blätter als natürlicher Wasserspeicher und machen die Staude so robust gegen lange Trockenheit.Gießen Sie Ihre Fetthenne daher nur an besonders heißen Tagen.

Auch eine gezielte Düngung entfällt bei dieser genügsamen Staude. Besonders die hochwachsenden Exemplare reagieren schlecht auf ein reichliches Nährstoffangebot und entwickeln weiche Triebe, die zum Umknicken neigen.

Bei Bedarf können Sie zum Herbstbeginn organischen Dünger wie Kompost oder Mulch ins Staudenbeet einarbeiten und die Pflanze so optimal auf die Winterruhe vorbereiten.

Da die meisten Arten der Fetthenne winterhart sind, werden ihre Triebe erst im folgenden Frühjahr gekürzt, bevor sich neue Triebe ausbilden. So können vertrocknete Blütenstiele noch als natürlicher Winterschutz dienen und bilden einen schönen, strukturschaffenden Blickfang im schneebedeckten Garten.

7. Fetthennen-FAQ: Heimwerker.de beantwortet die häufigsten Fragen zur Fetthenne

7.1. Wie vermehrt man die Fetthenne?

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Die Fetthenne lässt sich problemlos durch eine Teilung des Wurzelstocks vermehren.

Wie bei den meisten Stauden können Sie auch die Fetthenne vermehren, indem Sie den Wurzelstock teilen. Theoretisch lässt sich die Pflanze auch durch Stecklinge oder eine Aussaat vermehren, die Teilung ist jedoch am einfachsten und ergiebigsten.

Nehmen Sie dafür die gesamte Fetthenne aus dem Boden und teilen Sie anschließend den Wurzelstock in beliebig viele Stücke, die Sie nun am gewünschten Ort einpflanzen. Im Frühjahr, nach dem Austrieb der Pflanze, ist diese Methode am erfolgreichsten.

7.2. Wie oft muss man Fetthennen gießen?

Die Fetthenne speichert Wasser in in ihren dickfleischigen Blättern. Aus diesem Grund benötigt sie wenig Wasser und kann bei Staunässe sogar Schaden nehmen.

Gießen Sie Fetthennen-Pflanzen deswegen nur während lange Trockenperioden oder an besonders heißen Tagen.

7.3. Wie hoch werden Fetthennen?

Fetthennen-Stauden teilen sich in zwei Gruppen ein: Bodendeckende Fetthennen, wie etwa die Kaukasus-Fetthenne, oder hohe Fetthennen, wie Matrona. Bodendecker werden meist kaum höher als 30 cm, verbreiten sich aber in der Breite sehr schnell. Hohe Fetthennen können je nach Sorte sogar 80 cm erreichen.

Tipp: Für die meisten Fetthennen-Sorten sollten Sie etwa 3 bis 4 Quadratmeter im Garten einplanen.

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