a) Unsere Redaktion vergleicht alle Produkte unabhängig. Dabei verlinken wir auf ausgewählte Online-Shops und Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten. Mehr Infos . b) Heimwerker.de nutzt Cookies, um den Traffic auf dieser Website zu analysieren. Durch die weitere Verwendung dieser Website stimmen Sie dieser Nutzung zu.

Komposter Vergleich 2018

Die besten Offenen-, Schnell- und Thermokomposter im Vergleich.

Noch mehr Auswahl?

Jetzt weitere Komposter Vergleich 2018 bei eBay entdecken!

Kaufberatung zum Komposter Vergleich bzw. Test 2018

  • Ein Komposter ist eine Box aus Holz, Drahtgitter oder Kunststoff, in dem Küchen- und Gartenabfälle im Garten gelagert werden, um zu Humus zu verwittern. Sie ersetzt den offenen Komposthaufen.
  • Komposter gibt es als offene und geschlossene Modelle. In offenen Modellen dauert die Kompostierung länger, der Humus ist aber feiner. Geschlossene Modelle lassen den Bioabfall schneller verrotten, der Humus ist jedoch eher grob.
  • Der Humus aus dem Komposter kann Dünger ersetzen. So schont ein eigener Komposter nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.

komposter test

"Nix wie raus ins Grüne!" – so lautet die Devise bei vielen Deutschen am Wochenende. Umso schöner ist es, wenn "das Grüne" der eigene Garten oder Kleingarten ist. Gärtnern ist das beliebteste Hobby in Deutschland. Und so verwundert es nicht, dass z.B. in Berlin 3% der gesamten Fläche Kleingärten sind – das sind laut Statista rund 68.000, so viele wie in keiner vergleichbaren Großstadt.

Und jeder gute Laubenpieper – wie Kleingartenbesitzer in Berlin genannt werden – hat einen Komposthaufen, um mit dem eigenen Humus die schönsten Zierpflanzen, Kräuter und Gemüse zu ziehen. Doch die Kompostierung mit dem althergebrachten Haufen dauert lange, die Anschaffung eines Komposters lohnt sich also.

Welcher Komposter für Sie der richtige ist und worauf Sie beim Kompostieren und Komposter-Kaufen achten sollten, verraten wir Ihnen in unserem großen Komposter Test 2018.

1. Was ist ein Komposter und wie funktioniert Kompostieren?

Achtung Verwechslung

"Humus" und "Hummus" werden gerne verwechselt. Während "Humus" (lat. Erdboden) die toten organischen Substanzen in der Erde meint, ist "Hummus" eine orientalische Kicherbensenpaste, auch "Hommos" genannt.

Beim Kompostieren werden organische Abfälle in Kohlendioxid und wasserlösliche Mineralstoffe wie Ammoniumsalze, Nitrate, Phosphor- und Kalium- und Magnesiumverbindungen zersetzt. Dies geschieht sowohl mit Luftsauerstoff, als auch mithilfe von Bakterien. Die dabei entstehenden Stoffe haben eine düngende Wirkung.

Zum Kompostieren können Gartenabfälle, Küchenabfälle, Grünschnitt oder Biomüll genommen werden, weswegen Hobbygärtner oder Kleingärtner einen Komposthaufen im Garten gerne zur Entsorgung dieser Abfälle nutzen und gleichzeitig eigenen Dünger erzeugen.

Tipp: Ein eigens aus Bioabfällen hergestellter und voll ausgereifter Humus mit hohem Nährstoffgehalt kann gekaufte Blumenerde oder Dünger gänzlich ersetzen. Ein Komposter schont sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel.

Beim Kompostieren im eigenen Garten werden in der Regel Komposter zu Hilfe genommen. Dabei handelt es sich um quadratische Holz-, Kunststoff- oder Metallgestelle, die den Abfall aufnehmen. Oft sind sie nach oben hin offen. Thermokomposter und Schnellkomposter sind hingegen geschlossene Systeme. Auf die Unterschiede, Vorteile und Nachteile der verschiedenen Systeme wird im folgenden Abschnitt eingegangen.

Achtung: Wir raten davon ab, Garten- und Bioabfall einfach auf einem losen Haufen im Garten verrotten zu lassen. Dies zieht Ungeziefer wie Ratten und Kakerlaken an. Zudem ist die Geruchsbelästigung hoch und die Abfälle können im Garten verteilt werden.

Die Vorteile eines Kompostbehälters gegenüber einem losen Komposthaufen:

  • Abfälle werden nicht im Garten verteilt (durch Tiere oder Wind)
  • Ungeziefer wird besser abgehalten
  • schnellere Kompostierung
  • nicht beliebig erweiterbar
  • Anschaffungskosten

2. Welche Komposter-Typen gibt es?

Im Grunde lässt sich zwischen offenen und geschlossenen Gartenkompostern unterschieden. Offene Kompostbehälter haben den Vorteil, dass der Humus am Ende feiner ist. Nachteil ist, dass der Kompostiervorgang längere Zeit in Anspruch nimmt und Ungeziefer wie Ratten, Mäuse, Insekten oder Kleinsäuger anzieht. Außerdem muss der Kompost umgesetzt werden. Bei offenen Kompostbehältern kommt es vor allem auf das Material an.

Geschlossene Kompostierer sind einfacher in der Handhabung, arbeiten schneller und Schädlinge werden vom Kompostiergut abgehalten. Eine Umsetzung muss nicht vorgenommen werden, da es sich meist um mehrere Kammern handelt, in denen das Kompostiergut verwittern kann. Bei Einkammer-Kompostern muss das Kompostiergut vor der Kompostierung schon gut durchmischt sein. Kompostierer mit Deckel sind meist aus Kunststoff.

geschlossene Komposter offene Komposter
Schnellkomposter: Im Schnellkomposter soll das organische Material besonders schnell in Humus umgewandelt werden. Die Abfälle sind durch den Luftabschluss und die bei der Gärung und Zersetzung entstehende Energie größerer Wärme ausgesetzt und verrotten so schneller.

Oft sind solche Modelle mit Löchern am Boden versehen, sodass kleinere Insekten und Würmer bei der Zersetzung und Durchmischung der Gartenabfälle helfen. Das Kompostiergut sollte dennoch von Anfang an gut durchgemischt sein. Schnellkomposter sind in der Regel aus Kunstoff oder Metall gefertigt.

vergleichsweise schnell

kein Ungeziefer

verzinkte Komposter können Humus verunreinigen

Komposter aus Holz: Holzkomposter sind die Klassiker unter den Gartenkompostern. Sie werden oft als Set zum Selberaufbauen verkauft. Holzkomposter überzeugen vor allem durch ihren einfachen Aufbau und ihre naturnahe Optik.

Das Ergebnis lässt aber in der Regel lange auf sich warten. Dies liegt unter anderem daran, dass Holzkomposter oft sogenannte Einkammersysteme sind, in denen das Kompostiergut per Hand und etwas kompliziert umgesetzt werden muss. Das Holz für Komposter ist imprägniert und daher wetterbeständig – ewig hält es aber nicht.

einfacher Aufbau

wetterbeständig, wenn imprägniert

muss evtl. nachbearbeitet werden (Imprägnieren)

Thermokomposter: Der Thermokomposter (auch Thermo-Komposter) ist eine Weiterentwicklung des Schnellkomposters. Mittels einer zusätzlichen isolierenden Schicht soll die Temperatur im Thermokomposter erhöht werden und die Zersetzung noch schneller vonstatten gehen.

Dies ist allerdings nur bei kleineren Mengen von Schnittabfällen interessant, da nur hier eine zusätzliche Wärmedämmung nötig ist. Die Materialien sollten zudem nicht verdichtet werden, da sonst keine Belüftung stattfinden kann und die Zersetzung länger dauert.

kann auch im Herbst noch benutzt werden

kein Ungeziefer

nur für kleinere Mengen geeignet

Komposter aus Metall: Bei Metallkompostern handelt es sich in der Regel um Einkammer-Komposter-Gitter, die je nach Modell über einen Gitter-Deckel verfügen. Genau wie Komposter aus Holz werden sie als Komposter-Bausatz verkauft. Auch sie punkten mit einem leichten Aufbau. Komposter aus Metall sind etwas instabiler als ihre hölzernen Kollegen, da das Gitter oft eher dünn ist und mehr an Draht erinnert. Dafür liefert es durch die Maschen eine bessere Belüftung.

Achten Sie bei Metall darauf, dass es nicht verzinkt ist. Zink kann den Humus verunreinigen.

einfacher Aufbau

gute Belüftung

etwas instabil

Rollkomposter: Relativ jung ist die Kategorie der Rollkomposter. Erst seit 2013 werden sie im Handel und online angeboten. Solche Kompostierer sind trommelförmig und ähneln einem Betonmischer. Die Bioabfälle werden so in Bewegung gehalten und durchmischt. Zudem kann der Kompostierer selbst an jede beliebige Stelle im Garten gerollt werden.

In der Regel sind rollende Kompostbehälter aus Kunststoff gefertigt und mit seitlichen Klappen zum Befüllen und Entnehmen ausgestattet. Eine hohe Temperatur und gute Belüftung im Rollkomposter sorgt zudem für eine vergleichsweise schnelle Zersetzung der Abfälle.

kein Ungeziefer

besonders einfache Handhabung

recht teuer

Komposter aus Kunststoff: Offene Komposter aus Kunststoff sind eher selten. Auch bei ihnen handelt es sich meist um Einkammersyteme. Der verwendete Kunststoff ist meist sehr witterungsbeständig und stabil. Und auch die Verrottung kann dem Kunststoff nichts anhaben.

Kompostierer aus Kunststoff sind besonders leicht zu reinigen.

Außerdem können Kunststoff-Komposter als Hochbeet verwendet werden.

Kunststoff wird vor allem für geschlossene Mehrkammer-Komposter verwendet.

leicht zu reinigen

sehr stabil

nicht sehr wertige Optik

Zusammengefasst: Kompostieren im Komposter lohnt sich. Sowohl in offenen als auch in geschlossenen Kompostbehältern lässt sich hervorragender Humus und Biodünger produzieren. In unserem Komposter Vergleich finden Sie für jeden Geschmack das passende Modell.

3. Kaufberatung für Komposter: Darauf sollten Sie achten

3.1. Offen oder geschlossen

Kompost richtig befüllen, Komposter benutzen
Auf den Kompost gehören vor allem Obst- und Gemüsereste. Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind tabu.

Je nach Verwendungszweck sollten Sie die Bauweise Ihres Komposters auswählen.

Wer eher kleinere Mengen an Bioabfällen kompostiert und auch nur wenig Humus erzeugen möchte, der ist mit einem geschlossenen Thermokomposter gut bedient. Zudem muss der Kompost nicht umgesetzt werden, sodass er auch gut für Gärtner geeignet ist, die es gerne etwas entspannter angehen. Größere Mengen sollten in einen Mehrkammer-Schnellkomposter gegeben werden. Auch hier muss nichts umgesetzt werden.

Traditionalisten und Gärtner mit hohen Ansprüchen an ihren Humus sollten zu einem klassischen, offenen Komposter greifen. Die Komposterde braucht zwar etwas länger und ist aufwändiger in der Herstellung, ist aber feiner und oft mit einem höheren Nährstoffgehalt.

3.2. Fassungsvermögen und Größe

Je nachdem, wie groß Ihr Garten ist und wie viel Schnittgut und/oder Bioabfälle Sie haben, sollten Sie das Volumen Ihres neuen Kompostbehälters wählen. In der Regel reicht ein 300 Liter Behälter für kleinere Gärten mit einer Grundfläche von bis zu 300 m². Für größere Gärten bis ca. 500 m² sollte es schon ein Modell mit 500 bis 800 Litern sein.

Achten Sie auch unbedingt auf die Größe Ihres Komposters. Wenn Ihr Garten ohnehin schon klein ist, sollten Sie zu einem Modell greifen, das eher hoch ist. Mehrkammer-Schnellkomposter oder Thermo-Komposter erfüllen diese Voraussetzung. Für große Gärten darf es auch ein Komposter mit einer größeren Grundfläche sein.

Hinweis: Die Stiftung Warentest hat in ihrem Heft 04/2004 ebenfalls Komposter getestet und ein Produkt von Neudorff zum Komposter Testsieger gekürt. Produkte des Herstellers Juwel schnitten hingegen nicht gut ab. Weitere Marken von Kompostern sind Graf, Brista, Garden Pleasure und Loggyland.

4. Richtig kompostieren: Den Komposter aufstellen und benutzen

Nachdem Sie Ihren besten Komposter in unserem Komposter Test gefunden haben, geht es daran, den Behälter richtig zu platzieren und zu befüllen.

Zunächst sollte der Komposter an einer schattigen und gut erreichbaren Stelle aufgestellt werden. Sonne trocknet den Kompost zu sehr aus und er kann nicht verrotten. Kurze Wege erleichtern zudem den Transport von Schnittgut und Gartenabfällen sowie das Herausnehmen des fertigen Komposts. Außerdem sollte der Platz windgeschützt sein, damit bei einem offenen Komposter nichts weg- oder herausgeweht werden kann.

Pflanzenreste Komposter
Gartenabfälle wie Gras, Zweige und Äste eignen sich hervorragend für den Komposter.

Achten Sie auch auf den Untergrund. Der Behälter sollte auf offener Erde und nicht auf Bodenplatten stehen, damit Insekten und andere Bodenbewohner wie Regenwürmer hineingelangen können. Sie sorgen mitunter für eine erfolgreiche Kompostierung.

Nun geht es ans Komposter-Befüllen: Achten Sie von Anfang an auf eine ausgewogene Mischung aus feuchten und trockenen Materialen.

Die Basis für jeden guten Kompost bildet eine Schicht aus gröberen Teilen wie etwa Zweigen, Astschnitten oder Heckenschnitt. Darauf sollte eine Schicht Kompoststarter gegeben werden. Wenn Sie schon reifen Kompost haben, kann dieser sehr gerne stattdessen verwendet werden.

Mit der richtigen Komposterde gedeihen auch in Ihrem Garten traumhafte Pflanzen und Blumen.
Mit der richtigen Komposterde gedeihen auch in Ihrem Garten traumhafte Pflanzen und Blumen.

Darauf kommt nun abwechselnd eine Schicht aus feuchten Abfällen wie Biomüll, Laub und Rasenschnitt sowie ein Schicht aus trockenen Abfällen wie kleinen Zweigen oder Ästen.

Je nach Modell sollten Sie daran denken, den Kompost regelmäßig umzusetzen, damit genügend Sauerstoff an die zu kompostierenden Materialien gelangt. Bei offenen Kompostern ist dies nötig.

Der ideale Zeitpunkt dafür ist der Februar, so die Profis von GartenTipps.com. Wir empfehlen, ein großes Sieb (nicht zu fein) neben dem Komposter positionieren und den Kompost nach und nach in einen Behälter zu sieben. Was im Sieb hängen bleibt, kommt zurück auf den Komposthaufen und sollte weiter verrotten. Neuer Gartenabfall kann integriert werden.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Komposter

5.1. Wie lange dauert Kompostieren?

Beim Thermokomposter dauert die Kompostierung meist nur ca. 5 bis 8 Wochen und geht damit äußerst schnell. Offene Komposter brauchen hingegen bis zu einem Jahr, bis aus Abfällen schöner, feinkrümeliger Humus geworden ist. Als Faustregel kann gelten: Je wärmer es ist, desto schneller geschieht die Kompostierung.

5.2. Was darf in den Komposter?

Das darf in den Komposter:

  • Obst- und Gemüseabfälle, Schalen
  • Kaffee und Tee
  • Eierschalen
  • Pflanzenreste
  • Gartenabfälle wie Laub, Gras oder Stroh
  • Kleintierstreu
  • Haare und Federn
  • Kot von Nutztieren (in kleinen Mengen)

Das darf nicht in den Komposter:

  • Asche und Zigaretten
  • Plastik, Glas, Metall
  • Leder
  • Stein und Porzellan
  • Fett und Öl
  • Fisch und Fleisch
  • Gebäck
  • kranke Pflanzen

5.3. Was kann man gegen Ratten im Komposter tun?

Vor allem tierische Essensreste wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukte sowie gekochtes Essen locken Ratten (und Füchse sowie Waschbären!) an. Legen Sie solche Abfälle keinesfalls auf Ihren Kompost! Wenn diese Tiere erst einmal Lunte gerochen haben und sich wohlfühlen, ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Am besten ist es, gleich einen Komposter mit Deckel oder einen geschlossenen Schnellkomposter zu kaufen. Achten Sie auch darauf, dass er nach unten mit einem Gitter abgeschlossen ist.

5.4. Wie kann ich einen Komposter selber bauen?

Am ehesten bieten sich Europaletten als Baumaterial für einen günstigen Komposter an. Wie genau Sie daraus einen Komposter bauen, zeigt folgendes Video:

 

Hat Ihnen dieser Vergleich gefallen?

Aktuelles User-Feedback

4,9/5 aus 9 Bewertungen
 

Noch mehr Auswahl?

Jetzt weitere Komposter Vergleich 2018 bei eBay entdecken!

Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden Helfen Sie anderen Lesern von heimwerker.de und hinterlassen Sie den ersten Kommentar zum Thema Komposter Test bzw. Vergleich 2018.
Neuen Kommentar veröffentlichen