Kaufberatung zum Thermo-Komposter Test bzw. Vergleich 2022

Das Wichtigste in Kürze
  • Thermo-Komposter werden vollkommen zu Unrecht schief angeguckt: Ordnungsgemäß bestückt und regelmäßig umgesetzt muss ein Thermokomposter nämlich nicht stinken. Zudem gibt es Thermo-Komposter sogar in edlem Anthrazit.
  • Die Größe Ihres Haushalts und Ihres Gartengrundstücks sollte die Wahl des Fassungsvermögens bedingen. Viele Thermo-Komposter haben Fassungsvermögen zwischen 400 und 1000 Litern.
  • Ein Thermo-Komposter braucht eine hohe Temperatur im Inneren und gleichzeitig eine gute Belüftung nach außen. Hochwertige Thermo-Kompostern sind deshalb oft aus Kunststoff mit eingebauten Lüftungsschlitzen.

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In Küche und Garten gibt es viele Abfälle, die Sie nicht zwingend über den Restmüll entsorgen müssen. Viel besser ist es, organische Abfälle zu kompostieren und so zu wertvollem Humus zu verarbeiten. Das dauert nur wenige Wochen oder Monate und die fertige Komposterde ist gesunde Nahrung für viele Pflanzen im Garten.

Die Auswahl an verschiedenen Kompostern ist groß. Es gibt Thermo-Komposter mit 600 Litern Fassungsvermögen oder Thermo-Komposter mit 1000 Litern. Es gibt keine Thermo-Komposter aus Holz, aber aus Kunststoff oder Metall, wahlweise mit Deckel oder ohne. Kleine Thermo-Komposter eignen sich, wenn Sie nur einen kleinen Garten und nicht viel Platz haben. Einen großen Thermo-Komposter sollten Sie sich zulegen, wenn Ihr Garten groß und Ihre Menge an organischem Müll sehr groß ist.

So wird schnell klar: Fassungsvermögen, Größe, Höhe, Breite, Länge, Material, Gewicht, Design, Farbe und Wanddicke sind wichtige Kriterien, wenn Sie einen Thermo-Komposter kaufen möchten. Darüber hinaus hat die Redaktion von Heimwerker.de in diversen Thermo-Komposter-Tests im Internet recherchiert und die Art der Belüftung und Konstruktion der Entnahmeklappe als weitere wichtige Kaufkriterien erkennen können. Detailinformationen dazu und weitere wissenswerte Hinweise zu Thermo-Kompostern haben wir in der folgenden Kaufberatung 2021 / 2022 zusammengestellt.

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Geben Sie beispielsweise ungekochte Obst- und Gemüseabfälle, Tee- und Kaffeesatz oder Rasen-/Strauchschnitt und Laub in den Thermo-Komposter und Sie erhalten nährstoffreichen Humus, den Sie im Garten verteilen können.

1. Wie funktioniert ein Thermo-Komposter laut Tests im Internet?

Ein Komposter ist ein Behälter mit Boden und wahlweise mit Deckel, in dem Sie Ihre Garten- und Küchenabfälle sammeln und zu gutem Kompost werden lassen können.

Es gibt gleich mehrere Gründe, warum Sie selbst in einem kleinen Garten einen Thermo-Komposter haben sollten:

  • Mithilfe eines Thermo-Komposters entsteht aus Küchenabfällen und Gartenabfällen wertvoller Humus, sodass Sie kaum noch handelsüblichen Dünger brauchen.
  • Schon die Kompostierung verbessert die Bodenstruktur, weil dabei wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt werden, beispielsweise Magnesium, Kalium und Phosphate. Pflanzen und Bäume nehmen diese Nährstoffe besonders gut auf. Zudem verbessert Komposterde die Bodenfruchtbarkeit und -struktur.
  • Wenn Sie einen Thermo-Komposter verwenden, brauchen Sie wahrscheinlich keine Biotonne oder nur eine kleine. Damit sparen Sie Kosten bei den Müllgebühren.

Komposter haben auch ein paar Nachteile. Sie erfordern etwas Arbeit, beispielsweise beim Anlegen des Thermo-Komposters oder beim Umsetzen des Thermo-Komposters. Zudem hat er natürlich einen gewissen Platzbedarf und der Thermo-Komposter braucht einen Standort, der geeignet ist.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Um Gerüche zu vermeiden, müssen Sie den Thermo-Komposter richtig befüllen und regelmäßig umsetzen.

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So sieht die ursprünglichste Form des Komposthaufens aus: Holzbretter und ein Metalldraht begrenzen die Garten- und Küchenabfälle. In einem Thermo-Komposter geht das Kompostieren jedoch deutlich schneller.

2. Welche Arten von Kompostern werden unterschieden?

Ein Thermo-Komposter ist nur eine Bauvariante, um aus Garten- und Küchenabfällen Humus zu machen. Weitere Optionen finden Sie in die Kategorie „Gartenbedarf“. Die unterschiedlichen Modelle von Kompostern unterscheiden sich meist im Aufbau.

Komposter-Typ Merkmale
Holz-Komposter

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  • klassischer Komposter
  • großes Füllvolumen
  • natürliches Baumaterial
  • leichter Zugriff auf das Kompostmaterial
  • teilweise entstehen starke Gerüche
  • regelmäßiges Wenden des zu kompostierenden Materials erforderlich
  • Verrottungsprozess dauert relativ lange
Thermo-Komposter

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  • geringer Platzbedarf
  • schneller Verrottungsprozess
  • es entstehen keine Gerüche
  • teuer
  • bei fehlerhafter Befüllung kann es zu Fäulnis kommen
Drahtgitter-Komposter

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  • Kompostiergut optimal belüftet
  • Mischung aus klassischem Komposthaufen und Thermo-Komposter aufgrund seines Aufbaus
  • oft günstiger als Thermo-Komposter
  • es können Fäulnisgerüche entstehen
  • Verrottungsprozess langwierig
  • geringe Wärmeentwicklung
Schnell-Komposter

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  • Thermo-Komposter mit Bodenplatte, geschlossenen Seitenwänden und Deckel
  • reifer Kompost wird über eine Klappe im unteren Teil des Schnell-Komposters entnommen
  • durch die geschlossene Bauweise entstehen höhere Temperaturen
  • beschleunigter Verrottungsprozess
  • kompakte Bauweise
  • geringe Stellfläche
  • Deckel hält Kleintiere draußen
  • Lüftungsöffnungen sorgen für eine gute Belüftung des Komposts
  • durch die Belüftungslöcher können Mäuse oder Ratten ins Innere gelangen

In diversen Thermo-Komposter-Tests im Internet wird die kurze Verrottungsdauer von Schnell-Kompostern hochgelobt. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die folgende Tabelle zeigt die Vor- und Nachteile von Schnell-Kompostern, die die Redaktion von Heimwerker.de in diversen Thermo-Komposter-Tests im Internet recherchiert und zusammengetragen hat:

    Vorteile
  • Verrottungsdauer sehr kurz
  • kompakt gebaut
  • Tiere gelangen nicht so einfach hinein
    Nachteile
  • umschichten nicht so leicht möglich
  • bei falschen Schichten besteht die Gefahr, dass alles verfault

3. Was ist beim Kauf eines Thermo-Komposters zu beachten?

Immer mehr Menschen denken und handeln umweltbewusst. Deshalb liebäugeln viele mit der Anschaffung eines Thermo-Komposters, den es in unterschiedlichen Größen gibt. Ob Sie sich lieber einen großen Thermo-Komposter kaufen oder eher die kleine Variante wählen sollten, hängt von mehreren Faktoren ab, beispielsweise von der Größe Ihres Haushalts aber auch von der Grundstücksgröße.

thermo-komposter-klein

Thermo-Komposter gibt es in rund und eckig sowie in verschiedenen Größen.

3.1. Welche Größe sollten Sie für Ihren Thermo-Komposter wählen?

Faustregel

Je größer das Volumen des Thermo-Komposters umso größer ist auch der Platzbedarf.

Ist Ihr Garten klein mit bis zu 300 Quadratmetern, genügt ein kleiner Thermo-Komposter mit etwa 300 bis 360 Litern Fassungsvermögen. Für den mittelgroßen Garten sollte der Thermo-Komposter etwa 400 bis 450 Liter Fassungsvermögen haben.

Wenn Sie ein großes Grundstück haben, ist Ihr Platzbedarf für Gartenabfälle größer. Dann sollte Ihr Thermo-Komposter 800 Liter oder mehr fassen. Für einen Garten mit 600 m² planen Sie am besten einen Thermo-Komposter mit 900 Litern oder sogar mit 1000 Litern.

Diese Größen-Kategorien von Thermo-Komposter gibt es im Handel:

Größen-Kategorie Eigenschaften
Thermo-Komposter bis 300 Liter

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  • für kleine Haushalte ideal
  • geringer Platzbedarf
  • auch für Balkon oder Terrasse geeignet
  • wandelt ganzjährig Küchenabfälle zu Humus
  • sehr günstig
Thermo-Komposter bis 600 Liter

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  • ideal für die kleine Familie mit kleinem bis mittelgroßem Garten
  • etwas höherer Platzbedarf
  • ausreichend Abfälle notwendig, damit er richtig funktioniert
  • im unteren bis mittleren Preissegment erhältlich
Thermo-Komposter bis 1000 Liter

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  • für größere Haushalte oder Hausgemeinschaften
  • erhöhter Platzbedarf
  • richtige Befüllung in Schichten sehr wichtig
  • teilweise sehr teuer

Welche Abmessungen haben Thermo-Komposter? Länge, Breite und Höhe und damit auch der Platzbedarf variieren je nach Volumen sehr stark. Ein 900-Liter-Thermo-Komposter ist etwa 100 x 100 x 100 cm groß, während ein kleinerer 450-Liter-Thermo-Komposter etwa 100 x 80 x 80 cm misst.

3.2. Woraus sind Thermo-Komposter hergestellt?

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Mit Blick auf das Material unterscheiden sich Thermo-Komposter kaum. Die meisten sind aus Kunststoff. Allerdings sollten Sie auf eine große Entnahmeklappe achten.

Die meisten Thermo-Komposter sind aus Kunststoff, einige wenige Modelle aus Metall. Wichtig sind hochwertiges Material und eine gute Verarbeitungsqualität.

Ein minderwertiger Kunststoff kann sich unter dem Einfluss der Witterung verändern, brüchig werden und kaputt gehen. Zu dünnes Material birgt zudem die Gefahr, dass es dem Gewicht des Kompostes nicht standhält.

Einen hochwertigen, wetterfesten Thermo-Komposter haben Sie viele Jahre in Wind und Regen stehen, ohne dass es zu Verschleißerscheinungen kommt.

Gut geeignet ist wetterfestes und UV-beständiges Polyethylen. Wenn Sie den besten Thermo-Komposter suchen, achten Sie auf dicken, doppelwandigen Kunststoff mit guter Isolierung.

Was wiegen Thermo-Komposter? Thermo-Komposter aus Kunststoff haben ein geringes Eigengewicht. Ein kleiner Thermo-Komposter mit 300 Litern ist unter 5 kg leicht. Die größeren Modelle bringen 15 bis 20 kg auf die Waage.

3.3. Gibt es Thermo-Komposter in unterschiedlichen Designs und Farben?

Thermo-Komposter erhalten Sie in unterschiedlichen Formen. Es gibt runde Thermo-Komposter, viereckige oder achteckige. Die Farben sind so gewählt, dass sie im Garten nicht auffallen. Eine beliebte Farbe für Thermo-Komposter ist unauffälliges Anthrazit. Es gibt sie auch in Schwarz, Braun oder Grün.

3.4. Die Wanddicke – warum ist sie wichtig?

Die Wanddicke ist gleich aus mehreren Gründen wichtig bei einem Thermo-Komposter. Zum einen hängt die Wärmeisolierung von der Wanddicke ab, zum anderen die Stabilität. Doppelwandige Modelle oder Modelle mit dicken Wänden isolieren besonders gut.

Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Die Gehäuse der Thermo-Komposter sind meistens mit kleinen Löchern versehen. Diese sorgen für die notwendige Luftzirkulation. Der Boden ist meistens ein Gitterboden, damit Kleinstlebewesen, die am Zersetzungsprozess maßgeblich beteiligt sind, leichten Zugang haben.

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Im Thermo-Komposter sollten sich trockene und feuchte Schichten abwechseln, damit das Kompostieren funktioniert und sich keine Fäulnis bildet.

4. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Thermo-Komposter-Vergleich

4.1. Wie klappt das richtige Befüllen des Thermo-Komposters?

Der Thermo-Komposter erfüllt seine Funktion am besten, wenn Sie alles gut einschichten und die Schichten von Zeit zu Zeit durchmischen. Dann werden alle Schichten gut mit Sauerstoff versorgt. Bei den Schichten sollten sich trockene und feuchtere Schichten abwechseln. Bei zu viel Feuchtigkeit im Komposter droht Fäulnis anstelle des Verrottungsprozesses. Wenn Sie regelmäßig Rasenschnitt kompostieren, mischen Sie das Schnittgut mit trockenen Holzhäckseln.

4.2. Was darf alles rein in den Thermo-Komposter?

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Rohe Küchenabfälle können Sie auf den Kompost kippen.

Der Thermo-Komposter ist geeignet für rohe Obst- und Gemüseabfälle, Tee- und Kaffeesatz, Eierschalen, Strauchschnitt, Rasenschnitt, Laub, Blumen und Kräuter. Schwer verrottbare Gartenabfälle, Asche und gekochte Speisen gehören nicht in den Thermo-Komposter.

4.3. Darf Pferdemist in den Thermo-Komposter?

Pferdemist ist ein sehr guter Kompost-Beschleuniger. Er sollte allerdings ein wenig Zeit haben, um zu wirken und nicht in den Kompost kommen, kurz bevor er auf die Beete soll.

4.4. Welche Hersteller und Marken sind bekannt für durchdachte, wetterfeste Thermo-Komposter?

Zu den bekannten Marken gehören: Dehner, Garantia, Graf, Juwel, Neudorff (Duotherm), Patrol, Thermo King und Wuuhoo. Die Redaktion von Stiftung Warentest hält zwar zahlreiche Praxistipps zum richtigen Kompostieren im Garten bereit, einen Thermo-Komposter-Testsieger bleiben die Verbraucherschützer jedoch schuldig. Ein Test zu Thermo-Kompostern und deren Funktionalität wurde seitens der Stiftung Warentest noch nicht durchgeführt. Grundsätzlich raten wir Ihnen davon ab, günstige Thermo-Komposter als Angebot im stationären Handel, etwa bei Aldi oder Lidl, zu kaufen. Sie haben dabei nicht annähernd dieselben Möglichkeiten, die Kaufkriterien gegenüberzustellen. Unser Thermo-Komposter-Vergleich hingegen ermöglicht Ihnen eben dies.

4.5. Wo ist der beste Thermo-Komposter-Standort?

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Ein Thermo-Komposter braucht einen warmen, aber nicht zu heißen, gut durchlüfteten, aber nicht zu windigen Standort. Zudem muss er Kontakt zum Erdreich haben. Eine undurchlässige Bodenplatte würde den wichtigen Kleintieren den Weg versperren.

Es ist ganz und gar nicht egal, wo Sie Ihren Thermo-Komposter aufstellen. Nicht jede Stelle im Garten ist optimal geeignet. Nur an einem optimalen Standort kann der beste Thermo-Komposter auch seine Arbeit gut verrichten. Achten Sie auf diese Standortfaktoren:

  • Der Komposter braucht Kontakt mit dem Erdreich, dann können Kleinstlebewesen wie Regenwürmer ihn leicht besiedeln. Zudem können Flüssigkeiten, die beim Verrotten entstehen, einfach ins Erdreich einsickern.
  • Fester Untergrund ist nicht geeignet für den Thermo-Komposter, beispielsweise Holz, Asphalt oder Pflastersteine.
  • Wenn Sie den Thermo-Komposter anlegen, achten Sie auf einen lockeren Boden.
  • Der Standort darf weder zu sonnig noch zu schattig sein. Zu viel Sonne trocknet den Kompost zu stark aus. Bei zu wenig Sonne bleiben die Temperaturen zu niedrig.
  • Der optimale Standort für Ihren Thermo-Komposter ist windgeschützt. Etwas Wind ist für die Sauerstoffversorgung wichtig. Zu viel Wind trocknet alles aus.
  • Soll der Komposter an der Grundstücksgrenze stehen, reden Sie mit Ihrem Nachbarn, um Streitereien zu vermeiden.

Quellenverzeichnis

Redaktion von Gartentipps.com. (2021, 11. November). Thermo-Komposter Vergleich 2021. gartentipps.com. https://www.gartentipps.com/vergleich/thermo-komposter/

Redaktion von Gartentipps.info. (2021, 10. November). Thermokomposter: In wenigen Wochen zum nachhaltigen Dünger. gartentipps.info. https://gartentipps.info/thermokomposter/

Redaktion von Pflanzentanzen.de. (2021, 10. November). Thermokomposter Test & Vergleich. pflanzentanzen.de. https://pflanzentanzen.de/outdoor/zubehoer/komposter/thermokomposter-im-vergleich/

Roxy und Hanna. (2021, 10. November). Pferdemist in den Komposter? gartenforum.de. https://www.gartenforum.de/threads/3064264-pferdemist-in-den-komposter

Stiftung Warentest. (2021, 11. November). Gartenkomposter: Humusspender. test.de. https://www.test.de/Gartenkomposter-Humusspender-1167451-0/