Zierpflanzen

Forsythien pflanzen: Tipps zur Pflege, dem Rückschnitt und mehr

  • Forsythien pflanzen Sie am besten im Sonnenlicht, im Halbschatten wachsen Forsythien etwas langsamer. Dennoch ist sie eine besonders pflegeleichte Pflanze und eignet sich für Garten-Anfänger.
  • Bei normalen Temperaturen reicht es aus, wenn Sie Forsythien nur mäßig gießen. Achten Sie allerdings darauf, dass Regenwasser gut abfließen kann.
  • Nach der Blüte sollten Sie Forsythien etwa alle zwei Jahre zurückschneiden. Dadurch fördern Sie ein gesundes Pflanzenwachstum.

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Forsythienpracht an Weihnachten?

Schneiden Sie einige Zweige am Barbaratag, dem 4. Dezember, ab und stellen Sie diese in eine Vase mit Wasser. Passend zur Weihnachtszeit entfalten die Äste dann ihre ganze Blütenpracht.

Die Forsythie wird im Volksmund auch Goldglöckchen oder Goldweide genannt, da sie bereits im Frühjahr mit ihren leuchtend gelben Blüten den noch winterlichen Garten erstrahlen lässt. Daher gilt der Blütenstrauch aus der Familie der Ölbaumgewächse auch als Bote des Frühlings und der Osterzeit.

Doch auch nach der Blüte verschönert der immergrüne Zierstrauch weiterhin Ihren Garten mit seinen zahlreichen sattgrünen Blättern. Der genügsame Frühjahrsblüher eignet sich somit ideal für eine Heckenpflanzung im Garten, doch auch eine Kübelhaltung ist mit kleinwüchsigen Forsythiensorten möglich.

Erfahren Sie im Folgenden auf Heimwerker.de wissenswerte Informationen zum richtigen Anbau und zur gezielten Pflege von Goldglöckchen im eigenen Garten.

1. Forsythienvielfalt für den heimischen Anbau

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Forsythien können gut als Hecke gepflanzt werden und dienen so als leuchtend gelber Sichtschutz.

Die Forsythiensträucher befinden sich in vielen öffentlichen Parks und heimischen Gärten. Sie sind besonders beliebt, da sie bereits im zeitigen Frühjahr ihre gelben Blüten entwickeln und sehr robust und pflegeleicht sind.

Der Blütenstrauch zählt zu den schnellwachsenden Pflanzenarten und kann eine Höhe und Breite von bis zu 400 cm erreichen. Wird das Goldglöckchen als blühende Forsythienhecke in Kombination mit weiteren Ziersträuchern angepflanzt, wird sie zum natürlichen Sichtschutz.

Auch nach der Blüte bleibt der Strauch ein Blickfang im Garten, denn ab Mai, wenn die gelben Blüten allmählich abfallen, bildet die immergrüne Pflanze zahlreiche Blätter aus.

Hobbygärtner können zwischen dreizehn kultivierten Arten wählen, die sich besonders in ihrer Wuchsform und somit in ihrem Verwendungszweck unterscheiden. Damit Sie nicht auf eine Kaufberatung im Pflanzencenter zurückgreifen müssen, stellen wir Ihnen hier einige Arten vor.

Zu den drei beliebtesten Forsythien für eine Gartenpflanzung zählen Botaniker folgende Sorten:

Forsythien-Art Eigenschaften
Goldrausch
  • klassisches Forsythien-Sorte
  • wird bis zu 300 cm hoch und breit
  • auffällig große, strahlend gelbe Blüten, öffnen sich Anfang März
  • Strauch bildet im Spätsommer lange Blätter auf
  • winterharte Sorte
Weekend
  • Wuchshöhe zwischen 180 cm und 250 cm
  • mittelhoher Blütenstrauch, sehr dicht verzweigt
  • robuste Pflanze, benötigt keinen zusätzlichen Winterschutz
Spectabilis
  • werden häufig 300 cm hoch und bis zu 200 cm breit
  • überhängenden Triebe mit hellgelben Blüten
  • Pflanze ist winterhart und entwickelt eine auffällige Herbstlaubfärbung

2. Goldglöckchen für eine Kübelpflanzung auf dem Balkon

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Sie können Forsythien im Topf pflanzen und damit Balkon oder Terrasse verschönern.

Goldglöckchen sind anspruchslose Sträucher und lassen sich sowohl im Freiland als auch im Kübel anbauen.

Wenn Sie das blühende Gehölz auf dem Balkon ziehen wollen, sollten Sie auf speziell gezüchtete Zwerg-Forsythien kaufen, die eine Wuchshöhe von maximal 150 cm erreichen.

Viele der Zwerg-Forsythien sind außerdem winterhart und benötigen keinen besonderen Winterschutz. Eine Ausnahme bildet hier die Schneeforsythie, die dafür aber auch mit wunderschönen weißen Blüten punktet.

Für eine Kübelpflanzung der Forsythie auf dem Balkon oder der Terrasse haben sich folgende Sorten besonders bewährt:

Forsythien-Art Eigenschaften
Minigold
  • wird bis zu 150 cm hoch und etwa 130 cm breit
  • beliebte Zwerg-Forsythie bildet goldgelbe Blüten aus
  • Laub verfärbt sich im Herbst dunkelgelb
  • winterhart
  • besonders günstig
Mikador
  • verfügt über einen kompakten Wuchs und wird nur bis zu 100 cm hoch
  • bildet zahlreiche Verzweigungen und kann bis in den Juni hinein blühen
  • ebenfalls winterhart
Schneeforsythie
  • mit weißen, aromatisch duftenden Blüten eine echte Besonderheit
  • Strauch erreicht eine Höhe von bis zu 150 cm und eignet sich ideal für die Kübelpflanzung
  • weniger robust und benötigt einen ausreichenden Winterschutz

Achtung: Forsythien gelten als genügsam, Solitärpflanzen in Kübelhaltung sind jedoch deutlich pflegeintensiver als Sträucher im Freiland.

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3. Ansprüche und idealer Standort der Forsythien

Die Forsythien sind anspruchslose und zugleich robuste Ziersträuche und daher bei unerfahrenen Hobbygärtnern besonders beliebt. Die ideale Zeitpunkt, um die Forsythie zu pflanzen, ist im Frühjahr, wenn die Böden nicht mehr gefrieren, doch auch eine Herbstpflanzung ist möglich, da der Strauch winterhart ist.

Das Goldglöckchen freut sich über ausreichend Sonnenlicht, gedeiht aber auch im Halbschatten noch gut. Auch an die Bodenverhältnisse stellt es nur wenige Anforderungen, eine wasserdurchlässige, nährstoffreiche und kalkarme Erde eignet sich ideal.

Tipp: Setzen Sie bei der Standortwahl auf die gewünschte Optik. Ob vor einem Zaun, an der Terrasse, zwischen den alten Obstbäumen oder neben dem Gartentor – die Forsythien gedeihen nahezu überall.

4. Anleitung: Forsythien richtig pflanzen

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Pflanzen Sie Forsythien neben andere farbenfrohe Pflanzen und setzen Sie Farbkontraste in Ihrem Garten.

Forsythien werden sehr hoch und ausladend, es ist daher entscheidend, auf den richtigen Pflanzabstand zu achten.

Planen Sie eine Heckenpflanzung, dann werden pro laufenden Meter zwei Sträucher in die Erde gesetzt.

So erzielen Sie eine lückenlose Forsythienhecke, die Ihnen das gesamte Jahr über als natürlicher Sichtschutz dient.

Freiwachsende Solitärpflanzen sollten einen guten Meter auseinandergesetzt werden, um ihnen ein gesundes Pflanzenwachstum zu ermöglichen.

Auch die jährlichen Schnittmaßnahmen lassen sich leichter durchführen, wenn ausreichend Platz eingeplant wurde.

Tipp: Pflanzen Sie Ihre Forsythien bewusst weit auseinander, denn auch einzelne Sträucher entfalten bereits ihre Wirkung – mit dem Zierstrauch lassen sich gezielt Akzente setzen und vorwiegend dunkle Gartenecken beleben.

Wenn Sie sich für einen Standort im Garten entschlossen haben, wird ein Pflanzloch ausgehoben, das doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Neigt der Boden zu Staunässe, wird eine dünne Drainageschicht in das Pflanzloch gegeben, um die empfindlichen Wurzeln vor Fäulnis zu schützen.

Tipp: Für die Drainageschicht lockern Sie den Boden des Pflanzlochs mit einer Grabegabel auf und bedecken ihn anschießend mit Kies oder kleinen Tonscherben. Über diese Schicht geben Sie etwas Gartenerde, die Sie vorab mit Hornspänen vermengt haben.

Setzen Sie nun den Pflanzenballen in das vorbereitete Pflanzloch, geben Sie den Aushub zurück in das Loch und drücken Sie alles gut an. Ein abschließendes Wässern erleichtert dem Zierstrauch das Ausbilden von Wurzeln und ein schnelles Einwachsen.

5. Forsythien sortenspezifisch pflegen

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Gesetzlicher Vogelschutz zwischen März und September: Vögel nisten gerne in dichten Hecken, beginnen Sie mit den Schnittmaßnahmen daher erst ab Anfang Oktober.

Goldglöckchen sind genügsame Pflanzen und müssen nicht zusätzlich gedüngt werden. Bringen Sie dennoch vor dem Winter organischen Dünger wie Kompost oder frischen Humus in die Erdoberfläche ein, um den Frühblüher zu unterstützen. An sonnigen Standorten schützt ein zusätzliches Mulchen im Frühjahr vor Austrocknung.

Forsythien im Garten werden mäßig gegossen. Lockern Sie den Boden von Zeit zu Zeit vorsichtig mit einer Harke, um den Regen leichter abfließen zu lassen.

Im Gegensatz zur Pflanzung im Garten benötigen Forsythien-Pflanzen im Kübel deutlich mehr Zuwendung. Bewässern Sie die Sträucher im Blumentopf regelmäßig. Wieder hilft eine Drainage über dem Wasserablaufloch dabei, Staunässe zu vermeiden.

Achten Sie zudem auf einen zusätzlichen Winterschutz, etwa eine spezielle Folie, die um den Kübel gewickelt wird, da einige der kleinwüchsigen Sorten kälteempfindlich reagieren.

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6. Auslichtungs- und Erhaltungsschnitt: Forsythien richtig schneiden

Der gelbe Zierstrauch blüht an einjährigen Trieben. Das bedeutet, dass Sie den jährlichen Erhaltungsschnitt unmittelbar nach der Blüte durchführen müssen, damit sich die Blütenknospen an den jungen Trieben über den Sommer entwickeln können, bevor es im Winter zu einem Wachstumsstopp kommt.

Achtung: Das Schneiden von Hecken ist zwischen dem 1. März und dem 31. September gesetzlich verboten, da viele Vogelarten im Gehölz ihre Nester gebaut haben. Warten Sie mit den Schnittarbeiten an Forsythienhecken daher mindestens bis Anfang Oktober.

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Schneiden Sie Ihre Forsythien alle zwei bis drei Jahre, um ein gesundes Wachstum zu fördern.

Ist zu erkennen, dass in den Solitärpflanzen keine Vögel nisten, werden die Sträucher nach der Forsythien-Blüte im Juni oder Juli geschnitten, um das Triebwachstum zu fördern und die Blühfreudigkeit des Strauchs zu erhalten.

Dabei ist darauf zu achten, dass die kräftigen, einjährigen Triebe bestehen bleiben und um die Hälfte gekürzt werden. An ihnen bilden sich über den Sommer die Seitentriebe mit den vielen Blütenknospen, die dann im kommenden Frühjahr den anbrechenden Frühling verkünden.

Ein zusätzliches Auslichten im Inneren des Strauchs verhindert, dass Jungtriebe zu lang werden. Alte Zweige werden dabei von starken Verästelungen befreit und bis zu einer Knospe gekürzt.

Forsythien sind äußerst schnittverträglich. Dennoch ist ein radikaler Rückschnitt bis auf Bodennähe nur dann empfehlenswert, wenn die Pflanze erkrankt oder sehr alt und verkahlt ist. Der ideale Zeitpunkt für diese Schnittmaßnahmen ist das zeitige Frühjahr, jetzt kann der Busch seine gesamte Kraft in die Ausbildung neuer, gesunder und blütenreicher Triebe investieren. Die Blüte der Forsythie erfolgt dann jedoch erst im zweiten Jahr.

Zwerg-Forsythien sind im Vergleich zu Gartensorten deutlich schwachwüchsiger. Ein Erhaltungsschnitt sollte alle zwei bis drei Jahre durchgeführt werden. Dabei genügt es, wenn vereinzelte Triebe um ein Drittel gekürzt werden.

Bei einem Nachblüteschnitt ist es besonders wichtig, dass die entstandenen Schnittflächen mit Wundwachs oder anderen Verschlussmitteln behandelt werden, so verlieren die Sträucher weniger Pflanzensaft und können sich schneller erholen.

7. Forsythien-FAQ: Die wichtigsten Fragen beantwortet

7.1. Wie bekämpft man Krankheiten und Schädlinge von Forsythien?

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Die meisten Forsythien-Arten sind sehr robust und werden nur selten von Schädlingen befallen.

Goldglöckchen gelten als weitestgehend robust und resistent gegenüber Schädlingen. Gelegentlich kann es zu einer Bakterieninfektion kommen, bei der sich als typische Symptome kleine Pflanzengallen bilden. Hervorgerufen wird diese Erkrankung durch das Bakterium Rhodococcus fascians.

Befallene Sträucher wachsen nur schlecht und entwickeln keine Blüten. Entfernen Sie betroffene Äste, eine Behandlung mit speziellen Spritzmitteln ist nicht erforderlich.

7.2. Wie schneidet man Forsythien?

Ein sogenannter Erhaltungsschnitt der Forsythien ist etwa alle zwei bis drei Jahre nötig und sollte direkt nach der Blüte erfolgen. Dazu entfernen Sie die ältesten, stark verästelten Triebe der Pflanze.

Hinweis: Das Zurückschneiden von Forsythien stärkt also ein gesundes Wachstum. Ohne diesen Schnitt wachsen Forsythien zwar problemlos weiter, werden aber auch immer dünner und kahler. Mehr dazu finden Sie im 6. Kapitel dieses Ratgebers.

7.3. Wie vermehrt man Forsythien?

Die Vermehrung von Forsythien ist unglaublich einfach und kann durch einfache Stecklinge erfolgen. Schneiden Sie im Frühjahr etwa 20 cm lange Ableger von der Forsythie. Diese können Sie dann einfach in einen Topf mit etwas Erde.

Die Stecklinge bilden nach einiger Zeit wurzeln, die neuen Forsythien pflanzen Sie dann ganz normal im Garten.

Bildnachweise: adobe.stock/juniart, adobe.stock/Rolf Dräger, shutterstock/Ed Samuel, shutterstock/paulouzzy, adobe.stock/encierro, adobe.stock/Hubert (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)