Zierpflanzen

Fuchsie: 5 Tipps für eine farbenfrohe Blüte

  • Die Fuchsie (lat. Name Fuchsia) ist ein Nachtkerzengewächs, das in einer Farbvielfalt von Rosa über Rot bis Violett die heimischen Gärten oder Balkone verschönert.
  • Ihre Heimat liegt in Zentral- und Südamerika. Obwohl sie an einem sonnigen Standort sehr gut gedeiht, blüht sie im Schatten deutlich reicher und kann unter der richtigen Pflege auch den Winter überleben.
  • Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. In dieser Zeit bilden sich zahlreiche grazile Glockenblüten an den Sträuchern der Fuchsie in bunten Farben, aus denen ein Fruchtknoten herausragt.

fuchsien

Um die Jahrhundertwende waren bereits über 900 Fuchsienzüchtungen bekannt. Heute gehen die Schätzungen bis zu 9000 Hybriden (Züchtungen). Die Fuchsie eignet sich, je nach Sorte, für die Bepflanzung von Balkonkästen, Ampeln, Schalen und Kübeln. Sie sind weniger regenempfindlich als beispielsweise Pelargonien oder Petunien und können im Schatten am besten gedeihen. Die Formierung zu Büschen, Pyramiden, Halb- und Hochstämmchen ist leicht und sieht besonders schön aus.

1. Die Fuchsie: Eine facettenreiche Zierpflanze

Die Fuchsie im Lexikon

Schlägt man „Fuchsie“ im Lexikon nach, so stellt sich heraus, dass zwischen der Pflanze und dem Wildtier Fuchs keine Verbindung besteht. Stattdessen wurde sie von ihrem Entdecker Charles Plumier nach dem berühmten Leonhart Fuchs benannt, einem Botaniker und Mediziner, der als einer der Väter der Botanik gilt.

Über 100 verschiedene Arten finden sich unter der Gattung Fuchsie wieder. Die vielfältige Pflanze ist unterscheidet sich nicht nur in der großen Farbvielfalt ihrer Kelch- und Kronblätter, sondern auch in ihrer Wuchsform. So gibt es stehende Fuchsien, halbhängende Sorten sowie hängende Fuchsien, die in herrlicher Blütenpracht erstrahlen können. Als Zierpflanze wachsen die meisten Arten im Strauch heran, können aber auch an einem Spalier gezogen werden. Kaufen kann man die ansehnliche Fuchsie als Stämmchen im Topf oder Kübel.

Viele Hobbygärtner kaufen im Frühjahr wieder eine neue Fuchsie, da die Pflanze den Winter eventuell nicht überstanden hat. Tatsächlich sind Fuchsien aber mehrjährige Pflanzen, die unter den richtigen Bedingungen auch problemlos wieder aufblühen können.

Da nicht alle Sorten für die Bepflanzung im Garten oder im Kübel auf dem Balkon geeignet sind, stellen wir Ihnen einige der winterharten Fuchsien-Arten für Ihr Zuhause vor.

Sorte Eigenschaften
Riccartonii
  • kleinblättrige Fuchsie mit roten Blüten
  • wächst bis zu 120 cm hoch
Tricolor
  • Blüten in Glockenform mit weißen, grünen und rosa Blättern
  • wächst bis zu 100 cm hoch und 80 cm breit
Delicate Purple
  • mittelgroße Blüten mit Blüten in Violett und dunkelrosa Kelchblättern
  • halbhängender Wuchs bei bis zu 40 cm Höhe
Mood Indigo
  • mittelgroße, gefüllte Blüten in Dunkelrot und Kelchblättern in weißrosa
  • halbhängender Wuchs bei bis zu 80 cm Höhe

Fuchsien bilden je nach Art rotbraune bis bläulich-schwarze Beeren, die auch zum Verzehr geeignet sind. Sie schmecken süßlich neutral und können ähnlich groß wie eine Kirsche werden. Am aromatischsten sind sie, wenn die Früchte der Fuchsie weich und etwas matschig sind.

2. Standort: Fuchsien sind Schattenliebhaber

Von Mai bis Ende Oktober können Fuchsien im Freien stehen. Dabei sollte der Standort der Fuchsie hell bis halbschattig sein. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass alle Sorten keine Sonne vertragen. Es gibt tatsächlich viele Züchtungen, die auch in der Sonne prächtig blühen, z.B. die Triphylla-Hybriden oder Traubenfuchsien. Allerdings benötigen diese Sorten, die meist hellere Blüten tragen als sonnenunverträgliche Fuchsien, eine intensivere Pflege.

Achten Sie also bei Fuchsien auf die Temperaturen rund um die Wurzeln und auf eine ausreichende und gleichmäßige Bewässerung. Für viele andere Sorten gilt dennoch, dass direkte Sonneneinstrahlung die Blüte der Fuchsia beeinträchtigen kann. Wir empfehlen einen Standort auf der östlichen oder westlichen Hausseite, oder aber südlich im Schatten von anderen Gewächsen.

fuchsie in pflanzgefäß

Häufig erstrahlt die Fuchsie in Farben wie Rot, Rosa, Pink, Magenta und Violett.

3. 5 Schritte zum richtigen Überwintern von Fuchsien

Damit Sie Ihre Fuchsie nicht jedes Jahr neu kaufen müssen, lohnt es sich, den kleinen Mehraufwand zu betreiben und Ihre Pflanze richtig überwintern zu lassen. Das ist nicht nur günstiger, es ist auch nachhaltiger und im Grunde genommen auch nicht schwierig.

Zur Überwinterung schneiden Sie die noch blühende Fuchsie im Kübel oder Balkonkisten um ein Drittel zurück. An den abgeschnittenen Blütenzweigen können Sie sich in der Vase noch lange erfreuen. Das Winterquartier muss luftig bei einer Temperatur von 2 bis 8 °C sein, was beispielsweise im Keller häufig gegeben ist. Im Februar bzw. März, wenn der Austrieb beginnt, schneiden Sie die Triebe noch einmal um ein Drittel zurück und stellen die Pflanze anschließend heller.

Kaufen Sie sich eine winterharte Fuchsie für das Freiland, so muss dennoch oftmals im Herbst mit ein paar Winterschutzmaßnahmen nachgeholfen werden. Mit dieser Anleitung kann eine Fuchsie mehrjährig überwintern:

fuchsie halbhängend im garten in weiß und violett

Auch im Garten kann Ihre Fuchsie erfolgreich überwintern, nötig ist nur die richtige Pflege.

  1. Schneiden Sie die Triebe der Fuchsie nach dem ersten Frost um ein Drittel zurück.
  2. Häufeln Sie die Erde rund um die Fuchsie herum leicht an.
  3. Bedecken Sie den Erdboden mit Laub, Stroh, Tannenzweigen oder Rindenmulch.
  4. Im Frühjahr können Sie diese Schicht entfernen und erfrorene Pflanzenteile der Fuchsie abschneiden.
  5. Am neuen Holz kann die Fuchsie nun wieder kräftig austreiben und blühen.

Weitere Maßnahmen sind nicht von Nöten. In wärmeren Gebieten treibt die hängende sowie stehende Fuchsie wie andere Blütensträucher im Frühjahr einfach wieder aus. Lassen Sie sich im Gartencenter Ihrer Wahl eine Kaufberatung geben, wenn Sie sich unsicher sind, ob die von Ihnen ausgewählte Fuchsie winterhart ist.

Tipp: Als Alternative zur Schicht aus Laub, Rindenmulch oder ähnlichem, können Sie einen immergrünen Bodendecker um die winterharte Fuchsie wachsen lassen. Efeu oder Dickmännchen können den Wurzelballen vor Kälte schützen.

4. Fuchsie pflegen: Feucht halten und in der Wachstumszeit düngen

Der Boden der Fuchsie darf niemals völlig austrocknen und der Wurzelballen darf sich nicht allzu stark erhitzen. An heißen, windigen Sommertagen sollten Sie Ihre Fuchsie mehrmals täglich gießen. Dass Ihre Fuchsia Wasser braucht, erkennen Sie daran, dass sie zügig ihre Blätter hängen lassen wird, damit das noch verbleibende Wasser nicht verdunsten kann.

Für die Erde empfiehlt sich ein Substrat mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5, was in den meisten herkömmlichen Blumenerden gegeben ist. Gemischt mit etwas Sand kreieren Sie die optimale Umgebung für Ihre Fuchsie.

In der Wachstumszeit von Mai bis August muss die Pflanze reichlich gegossen und wöchentlich gedüngt werden. Düngen Sie jedoch niemals im trockenen Zustand. Wir von Heimwerker.de empfehlen Ihnen phosphatreichen Flüssigdünger, den Sie idealerweise im wöchentlichen Rhythmus mit dem Gießwasser verabreichen. Ab September verzichten Sie auf weitere Nährstoffzugaben.

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fuchsie mit rot-weißen blüten

Ob stehend oder hängend – die Fuchsie verschönert mit ihrer außergewöhnlichen Farbenpracht Balkone und Gärten.

5. Aus einer Fuchsie neue Pflanzen heranziehen

Das Vermehren von Fuchsien erfolgt vielversprechend durch Stecklinge von Frühjahr bis Herbst. Dazu schneiden Sie idealerweise leicht verholzte Triebspitzen ab. Die Stecklinge werden dann mit einem scharfen, sauberen Messer auf zwei bis drei Blattpaare zurückgeschnitten, die Blätter unterhalb der ausgewählten Blattachsel gekappt und die Kopfstecklinge in ein Torf-Sand-Gemisch gesteckt.

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Nutzen Sie ruhig mehrere Stecklinge der Mutterpflanze, um einen sicheren Erfolg zu erzielen, und achten Sie darauf, ein relativ nährstoffarmes Substrat als Anzuchterde zu nutzen. Das regt die Stecklinge nämlich zur Suche nach Nährstoffen an, woraufhin sie viele feine Wurzeln ausbilden. Nach dem Angießen der Fuchsien-Stecklinge wird als Verdunstungsschutz eine Plastikfolie übergestülpt, wobei Sie hin und wieder etwas mehr Luft an die Pflänzchen lassen sollten.

So geschützt, bewurzeln die Stecklinge problemlos innerhalb der nächsten drei bis sechs Wochen. Anschließend werden sie zusammen in ein größeres Pflanzgefäß mit Blumenerde umgetopft. Bis zum nächsten Frühjahr können Sie so aus acht bis zehn Kopfstecklingen eine neue kleine Fuchsie heranziehen.

hängende fuchsie in blumenampel

Fuchsien machen sich auch hervorragend als Zierpflanzen in Blumenampeln.

6. Weitere Fragen und Antworten zu Fuchsien

Abschließend finden Sie weitere Fragen rund um die Fuchsie und ihre Haltung sowie unsere Antworten.

6.1. Kann die Fuchsie auch als reine Wohnungspflanze gehalten werden?

Grundsätzlich ist es möglich, die Fuchsie als Zimmerpflanze zu kultivieren. Allerdings muss dann für eine hohe Luftfeuchtigkeit, beispielsweise mit einem Luftbefeuchter, gesorgt werden. Standorte über einer Heizung sollten vermieden werden, da dort eine Austrocknungsgefahr besteht.

6.2. Wie alt können Fuchsien werden?

An dem idealen Standort können Fuchsien bis zu 15 Jahre alt werden. Allerdings verholzen Sie im Alter und tragen dann auch weniger der schönen Blüten.

6.3. Ist die Fuchsie giftig?

Fuchsien sind nicht giftig. Tatsächlich sind nicht nur ihre Früchte essbar, neben den Beeren der Fuchsie können auch alle anderen Pflanzenteile, beispielsweise die Blüten, gegessen werden. Bei einem übermäßigen Verzehr können sie dennoch zu Magenproblemen führen und sollten daher mit Vorsicht genossen werden.

Bildnachweise: stock.adobe.com/Freely, stock.adobe.com/alisseja, stock.adobe.com/Pixel_B, stock.adobe.com/huythoai, stock.adobe.com/Andriy Blokhin (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)