Kaufberatung zum Rindenmulch Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Rindenmulch finden Sie meist in der Kategorie Gartenbedarf neben Dünger und Erde, denn damit kommt Rindenmulch am häufigsten in Berührung. Sie tragen ihn direkt auf die Erdschicht auf.
  • Im Handel erhalten Sie Rindenmulch beispielsweise in „sortenreiner“ Form, was bedeutet, dass sich ausschließlich Bestandteile der angegebenen Baumart im Mulch befinden, beispielsweise von Kiefer oder Pinie. Sortenrein bedeutet aber auch, dass Sie Rinde und Nadeln kaufen.
  • Benötigen Sie ausschließlich klein gehäckselte Rinde, dann sollten Sie auf die RAL-Zertifizierung achten. Diese zeigt an, dass maximal sechs Prozent „Fremdmaterial“ im Rindenmulch sein dürfen.

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Rindenmulch ist gehäckselte Baumrinde, die in der Forstwirtschaft als Abfallprodukt anfällt. Meistens kommt die Rinde von heimischen Nadelbäumen, wie Douglasie, Fichte oder Kiefer. Während der Holzverarbeitung werden Baumstämme geschält. Die Rinde bleibt zurück. Meistens ist sie naturbelassen und enthält keine Zusätze.

Das Angebot an Rindenmulch ist vielfältig: grober Rindenmulch, feiner Rindenmulch, roter Rindenmulch, grauer Rindenmulch, blauer Rindenmulch oder Rindenmulch in Anthrazit. Der farbige Rindenmulch als Deko sieht sehr gut aus und ist mit umweltverträglichen Farben eingefärbt. Rindenmulch von im Mittelmeerraum heimischen Pinien hat eine sehr intensive rostbraune Färbung. Kiefernrinde kommt im Gartenbau sehr häufig zum Einsatz, weil dieser Rindenmulch besonders gut gegen Unkraut wirkt.

Doch kommt es etwa nur auf die Farbe an, wenn Sie Rindenmulch kaufen wollen? Mitnichten! Die Farbe ist nur ein Kaufkriterium vom vielen, heißt es in diversen Rindenmulch-Tests im Internet. Wichtig ist auch, für welche Fläche Sie das Rindenmulch benötigen und aus welchem Material, also von welchem Baum es stammt. Kiefer, Pinie und verschiedene Nadelhölzer sind gängig. Das beste Rindenmulch erhalten Sie sortenrein. Das Design der Verpackung ist weniger wichtig, verrät aber die Menge und, ob das Rindenmulch umweltverträglich ist. Zudem spielt die Körnung eine große Rolle, und zwar mit Blick auf die Nutzung.

Die Hinweise der Hersteller zu deren Marken sowie die Tipps der Nutzer aus diversen Rindenmulch-Tests im Internet hat die Redaktion von Heimwerker.de zur folgenden Kaufberatung 2021 zusammengetragen.

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Im Garten schützt Rindenmulch vor Unkraut und Schnecken. Auch zur Wegegestaltung ist er nutzbar.

1. Wofür eignet sich Rindenmulch laut Tests im Internet?

Eine Schicht aus Rindenmulch schützt den Gartenboden vor den Witterungseinflüssen. Er trocknet nicht so leicht aus und starker Regen spült die Erde nicht so einfach weg. Allerdings profitieren nicht alle Pflanzen gleichermaßen gut vom Rindenmulch.

Am besten eignet sich das Mulchen bei Pflanzen, die sauren, stickstoffarmen Boden bevorzugen, wie Rosen, Tannen, Thujahecken, Farne oder Hortensien. Für Hochbeete ist Rindenmulch nicht sehr gut geeignet, da er den Boden sauer macht.

Rindenmulch auf einem Spielplatz verringert den Arbeitsaufwand, weil Rindenmulch Unkraut am Wachstum hindert.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Wenn Sie Rindenmulch mit Blumenerde, Hornspänen oder Humus vermischen, können Sie damit im Winter auch Beete schützen.

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Um Ihr Beet vor Unkraut oder Schnecken zu schützen, sollten Sie den Rindenmulch fünf bis zehn Zentimeter dick auftragen.

2. Wie verwenden Sie Rindenmulch im Garten richtig?

Bevor Sie den Rindenmulch im Garten ausbringen, ist Unkraut jäten angesagt. Unter dem Rindenmulch tut eine Schicht Stickstoffdünger dem Boden gut. Sehr gut geeignet sind hier Hornspäne, die etwa genauso lange brauchen, um sich zu zersetzen wie der Rindenmulch.

Um den Boden effektiv zu schützen, sollte die Mulch-Schicht 10 cm dick sein. Mit Schubkarre, Schaufel und Harke bringen Sie das Material großflächig aus. Damit alles schön gleichmäßig wird, sollten Sie die Schichtdicke immer wieder mit dem Zollstock nachprüfen.

Achten Sie auch darauf, das richtige Rindenmulch zu verwenden. Als Faustformel lässt sich dazu in diversen Rindenmulch-Tests im Internet nachlesen, dass feiner Rindenmulch zum Schutz von Beeten gut geeignet ist, während grober Rindenmulch für Flächen und Wege genutzt wird.

Das sind die Unterschiede zwischen diesen beiden Arten von Rindenmulch:

Rindenmulch-Typ Merkmale
grober Rindenmulch

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  • Stücke zwischen 30 und 60 mm groß
  • braucht mehr Zeit, um endgültig zu verrotten
  • besonders gut für Wege oder große Flächen geeignet
  • besserer Durchlass von Feuchtigkeit und Luft
  • dicke Schicht notwendig
feiner Rindenmulch

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  • Stücke maximal 20 mm groß
  • schnelle Zersetzung
  • dichtet den Boden ab und lässt weniger Luft und Wasser hindurch
  • dünne Schichten möglich
  • schützt den Boden gut vor Austrocknung und Frost

3. Wie viel Rindenmulch wird gebraucht?

Rindenmulch im Garten ist eine feine Sache und erleichtert die Arbeit. Unkraut lässt sich einfach herauszupfen. Doch wie viel Rindenmulch braucht es eigentlich für eine bestimmte Fläche?

Rindenmulch gibt es im Handel in unterschiedlichen Größen. Rindenmulch ist meist in Säcken von 10 bis 40 Litern abgepackt. Es gibt auch Rindenmulch in 60-l-Säcken oder Rindenmulch in 70-Liter-Säcken. So lässt er sich leicht transportieren. Auf der Verpackung finden sich auch immer Hinweise, für wie viel Quadratmeter ein Gebinde ausreicht, wenn Sie die empfohlene Schichtdicke von 10 cm einhalten.

Grundsätzlich ist der grobere Rindenmulch ergiebiger als der feine. Sie sollten nicht aus Kostengründen oder aus logistischen Gründen sparen. Das beeinträchtigt die gute Wirkung. Sie können Rindenmulch auch lose bestellen und die gewünschte Menge direkt nachhause liefern lassen.

Praxistipp der Heimwerker.de-Redaktion: Ganz frischer Rindenmulch, der direkt nach dem Fällen hergestellt wird, wiegt mehr als einige Zeit gelagerter. Er enthält noch viel Wasser, das mit der Zeit verdunstet. Als Mengenangabe eignet sich das Gewicht daher nicht. Verlässlich ist nur das Volumen.

rindenmulch-grob

Grober Rindenmulch ist oft ergiebiger als feiner Rindenmulch.

4. Woraus besteht Rindenmulch?

Das Material, aus dem Rindenmulch für den Garten gemacht ist, ist meistens ein Gemisch aus mehreren verschiedenen Rindenarten oder es handelt sich nur um Kiefernrinde. Mulch aus Pinienrinde zählt ebenfalls als Kiefernrindenmulch, wird aber beispielsweise in unserem Rindenmulch-Vergleich einzeln gelistet.

Im Vergleich zur Kiefer sollten Sie bei Rindenmulch aus Pinie diese Vor- und Nachteile kennen:

    Vorteile
  • langsamerer Zersetzungsprozess als bei der heimischen Waldkiefer
  • guter Nährstofflieferant
  • riecht angenehm
  • sehr dekorativ durch intensive Farbe
    Nachteile
  • langer Transportweg
  • teuer

Praxistipp der Heimwerker.de-Redaktion: Rindenmulch lässt sich dank seiner gleichmäßig großen Stücke und seines geringen Gewichts ohne viel Kraftaufwand gleichmäßig im Garten verteilen.

4.1. Welche Zusammensetzung sollte Rindenmulch haben?

rindenmulch-bestellen

Achten Sie auf die RAL-Zertifizierung, wenn Sie zu einem Großteil Baumrinde in Ihrem Garten verteilen möchten.

Sortenreiner Rindenmulch enthält immer die Rinde und weitere Abfallprodukte einer bestimmten Baumart. Die Hersteller dürfen praktisch alle Holzabfälle, die Sie zerkleinert in den Handel bringen, als Mulch bezeichnen. Manche Anbieter nutzen das aus.

Steht „reiner Rindenmulch“ auf der Verpackung, darf nur Rindenmulch enthalten sein. Mulch kann auch Nadeln, Zweige und Holzstücke enthalten. Diese Bestandteile brauchen länger, bis sie verrotten, was nicht unbedingt als Nachteil zu sehen ist.

In sortenreinem Kiefernmulch sind demzufolge Rinde und andere Abfälle ausschließlich von Kiefernbäumen enthalten. Wenn Sie Wert darauf legen, dass Sie nur Rinde im Sack haben, entscheiden Sie sich am besten für ein RAL-zertifiziertes Produkt. Dann dürfen maximal sechs Prozent anderes Material sein. Der ganze Rest muss Rinde sein.

4.2. Warum ist Rindenmulch nicht gut?

Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat sich noch nicht zu Rindenmulch geäußert. Weder gibt es eine Warnung der Verbraucherschützer noch einen Rindenmulch-Testsieger.

In diversen Rindenmulch-Tests im Internet gibt es auch negative Stimmen zu Rindenmulch und etwaigen Nachteilen. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Rindenmulch ist immer wieder ins Zentrum des Interesses geraten, weil in einigen Tests immer wieder zu hohe Cadmiumwerte gemessen wurden. Cadmium gilt als sehr giftiges Metall. Auch Cadmiumverbindungen sind gesundheitsschädlich bis sehr giftig. Da auch der Verdacht besteht, dass Cadmium krebsauslösend sein kann, gibt es seit 2014 einen Grenzwert. 1 kg trockener Rindenmulch darf nicht mehr als 1,5 mg Cadmium enthalten.

Da die Kennzeichnung durch die Hersteller noch immer nicht ausreichend ist und es zum Teil sehr große Unterschiede gibt, sind die Angaben als Obergrenzen zu verstehen. Die ständige Kontrolle ist für die Hersteller sehr schwierig. Zudem schwanken die Werte sehr stark je nach Region und Waldgebiet.

Das Schwermetall liegt in der Erde meist in sehr geringer Konzentration vor. In einem sauren Waldboden kann es vorkommen, dass sich das Cadmium aus dem Boden löst und die Bäume es über die Wurzeln aufnehmen. Es reichert sich dann in der Rinde an und liegt konzentriert im Mulch vor.

rindenmulch-oder-hackschnitzel

Den Unterschied zwischen Rindenmulch und Hackschnitzeln erkennen Sie auf den ersten Blick: Hackschnitzel sind deutlich heller.

5. Rindenmulch oder Hackschnitzel – was ist besser?

Die meistens aus Nadelholz bestehenden Hackschnitzel verrotten nur sehr langsam und sind im Vergleich sehr günstig. Sie halten etwa drei Jahre. Rindenmulch dagegen zersetzt sich meist schon innerhalb eines Jahres und steht den Pflanzen damit schneller als Dünger zur Verfügung.

Je nachdem aus welchem Grund Sie den Boden mulchen, können Hackschnitzel oder Rindenmulch besser sein, wie die folgende Vergleichstabelle zeigt:

Art der Bodenbedeckung Merkmale
Rindenmulch

rindenmulch-grob

  • unterdrückt Unkrautbildung durch Lichtentzug, Harze und Gerbstoffe
  • teurer in der Anschaffung
  • besser geeignet für Beete als Hackschnitzel
  • gleicht Temperaturschwankungen aus
  • dient als Dünger
Hackschnitzel

rindenmulch-vergleich

  • günstige Alternative zu Rindenmulch
  • können bis zu drei Saisons im Garten bleiben
  • staubarme Deckschickt
  • hohe Durchlässigkeit und Elastizität
  • wärmende Schutzschicht für die Pflanzen

6. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Rindenmulch-Vergleich

6.1. Wo gibt es Rindenmulch zu kaufen?

Sie finden ein großes Angebot an Rindenmulch in verschiedenen Qualitäten in Bau- und Gartenmärkten, beispielsweise bei Obi, Hornbach, Bauhaus, Toom, Hagebau, Raiffeisen, Globus oder Hellweg, und online. Teilweise können Sie dort auch lose Ware bestellen. Das ist besonders dann praktisch, wenn Sie große Flächen haben und viel Material brauchen. Zu den bekanntesten Marken zählen

  • Garden Gloss,
  • Galamio,
  • Plantura,
  • Plantop,
  • Hamann,
  • Homeogarden,
  • Mammutgarten
  • und Hellweg.

Wir raten Ihnen jedoch davon ab, günstigen Rindenmulch bei Discountern wie Aldi oder Lidl zu kaufen. Nur der Vergleich der Kaufkriterien sowie die Relation von Kaufpreis pro Liter kann Ihnen wirklich eine Auskunft darüber geben, wie günstig das Rindenmulch de facto ist.

6.2. Warum ist farbiger Rindenmulch für Dekorationszwecke besonders beliebt?

rindenmulch-anthrazit

Die vielen Farbvarianten machen Rindenmulch zum beliebten Dekomaterial.

Je nach verwendeter Rinde hat der Rindenmulch eine andere Farbe. Es gibt hellen Rindenmulch und Rindenmulch aus dunkler Rinde. Manche Sorten haben einen intensiven Rotstich und bei anderen helfen die Hersteller mit Farbstoffen etwas nach, sodass es auch grauen Rindenmulch oder roten Rindenmulch gibt.

6.3. Ist Rindenmulch gut für den Boden?

Rindenmulch wirkt sich positiv auf die Bodenstruktur aus. Zudem wirkt Rindenmulch gegen Unkraut, denn er unterdrückt das Wachstum. Rindenmulch wirkt auch gegen Schnecken. Sie krabbeln nicht so gerne über trockenen Untergrund. Bei einigen Pflanzen kann er allerdings auch Probleme verursachen. Pflanzen, die einen hohen pH-Wert im Boden brauchen, beispielsweise Schafgarbe, Lavendel, Salbei, Lupine sowie einige mediterrane Kräuter und Ziergräser, leiden unter Rindenmulch, denn er senkt den pH-Wert im Boden. Schon nach kurzer Zeit könnten die Wurzeln unter der Mulchschicht faulen und absterben.

6.4. Wie oft muss Rindenmulch erneuert werden?

Wenn der Rindenmulch als Schutzschicht in Ihrem Garten dienen soll, bringen Sie ihn am besten im Herbst auf und arbeiten ihn im Frühling ein. Eine dauerhafte Aufbringung ist besonders bei Pinienmulch sehr empfehlenswert, da er nicht so schnell verrottet. Waldkiefernmulch kann ebenfalls ein Jahr oder länger im Beet bleiben. Die Schichtdicke und die Humusbildung sind gute Indikatoren dafür, wann Sie wieder nachschütten müssen. Mehr als einmal pro Jahr sollte es jedoch nicht sein.

6.5. Ist Rindenmulch schädlich für Hunde?

Je nachdem, wie sich der Rindenmulch zusammensetzt, kann es zu leichten Magen-Darmbeschwerden bis hin zu Vergiftungssymptomen zu sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern kommen, wenn Hunde Rindenmulch fressen.

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