Gartenmauer

Gabionen aufbauen und selber bauen: 4 Tipps

  • Gabionen sind vielseitig einsetzbar. So eignen sie sich nicht nur zur Gartengestaltung und als Stützmauer, sondern bieten auch Sicht- und Lärmschutz.
  • Die Füllung des Zaunes richtet sich primär nach Ihrem persönlichem Geschmack. Für ein besonders natürliches Bild eignen sich allerdings sogenannte Bruchsteine.
  • Sie können Ihre Gabionenzäune zusätzlich bepflanzen, so entsteht ein natürliches Mikrosystem, dass vielen Organismen ein zu Hause bietet.

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Welche Steine für Gabionen?

Hier sind Ihnen prinzipiell keine Grenzen gesetzt. Experten raten allerdings, Gabionen mit Bruchsteinen zu befüllen. Dies sorgt für besonders natürliche Bruchlinien, die sich sowohl für einen klassischen wie modernen Garten eignen.

Gabionen – auch Steinkörbe, Schuttkörbe, Mauersteinkörbe oder Drahtschotterkästen genannt – sind mit Steinen befüllte Drahtkörbe. Sie sind robust und im Einsatz extrem flexibel. Gefertigt werden sie aus Schweißgittern mit besonderer Zug- und Schubfestigkeit sowie einer witterungsbeständigen Beschichtung.

Gabionen sind sehr vielseitig einsetzbar: Sie können als Sicht- und Lärmschutzmauer, als Hang- und Böschungssicherung sowie als originelle Sitzgelegenheit eingesetzt werden. Auch für die Hang- und Böschungssicherung im Garten erweisen sich die Drahtkörbe als attraktive, beständige und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Stützmauern aus Stein oder Beton.

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Welche Gabionensteine Sie verwenden richtet sich nach Ihrem persönlichem Geschmack.

1. Aufbau des Gabionen-Zauns

Nachdem der gewünschte Zaunverlauf im Garten festgelegt wurde, kann man sich an den Aufbau der Gabionen-Steinkörbe machen.

Je nach Hersteller und Lieferart muss der Korb zunächst zusammengebaut werden – in der Regel wird er zu zwei Dritteln fertigmontiert geliefert.

In diesem Fall sind die Seitenteile des Gabionen-Zauns zusammenhängend und es muss zunächst der Boden befestigt werden. Falls nichts passendes mitgeliefert wurde, kann man dafür robusten Draht verwenden.

Hinweis: Bevor es an das Auffüllen der Steinen geht, muss überlegt werden, wie ein Ausbruch der Frontgitter während der Befüllung verhindert werden kann. Das Gewicht der Steine ist nicht zu unterschätzen und solange noch eine Verschlussseite des Korbes fehlt, kann das zur Instabilität führen.

Jetzt kann der Gabionen-Zaun mit Steinen befüllt werden. Bei Höhen von einem und zwei Dritteln werden Distanzhalter eingehängt, die am Außengitter mit einer Zange gut zusammengedrückt werden. So erlangt der Steinkorb die gewünschte Stabilität und ein Verformen der Seitenwände wird verhindert. Wurde der Korb bis zur endgültigen Höhe befüllt, kann man am oberen Rand den Deckel befestigen.

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2. Gabionen-Hochbeet selber bauen

Ein Gabionen-Hochbeet ist der schönste Weg, ein modern und schick aussehendes Beet im heimischen Garten zu platzieren. Dafür sollte jedoch auf einen Hochbeet-Fertigbausatz zurückgegriffen werden, der für die Verwendung als Hochbeet ausgelegt ist.

Achtung: Eine Verbindung von Gabionenwänden ist aufgrund des hohen Innendrucks durch die Erde sehr schwierig. Eine stabile Befestigung könnte nicht garantiert werden.

Wer es etwas ausgefallener mag, wird von der Kräuterspirale begeistert sein. In ihr können verschiedene Klimazonen imitiert werden, um den Pflanzen perfekte Wachstumsbedingungen bieten zu können.

3. Einfache Gabionen-Bank

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Aus Gabionen lassen sich auch viele weitere Konstruktionen bauen.

Aus einer Begrenzung oder Abtrennung, die mithilfe von Gabionen geschaffen wurde, lässt sich einfach und schnell eine schöne Gartenbank bauen. Dafür werden Dielenbretter auf die entsprechende Länge zugeschnitten und in der benötigten Breite nebeneinandergelegt.

Auf der nicht sichtbaren Seite kann man sie mit Querhölzern verbinden und mit Drähten am Metallkorb befestigen.

Es gibt jedoch immer mehr Konstruktionen aus Gabionen, die Sie im Fachhandel oder Baumarkt kaufen können. So erhalten Sie beispielsweise vorgefertigte Gabionen für den Grill oder Briefkasten.

4. Gabionen als Stützmauer und Lärmschutz

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Gabionen halten nicht nur störende Blicke ab, sondern dienen auch als Lärmschutz.

Gabionenmauern zur Hangabsicherung werden nach dem Prinzip der Schwergewichtsmauer erbaut: Die Gabionen-Stützwand stemmt sich mit ihrer Masse dem anfallenden Erddruck entgegen. Daher ist die Beständigkeit der Körbe von entscheidender Bedeutung.

Durch ihre natürliche Steinbefüllung und die Möglichkeit zur Bepflanzung harmonieren Gabionenbauwerke gut mit ihrer Umgebung. Optisch sind sie eine ansprechende Alternative zu konventionellen Bauelementen im Garten. Das Wurzelwerk der Pflanzen sorgt im Mauerwerk für zusätzliche Stabilität.

Auch unerwünschter Lärm gehört bald der Vergangenheit an. Gabionen sind ein wirksamer Geräuschdämmer und dienen häufig als moderne Schallschutzwände. Der Schall wird von den Steinen absorbiert und schützt den Garten vor Lärm von Umgehungs- und Landstraßen, Autobahnen, Schienenwagen und dem Kindergeschrei in Wohngebieten.

5. Weitere Vorteile von Gabionen

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Gabionen können auch in den Garten mit integriert werden, wie hier als Rankgitter für Efeu.

Gabionen bieten eine hohe Stabilität und Elastizität. Sie halten den höchsten klimatischen Belastungen und Temperaturschwankungen stand und gewährleisten eine natürlich regulierte Entwässerung durch die gute Wasserdurchlässigkeit an der Innenseite der Gabionenmauern. Sie eignen sich daher hervorragend für die Böschungssicherung, da anstehendes Wasser ungehindert ablaufen kann.

Gabionen sind zuverlässig und umweltverträglich: genau so stabil wie Mauern, aber schneller auf- und abzubauen. Zudem können sie nach Wunsch bepflanzt werden. Eine Gabionenstützmauer kann so zu einem artenreichen Lebensraum für kleine Säugetiere, Insekten, Reptilien und Amphibien werden und ihnen als Nistplatz, Überwinterungsmöglichkeit oder Versteck dienen.

Durch vielfältige Bepflanzungsmöglichkeiten entsteht ein komplexes ökologisches Mikrosystem. Der Garten- und Landschaftsbau mit Gabionen ist daher in ökologischer Hinsicht die Bauweise der Zukunft.