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Küchenfronten austauschen

Küchenfronten austauschen

Optionen
  • Fronten desselben Herstellers
  • Fertige, neue Fronten kaufen
  • Neue Fronten selber bauen
  • Fronten bekleben
  • Fronten streichen

Ist Ihre Einbauküche in die Jahre gekommen? Eigentlich ist sie noch ganz in Ordnung, nur die Fronten sind unschön und unmodern geworden?

Die einfachste und gründlichste Lösung ist in dem Fall, die Küchenfronten einfach auszutauschen. Das ist viel günstiger als eine neue Küche zu kaufen.

Außerdem hält der Korpus eines Küchenschranks oft viel länger als das gute Aussehen seiner Türen. Das gilt besonders bei qualitativ hochwertigen Küchen, bei denen sich eine Modernisierung durch neue Fronten sicher lohnt.

Wo neue Küchenfronten kaufen oder selber machen?

altmodische Fronten
Sie haben eine hochwertige Küche mit altmodischen Fronten?

Erkundigen Sie sich danach, ob und zu welchen Preisen der Hersteller der Küche Fronten zu Austausch anbietet. Wenn Sie etwa die Küchefronten austauschen möchten einer IKEA-Küche (alno, Nobilia, Nolte, Wellmann usw.).

Meist hängt dies davon ab, ob das Küchenprogramm noch produziert wird. Doch vorsichtig: Auch in noch laufenden Lieferprogrammen gibt es häufig Änderungen. Stellen Sie sicher, dass die Größen und die Scharniere passen.

Es gibt auch Hersteller, die sich genau auf diesen Fall spezialisiert haben und konkret Austausch-Küchenfronten nach Maß anbieten.

Wichtig ist dabei ein sehr genaues Maßnehmen, damit es hinterher auch wirklich passt. Recherchieren Sie unter »Küchenfronten erneuern«. Sie finden portas, deavita, primashop uvam. Auch eine Anfrage bei einer örtlichen Schreinerei lohnt eventuell.

Und selbstverständlich können Sie neue Fronten auch selbst herstellen. Dazu brauchen Sie beispielsweise passend zugeschnittene Möbelbauplatten aus dem Baumarkt, Umleimer und am besten auch moderne Griffe.

Vergleichen Sie doch einmal die Kosten für die verschiedenen Lösungen .

Alte Beschläge und Griffe nutzen oder gegen neue austauschen?

moderene Küche
Moderne Griffe ergänzen die neuen Fronten zu einem stimmigen Ergebnis.

Das kommt ganz darauf an, ob die Scharniere noch in Ordnung sind oder ob Sie die alten Scharniere noch ohne Probleme ausbauen und auch wieder in neue Fronten einbauen können.

Topfscharniere sind häufig eingeleimt und nur schwer ohne Schaden zu entfernen. Einfache, geschraubte Scharniere sind seltener und in der Regel auch weniger haltbar als Topfscharniere. Hier wäre ein Austausch allerdings besonders leicht.

Was die Griffe angeht, so sollte Sie diese genauer unter die Lupe nehmen. Sind sie noch völlig in Ordnung und passend zu den neuen Fronten? In seltenen Fällen sind vielleicht schon schlichte, immer noch moderne Griffe ohne Macken von den alten Fronten zu übernehmen. Aber vorsichtig: In den meisten Fällen würden die alten Griffe an neuen Fronten die moderne Wirkung wieder zunichte machen. Also im Zweifel auch in neue Griffe investieren.

Was ist beim Austauschen der Schrankfronten zu beachten?

Cremefarbene Küche
Ein Altweiß ist oft die besser als ein hartes Schneeweiß für Austauschfronten.

Das A und O für ein wirklich gutes Ergebnis ist die Genauigkeit beim Messen wie bei jedem weiteren Arbeitsschritt. Nur dann sitzen die neuen Schrankfronten auch passgenau und sehen entsprechend professionell aus.

Wenn Sie auf vorhandene weiße Schrankteile neue weiße Türen montieren wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit einen deutlich erkennbaren Unterschied bei den Weißtönen geben, was die Schränke von innen alt und vergilbt wirken lassen kann. Von daher sind andersfarbige Fronten meist eine bessere Wahl.

Wenn möglich besorgen Sie sich im Vorfeld ein Materialmuster und halten es an Ihre offenen Schränke, das kann bei einer Entscheidung sehr hilfreich sein.

Sollten Sie Ihre Austauschfronten selbst anfertigen, ist das Spektrum der Möglichkeiten groß. Sie können beispielsweise Echtholzplatten verwenden oder sich aus Leisten und Querleisten rustikale Schranktüren bauen und nach Belieben lackieren. Ihrer Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt.

Wenn Sie fertige Küchenfronten zum Austausch kaufen, halten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen des Herstellers.

Alternativen zum kompletten Austausch der Türfronten

Holzbretter als Material
Auch einfache Holzbretter können verarbeitet und bearbeitet werden.

Zum einen lassen sich Küchenfronten auch neu streichen. Es gibt dazu bereits besonders geeignete Farbe. Im Vorfeld ist es wichtig, die kompletten Fronten zuverlässig zu entfetten und sämtliche Griffe abzuschrauben. Am besten die Türen ausbauen und liegend bearbeiten. Die Fronten und gegebenenfalls auch die Kanten anschleifen und gemäß den Vorgaben des Herstellers streichen, trocknen lassen und wieder einbauen.

Für einen frischen Look neue Griffe anschrauben, die in die vorhandenen Bohrungen passen. Ansonsten müssen Sie die alten Bohrungen vorher zu spachteln und sauber glattschleifen.

Zum anderen können Sie die Fronten mit Folien bekleben. Es gibt spezielle Folien für diesen Zweck. Auf jeden Fall sollten Sie dafür die Griffe entfernen. Alles sehr gründlich entfetten und trocknen lassen. Dann die Folien aufbringen wie in dieser Anleitung beschrieben.

holzfurnier
Ein Starkholzfurnier kann vollflächig aufgeklebt werden und versiegelt.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Fronten mit dünnen Platten zu bekleben – beispielsweise aus Kunststoff.

Wer ein Unikat besonderer Art haben möchte, der kann Hartschaumplatten bedrucken lassen und dann aufbringen.

Wer es gerne natürlich mag, der kann Starkfurniere aus Echtholz verwenden und diese anschließend mit einem guten Holzschutzlack versiegeln.

Anschließend neue Umleimer aufkleben oder -bügeln und passende Griffe anbringen.

Autor: Christiane Baldwin – Onlineredakteurin und Heimwerkerin

Bildnachweise:
  • Titelbild: Pixabay, sferrario1968, CC0 Public Domain
  • Küche, altmodisch: Pixabay, jessebridgewater, CC0 Public Domain
  • Küche, Griffe: Pixabay, PhotoMIX-Company, CC0 Public Domain
  • Küche, altweiß: Pixabay, shadowfirearts, CC0 Public Domain
  • Holzbretter: Pixabay, PublicDomainPictures, CC0 Public Domain
  • Furnier: Pixabay, DWilliams, CC0 Public Domain
  • Beitragsbild: Pixabay, LynnePike, CC0 Public Domain
 

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