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Küchenfronten austauschen: 6 Methoden zur günstigen Renovierung

moderne küche

Ist Ihre Einbauküche in die Jahre gekommen? Eigentlich ist sie noch ganz in Ordnung, nur die Fronten sind unschön und unmodern geworden? Die einfachste und gründlichste Lösung ist in dem Fall, die Küchenfronten einfach auszutauschen. Das ist viel günstiger als eine neue Küche zu kaufen.

Außerdem hält der Korpus eines Küchenschranks oft viel länger als das gute Aussehen seiner Türen. Das gilt besonders bei qualitativ hochwertigen Küchen, bei denen sich eine Modernisierung durch neue Fronten sicher lohnt.Wir von heimwerker.de zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, wenn es um das Projekt “Küchenfronten auswechseln” geht.

1. Küchenfront erneuern: Sie sparen Zeit und Geld

In der Küche verbringen wir viel Zeit. Neben Ordnung in Hygiene in der Küche, ist es auch die Optik, die dafür sorgt, wie wohl wir uns fühlen. Ist die Küche in die Jahre gekommen oder gefällt schon länger nicht mehr, lohnt sich ein Austausch. Allerdings sind neue Küchen sehr teuer, was viele Besitzer von dem Vorhaben abschreckt. Doch, wenn der Platz und die Raumaufteilung Ihnen nach wie vor ausreichen und zusagen, können Sie auch einfach die Küchenfront erneuern. Welche Vorteile aber auch Nachteile das mit sich bringt, entnehmen Sie der folgenden Tabelle:

    Vorteile
  • Sie sparen im Gegensatz zum kompletten Neubau eine menge Geld.
  • Kreative und individuelle Designs lassen sich problemlos umsetzen.
  • Die Renovierung ist nicht derartig aufwendig und zeitintensiv.
    Nachteile
  • Je nach handwerklichem Geschick kann es zu kleinen Unzufriedenheiten kommen.

2. Möglichkeiten beim Austauschen der Küchenfronten

Zusatztipp

Zusätzlich können neue Griffe bereits einiges her machen. Verwenden Sie die alten Fronten wieder, achten Sie darauf, die alten Löcher mit Silikon abzudecken oder versuchen Sie auch diese wiederzuverwenden.

Je nach Budget und Zeitaufwand bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, wenn Se Ihre Küchenfronten austauschen wollen. Diese wären:

  • Fronten desselben Herstellers
  • Fertige, neue Fronten kaufen
  • Neue Fronten selber bauen
  • Fronten bekleben
  • Fronten streichen
  • Fronten selber bauen

3. Küchenschranktüren austauschen: Recherche ist alles

moderene Küche

Das Austauschen der Küchenfronten in Hochglanz wirkt besonders mordern.

Bei den Fronten des selben Herstellers kann es sein, dass der Stil der Fronten grundlegend erhalten bleibt, aber Farbe und Muster angepasst werden können. An dieser Stelle haben Sie den Vorteil, dass Sie keine Probleme bei der Montage zu erwarten haben. Kaufen Sie hingegen fertige, neue Fronten sollte vorher ein genaues abmessen erfolgen.

Erkundigen Sie sich danach, ob und zu welchen Preisen der Hersteller der Küche Fronten zu Austausch anbietet. Wenn Sie etwa die Küchefronten austauschen einer IKEA-Küche (alno, Nobilia, Nolte, Wellmann usw.)möchten, haben Sie grundlegend gute Karten. Meist hängt es lediglich davon ab, ob das Küchenprogramm noch produziert wird.

Achtung: Auch in noch laufenden Lieferprogrammen gibt es häufig Änderungen. Stellen Sie sicher, dass die Größen und die Scharniere passen.

Es gibt auch Hersteller, die sich genau auf diesen Fall spezialisiert haben und konkret Austausch-Küchenfronten nach Maß anbieten.

Manchmal haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, sich die Küchenfronten austauschen zu lassen. Bedenken Sie jedoch hierbei, dass Sie die entsprechenden Servicekosten ebenso bezahlen müssen.

4. DIY-Lösungen sind günstiger

Wollen Sie bei dem Projekt eher günstig davon kommen, empfehlen wir von heimwerker.de entweder die Fronten zu bekleben oder zu streichen. Auch beim Selber Bauen sparen Sie Kosten ein.

4.1. Küchenfronten streichen: Eine Anleitung

altmodische Fronten

Manchmal erzielt bereits eine andere Farbe eine ganz neue Optik.

Beim Küchenfronten streichen benötigen Sie folgendes:

  • Feines bis mittelgrobes Schleifpapier
  • Passende Straubendreher (für die Scharniere und Griffe)
  • Helle Grundierung
  • Farbiger Holzlack oder wasserabweisende Farbe
  • Klarlack zum Sprühen (Lösungsmittelfrei!)
  • Pinsel
  • Eine Unterlage

Wollen Sie die Küchenfronten streichen, müssen Sie zunächst alle Fronten abmontieren. Entfernen Sie außerdem die Griffe und die Scharniere, damit das Brett auf der Arbeitsfläche gerade aufliegen kann. Als nächstes erfolgt das abschleifen des alten Lacks bzw. bei funierten Möbeln rauen Sie die Oberfläche lediglich an. Besonders bei altmodischen Küchen können Verzierungen diesen Schritt schnell erschweren. Gehen Sie so genau wie möglich vor.

Als nächstes verwenden Sie zunächst die Grundierung und streichen damit die gesamte Vorderseite. lassen Sie alles gut trocknen. Nun folgt der Holzlack oder die Farbe Ihrer Wahl. Streichen Sie sorgfältig und gleichmäßig die gesamte Front und lassen Sie sie vollständig trocknen. Gegebenenfalls müssen Sie eine zweite oder dritte Farbschicht auftragen. Achten Sie bei der Auswahl der Farbe oder des Lacks darauf, dass diese zu einem gewissen Grad wasser- und schmutzabweisend ist. Bevorzugen Sie eine natürliche Optik empfehlen wir einen Blick in unseren Holzschutzfarben-Vergleich inklusive Kaufberatung.

Tipp: Mit Malerband können Sie bestimmte Bereiche abkleben und so außergewöhnliche Muster erzeugen.

Zum Schluss verwenden Sie einen Klarlack zum Sprühen. Dieser sollte unbedingt farblos und lösungsmittelfrei sein, um das Ergebnis nicht zu ruinieren. Schützende Eigenschaften für die Farbschicht darunter sollte der Klarlack aufweisen können.

Nun müssen Sie die Griffe und Scharniere nur wieder anbringen und schon sind Sie fertig.

4.2. Küchenfronten bekleben: Einfach und schnell einen neuen Look erzielen

Ist Ihnen das Streiche der Fronten zu aufwendig, können Sie sie auch einfach bekleben. Eine Vielzahl natürlicher aber aus ausgefallener Klebefolien können Sie günstig online oder im Bastelshop kaufen.

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holzfurnier

Ein Starkholzfurnier kann vollflächig aufgeklebt und versiegelt werden.

In den meisten Fällen müssen Sie die Oberflächen nicht einmal anrauen. Lediglich die Scharniere und Griffe sollten abmontiert werden. Kleben Sie nun die Folie Stück für Stück sauber auf und bringen Sie die fehlenden Teile wieder an.

Allerdings eignet sich diese Lösung nicht für verschnörkelte Küchenmöbel, da die Schnörkel nur schlecht überklebt werden können. An dieser Stelle würden wir Ihnen das Streichen oder neu Bauen ans Herz legen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Fronten mit dünnen Platten zu bekleben – beispielsweise aus Kunststoff. Wer ein Unikat besonderer Art haben möchte, der kann Hartschaumplatten bedrucken lassen und dann aufbringen. Wer es gerne natürlich mag, der kann Starkfurniere aus Echtholz verwenden und diese anschließend mit einem guten Holzschutzlack versiegeln.

4.3. Küchenfronten selber bauen: So geht’s

Holzbretter als Material

Auch einfache Holzbretter können verarbeitet werden.

Sollten Sie Ihre Austauschfronten selbst anfertigen, ist das Spektrum der Möglichkeiten groß. Sie können beispielsweise Echtholzplatten verwenden oder sich aus Leisten und Querleisten rustikale Schranktüren bauen und nach Belieben lackieren. Ihrer Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt. Dazu brauchen Sie beispielsweise passend zugeschnittene Möbelbauplatten aus dem Baumarkt, Umleimer und am besten auch moderne Griffe.

Die Platten können Sie nach Ihren individuellen Vorstellungen gestalten. Durch den kostengünstgen Austausch können Sie sogar eine altmodische, verschnörkelte Küche ohne große Investitionen in eine moderne Wohlfüroase verwandeln.

Sind die alten Scharniere noch in Schuss, können Sie sie einfach wiederverwenden.

5. Weitere Tipps für die Küchenfront nach Maß

Cremefarbene Küche

Achten Sie auf die passenden Farbtöne oder nutzen Sie andersfarbige Fronten.

Zum Abschluss lesen Sie noch einmal die wichtigsten Tipps zum Küchenfront austauschen, um von Ergebnis überzeugt sein zu können.

  1. Wenn Sie auf vorhandene weiße Schrankteile neue weiße Türen montieren wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit einen deutlich erkennbaren Unterschied bei den Weißtönen geben, was die Schränke von innen alt und vergilbt wirken lassen kann. Von daher sind andersfarbige Fronten meist eine bessere Wahl.
  2. Das A und O für ein wirklich gutes Ergebnis ist die Genauigkeit beim Messen wie bei jedem weiteren Arbeitsschritt. Nur dann sitzen die neuen Schrankfronten auch passgenau und sehen entsprechend professionell aus.
  3. Wenn möglich besorgen Sie sich im Vorfeld ein Materialmuster und halten es an Ihre offenen Schränke, das kann bei einer Entscheidung sehr hilfreich sein.
  4. Wollen Sie die Scharniere behalten, gibt es auch einiges zu beachten: Topfscharniere sind häufig eingeleimt und nur schwer ohne Schaden zu entfernen. Einfache, geschraubte Scharniere sind seltener und in der Regel auch weniger haltbar als Topfscharniere. Hier wäre ein Austausch allerdings besonders leicht.

Bildnachweise: Pixabay, sferrario1968, CC0 Public Domain, Pixabay, jessebridgewater, CC0 Public Domain, Pixabay, PhotoMIX-Company, CC0 Public Domain, Pixabay, shadowfirearts, CC0 Public Domain, Pixabay, PublicDomainPictures, CC0 Public Domain, Pixabay, DWilliams, CC0 Public Domain, Pixabay, LynnePike, CC0 Public Domain (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)