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Marder im Auto: 5 effiziente Methoden zur Marderabwehr im Auto

  • Auch wenn Sie jetzt noch nicht von einem Marderschaden betroffen sind, ist gezielte Vorsorge wichtig. Viele Marderbisse im Auto werden oft zu spät entdeckt und können zu Unfällen führen.
  • Marder nutzen den Motorraum häufig als Rückzugsmöglichkeit und Unterschlupf. Aus Schläuchen und Dämmmaterial versuchen Sie ein Nest zu bauen.
  • Einige Hersteller bieten bereits mardersichere Fahrzeuge an. Alternativen zur Marderabwehr im Auto sind beispielsweise Ultraschall oder ungefährlicher Hochstrom.

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Marder selbstständig fangen?

Der Marder unterliegt in Deutschland dem Jagdrecht. Das bedeutet, dass das Fangen oder gar Töten eines Marders nur mit einer Genehmigung erlaubt ist und andernfalls bestraft wird.

Der Marder gehört zu den Raubtieren und Fleischfressern. Uns Menschen wird er nicht gefährlich, kann an Fahrzeugen allerdings erheblichen Schaden verursachen, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Auch wenn es vielen Marderarten nachgesagt wird, zeichnet dieses Verhalten einzig und allein den Steinmarder aus.

Aber bereits als einzelne Marderart richten sie jährlich Schäden bis zu 60 Millionen Euro an und schädigen so mehr als 200000 Autobesitzer. Dabei bleibt der Besitzer oft auf den Kosten sitzen, denn nicht jede Versicherung deckt diese Schäden ab. Ganz zu schweigen von den möglichen Folgen, die durch angebissene Bremsleitungen oder brennenden Dämmstoffen entstehen können.

Vorsorge mit einem Marderschreck ist der beste Schutz. Dazu beantworten wir in unserem Ratgeber auf Heimwerker.de die wichtigsten Fragen und klären über die effizientesten Methoden zur Marderabwehr auf.

1. Warum zerbeißen Marder Schläuche?

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Marder nutzen Schläuche, Kabel und Dämmmaterial oft für den Bau eines Nestes.

Die Vermutung, dass der Geruch nach Gummi und Kabelummantlungen den Marder regelrecht anziehen, liegt nahe. Dem ist allerdings nicht so. Vielmehr bietet der Motorraum eines Autos einen guten und oft warmen Unterschlupf für Tiere. Diesen nutzen Marder besonders gerne.

Dabei kann es passieren, dass sie versuchen sich aus Dämmstoffen ein Nest zu bauen und diesen dadurch beschädigen und verteilen.

Des Weiteren besitzen Marder ein ausgeprägtes Revierverhalten, was Pendlerfahrzeuge besonders gefährdet. Markiert ein Marder den Motorraum als sein Revier und findet anderenorts ein weiterer Marder diesen Motorraum ebenfalls interessant, verteidigen sie ihr Revier auch ohne gegnerische Tiere mit wilden Beißatacken.

Kabel und Schläuche werden dann besonders gerne zerbissen. Dieses aggressive Revierverhalten ist in der Paarungszeit besonders ausgeprägt.

Hinweis: Die Paarungszeit der Steinmarder liegt im Juni bis August. Hier sollten Sie besonders auf Marderschäden im Auto achten.

2. Marder-Bisse: Mögliche Folgen einer Marder-Atacke

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Spuren wie diese sollten Sie dazu veranlassen, nach eventuellen Marderschäden im Auto zu suchen.

Marder suchen sich ihre “Gegner” im Motorraum nicht gezielt aus und so kann ihnen alles zum Opfer fallen, was sich zerbeißen lässt – vorrangig Kabel, Leitungen, Schläuche und Dämmmaterial.

Besonders gefährlich sind dabei ihre sehr feinen und spitzen Zähne, wodurch Beschädigungen selten sofort zu erkennen sind und ihre Folgen im Straßenverkehr zu Unfällen führen können.

2.1. Angebissene Kühlwasserschläuche

Undichte Kühlwasserschläuche müssen sich nicht gleich mit einer Pfütze unter dem Auto bemerkbar machen.

Oft tritt das Kühlwasser erst aus, wenn eine Erwärmung zu Überdruck führt. Motorüberhitzungen und Pannen sind die Folgen.

2.2. Beschädigte Kabel und Leitungen

Beschädigte Kabel und Leitungen können neben Fehlfunktionen im schlimmeren Fall zu einen Kurzschluss und Feuer im Motorraum führen. Eine vorherige Erkennung des Schadens ist selten möglich.

2.3. Angenagte Bremsleitungen

Sehr gefährlich ist es, wenn Bremsleitungen angebissen werden. Drucklos tritt kein Flüssigkeitsverlust auf und die Beschädigung ist nicht sichtbar.

Im Einsatz verliert die Bremse jedoch ihre Wirkung, da in einem undichten Schlauch kein Bremsdruck aufgebaut werden kann. Mögliche Unfälle sind kaum zu vermeiden.

Hinweis: Neben dem Risiko durch Unfälle und Pannen, verursachen Marder zusätzlich mitunter enorme Kosten. Wird beispielsweise eine Achsmanschette beschädigt, können hohe Reparaturkosten die Folge sein, welche selten durch eine Versicherung gedeckt werden.

3. Marderschreck für Autos: 5 Arten der gezielte Vorsorge zur Marderabwehr

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Marder sind sehr scheue Tiere, die potentiellen Gefahren eher aus dem Weg gehen.

Pannen und Schäden durch Unfälle werden zwar meist vom Schutzbrief oder der Haftpflichtversicherung getragen, auf den Reparaturschäden bleibt der Fahrzeughalter jedoch in den meisten Fällen sitzen.

Daher ist Vorsorge besser als hinterher zu bezahlen. Es gibt viele Möglichkeiten sich gegen Marderangriffe zu schützen, jedoch ist jeder Marder ein individuelles Tier und nicht berechenbar.

Ein Hinweis jedoch vorweg: Auch wenn der simple Einsatz einer Marderfalle verlockend erscheint, ist der Einsatz dieser nur Personen mit einer entsprechenden Berechtigung zugesagt.

3.1. Marder den Zugang versperren

Wo der Marder nicht reinkommt, kann er nichts beschädigen. Hilfreich ist es daher offene Zugänge mit Maschendraht abzusperren. Zwar ist das am Auto selten vollflächig möglich, jedoch sind Marder auch sehr scheu und somit wirken neue große Vorrichtungen für einen gewissen Zeitraum abschreckend.

Es bleibt allerdings zu bedenken, dass derartige An- und Umbauten einen Eingriff in das Fahrzeug bedeuten und somit oft nur flexibel einsetzbar sind.

3.2. Professionelle Motorabschottung

Moderne Motoren sind inzwischen so eng im Fahrzeug verbaut, dass sie kaum noch Platz und Öffnungen bieten. Einige Fahrzeughersteller bieten Autos mit integriertem Marderschutz an, indem letzte Öffnungen zusätzlich durch Borsten oder Lochbleche verschlossen werden.

3.3. Marder-Abwehr durch Ultraschall

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Hochspannung im Auto kann Marder abschrecken, ohne Sie dabei zu verletzen.

Wie viele andere Tiere, reagieren Marder auf hohe Töne im Ultraschallbereich. Mit genügend Schalldruck und aus näherer Distanz wirken diese Töne schmerzhaft und können Marder effektiv vertreiben.

Jedoch wird selten eine komplette Verteilung der Töne mit hoher Leistung erreicht, ohne dass Passanten im Umfeld gestört werden. Hier lohnt sich ein höherer finanzieller Aufwand und ein fachmännischer Einbau.

3.4. Strom zur Vertreibung von Mardern

Die wahrscheinlich effektivste Variante ist der Einsatz von ungefährlicher Hochspannung.

Wie beim Weidezaun werden über zwei Kontaktflächen Stromstöße abgegeben, welche zwar als Schmerz empfunden, aber weder tödlich sind, noch Verletzungen verursachen.

Der Einbau und die Positionierung der Kontaktflächen sollte gut überlegt und fachmännisch ausgeführt werden.

Die Vor- und Nachteile der Methode:

    Vorteile
  • effektivste Methode
  • Marder nimmt keinen Schaden
    Nachteile
  • Einbau muss von Fachpersonal durchgeführt werden

3.5. Marder-Vertreibung durch Duftspray

So wie bestimmte Gerüche Tiere anziehen, können sie auch ein vertreibende Wirkung haben. Mit dem richtigen und nachhaltigen Duft werden Marder dauerhaft ferngehalten.

Allerdings ist beim Kauf solcher Duftsprays für das Auto schwer ersichtlich, wie effektiv dieses wirkt. Neben eigenen Tests sollte hierbei auf Kundenbewertungen im Internet geachtet werden.

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