Bewässerung

Regenwasser sammeln: Regentonne für Gartenbewässerung

Regenwassersammeln schont Geldbeutel und Umwelt

regenwassertonne-1Statt den Garten in der heißen Jahreszeit mit kostbarem Trink- oder Grundwasser zu bewässern, bietet es sich jetzt im Frühjahr an, das Gießwasser für den Sommer in einer Regentonne zu sammeln. So werden die kostbaren Grundwasserreserven geschont und zugleich auch das Portemonnaie. Schließlich gibt es das Regenwasser zum Nulltarif – und obendrein freuen sich die Pflanzen, denn das Wasser von oben ist weich und kalkarm.

Spezielle Regensammler, die ins Fallrohr der Dachrinne eingebaut werden, leiten das herabfließende Regenwasser in die Regentonne. Bei guten Sammelsystemen wie dem Rainboy von Marley, liegt der Wirkungsgrad bei über 90 Prozent. Dadurch wird nahezu die gesamte Wassermenge, die durch das Fallrohr fließt, durch den Regensammler aufgefangen und abgeleitet.

Zudem sollten Regensammler mit einem Überlaufstop ausgerüstet sein, der verhindert, dass die Tonne überlaufen kann. Dieser funktioniert nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren: Regensammler und Tonne sind durch ein Schlauchstück miteinander verbunden.

Dachrinnen schützen Gebäude vor Feuchteschäden

Die Voraussetzung, dass Regenwasser überhaupt gesammelt werden kann, ist ein zuverlässiges und intaktes Dachrinnensystem. Dieses hilft nicht nur Trinkwasser zu sparen, sondern schützt Gebäude vor kostspieligen Schäden durch Regenwasser oder Spritzwasser. Das gilt auch für Carport, Gartenlaube oder Wochenendhaus. Die Montage der schlagfesten und formstabilen Kunststoffdachrinnen ist denkbar leicht und schnell zu erledigen. Denn aufwändiges Löten ist für eine sichere Verbindung nicht nötig, da die Einzelteile einfach ineinander gesteckt oder geklebt werde.

Wenn Sie wissen wollen, welche Rinne für Ihr Dach die Richtige ist, schauen Sie auf die Seite www.dachrinnen.de. Dort findet sich neben vielen nützlichen Informationen zum Thema Dachrinnen unter dem Punkt Service auch ein Berechnungstool “Dachrinnenberechner”.

Rainboy: Regentonne mit Überlaufschutz für die Gartenbewässerung

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Regentonne am Fallrohr der Dachrinne
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Regentonne mit Überlaufschutz

Sobald der Wasserspiegel in der Tonne die maximale Füllhöhe erreicht hat, fließt das Regenwasser durch das Fallrohr in die Kanalisation. Außerdem verfügt der Rainboy über ein selbstreinigendes Filtersystem. Es sorgt dafür, dass die Regentonne stets mit sauberem Wasser gefüllt wird. Verunreinigungen werden in das untere Fallrohr gespült und in den Kanal abgeleitet. Den Regensammler Marley „Rainboy” gibt es im Baustoffhandel oder Baumarkt in den gängigen Dachrinnenfarben grau, braun und einem Kupferton. Er passt für Fallrohrgrößen von 87 bis 105 Millimeter Durchmesser.

Fallrohr für die Regentonne montieren

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Maße für Fallrohr nehmen
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Rohre zuschneiden
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Schnittenden entgraten

Besonders effektiv ist das Sammeln von Regenwasser über Dachrinne, Fallrohr und Regentonne. Dafür einen Bogen auf den Stutzen der Dachrinne aufstecken und den Abstand zum Gegenbogen an der Hauswand messen. Dabei muss man die Einstecktiefe von 4 cm und den Abstand zur Hauswand beachten. Ist der Dachüberstand nur gering, reicht es auch zwei Bögen mit dem Bogenverbinder direkt zu verbinden.

Rohre von Qualitätsherstellern lassen sich einfach und schnell mit einer feinzahnigen Säge auf die richtige Länge bringen. Besonders präzise wird es mit einer Gehrungslade oder einer Gehrungssäge. Dann ist es auch ein Leichtes die Schnittenden zu entgraten und dafür zu sorgen, dass die Einzelteile einfach und dicht zusammengesteckt und somit die Auffangleistung des Fallrohrs erhöht werden kann.

 

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Einzelteile zusammenstecken
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Festschelle
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Losschelle

Um das Fallrohr an der Hauswand zu befestigen, werden Festschellen und Losschellen mit Dübeln an der Hauswand angebracht. Die Festschelle sichert das Fallrohr am oberen Ende. Dafür wird eine Ringschraube seitlich an der Lasche montiert, sodass das Fallrohr an dieser Stelle fest fixiert werden kann. Der Abstand zwischen den Rohrschellen sollte 2,00 bis 2,50 m betragen.

Mit einer „Losschelle” wird das Fallrohr in der Mitte oder am unteren Ende geführt. Dabei wird die Ringschraube zwischen den Laschen montiert. So kann sich das Rohr in der Schelle bewegen und Längenänderungen infolge von Temperaturschwankungen ausgleichen. Schließlich wird das Fallrohr-Ende mit einem weiteren Rohr zum Regenwasserkanal geführt oder es endet in einem Regenwasser-Sickerschacht.