Zierpflanzen

Jasmin pflanzen und pflegen: 7 Tipps für den duftenden Sommerblüher

  • Als Tropenpflanze liebt der echte Jasmin die Sommersonne und möchte besonders viel ihrer Energie tanken. Idealerweise schützen Sie ihn dabei auch für Wind und Wettereinflüssen.
  • Der europäische Pfeifenstrauch sieht dem Jasmin zum Verwechseln ähnlich und wird deswegen auch “falscher Jasmin” genannt. Leider duftet der falsche Jasmin kaum, also Augen auf beim Blumenkauf.
  • Jasmin schätzt nicht nur Sonnenlicht, sondern auch Wasser. Gießen Sie den Jasmin, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist.

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Gesunder Jasmin in der Teekanne

Jasmin duftet nicht nur im Garten, sondern mundet auch als Jasmin-Tee. Dieser enthält wertvolle Nährstoffe wie Vitamin B12, C oder Magnseium und Kalium. Zusätzlich beruhigen die ätherischen Öle im Tee Gemüt und Sinne.

Jasmin verleiht dem Garten etwas ganz Besonderes, denn nicht nur die strahlenden Blüten werden zum Blickfang, auch der Duft der Jasmin-Pflanze ist einfach betörend. Von Juni bis September entwickelt der Jasmin (Jasminum officinale und Jasminum polyanthum) seine leuchtend weißen bis roséfarbenen Blüten, die viele Nützlinge in den Sommergarten locken.

Jedoch blühen nicht alle Jasminarten im Sommer: Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) beispielsweise verleiht dem Garten selbst im Winter eine angenehme Farbe, denn diese Sorte blüht in leuchtendem Gelb bei milderen Temperaturen bereits ab Dezember.

Im Folgenden erfahren Sie auf Heimwerker.de Wissenswertes zur Pflanzung und Pflege des Jasmins.

1. Häufige Verwechslung: Falscher Jasmin oder Echter Jasmin?

Viel häufiger zu finden als der Echte Jasmin ist der sogenannte Falsche Jasmin, der auch Europäischer Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) genannt wird. Aufgrund der starken Ähnlichkeit der weißen, intensiv duftenden Blüten wird er schnell fälschlicherweise für Echten Jasmin gehalten.

Botanisch gesehen hat der Falsche Jasmin nur wenig mit dem Echten gemein, denn beide Pflanzen entstammen völlig unterschiedlichen Familien: Der Falsche Jasmin ist eine strauchige Pflanze und, im Gegensatz zum Echten Jasmin, frosthart. Von Mai bis Juli bildet der Strauch je nach Sorte gefüllte oder ungefüllte Blüten aus.

Aber Achtung beim Kauf: Nicht alle Philadelphus-Arten duften genauso gut wie der Echte Jasmin. Wenn Sie Jasmin bewusst als Duftpflanze in Ihren Garten integrieren möchten, raten wir vom Kauf der pflegeleichteren Variante, also vom Falschen Jasmin, eher ab.

2. Ansprüche und Standort von Jasmin

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Als Pflanze mit tropischem Ursprung benötigt der Jasmin einen besonders sonnigen Platz.

Da diese Pflanze ursprünglich aus tropischen Gebieten stammt, benötigt der Jasmin stets einen sonnigen und geschützten Standort.

Hobbygärtner sollten stark darauf achten, dass die sommerblühende Pflanze ausreichend vor Frost geschützt ist. Für ein leichtes Überwintern empfehlen Experten daher den Anbau in Kübeln, die problemlos ins Winterquartier getragen werden können.

Zudem ist es wichtig, dass der Jasmin viel Sonnenenergie aufnehmen kann und mit reichlich Wasser versorgt wird. Das Substrat darf nie zu trocken, aber auch nicht zu feucht sein – hier reagiert der Jasmin sehr empfindlich.

Wird die Pflanze zudem nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt, steht einem gesunden Pflanzenwachstum bis zu sieben Metern Höhe nicht mehr viel im Wege. Allerdings muss diese Pflanze mit Kletterhilfen versehen werden, um einen Windwurf oder ein Umknicken zu vermeiden – ein windgeschützter Standort wäre somit optimal.

Tipp: Stellen Sie den Jasmin Mitte Mai an einen windgeschützten Platz auf der Terrasse bzw. dem Balkon, denn dann gedeiht und blüht er am besten.

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3. Jasmin richtig pflanzen

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Möchten Sie Jasmin im Topf pflanzen, sollten Sie zusätzlich eine Drainageschicht einbauen, um Staunässe zu vermeiden.

Wenn Sie den idealen Standort im Garten ermittelt haben, kann der Jasmin gesetzt werden. Dabei stellt die Pflanze keine besonderen Voraussetzungen an das Substrat, Jasmin gedeiht auf nahezu allen Böden.

Lockere Erde darf dennoch gerne mit frischem Kompost aufbereitet und gut durchgelockert werden. Auf diese Weise unterstützen Sie ein gesundes Pflanzenwachstum.

Wenn Sie Jasmin in einen Kübel pflanzen, ist eine Drainageschicht aus Blähton, Kiesel oder zerkleinerten Tonscherben einzurichten. Diese stellt sicher, dass keine Staunässe entsteht, die den feuchtigkeitsanfälligen Wurzeln schadet.

Tipp: Junge Jasminpflanzen werden jährlich, ältere Exemplare in größeren Abständen im Frühjahr in frisches Substrat umgetopft.

4. Die Pflege von Jasmin

4.1. Wässerung des Jasmins

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Bei der richtigen Pflege kann Jasmin eine beachtliche Höhe erreichen.

Jasmin ist eine wasserfixierte Pflanze, vor allem während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer benötigt sie große Mengen an Flüssigkeit. An sehr warmen Tagen können Sie der Hitze zuvorkommen, indem Sie die Blätter in der Dämmerung oder den frühen Morgenstunden mit Wasser ansprühen. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass sich keine Staunässe bildet.

Bewässern Sie Jasmin immer erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Im Winter wird entsprechend weniger gegossen, der Wurzelballen sollte aber auch jetzt niemals komplett austrocknen.

4.2. Jasmin richtig düngen

Während der Blüte, also etwa von April bis September, wird Jasmin einmal pro Woche gedüngt, um auf diese Weise die Blütephase zu verlängern. Nach der Blüte kann der Jasmin in Form geschnitten werden, um die Blühfreudigkeit der Pflanze zu erhalten und das schnelle Wachstum zu kontrollieren.

4.3. Jasmin umtopfen

Nach der Winterruhe im Innenbereich wird der Jasmin im Frühjahr schließlich umgetopft: Ältere Pflanzen benötigen im Abstand von ca. 2-3 Jahren neues Substrat, jüngere Pflanzen jährlich. Hier können Sie herkömmliche Einheitserde verwenden. Optimal wäre es, wenn Sie die Triebe zusätzlich an ein Spalier oder einen Rundbogen binden, um guten Halt zu garantieren.

Tipp: Gießen Sie Jasmin optimalerweise mit abgestandenem Regenwasser. Dieses ist besonders kalkarm.

5. Pflege des Jasmins in der Übersicht

Ansprüche Unsere Pflegetipps
Standort
  • sonniger Standort (je mehr Sonnenstunden desto besser)
  • vor Wind geschützt
Wasser
  • besonders in den Sommermonaten reichlich Wasser
  • an heißen Tagen morgens oder abends Blätter besprühen
  • Staunässe unbedingt vermeiden!
Dünger
  • während der Blüte ein Mal pro Woche
  • verlängert Blütezeit
Substrat
  • keine hohen Ansprüche an den Boden
  • lockere Erde begünstigt Wachstum
Umtopfen
  • geschieht im Frühjahr
  • ältere Pflanze alle zwei bis drei Jahre
  • jüngere Pflanzen jährlich

6. Krankheiten und Erreger

Der Jasmin gilt als robuste Pflanze und wird nur selten von Krankheitserregern befallen. Problematischer ist ein Befall mit Schädlingen, die der Pflanze nachhaltig schaden.

Besonders häufig können Blattläuse am Jasmin beobachtet werden, wenn die Pflanze zu warm überwinter wird oder im Frühjahr besonders schnell austreibt. Zunächst sollten Sie versuchen, die Schädlinge mit einem harten Wasserstrahl abzuspülen oder mit einer mittelharten Bürste vorsichtig abzubürsten. Helfen diese Maßnahmen nicht, sollte zu chemischen Spritzmitteln oder natürlichen Fressfeinde, etwa Schlupfwespen, gegriffen werden.

Tipp: Wenn Sie Insektenhotels im Garten aufhängen, locken Sie natürliche Fressfeinde von Schädlingen an.

7. Jasmin-FAQ: Wir beantworten die 3 häufigsten Fragen

7.1. Wann kann man Jasmin pflanzen?

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Winterjasmin bereichert den winterlichen Garten im Dezember mit gelben Blüten.

Möchten Sie mit Jasmin Ihren Garten verschönern, sollten Sie ihn zwischen Frühjahr und Herbst pflanzen. Am besten setzen Sie ihn neben eine Rankhilfe, denn die jungen Triebe benötigen am Anfang noch etwas Hilfe beim Klettern.

7.2. Wann blüht Jasmin?

Die Blütezeit des Jasmins hängt von der Art ab. Der echte Jasmin öffnet seine Blüten zwischen Mai und August. Der Winterjasmin verschönert dagegen im Dezember mit seinen Blüten den Garten.

7.3. Wie überwintert man Jasmin?

Der echte Jasmin verträgt Temperaturen von etwa Minus 5° Celsius auch im Garten. Wird es kälter, sollten Sie ihn an einen möglichst kühlen Ort bringen, etwa ein ungeheiztes Gewächshaus oder eine dunkle Garage.

Die Temperaturen sollten hier 10° Celsius nicht überschreiten. Sonst kann es passieren, dass der Jasmin im Folgejahr nicht richtig blüht.