Gartenhecke

Gartentür bauen für einen Lattenzaun

Gartentor, Gartentür selbstgebaut

Wer für seinen Gartenzaun eine Gartentür benötigt oder den ganzen Zaun selbst baut, statt fertige Zaunelemente zu kaufen, dem wird in dieser Bauanleitung für eine Gartentür geholfen.

In dieser Anleitung geht es um eine Tür für einen Lattenzaun, bzw. Staketenzaun. Diese Türen bestehen im Prinzip aus zwei Elementen: Den senkrechten Latten und den quer, bzw. diagonal verlaufenden Riegeln, auf denen die Zaunlatten festgeschraubt werden.

Lattenzäune und Gartenzäune im Allgemeinen haben eine Höhe von etwa 80 Zentimetern. Hinzu kommt noch der Abstand zum Boden, der etwa fünf bis zehn Zentimeter beträgt, denn weder die Zaunelemente, noch die Holzpfosten, die sie tragen, dürfen mit dem Erdreich in Berührung kommen.

Gartentür-Varianten

gartentuer-1-Gartentuer in Varianten
Gartentür in Varianten

Wer seinen Lattenzaun oder die Gartentür selbst anfertigt, hat unzählige Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Latten können gleichlang sein oder in verschiedenen Längen verbaut werden. Die Enden können flach sein, halbrund oder spitz zulaufend.

Auch die Breite der Latten und die Zwischenräume können ganz nach Geschmack gestaltet werden.

Material und Werkzeug

Für eine Gartentür von 80×80 Zentimetern wird folgendes benötigt:

Material Werkzeuge
  • Latten, 800x90x28 mm
  • Riegel, 800x70x30 mm
  • Holzschrauben, 5×45 mm
  • ggf. Holzdübel, wasserfester Holzleim
  • Akkuschrauber
  • Holzbohrer
  • passende Bits
  • ggf. Bohrhilfe für Holzdübel
Drei-Schritte-Schema Gartentür bauen
Reihenfolge der Montage in drei Schritten

Der exakte Zuschnitt des diagonal verlaufenden Riegels ist noch das komplizierteste am Bau dieser Gartentür. Allerdings kann man sich die Berechnung des Winkels, in dem die Strebe zugesägt werden muss auch sparen, indem man die Teile in der richtigen Reihenfolge zusammenfügt:

  1. Zuerst die äußeren Latten aufschrauben, ausrichten
  2. diagonalen Riegel auflegen, anzeichnen, zusägen
  3. diagonalen Riegel in Position spannen, Löcher vorbohren, nochmals Winkel überprüfen, festschrauben
gartentuer-auf den rechten Winkel achten
Beim Anschrauben der äußeren Streben auf den rechten Winkel achten.

Zunächst werden die Querstreben parallel im Abstand von etwa 50 Zentimetern auf eine möglichst plane Fläche gelegt. Soll die Gartentür sich nahtlos in den Zaun einfügen, werden die gleichen oder ähnliche Querlatten im gleichen Abstand zueinander montiert.

Dann werden zuerst die äußeren Streben bündig abschließend aufgelegt und angeschraubt. Dabei sollte man mehrfach mit einem Winkeleisen kontrollieren, ob die Latten auch im exakten 90°-Winkel zueinander stehen. Sorgfältiges Arbeiten ist hier besonders wichtig, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

gartentuer-Diagonale von unten anschrauben
Die Diagonalstrebe von unten bzw. oben festschrauben.

Anschließend wird der entstandene rechteckige Rahmen umgedreht und die Diagonalverstrebung wird von hinten Z-förmig auf den Querstreben positioniert, so wie sie später auch montiert wird. Das heißt, der Rand der Strebe muss unten und oben genau über der oberen bzw. unteren Ecke der jeweiligen Querverstrebung verlaufen.

In dieser Position wird die Strebe locker eingespannt und mit einem spitzen Bleistift kann von unten entlang der Querstreben die Schnittlinie auf der Diagonalstrebe angezeichnet werden.

Nach dem Zuschnitt werden die Löcher vorgebohrt und gegebenenfalls eine Taschenbohrung angebracht, sodass die Schraubenköpfe im Holz verschwinden.

Vorsicht: Beim Anschrauben der Diagonalstrebe muss wieder peinlich genau auf die Winkligkeit der Konstruktion geachtet werden. Es kann schnell passieren, dass sich etwas verschiebt und die Gartentür am Ende kein Rechteck, sondern eine Raute ist.

gartentuer-1-6 mit metallbändern montieren
Mit Metallbändern wird die Tür montiert. Es gibt Riegel in verschiedenen Varianten.

Ist die Diagonale festgeschraubt, können die Teile nicht mehr gegeneinander verschoben werden und man ist die größte Sorge schon mal los. Nun müssen nur noch die restlichen Latten angeschraubt werden.

Dazu misst man den Abstand der äußeren Latten zueinander, zieht die Gesamtbreite der Latten ab und dividiert das Ergebnis durch die Anzahl der Latten plus Eins – denn wenn beispielsweise sieben Latten verwendet werden, entstehen dadurch acht Zwischenräume.