Kaufberatung zum Gewächshausheizung Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Die besten Gewächshausheizungen passen optimal in Ihr Gewächshaus – und zwar mit Blick auf die Größe des Hauses und auf die Pflanzen, die Sie darin hegen und pflegen. Kleine Gewächshausheizungen beheizen etwa acht Quadratmeter zuverlässig, größere Gewächshausheizungen erwärmen bis zu 20 Quadratmeter große Gewächshäuser.
  • Rein technisch betrachtet fällt die Gewächshausheizung in die Kategorie der portablen Heizungen. Die maximale Leistung variiert stark. Sie kann bei Wattzahlen unter 100 beginnen und über 4.500 Watt klettern – je nachdem, wofür der Hersteller das Gerät konzipiert hat.
  • Wer eine Gewächshausheizung kaufen möchte, sollte aus Sicherheitsgründen auf ein wasserdichtes Gerät setzen. Lüfter und Thermostat sorgen für ideale Temperaturen im Gewächshaus.

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Viele Pflanzen vertragen keinen Frost und müssen im Winter vor Kälte geschützt untergebracht werden. Dafür ist ein Gewächshaus ideal. Mit einer Gewächshausheizung lässt sich auf einfache Weise die Temperatur im Gewächshaus anheben. Doch worauf kommt es an beim Kauf einer Gewächshausheizung?

Auf die Größe des Geräts (Höhe und Durchmesser), auf die maximale Heizleistung, die Anzahl der Stufen und auf widerstandsfähiges Material wie Edelstahl. Design und Farbe sind meist weniger relevant, dafür ist die Frage, ob die Gewächshausheizung mit Akku oder Kabel oder mit Benzin oder Gas betrieben wird, in diversen Internet-Tests zu Gewächshausheizungen das Thema, was Nutzer interessiert. All diese wichtigen Informationen und Hinweise hat die Redaktion von Heimwerker.de recherchiert und in der folgenden Kaufberatung 2021 zusammengefasst.

1. Wie funktioniert eine Gewächshausheizung?

Das Funktionsprinzip ist immer gleich: Eine Energiequelle – beispielsweise Gas, Strom, Petroleum oder Paraffinöl – erzeugt Wärme. Petroleum, Gas und Paraffinöl erzeugen die Wärme durch Verbrennung. Allerdings sind Paraffin-Gewächshausheizungen nicht unumstritten. Strom erzeugt die Wärme, indem sich Metall in der Heizung erhitzt. Meist durchlaufen Heizdrähte das Gerät und werden erhitzt. Ein Ventilator bläst dann die warme Luft in den Raum. Ein Konvektor ist dabei eine besondere Art, die keinen zusätzlichen Ventilator braucht.

Um die richtige Heizung zu finden, ist es notwendig zu wissen, was Sie mit dem Gewächshaus erreichen wollen:

  • gewaechshausheizung-mit-thermostat

    Je nach Art und Nutzung des Gewächshauses herrschen dort unterschiedliche Temperaturen vor.

    Im Kaltgewächshaus muss es lediglich frostfrei bleiben, damit die empfindlichen Pflanzen durch den Frost keinen Schaden erleiden. Die Temperaturen dürfen nicht unter 0 °C absinken.

  • Ein temperiertes oder beheiztes Gewächshaus braucht eine aktive Beheizung, sodass ganzjährig eine Mindesttemperatur von zwischen 10 und 18 °C vorherrscht.
  • Das Treibhaus ist so ausgestattet, dass das ganze Jahr über 20 °C gewährleistet sind. Auch bestimmte tropische Pflanzen brauchen ganzjährig höhere Temperaturen.

Wichtiger Sicherheitshinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Die Heizung für das Gewächshaus sollte so beschaffen sein, dass sie spritzwassergeschützt ist. So ist gewährleistet, dass die Feuchtigkeit im Gewächshaus keinen Schaden verursachen kann. Abzulesen ist die Wasserdichtigkeit des Geräts an den Schutzstandards IP4, IPX4, IP67 und IP64.

2. Welche Arten von Gewächshausheizungen lassen sich unterscheiden?

Es gibt unterschiedliche Gewächshausarten und Pflanzen, die sich ganz verschiedene Raumtemperaturen wünschen. Diese Ausgangsbedingungen haben Hersteller namhafter Marken dazu genutzt, um ganz unterschiedliche Typen von Gewächshausheizungen auf den Markt zu bringen. Aus Tests zu Gewächshausheizpilzen, Tests zu Gewächshausstrahlern und aus Tests zu Gewächshausheizungen im Allgemeinen hat die Heimwerker.de-Redaktion diese unterschiedlichen Varianten recherchiert:

Heizungstyp Merkmale
elektrische Gewächshausheizung
  • Stromanschluss erforderlich
Gewächshausheizung mit Gas/Gewächshausheizung mit Propangas
  • funktionieren meist mit Flüssiggas-Flaschen
Gewächshausheizung mit Petroleum
  • hat einen integrierten Tank
  • ist sehr sparsam im Verbrauch
  • Petroleum-Gewächshausheizung als Frostwächter geeignet
Holz- oder Pelletheizungen
  • Gewächshausheizung ohne Strom
  • brauchen einen Schornstein oder einen anderen Abgasabzug mit ausreichend großem Durchmesser
Gewächshausheizung „solar“
  • heizt mit Solarenergie
  • kann Energie für die Gewächshausheizung mit Strom in Akkus speichern
Gewächshausheizung mit Öl
  • eher für kleine Gewächshäuser geeignet
Diesel-Gewächshausheizung
  • Betrieb mit Dieselgenerator, der ausreichend Abluft braucht
Mini-Gewächshausheizung
  • kleine Gewächshausheizung für besonders kleine Gewächshäuser konzipiert

Ein wichtiges Entscheidungskriterium mit Blick auf diese Varianten ist auch der Energiepreis, der für Strom recht hoch sein könnte.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Bei einem größeren Gewächshaus oder einem Gewächshaus mit hohem Strombedarf kann es sich lohnen, die Gewächshausheizung an die Heizungsanlage des Wohnhauses anzuschließen.

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Ein Gewächshaus mit Sonnenenergie zu beheizen, erfreut sich aktuell großer Beliebtheit, denn die Kraft der Sonne ist kostenfrei.

Großer Beliebtheit erfreut sich vor dem Hintergrund des Kostenfaktors aktuell vor allem die Solar-Gewächshausheizung. Welche Vor- und Nachteile Solar-Gewächshausheizungen haben, zeigt diese Gegenüberstellung:

    Vorteile
  • Sonnenenergie ist kostenfrei
  • umweltschonend, weil emissionsfrei
  • gut geeignet in Kombination mit einer Elektro-Gewächshausheizung
  • kann die Energie entweder direkt per Kabel an die Heizung weiterleiten oder in einem Akku speichern
    Nachteile
  • meist zu wenig Sonneneinstrahlung, sodass sie nicht als Solo-Heizung funktioniert
  • arbeitet nicht überall wirtschaftlich

3. Was ist laut Gewächshausheizungs-Tests mit Blick auf Größe und Leistung zu beachten?

Auch eine kleine Gewächshausheizung kann sehr leistungsstark sein. Modelle in kompakter Form haben nur geringe Abmessungen und dennoch Power. Dabei gibt es Modelle, die nur 50 cm hoch und 50 cm breit sind. So bleibt mehr Platz für die Pflanzen. Viele der Gewächshausheizungen können Sie einfach auf den Boden stellen oder an Wand oder Decke des Gewächshauses aufhängen.

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    Eine Gewächshausheizung ist in vielerlei Hinsicht von Vorteil: Im Gewächshaus kann unabhängig von der Jahreszeit Obst und Gemüse angebaut werden. Das Thermostat sorgt für eine konstante Temperatur im Gewächshaus.

    Aufstellort: Für eine optimale Beheizung ist der ideale Platz für die Heizung mitten im Gewächshaus. In unmittelbarer Nähe sollten keine Pflanzen stehen. Einige der Gewächshausheizungen werden sehr warm und könnten die Pflanzen verbrennen.

  • Besonderheit des Elektro-Gewächshauses: das Thermostat. Bei einer elektrischen Gewächshausheizung mit Thermostat schalten sich die Heizspulen nur ein, wenn eine bestimmte, zuvor gewählte Temperatur unterschritten wird. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, schalten sie sich wieder ab. Das hilft, Energie zu sparen.

Gewächshausheizungen mit Strom gibt es in verschiedenen Leistungsstufen. Viele sind Gewächshausheizungen mit 2 kW. Damit lässt sich ein Gewächshaus mit einer Größe von 10 bis 20 m2 gut beheizen. Ein größeres Gewächshaus brauchen Sie eine entsprechend größere Heizung. Für kleine Tomatenhäuser sind oft Mini-Gewächshausheizungen mit 500 bis 1000 Watt vollkommen ausreichend. Ist die maximale Heizleistung der Heizung allerdings zu gering gewählt, erreicht sie nicht die gewünschte Temperatur.

Der Energieverbrauch ist direkt an die Leistung und an die Betriebsdauer gekoppelt. Eine hohe Heizleistung zusammen mit vielen Betriebsstunden kann über die kalten Wintermonate hinweg teuer werden.

Tipp der heimwerker.de-Redaktion: Bei Hornbach, Dehner und Obi können Sie Gewächshausheizungen kaufen. Ab und an gibt es auch günstige Gewächshausheizungen als Aktionsware. Bei Discountern wie Aldi oder Lidl sind diese speziellen Produkte aus der Kategorie Gartenbedarf hingegen eher selten im Angebot. Seitens der Stiftung Warentest gibt es keinen Gewächshausheizungs-Test und demzufolge auch keinen Gewächshausheizungs-Testsieger. Wir empfehlen Ihnen, den Gewächshausheizungs-Vergleich zu lesen. Dort sind alle wichtigen Daten übersichtlich zusammengetragen. Das Gerät mit den für Ihren Garten passenden Werten können Sie dann direkt bestellen.

4. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Gewächshausheizungs-Vergleich

4.1. Warum gibt es spezielle Gewächshausheizungen?

Gewächshausheizungen sind eigens für den Betrieb in einem Gewächshaus oder einem anderen Feuchtraum konzipiert. Sie bieten die entsprechenden Sicherheitsstandards für einen reibungslosen Betrieb. Das Gerät muss unter besonderen Bedingungen funktionieren, denen normale Heizgeräte nicht unbedingt standhalten können. Sie sollten für Ihr Gewächshaus immer eine eigens für diesen Zweck deklarierte Gewächshausheizung einer anderen Heizung, beispielsweise einer Gasheizung, vorziehen.

4.2. Was ist eine Gewächshausheizung mit Umluft?

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Eine Umluft-Gewächshausheizung verwirbelt nicht nur die Luft, sondern nutzt die warme Luft, die sich meist direkt unter dem Dach befindet, gezielt, um den Rest des Hauses zu erwärmen.

Eine elektrische Gewächshausheizung, die mit Umluft arbeitet, ist eine kostenbewusste Art, das Gewächshaus zu beheizen. Durch das Umluftprinzip lassen sich etwa 50 Prozent der Heizkosten gegenüber einer herkömmlichen, elektrischen Heizung einsparen. Die meisten Geräte haben mehrere Heizstufen. Das Umluftprinzip funktioniert folgendermaßen: Im Dachbereich ist die wärmere Luft. Diese wird abgesaugt, mithilfe eines Thermostats wieder auf die eingestellte Temperatur gebracht und anschließend durch entsprechende Rohre oder Schläuche wieder in das Gewächshaus hineingeblasen. Die Umwälzpumpe hat einen sehr geringen Energieverbrauch.

4.3. Sind Gewächshausstrahler oder Gewächshausheizpilze eine Alternative?

Gewächshausstrahler oder Gewächshauspilze sind eine gute Alternative für die Beheizung des Gewächshauses. Insbesondere für kleinere Gewächshäuser und wenn es darum geht, das Gewächshaus frostfrei zu halten. Es gibt sie als Gewächshausheizung mit Gas und als elektrische Gewächshausheizung.

4.4. Gibt es eine Bio-Gewächshausheizung?

Mit einem Biomeiler können Sie Ihr Gewächshaus ebenfalls beheizen. Dabei handelt es sich um einen speziellen, großen Komposthaufen. Die Wärmeentwicklung, während die Biomasse verrottet, nutzen Sie dabei, um Luft oder Wasser für die Beheizung Ihres Gewächshauses zu nutzen. Wenn keine Wärmeentwicklung mehr entsteht, weil der Kompost vollständig umgewandelt ist, haben Sie hochwertigen Humus, den Sie für Ihre Pflanzen nutzen können. Bio Green hat spezielle Gewächshausheizungen ähnlicher Art im Sortiment, eine sogenannte mitwachsende Wärmeplatte.

4.5. Welches Öl eignet sich für die Gewächshausheizung?

Am besten geeignet sind Paraffinöl oder Petroleum. Die Heizung ist kostengünstig und sparsam. Ein Ölofen mit Heizöl, wie sie früher üblich waren, können Sie im Gewächshaus nur betreiben, wenn Sie einen entsprechenden Schornstein haben.

4.6. Wie funktioniert eine Gewächshausheizung mit Kerze?

Nicht vergleichbar!

Zuverlässige Wärme, wie mit professionellen Gewächshausheizungen, erhalten Sie mit einer Kerze natürlich nicht. Nutzer empfehlen in Tests über Gewächshausheizungen vor allem die Hersteller bzw. Marken Palma, Warmax, Lighthouse und Frosty.

Mit einer oder mehreren Kerzen lässt sich ganz leicht eine Gewächshausheizung ohne Strom als Frostwächter bauen. Dafür brauchen Sie einen oder mehrere saubere Tontöpfe und ebenso viele Stumpenkerzen. Die Menge ist abhängig von der Größe des Gewächshauses. Für jeden Tontopf brauchen Sie eine kleine Tonscherbe, um das Loch abzudecken und ein kleines Steinchen. Auf einer feuerfesten Unterlage platzieren Sie die Kerze und zünden sie an. Darüber stülpen Sie den Tontopf. Das Steinchen legen Sie an einer Stelle so unter den Rand des umgedrehten Topfes, dass Luftzufuhr gewährleistet ist.

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