Unkraut & Schädlinge

Buchsbaum: Krankheiten, Schädlinge und Pilzbefall bekämpfen

Buchsbaum Pflege ist intensiv bei Formgehölz

Der Buchsbaum ist ein sehr beliebter immergrüner Strauch, der gerne als Busch, natürlicher Sichtschutz oder als in Form geschnittene Buchsbaumkugel im Eingangsbereich gepflanzt wird.

Zwischen März und Mai zeigen sich schließlich unscheinbare, aber wohlriechende gelbe Blütenknäule.

Für einen schönen und vor allem gesunden Buchsbaum ist eine regelmäßige Pflege notwendig. Besonders problematisch ist der Befall durch Pilzsporen oder den Buchsbaumzünsler.

Beide Krankheitsbilder schaden der Pflanze dauerhaft, können sogar zu einem Absterben führen und müssen daher schnellstmöglich gezielt behandelt werden. Der Pilz findet im Sommer optimale Witterungsbedingungen vor:

Wärme und Feuchtigkeit fördern ein Pilzwachstum, während die Sporen durch warme Winde weiterverbreitet werden.

Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie Ihre Buchsbäume vor Krankheiten schützen und richtig pflegen können.

Pilzbefall beim Buchsbaum (Cylindrocladium buxicola)

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Buchsbaum wird vielfach als Formgehölz gezogen.

Der Buchsbaum gilt als Ziergehölz und wird als immergrüne Pflanze besonders gerne in Privatgärten und öffentlichen Parks gepflanzt.

Ob als Hecke, kunstvoll geformte Solitärpflanze oder wilder Busch – der Buchsbaum wird allen Anforderungen gerecht und zwischen März und Mai zum Blickfang im Garten, wenn ihn kleine gelbe Blüten schmücken.

In den letzten Jahrzehnten ist ein europaweites Buchsbaumsterben zu beobachten, das Experten zunehmend beunruhigt. Häufigster Grund ist eine festgestellte Infektion mit dem Pilz Cylindrocladium buxicola, der bisher in Deutschland kaum anzutreffen war und ausschließlich Buchsbäumen befällt.

Aufgrund der sich wechselnden Klimabedingungen findet der Pilz optimale Bedingungen vor und breitet sich besonders schnell aus. Es hilft bereits präventiv robuste Sorten zu pflanzen. Als besonders anfällig gelten etwa die Buchsbaumsorten "Blauer Heinz" und "Suffruticosa".

Braune Blätter und braune Stellen am Buchsbaum

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Pilzbefall durch den Erreger Cylindrocladium Buxicola. Helle Sporen auf der Balttunterseite beim Buchsbaum.

Der Erreger Cylindrocladium hat im Sommer die Möglichkeit, seine Sporen schnell zu verbreiten.

In den feuchten Morgenstunden finden sich zahlreiche der weißen Sporen an der Blattunterseite, während warme Winde die Sporen leicht im gesamten Garten und in der Nachbarschaft verteilen.

Bleibt das Wetter feucht-warm, sind daher weitere Schäden zu erwarten, da die Infektion an Blattnässe gebunden ist, denn an nassen Blättern bleiben fliegende Sporen leichter haften.

Wo die Möglichkeit besteht, sollten Buchsbäume daher vor zu viel Feuchtigkeit geschützt werden.

Ein Erkennen des Pilzbefalls fällt Laien oft nicht leicht. Ein erstes Symptom, neben den hellen Sporen an der Blattunterseite, ist braun verfärbtes Laub.

Ist dieses Stadium erreicht, hilft nur noch ein radikaler Rückschnitt erkrankter Pflanzenteile. Dieses Schnittgut gehört nicht auf den Komposthaufen und wird im Restmüll entsorgt. Gleiches gilt für abgefallenes Laub, das eventuell sogar schon den Boden kontaminiert hat.

Tipp: Entfernen Sie zudem die oberste Erdschicht, da der Pilz mehrere Jahre im Boden überdauern kann.

Fehldiagnose: Buchsbaumkrebs

Bei der Diagnose von Pilzerkrankungen sind ein geschultes Auge und viel Erfahrung gefragt, denn häufig entpuppt sich ein vermeintlicher Befall mit Cylindrocladium buxicola als eine von Volutella buxi verursachte Erkrankung, die auch als Buchsbaumkrebs bezeichnet wird.

Auch hier finden sich zunächst fahlgrüne Blattverfärbungen, die zu einem Absterben von Trieben vitaler Pflanzen führen.

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Beim einem Pilzbefall kann schnell die gesamte Hecke in Mitleidenschaft gezogen werden.

Erkennen können Sie einen solchen Befall zudem am hellrosanen bis apricot-farbenen Sporenbelag auf der Unterseite abgestorbener Blätter.

Auch der Pilz Fusarium buxicola kann zu vergleichbaren Erscheinungen führen, er wird aber äußerst selten diagnostiziert.

Buchsbaumpilz bekämpfen

Da kaum ausreichend wirksame vorbeugende und heilende Präparate gegen die Pilzerkrankung bekannt sind, müssen unterschiedliche Hygienemaßnahmen bewusst eingehalten werden, um die Befallswahrscheinlichkeit und -dauer zu minimieren. Auch radikales Roden kann angezeigt sein.

Generell sind großblättrige Sorten wie "Faulkner" weniger anfällig gegen Pilzbefall.

Robuste Sorten wählen: Als besonders anfällig gilt die Sorte Buxus sempervirens 'Suffruticosa', aber der Pilz tritt auch bei anderen Buxus-Arten auf. Resistente Sorten sind bisher noch nicht gezüchtet.
Nur gesunde Ware pflanzen: Sichtlich erkrankte Pflanzen sollten Sie prinzipiell nicht kaufen. Achten Sie auf verfärbte Triebe und fahle Blätter.
Blattnässe vermeiden: Pilzinfektionen benötigen anhaltende Nässe und Wärme. Wässern Sie daher nur an der Pflanzenbasis – idealerweise frühmorgens oder in der Dämmerung
Kranke Pflanzenteile entfernen: Erkrankte Pflanzenteile werden immer zusammen mit dem herabgefallenen Laub entfernt. Die oberste Erdschicht sollte dabei ebenfalls entsorgt werden, da der Erreger im Boden mehrere Jahre überdauern kann. Schnittgut und befallenes Laub gehören nicht auf den Kompost.
Ausschneiden erkrankter Stellen: Diese weniger radikalen Schnittmaßnahmen können bei schnell wachsenden und weniger anfälligen Sorten zum Erfolg führen. Da aber häufig auch kurz über dem Boden noch Infektionsstellen (Verfärbungen) am alten Holz zu finden sind, scheidet diese Möglichkeit oft aus.
Wiederstandskraft der Pflanze stärken: Vorhandene Buchsbaumbestände sollten durch eine gute Pflege und regelmäßige Düngung gestärkt werden.
Desinfektion und Sauberkeit: Alle verwendeten Geräte und Werkzeuge sowie Schuhe und Hände müssen nach Gebrauch gründlich gereinigt und nach Möglichkeit desinfiziert werden, bevor weitere Pflanzungen bearbeitet werden. Auf diese Weise verhindern Sie eine Übertragung von Krankheitssporen auf andere Pflanzen und Gartenbereiche.

Befall mit der Raupe des Buchsbaumzünslers

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Buchsbaumzünslerlarven bilden Gespinste im Inneren des Busches und fressen die Blätter und Rinde.

Der Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis) ist ein ostasiatischer Kleinschmetterling, der im letzten Jahrhundert nach Europa eingeschleppt wurde. Seine Eier legt der Schmetterling bewusst an Buchsbäumen ab – die Larven sind daher unliebsame Schädlinge, die sowohl die Buchsbaumblätter als auch die Rinde der Pflanzen fressen.

Auf diese Weise bedrohen die Buchsbaumzünslerlarven, auch China-Raupe genannt, private Bestände und Buchsbäume in öffentlichen Parkanlagen.

Die Raupen haben eine gelb-grün-schwarz-gestreifte Körperfärbung und können bis zu fünf Zentimeter lang werden. Die Schädlinge beginnen bereits im zeitigen Frühjahr mit ihrem Fraß an vielen Pflanzenteilen.

Wird ein Befall festgestellt, muss schnell gehandelt werden, da sich der Schädling rasch vermehrt, mehrere Generationen im Jahr bildet und den Buchsbaum in kurzer Zeit kahlfressen kann. Alle Pflanzenteile oberhalb dieser Fraßstellen sterben ab.

Tipp: Typisch für die Raupen des Buchsbaumzünslers ist die Bildung von dichten Gespinsten im Inneren der Buchsbaum-Büsche. Spätestens jetzt können Sie den Befall feststellen – häufig ist es dann jedoch bereits zu spät.

Buchsbaumzünsler bekämpfen

buchsbaumzuensler-falter legt Eier auf Buchsbäume
Der Buschbaumzünsler sucht bewusst Buchsbäume zur Eiablage auf.

Die effektive Bekämpfung der Raupen ist nicht einfach. Da die Schädlinge sich vorzugsweise von innen nach außen vorarbeiten, kann ein Befall häufig erst festgestellt werden, wenn die Pflanze bereits zerstört oder stark geschädigt ist.

Auch mit Pflanzenschutzmitteln sind Buchsbaumzünslerlarven nur schwer zu erwischen. Bei großen und dicht belaubten Buchsbaumpflanzen ist es schwierig, den inneren Bereich vollständig mit Pflanzenschutzmitteln zu benetzen. Zudem bildet das dichte Gespinst der Raupe ein zusätzliches Hindernis.

Als erste Maßnahme für den Privatgarten empfiehlt sich ein Absammeln der Raupen sowie das Entfernen der Gespinste und Befallsnester. Kontrollieren Sie auch die Blattunterseiten auf einen Befall hin und wiederholen Sie den Vorgang über mehrere Tage.

Tipp: Ein harter Wasserstrahl kann dabei helfen, Raupen von den Trieben zu spülen. Auch ein kräftiges Rütteln kann bereits helfen. Abschließend werden die Tiere vernichtet oder im Hausmüll entsorgt.

Wie erkennt man die Raupe des Buchsbaumzünslers?

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Die Raupen des Buchsbaumzünslers fressen die Blätter und Rinde der Pflanze.

Die Raupen des Buchsbaumzünslers sind auf den immergrünen Sträuchern gut getarnt: Mit ihrer grünen Körperfarbe und den schwarzen Punkten sind sie nur schwer zu erkennen. Je nach Alter ist die Raupe zwischen neun Millimetern und sechs Zentimetern groß. Häufig sitzt der Schädling zwischen und unter den Blättern.

Anfangs spinnt die Raupe des Buchsbaumzünslers größere Blätter oder kleinere Zweige zusammen, später hält sie sich zeitweilig in einem selbst gesponnenen Sack auf. In diesem Zustand versteckt sich die Raupe in Gespinsten, die sich durch den gesamten Buchsbaum ziehen.

Wenige Tage nach der Verpuppung schlüpfen die hellen Schmetterlinge. Die weißen Flügel des ausgewachsenen Falters verfügen über einen breiten schwarzen Rand. Später legt der Buchsbaumzünsler seine Eier bewusst an einer Buchsbaumpflanze ab – hier schlüpft dann die nächste Raupengeneration.

Häufig werden Buchsbaumzünslerfalter in Gärten und in öffentlichen Parkanlagen noch bis in den Dezember hinein gesichtet. Ein Schmetterling kann dabei bis zu vier Generationen im Jahr hervorbringen.

Buchsbaumblattflöhe befallen Buchsbäume nach dem Austrieb

Schon kurz nach dem Austrieb treten am Buchsbaum häufig Larven des Buchsbaumblattflohs, Experten sprechen von Psylla buxi, auf. Der Befall tritt vor allem an den Triebspitzen auf. Die erwachsenen, geflügelten Blattflöhe erscheinen ab Ende Mai bis Anfang Juni.

Die Schädlinge saugen schließlich an den Blättern, wodurch sich diese löffelartig krümmen. Außerdem scheiden die Larven weiße, watteartige Wachsfäden aus, die später die Triebspitzen verunzieren. Bei stärkerem Befall können sich auf den durch die Larven befallenen Blättern zusätzlich schwarze Rußtaupilze ansiedeln.

Eine Bekämpfung des Buchsbaumblattflohs ist mit Schädlingsbekämpfungsmitteln, die es im Gartenfachhandel gibt, möglich, aber in der Regel nicht erforderlich. Ein leichter Rückschnitt der Triebe reduziert den Befall ebenfalls.

Buchsbäume züchten

buchsbaumblueten im Frühjahr
Zwischen März und Mai blüht der Buchsbaum.

Der Buchsbaum oder Buchs (B. sempervirens), auch Buxus genannt, ist eine uralte Gartenpflanze, die in Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet und sehr beliebt ist.

Der Buchs zählt als immergrüne Pflanze zu den beliebtesten Gartenpflanzen und wird mittlerweile in einer großen Sortenvielfalt für den Privatgarten angeboten.

Die kleinwüchsige Züchtung "Suffruticosa" ist beispielsweise eine ideale Einfassungspflanze und gedeiht auch als Kugelbuchs im Kübel auf dem Balkon gut.

buchsbaum-topf-mit Stecklingen im Spätsommer
Buchbäume werden im Spätsommer durch Stecklinge vermehrt.

In den meisten Gärten findet man Buchsbaum als kleine Hecke (Rabattenbegrenzung) für einen natürlichen Sichtschutz oder als bewusst gesetzte Solitärpflanze. Buchsbäume stellen keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit, bevorzugen aber feuchte Standorte mit lockeren, kalkhaltigen Böden und vertragen Sonne genau so gut wie Schatten.

Da der Buchsbaum bis zu zwei Meter hoch und breit wachsen kann, ist er enorm schnittfähig und eignet sich hervorragend als Formgehölz.

Buchs kann man selbst ziehen.

Es gilt allgemein der Leitsatz, dass Buchsbaumzweige nur in den Kalendermonaten anwurzeln, die ein "r" enthalten. Besonders guter Pflanzzeitpunkt ist der Spätsommer. Jetzt stehen letzte Schnittmaßnahmen vor der Winterruhe an, und der Buchs kann durch Stecklinge vermehrt werden.

Schneiden Sie zu diesem Zweck einige Zweige mit einer Länge von rund 10 cm vom Busch ab und entfernen Sie die Blätter am Ende des Stils. Setzen Sie die Schnittlinge im Anschluss in ein ausreichend großes Gefäß mit frischer Blumen- oder Komposterde, drücken Sie alles gut fest und wässern Sie ausreichend an.

Tipp: Nach einem alten Volksglauben tragen Obstbäume in der Nähe von Buchs besonders viele Früchte.

Alternativen zum Buchsbaum

buchsbaum-ohne Pilz- und Fraßschaden
So gesund ist Buchsbaum inzwischen selten.

Buchsbäume sind ausgesprochen schnittverträglich, wachsen dicht verzweigt und bilden feine grüne Blätter aus. Dennoch sind die Buchskugeln sehr anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Daher entscheiden sich viele Hobbygärtner zu pflegeleichteren Alternativen, die dem Buchbaum optisch und in ihrer Pflege ähneln.

Besonders geeignet ist die Sorte Dark Green der Japanischen Hülse (Ilex crenata). Die stachellose Pflanze gedeiht sowohl im Schatten als auch in der Sonne und ist winterhart. Staunässe gilt es hingegen zu vermeiden, sodass schwere Böden vor der Pflanzung mit Sand und reifem Kompost aufbereitet werden sollten.

Dem Buchsbaum ähnlich ist zudem der Tatra-Seidelbast (Daphne arbuscula), der sich aufgrund seines niedrigen Wuchses auch gut zur Beeteinfassung oder als Bodendecker eignet. Zudem bildet der Seidelbast im April und erneut im Spätsommer violette Blüten, die mit ihrem angenehmen Duft Nützlinge in den Garten locken.

Wenn Sie einen pflegeleichten immergrünen Nadelbaum suchen, können Sie auf die kleinwüchsige Sorte "Mecki"der Pflanzenfamilie der Thujen (Thuja occidentalis) zurückgreifen. Die duftenden Nadeln behalten auch im Winter ihre dunkle Färbung, wodurch der kleine Strauch zum Blickfang wird.

 

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Kommentare
  • Habe meinen Buchs zum größten Teil gerettet. Einfach Perlkalkstickstoff unten an die Pflanzen streuen. Der Pilz ist bodenhäusig und wird bekämpft. Unten wässern. Zur Sicherheit nach einigen Wochen wiederholen.
    Siegfried Jarszik 04.04.2019 07:39:31 antworten
  • Zumindest sind diese und anderswo beschriebene Buchs Krankheiten halbwegs behandelbar. Der Buchsbaumzünsler ist da weitaus aggressiver (siehe Artikel zum Zünsler). Durch den versteckten Befall und seine hohe Mobilität ist eine Bekämpfung sehr schwierig.
    marot90 05.02.2014 14:40:34 antworten
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