Gartenhecke

Thuja als Hecke pflanzen: 5 Pflegetipps für den Lebensbaum

  • Die Thuja eignet sich besonders für die Pflanzung als Hecke, da sie sich gut schneiden lässt und sehr blickdicht wächst.
  • Achten Sie jedoch besonders im Sommer darauf, die Thuja zusätzlich mit Wasser zu versorgen. Sie reagiert besonders stark auf Wassermangel.
  • Wollen Sie Ihre Thuja-Hecke schneiden, bietet sich hier das Frühjahr für einen radikalen Rückschnitt an. Im Sommer können Sie mit kleineren Schnittarbeiten Ihre Hecke in Form halten.

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Der Lebensbaum, häufig auch Thuja genannt, wird in vielen Gärten als Hecke gepflanzt und bietet als immergrünes Gewächs einen ganzjährigen Sicht- und Lärmschutz.

Am richtigen Standort wachsen die meisten Thujasorten bis zu 40 cm im Jahr, sodass Sie schnell mit einer blickdichten Hecke rechnen können.

Neben einer Heckenpflanzung wird die Thuja auch gerne als Solitärpflanze gesetzt und in eine ansprechende Form geschnitten. Generell gilt der Lebensbaum als pflegeleicht und eignet sich somit für nahezu jeden Garten.

Besonders wichtig ist eine ausreichende Wasserversorgung: Besonders im Sommer neigt die Thuja zu Blattverbrennungen oder braunen Verfärbungen.

Wir erklären Ihnen auf Heimwerker.de, worauf Sie bei der Thujenpflege achten müssen, um die Pflanzengesundheit zu fördern und erhalten.

1. Beliebte Thujasorten

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Einige Thuja-Arten, wie hier die Sorte “Teddy”, behält auch ohne Trimmen eine rundliche Form bei.

Thujen zählen neben der Kiefer und Fichte zu den Nadelgehölzen, bilden aber selber keine Nadeln aus. Die kleinen grünen Blättchen erinnern in ihrer Form an Nadeln, werden von Botanikern aber als Schuppenblätter bezeichnet.

Dabei wachsen Thujen als immergrüne Sträucher oder auch Bäume. Botaniker unterscheiden generell fünf Arten, die sich in zahlreiche unterschiedliche Sorten differenzieren:

  1. Koreanischer Lebensbaum (Thuja koraiensis)
  2. Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)
  3. Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata)
  4. Japanischer Lebensbaum (Thuja standishii)
  5. Sichuan-Lebensbaum (Thuja sutchuenensis)

Neben einer abweichenden Optik und unterschiedlichen Wachstumsbedingungen können die fünf Arten auch anhand ihres Aromas differenziert werden. Wenn Sie die grünen Schuppenblätter zwischen den Fingern zerreiben, wird ein aromatischer Duft freigesetzt, der etwa an Ananas, Apfelmus, Zitrone, Nelken oder Mandeln erinnert.

Achtung: Thuja-Pflanzen sind giftig. Verzichten Sie daher auf einen Lebensbaum, wenn sich in Ihrem Garten häufig Kinder aufhalten, die Pflanzenteile verschlucken könnten.

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Kleinwüchsige Thujen dienen auch als dekorative Solitärpflanze im Blumenbeet.

Besonders geeignet für eine Gartenpflanzung sind Sorten des Abendändischen Lebensbaums, da er auch in zahlreichen zwergwüchsigen Neuzüchtungen angeboten wird und sich somit optimal zur Pflanzung als Hecke sowie Solitärpflanze eignet.

Eine beliebte Sorte ist Thuja occidentalis Smaragd, deren besonders feine Schuppenblätter im Winter ansprechend grün bleiben und sich auch bei starken Frösten nicht braun verfärben.

Pflanzen dieser Sorte wachsen schmal nach oben und müssen daher nur selten im unteren Bereich in Form geschnitten werden.

Ausgesprochen schnittverträglich ist die Sorte Thuja occidentalis Brabant. Zudem gilt sie als besonders dicht und schnell wachsende Lebensbaumsorte, wodurch sie sich gut als blickundurchlässige Gartenhecke eignet.

Dem gegenüber steht die Sorte Thuja occidentalis Teddy. Sie wächst ausgesprochen langsam, entwickelt dafür aber auch besonders weiche Schuppenblätter.

Wenn Sie keine Hecke, sondern eine Solitätpflanze ins Beet setzen möchten, können Sie auf Pflanzen der Sorte Thuja plicata Aurescens zurückgreifen. Diese wuchsfreudige Thuja muss jedoch regelmäßig in Form geschnitten werden, ansonsten wächst sie schnell hoch und breit und beschattet andere Stauden- und Ziergewächse.

Übrigens: Thujen werden häufig mit der Scheinzypresse verwechselt. Letztere ist jedoch deutlich wind- und kälteempfindlicher, verträgt hingegen aber Schatten besser als der Lebensbaum.

2. Standort und Pflanzung des Lebensbaums

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Thujajungpflanzen werden als Containerware angeboten. Das Alter sowie die Größe der Pflanzen variieren.

Der Lebensbaum bevorzugt einen sonnigen Standort mit einem nassen, leicht sumpfigen Boden.

Fällt das Substrat zu trocken aus, verfärben sich die Schuppenblätter der Thujen unansehnlich braun oder ganze Triebe sterben ab.

Ähnlich negative Auswirkungen haben viele Schattenstunden:

Zu wenig Sonnenlicht bewirkt ein schwaches und deutlich blickdurchlässigeres Pflanzenwachstum, sodass die Hecke keinen ausreichenden Sichtschutz entwickelt. Zudem sollte der Boden leicht sauer ausfallen.

Tipp: Eine Thujenhecke wird gerne zur Gartenumfriedung eingesetzt. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Thujen, wie nahezu alle Nadelgehölze, äußerst empfindlich auf eine hohe Salzkonzentration im Boden reagieren. Wird im Winter in unmittelbarer Heckennähe Salz gestreut, sollten Sie einen anderen Standort oder weniger anfällige Heckenpflanzen wählen.

Ist der ideale Standort gefunden, pflanzen Sie die Thuja-Hecke im Abstand von rund 40-50 cm. Hierfür werden entsprechenden Pflanzlöcher ausgehoben: Das Loch sollte doppelt so groß wie der Wurzelballen und ebenso tief ausfallen.

Thuja-Pflanzen vermehren

Thujen werden durch halbverholzte Stecklinge vermehrt. Diese werden im Spätsommer abgeschnitten und in hochwertige Pflanzenerde gesetzt. Wichtige Informationen zur richtigen Vorgehensweise finden Sie auf unserer Beratungsseite zur Stecklingsvermehrung. Eine Vermehrung über Samen ist möglich, aber sehr mühsam und nur selten von Erfolg gekrönt.

Lockern Sie den Untergrund mit einer Grabegabel und entfernen Sie mögliche kranke oder abgestorbene Wurzelteile. Ist der Wurzelballen sehr trocken, wird er vor der Pflanzung in ein Tauchbad gesetzt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Vor dem Einsetzen in das Pflanzloch werden die Wurzeln noch vorsichtig mit den Fingern gelockert. Richten Sie die Jungpflanze gerade aus und drehen Sie die optisch ansprechendste Seite in Blickrichtung.

Nun wird der Aushub mit organischem Dünger aufbereitet, um den Wurzelballen verteilt und leicht angedrückt – versuchen Sie Lufteinschlüsse zu vermeiden und wässern Sie abschließend alles gut an. Eine zusätzliche Rindenmulchschicht verhindert ein zu schnelles Wasserverdunsten und optimiert so den Boden für das Thujenwachstum.

Bei Heckenjungpflanzen empfiehlt es sich, zusätzliche Stützpfähle zu setzen, die für eine gesteigerte Stabilität sorgen und so der Pflanze das Anwurzeln erleichtern. Nach einigen Monaten können Sie die Stützen wieder entfernen.

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3. Thuja-Hecken pflegen

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Thuja-Hecken lassen sich leicht schneiden und eignen sich so besonders als Hecke.

Der Lebensbaum gilt generell als besonders pflegeleichte Heckenpflanze, da er bei einem geringen Pflegeaufwand, am richtigen Standort gepflanzt, bereits sehr gut und lange gedeiht.

Als wasserliebende Pflanze ist beim Lebensbaum eine regelmäßige Bewässerung besonders wichtig: Das Wurzelsystem der Hecke verläuft flach unter der Erde und muss viel Feuchtigkeit aufnehmen, um die Schuppenblätter grün und ansehnlich zu halten.

Kommt es zu Wassermangel, werden die Triebe braun und sterben ab. Ein gezieltes Mulchen – also das Abdecken der Erdoberläche rund um die Pflanzenbasis mit organischem Material – hilft, die Bodenfeuchtigkeit beizubehalten und ist bei einer Thujenhecke als präventive Schutzmaßnahme zu empfehlen.

Da der Lebensbaum stark salzempfindlich ist, darf kein Mineraldünger zur Anwendung kommen. Bereiten Sie das Pflanzsubstrat mit Hornspänen oder Humus auf und greifen Sie zur gezielten Nährstoffversorgung auf sogenannten Koniferendünger aus dem Fachhandel zurück.

Hinweis: Viele Thujensorten sind besonders schnittverträglich. Dennoch sollte der Rückschnitt nie bis ins alte Holz erfolgen, da Thujen auf Dauer von innen verkahlen und hier keine neuen Triebe mehr bilden – führen Sie den Schnitt daher konisch (in Trapezform) aus. Viele Sorten wachsen verstärkt in die Höhe, sodass Sie die Hecke in Bodennähe nur selten in Form schneiden müssen.

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Thuja-Hecken werden braun, wenn Sie nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden.

4. Thuja-Krankheiten und Probleme

Bei Lebensbäumen sind häufig bräunliche Blattverfärbungen und weitere Schäden zu beobachten, die ein Absterben der Triebe oder der gesamten Hecke zur Folge haben können.

Die Ursachen fallen unterschiedlich aus, lassen sich jedoch auf zwei gängige Probleme der Thujen zurückführen: Anhaltende Trockenheit sowie stark saure Böden beeinflussen die Pflanzengesundheit negativ, es kommt zu Blatt- und Triebkrankheiten.

Auf Heimwerker.de stellen wir Ihnen die häufigsten Probleme, die bei Thuja-Pflanzen auftauchen können vor und verraten Ihnen, wie Sie diese lösen können:

Problem Pflegetipp
Wassermangel
  • Wurzelwerk reagiert äußert empfindlich auf Wassermangel
  • Thuja besonders nach einem Rückschnitt mit reichlich Wasser versorgen
  • auch im Winter kann die Pflanze austrocknen
  • an frostfreien Tagen daher Thuja auch im Winter gießen
Streusalzschäden
  • Nadelgehölze reagieren empfindlich auf hohe Salzkonzentrationen im Boden
  • können durch das im Winter verteilte Streusalz oder aber eine regelmäßige Mineraldüngergabe entstehen
  • typisches Symptom sind bräunliche Triebspitzen in Bodennähe
  • um Salzschäden zu vermeiden, sollten Sie daher auf speziellen Koniferendünger oder organischen Dünger zurückgreifen
  • Hecke nicht unmittelbar neben den Gehweg pflanzen
  • entfernen Sie braune Schadstellen mit einer Heckenschere und wässern Sie den Boden kräftig
Wurzelfäule
  • wird durch unterschiedliche Pilzsporen ausgelöst
  • Rindengewebe der Wurzeln wird zerstört, woraufhin sich die Triebe gelb und schließlich braun verfärben, bevor sie gänzlich absterben
  • optimale Bodenaufbereitung ist daher die beste Präventivmaßnahme
  • ist Pflanze infiziert, muss sie umgehend samt Wurzelballen entfernt und im Restmüll entsorgt oder verbrannt werden
  • wird Pilz rechtzeitig erkannt, können spezielle Fungizidlösungen im Gießverfahren gereicht werden

5. Thuja-FAQ: Häufige Fragen beantwortet

5.1. Wie soll man Thuja-Hecken schneiden?

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Thuja-Pflanzen werden im Frühjahr das erste mal radikal geschnitten.

Thujen werden im Frühjahr nach dem letzten Frost stark zurückgeschnitten. Dabei schneiden Sie die Pflanze so, dass sie oben spitz zuläuft.

Im Sommer können Sie die Pflanze wieder schneiden, hier allerdings nur so, dass die Form der Pflanze erhalten bleibt.

5.2. Wie werden Thuja-Hecken gedüngt?

Verwenden Sie zum Düngen von Thuja-Pflanzen am besten einen organischen Dünger, oder einen Dünger, der speziell auf Nadegehölze ausgelegt ist.

Eine Pflege-Düngung sollte, ähnlich wie der Rückschnitt, im Frühjahr stattfinden. So unterstützen Sie die Pflanze dabei, starke neue Triebe und Wurzeln auszubilden.

5.3. Wie soll man Thuja-Pflanzen gießen?

Gerade bei jungen Pflanzen sollte täglich geprüft werden, ob die Erde um den Stamm der Pflanze herum ausgetrocknet ist. Hier sollte eine zusätzliche Wasserzugabe pro Woche genügen.

Wenn es im Sommer besonders warm ist, müssen Sie eventuell sogar zwei- bis dreimal wöchentlich gießen.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass das Wasser auch wirklich den Stamm erreicht und gießen Sie die Thuja nicht einfach von oben.

Bildnachweise: adobe.stock/Andrey, adobe.stock/Africa Studio, adobe.stock/encierro, adobe.stock/savelov, adobe.stock/encierro (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)