Küchenmöbel

Esszimmer gestalten: 5 Tipps und Tricks für den Essbereich

Das Esszimmer hat eine weitaus größere Funktion als nur ein Raum, in dem Nahrung aufgenommen wird. Tatsächlich ist in vielen Fällen der Essbereich, nicht das Wohnzimmer, das Zentrum der Wohnung. Dabei handelt es sich um keine neue Entwicklung. Das Esszimmer ist Sammelpunkt für die Familie oder eingeladene Freunde, hier sitzt man zusammen, hier werden auf dem großen Esstisch Brettspiele aufgebaut, hier unterhält man sich, lacht miteinander, kurz: hier wird gewohnt.

Doch während Wohnzimmer und Schlafzimmer oft dazu einzuladen scheinen, sie neu zu gestalten, bleibt der Essbereich meist lange unberührt. Dabei lässt sich sich das Esszimmer ebenso gestalten, mit weitreichenden Konsequenzen für Atmosphäre und Gemütlichkeit. In diesem Ratgeber soll ein Überblick über mögliche Gestaltungsarten ihres Essbereichs geliefert werden, sowie ein paar nützliche Tipps für große Wirkung bei überschaubarem Aufwand.

1. Der Esstisch ist der Kern des Esszimmers

Es ist keine Überraschung, dass der Tisch der Teil des Essbereichs ist, an dem sich der Aufenthalt konzentriert. Mehr als jedes andere einzelne Element formt der Esstisch die Ausrichtung des Raums. Wollen Sie Ihr Esszimmer modern neu gestalten, ist es also unverzichtbar, dem Tisch besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

1.1. Welche Form ist geeignet?

Ein runder Tisch findet oft Verwendung, wenn Sie ein Wohn- und Esszimmer gestalten. Für ein schmales Zimmer eignet er sich weniger.

Die Wahl beginnt bereits bei der Form. Rechteckig, rund, oval? Ihre Entscheidung sollte gleich von mehreren Faktoren beeinflusst werden. Zum ersten natürlich, ob der Tisch frei stehen oder gegen eine Wand oder in eine Ecke geschoben werden soll.

Bei Esstischen, die sich an Wände anschließen sollen, etwa für ein besonders schmales Zimmer, ist ein runder Tisch von vornherein schlecht geeignet. Bei einem frei stehenden Tisch hängt die Wahl vielmehr von der zusätzlichen Nutzung ab.

Versammeln Sie sich gerne mit Freunden zum Kartenspiel oder Basteln und zeichnen Sie mit der Familie am großen Tisch, wo jeder den gleichen Zugang zu allen Materialien haben sollte? Dann kann ein runder Tisch besonders praktisch sein.

Aber Achtung! Wenn Sie einen kleineren Essbereich zur Verfügung haben, kann eine ausziehbare Tischplatte ideal sein! Sie können flexibel die Tischfläche vergrößern und wieder verkleinern, wenn sie nicht mehr genutzt wird. Bei einer runden Tischplatte fällt diese Optionen für die Funktionalität weg.

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1.2. Welches Material wirkt besonders gut?

Wollen Sie ihr Esszimmer modern gestalten, kann ein Gegensatz bei den Materialien große Wirkung zeigen.

Der zweite große Aspekt ist das Material des Tisches. Massivholz, wie bei einem Bodahl-Esstisch, ist immer gefragt, und gibt ein Gefühl von Wärme. Dies kann entweder als Thema für den Essbereich voll aufgegriffen werden, oder auf interessante Weise mit widersprüchlichen Materialien kombiniert werden.

Tischbeine aus Metall etwa haben eine kühle Ausstrahlung, der harte Schnitt zwischen Holz und Metall kann designtechnisch äußerst wirksam sein. Die Kombination von Materialien ist ein besonders wirksames Designelement für Ihren Esstisch.

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1.3. Die Bestuhlung

Ähnliche Ansätze lassen sich bei der Bestuhlung verfolgen. Auch hier hat man die Option, Stühle zu wählen, die den Tisch designtechnisch komplimentieren – oder aber man arbeitet mit Gegensätzen. Hier ist es relevant, ob Sie mehr Wert darauf legen, dass Ihr Essbereich interessant für das Auge oder harmonisch ist. Zwischen beiden Extremen ist aber natürlich viel Raum für Mittelwerte.

2. Wände und Beleuchtung bieten großes Potential

Farbe und Essverhalten

Farben haben ganz unterbewusst großen Einfluss auf unser Essverhalten. Die Wandfarbe, die Beleuchtung, sogar die Geschirrfarbe können beeinflussen wie viel wir essen und wonach es schmeckt.

Moderne Möbel, eine spannende Deko – all das kann schnell untergehen, wenn Beleuchtung und Wandfarbe nicht passen. Obwohl es bei dem Vorgang, ein Esszimmer modern zu gestalten, größere Elemente gibt, können die eigentlichen Hintergrundelemente auf unliebsame Weise in den Vordergrund rücken.

Bei der Wandgestaltung haben Sie viel Freiheit, Ihre individuellen Designvorlieben einzubringen, solange diese nicht die Harmonie des Raumes grundsätzlich zerstören. Hier ist die positive Wirkung von Widersprüchen weniger vorhanden als bei den Möbelmaterialien. Die Wandfarbe sollte eher zum gewünschten Effekt beitragend wirken. Ist Ihre Einrichtung also mediterran angesetzt, maritim verziert oder sogar im Landhausstil gewählt, so sollte sich das in der Wandgestaltung fortsetzen.

Raumfarbe Wirkung
rot/orange/gelb
  • warm und gesellig, regt den Appetit an
  • besonders Rot kann aber zu dominant als Blickfang sein und muss gegebenenfalls durch Bilder, Wandgestaltung und andere Deko ausgeglichen werden
blau
  • harmonisch und konzentrationsfördernd
  • hemmt den Appetit
grün
  • erfrischend und kühl
  • Naturbezug

Die Farbe der Wände reguliert stark die Atmosphäre des Esszimmers und gibt eine Vorlage für Einrichtungsideen.

Längliche Räume können dabei durch dunklere Farben optisch verkürzt werden. Hier spielt die Beleuchtung, sowohl natürliche durch Fenster als auch künstliche, eine übergeordnete Rolle, denn bereits dunkle Räume sollten nicht noch weiter abgedunkelt werden.

Kleine Räume sollten zudem unbedingt hell gestrichen werden, andernfalls lässt die Wandfarbe sie noch kleiner wirken. Passen Sie die Farbe und Farbstärke an die Größe und Helligkeit Ihres Zimmers an.

Die Beleuchtung sollte für unterschiedliche gewünschte Atmosphären dienlich sein, denn gemeinsam beim Basteln oder Spielen zu sitzen benötigt helles Licht, während ein gemütliches Abendessen eher dezente Beleuchtung fordert. Im Idealfall können Sie zwischen direktem Licht und indirektem Licht wechseln.

3. Die Essecke kann zur raumsparenden Alternative werden

Ohne räumliche Abgrenzung zur Umgebung wirkt die möblierte Ecke hier ungemütlich. Einen Essbereich zu gestalten geht jedoch schon mit geringem Platz.

Ist es aufgrund von Platzmangel nicht möglich, ein eigenes Esszimmer zu gestalten, bietet sich eventuell eine Essecke für Ihren Bedarf an. Diese kann sogar durch ihre komprimierte Funktionalität noch gemütlicher sein als ein Esszimmer.

Entscheidend ist in diesem Fall die räumliche Abtrennung, damit die Ecke auch ihre eigene Wirkung entfalten kann. Erreichen lässt sich das mit Raumteilern, im Sinne des Platzsparens idealerweise Möbeln, welche einen Zweck außerhalb der Dekoration erfüllen. Aber auch eine farbliche Raumtrennung kann effektiv sein.

Selbst mit Einschränkungen bei der Tischwahl ist doch genug Spielraum vorhanden, um auch eine Essecke oder Essnische individuell zu gestalten. So ist eine platzsparende Einrichtungsidee, statt Stühlen eine Eckbank einzufügen. Diese trägt zudem zu der Gemütlichkeit einer Essecke bei.

Schlussendlich liefert mehr Platz zwar mehr Optionen, aber auch wenn Sie ein kleines Esszimmer gestalten oder eine Essecke entwerfen, haben Sie die Möglichkeit, mit wenigen Kernelementen eine große Wirkung zu erzielen.

Bildnachweise: stock.adobe.com/XtravaganT, stock.adobe.com/denisismagilov, stock.adobe.com/slavun, stock.adobe.com/Pixel-Shot, stock.adobe.com/tournee (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)