Dübel & Nieten

Fischer-Dübel: Anhand dieser 3 Kriterien finden Sie den passenden Dübel für jeden Baustoff

Dübel - Sortiment

Ganz gleich, ob ein Waschtisch, eine Satelliten-Anlage oder eine neue Markise befestigt werden müssen – welcher Dübel der Richtige ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab.

Untergrund, Last je Dübel, Nutzlänge, Montageart und eventuell Anforderungen an den Korrosionsschutz sollten zur Auswahl der Befestigung bekannt sein.

Spreizdübel galten lange als die Standarddübel. In festen Baustoffen wie Beton, Vollziegel und Kalksandstein sorgen sie für optimalen Halt.

Der Klassiker unter den Dübeln ist der Spreizdübel von fischer (S-Dübel). 1958 kam der Spreizdübel von fischer als erster Nylondübel auf den Markt. Heute ist er der meistproduzierte (und meistkopierte) Dübel der Welt.

Der Spreizdübel von fischer ist auch für Beton geeignet. Lange Zeit galt dieser Dübel von fischer als Universaldübel und Allzweckwaffe.

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen verschiedene Arten von Dübeln vor und erklären Ihnen, anhand welcher Kriterien Sie den passenden Dübel für Ihr Vorhaben finden, damit Ihr nächstes Heimwerker-Projekt auch garantiert klappt! Weiterführende Informationen zum Thema finden auf der Seite Dübel & Nieten – Test & Vergleich.

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1. Welche Dübel-Arten von fischer gibt es?

Bevor wir auf die unterschiedlichen Kriterien eingehen, die entscheidend bei der Auswahl des richtigen Dübels sind, möchten wir Ihnen zunächst einen Überblick über verschiedene Arten von fischer-Dübeln und ihre Anwendungsgebiete verschaffen.

Art Anwendungsgebiet
Kunststoffdübel sind für leichte bis mittelschwere Lasten geeignet.
Hohlraumdübel sind für die Befestigung an Wänden und Decken aus Plattenbaustoffen und in Hohldecken gedacht.
Langschaftdübel werden bei der Befestigung von Fassaden- und Dachunterkonstruktionen, schweren Hängeschränken, Kabeltrassen sowie Türen verwendet.
Metalldübel sind vielseitig einsetzbar und können bei verschiedenen Untergründen verwendet werden.
Schwerlastdübel sind die passende Lösung, um schwere Lasten in Beton zu verankern.

2. Den passenden Dübel auswählen: Diese 3 Kriterien sind entscheidend

2.1. Kriterium 1: Schraubenlänge

Achten Sie darauf, dass die Schrauben die Dübelspitze um die Länge des Durchmessers überragen.

Werden Schrauben mit zu kleinen Durchmessern verwendet, hält die Befestigung von fischer Dübeln weniger. Zu große Schraubendurchmesser erfordern mehr Kraft beim Einschrauben und damit auch unnötig mehr Zeit.

Häufig kommt es vor, dass zwar Dübel von fischer und Schrauben zur Hand sind, aber beide nicht zusammen passen.

Für optimale Haltewerte sind deshalb unbedingt die Herstellerangaben auf der Dübelpackung zu beachten.

Ebenso wichtig ist auch die Wahl der richtigen Schraubenlänge. Die Schrauben sollten die Dübelspitze um die Länge des Schraubendurchmessers überragen.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass Fliesen, Putz oder Isolierstoffe keine tragenden Schichten sind. Eine sichere Verankerung muss im darunter liegenden Baustoff erfolgen. Die optimale Schraubenlänge lässt sich leicht ermitteln:

Mindestschraubenlänge
= 1 x Schraubendurchmesser
+ Dübellänge
+ Dicke des Verputzes und/oder Isolierstoffes
+ Dicke des Montagegegenstandes

2.2. Kriterium 2: Bohrerstärke

Doch mit welcher Bohrerstärke muss nun für welche Dübelgröße gebohrt werden?

Meistens gilt: Der Dübeldurchmesser entspricht dem Bohrerdurchmesser. In Porenbeton und anderen sehr weichen Baustoffen ist es jedoch besser, das Loch um 1 mm kleiner zu bohren. Der Dübel erhält so eine bessere Tragfähigkeit.

In Bezug auf das Kriterium der Bohrerstärke gilt: Der Dübeldurchmesser muss dem Bohrerdurchmesser entsprechen.

2.3. Kriterium 3: Untergrund

Befestigungsarten

Bei der Wahl der passenden Dübel können abhängig von Baustoff, Lasten und Montage fünf Befestigungsarten von fischer Dübeln unterschieden werden: Allgemeine Befestigungen, Hohlraumbefestigungen, Rahmenbefestigungen sowie Schwerlast- und Injektionsbefestigungen, zu denen auch die Verbundanker zählen.

Entscheidend für die Dübelauswahl ist der Untergrund, an dem etwas befestigt werden soll. Je weicher und löchriger die Wand, desto länger und dicker sollten Dübel und Schrauben gewählt werden.

Bei unverputztem Mauerwerk kann die Wandbeschaffenheit anhand der Steinform und -farbe bestimmt werden. Ist die Wand dagegen verputzt oder verkleidet, hilft eine Probebohrung. Je nach Bohrfortschritt und Farbe des Bohrmehls kann der Ankergrund bestimmt werden.

Lochsteine, Baustoffe mit geringer Festigkeit und Portenbeton sollten nur im Drehgang (ohne Schlag) gebohrt werden – auch wenn es anders schneller geht.

Gerade bei Lochziegeln besteht sonst die Gefahr, dass die Stege im Baustein zerstört werden und die Dübel später kaum noch Halt finden.

Auch die gründliche Reinigung des Bohrloches ist wichtig für den sicheren Halt der Dübel, da diese nur in einem sauberen Bohrloch maximale Haltewerte erzielen.

Bohrlöcher können ausgebürstet oder mit einem Staubsauger oder mittels Gebläse auch ausgesaugt und ausgeblasen werden.

Dieses Thema wurde für Sie von heimwerker.de in Zusammenarbeit mit Fischerwerke ausgearbeitet.

Kontakt Fischerwerke Artur Fischer GmbH & Co.KG

Weinhalde 14 – 18 72178 Waldachtal

Tel.: 07443 / 12-0 Fax: 07443 / 12-4222

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