Dübel & Nieten

Dübel für Gipskarton – Dübel für die Trockenbauwand – Fischer-Dübel

Dübelsortiment

Trockenausbau mit Gipskartonplatten bietet auf den ersten Blick viele Vorteile. Das vorhandene Raumangebot kann flexibler genutzt werden, Trocknungszeiten entfallen und Elektro- sowie Sanitärinstallationen lassen sich schnell und kostengünstig ausführen. Wie aber können auch schwere Gegenstände an den Leichtbau-Platten sicher verankert werden?

Geeignete Befestigungssysteme werden für die unterschiedlichsten Montagebedingungen angeboten, allerdings hält nicht jeder Dübel in jedem Baustoff. Daher zeigen wir Ihnen, welcher Dübel für Gipskarton und welcher für eine Trockenbauwand genutzt werden kann. Mit unseren Tipps lässt sich fast alles befestigen.

Möglicherweise interessieren Sie sich auch einen der folgenden Beiträge: Powerknete zum Dübeln, für jeden Baustoff den richtigen Dübel oder Kleben statt Bohren.

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1. Welcher Dübel passt?

einfacher Dübel
Dübel

Die Wahl der passenden Befestigung hängt von verschiedenen Kriterien ab: Untergrund, Lasten, Nutzlängen und Montageart sollten für die richtige Entscheidung bekannt sein.

Hohlraum-Dübel
Hohlraum-Dübel

Häufig kommt es vor, dass zwar Dübel und Schrauben zur Hand sind, aber beide nicht zusammen passen. Werden Schrauben mit zu kleinen Durchmessern verwendet, hält die Befestigung weniger. Zu große Schraubendurchmesser erfordern mehr Kraft beim Einschrauben und damit auch unnötig mehr Zeit.

Gipskarton-Dübel
Gipskarton-Dübel

Ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Schraubenlänge. Die Schrauben sollten die Dübelspitze um die Länge des Schraubendurchmessers überragen, um eine optimale Aufspreizung zu erzielen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Putz, Isolierstoffe oder Fliesen keine tragenden Schichten sind. Eine sichere Verankerung muss im darunter liegenden Baustoff erfolgen.

2. Befestigungen an Leichtbaustoffen

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Mit den entsprechenden Dübeln lassen sich auch an Trockenbauwänden und -decken Lasten aller Art sicher und problemlos befestigen. Bei der Wahl der Befestigungsmittel müssen das Gewicht der Montageteile aber auch Art und Dicke der Wandplatten berücksichtigt werden. In den meisten Fällen genügen Hohlraumdübel aus Kunststoff, zum Beispiel fischer PD oder FU, die aus Nylon hergestellt werden. Dieses Material zeichnet sich durch hohe chemische und thermische Beständigkeit, enorme Dauerbelastbarkeit, gute Alterungsbeständigkeit und neutrales Korrosionsverhalten aus – ideal für eine sichere Verankerung.

3. Besonderheiten schwerer Wandlasten

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So leicht Gipskarton sich bohren lässt, so leicht brechen unzureichende Dübel bei zu großer Belastung auch aus.

Schwerere Wandlasten erfordern allerdings besondere Maßnahmen. Bei Wand- und Deckenverkleidungen auf massivem Untergrund kann die Verankerung mit langen Rahmendübeln auch im massiven Untergrund hinter der Gipskarton-Verkleidung erfolgen. Müssen schwere Gegenstände an Leichtbau-Platten befestigt werden, empfielt sich eine einfache aber wirksame Hilfskonstruktion: Eine mehrfach angedübelte Trägerschiene aus Holz oder Metall ermöglicht es, die aufzunehmende Last großflächig zu verteilen. Für schwere Gegenstände, wie Waschtische oder Hänge-WCs, gibt es spezielle Tragkonstruktionen, welche das Gewicht über das Ständerwerk ableiten.

Für besonders große Lasten eignen sich Hohlraum-Dübel aus Metall. Diese Dübel, die mit metrischen Schrauben verarbeitet werden, sind so konstruiert, dass sie sich beim Anziehen hinter der Wand sternförmig auseinanderfalten und großflächig abstützen. Mithilfe einer Montagezange lassen sie sich besonders schnell und kräfteschonend setzen. Dazu wird der Schraubenkopf des Dübels in die Aufnahme der Zange gesteckt und dann der Dübel ins Bohrloch geschoben. Beim Zusammendrücken der Zange falten die Stege des Dübels hinter der Platte auf. Bei Bedarf kann die Schraube danach auch entfernt werden, um sie durch den Montagegegenstand in den Dübel zu drehen. Einmal gesetzt, bleiben Hohlraum-Metalldübel in ihrer Position.

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4. Schnelle Montage mit Gipskartondübeln

Für schnelle Montagen – allerdings ausschließlich an Gipskarton-Platten – gibt es von fischer den Gipskartondübel GK. Er gehört nicht zu den “klassischen” Hohlraumbefestigungen, denn er verspreizt nicht hinter der Wand, sondern er findet seinen Halt direkt im Baustoff durch Formschluss. Sein Vorteil: Ohne Vorbohren kann dieser Dübel wie eine überdimensionale Schraube mittels Akku- oder Elektroschrauber in die Wandplatte eingedreht werden.

5. “Dübel halten nicht – was tun?” und andere Praxis-Fragen auf heimwerker.de beantwortet

Eine ärgerlichere Situation beim Aufhängen von Regalen oder Schränken ist wohl kaum vorstellbar: Man bohrt ein Loch, verdübelt es vermeintlich ordnungsgemäß, schraubt den Gegenstand seiner Wahl an die Wand – und alles bricht wieder ab.

Doch selbst, wenn keine größeren Schäden dabei entstehen, etwa weil Sie es schon vorher merken: Dübel, die nicht in der Wand halten, sind ein Ärgernis. Warum Dübel nicht halten und was Sie dagegen tun können, beantwortet Ihnen Heimwerker.de mit den folgenden wichtigsten Fragestellungen von Nutzern.

5.1. Schraube und Dübel halten nicht in der Wand, woran liegt das?

Besonders für Laien wirkt der Dübel auf den ersten Blick als Universallösung, um Dinge an Wänden oder in der Decke zu befestigen. Dabei wird oft die sachgemäße Verwendung vergessen, ohne die der Dübel nicht verlässlich hält.

Es gibt einige Untergründe und Materialien, die Gift für den Halt eines Dübels sind.

  • Dübel halten nicht in zu sandigem Putz
  • Dübel halten nicht in porösen Wänden
  • Dübel finden keinen Griff in einem Hohlraum
  • Dübel halten nicht in der Decke, wenn diese Risse oder brüchige Stellen aufweist

Zwar gibt es für einige Anwendungsgebiete Spezialdübel, wie etwa die oben beschriebenen Gipsdübel. Doch auch Gipsdübel oder Rigips-Dübel halten nicht bei unsachgemäßer Verwendung. Diese ist nämlich der Hauptgrund dafür, dass Dübel nicht halten.

Ein sicher Vielen bekanntes Problem: Dübel halten in Altbauten nicht so gut. Der Grund dafür ist der im Vergleich zu heute verwendetem Material eher minderwertige Putz. Oft ist der Putz zu sandig, damit ein Dübel richtig hält und zu dick, sodass ein kurzer Dübel kein bisschen Griff findet. Wenn kein solides Mauerwerk vorhanden ist, in das sich der Dübel einklemmen kann, ist die Schraube im Dübel nicht belastbar.

5.2. Dübel halten nicht in sandiger Wand – aber wie befestige ich dann etwas?

Renovieren Altbau Wände Dübel

Wer in einer Altbau-Wohnung wohnt, kennt das Problem: Regale, Schränke, Gardinenstangen und Bilder lassen sich nur mithilfe richtiger Dübel anbringen.

Ein Haus mit alten, eventuell schon etwas brüchigen oder sandigen Wänden ist zwar eine kleine Herausforderung, wenn es darum geht, Dübel verlässlich in den Wänden zu verankern, jedoch ist die Hoffnung nicht verloren.

Mit zwei einfachen Tricks, die Sie entweder einzeln oder kombiniert anwenden können, gelingt auch Ihnen der sichere Halt für Lampen, Regale, Spiegel und alles, was an Wänden und Decke hängt.

Der erste Trick ist dabei weniger ausgefallen als eher logisch gedacht. Viele Hobbyheimwerker überschätzen die Tragkraft ihrer Wände, gerade in Altbauten mit sandigem Putz und porösem Mauerwerk. Häufig werden deshalb Dübel benutzt, die vermeintlich tragkräftig sind und vielleicht sogar als besonders stark beworben werden. Das gilt jedoch nur, wenn die Umgebung auch stimmt. In Putz fühlen sich Dübel nicht wohl, sie benötigen festes Mauerwerk, um zu funktionieren.

Daher: Benutzen Sie Dübel, bei denen die Dicke der Putzschicht egal ist, da sie lang genug sind, um bis ins Mauerwerk darunter vorzudringen und sich dort zu verankern. Wählen Sie beim Dübelkauf ruhig eine Größe größer, als Sie eigentlich kaufen würden oder verwenden Sie besonders lange Dübel wie etwa sogenannte Langschaftdübel.

Selbstverständlich muss dann gegebenenfalls ein tieferes und breiteres Loch in die Wand gebohrt werden. Dieser minimale Mehraufwand lohnt jedoch, da der Dübel dann viel mehr Angriffsfläche hat, um fest in der Wand angebracht zu werden.

Unser zweiter Tipp führt ebenfalls dazu, dem Dübel mehr Material zum verankern zu bieten, um einen maximalen Halt zu gewährleisten. Denn selbst in sehr tiefen Löchern kann es sein, dass ein Dübel rutscht.

Dübel halten etwa nicht gut in Ziegelwänden, die aus Isolierziegeln gemauert sind und dementsprechend viele Lücken im Mauerwerk bieten. Um Lücken, Risse oder Löcher im Mauerwerk rund um den Dübel zu reparieren, bedarf es allerdings keines großen Aufwandes. Rühren Sie einfach ein wenig Schnellzement oder Gips an und befüllen Sie das Bohrloch, in das der Dübel später eingeführt werden soll.

Nun haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder stecken Sie den Dübel in das noch leicht feuchte Material oder Sie lassen die flüssige Masse trocknen und bohren dann mit einem etwas kleineren Bohrer das Loch neu aus. In beiden Fällen bieten Sie dem Dübel rundherum neues und festes Material, in das er sich einklemmen kann.

Wichtig, wenn Sie den Dübel direkt in den noch nicht ausgehärteten Zement stecken, ist lediglich folgendes: Lassen Sie das Material trotzdem leicht anhärten, sodass Sie den Dübel noch in das Loch stecken können, aber kein flüssiger Zement o. Ä. in den Dübel eindringt. Andernfalls funktioniert dieser eventuell nicht mehr richtig und bietet keinen optimalen Halt.

Ein letzter Zusatztipp: Oft fransen die Bohrlöcher beim oder nach dem Bohren aus. Dübel-Löcher fransen dann aus, wenn die Wand besonders sandig oder porös ist, sodass sich kleine Krümel oder Bröckchen aus der Wand lösen. Bohrlöcher reparieren ist aber nicht schwierig. Entweder benutzen Sie auch hier die oben beschriebene Methode mit Schnellzement oder Gips. Andernfalls können Sie auch auf Reperaturflies (wie etwa FIXit von Fischer) zurückgreifen, um ihr Bohrloch zu retten. Heimwerker.de wünscht viel Erfolg beim Bohren, Dübeln und Aufhängen!

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