Gartenwege

Gartenweg anlegen: In 5 Schritten zum eigenen Gartenweg

  • Wer einen Gartenweg anlegen möchte, muss dafür nicht zwingend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Mit der nötigen Vorbereitung, einem planvollen Vorgehen und praktischen Hilfsmitteln aus dem Baumarkt können Sie Ihren Gartenweg auch einfach selbst anlegen.
  • Es gibt verschiedene Materialien, die für Gartenwege geeignet sind. Die gängigsten Materialien, zwischen denen Sie wählen können, sind Naturstein, Pflasterplatten, Kies, Schotter, Splitt, Holz und Rindenmulch.
  • Ein Unterbau wird nicht bei jedem Material zwingend benötigt. Er macht den Gartenweg jedoch langlebiger und wird deshalb auch bei Materialien wie Kies und Rindenmulch empfohlen.

Gartenweg mit Pflanzen

Gartenwege sind für viele Hobbygärtner ein wesentlicher Bestandteil ihres liebevoll angelegten Gartens und machen oft einen großen Unterschied für dessen Erscheinungsbild. Dabei muss es gar nicht aufwendig sein, einen solchen Gartenweg selbst anzulegen. Für die Gestaltung gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie den Weg individuell, ohne hohe Kosten und ganz nach Ihrem Geschmack in Ihren Garten integrieren können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit wenigen Schritten Ihren eigenen Gartenweg anlegen können.

1. Von Naturstein über Rindenmulch: Wählen Sie das geeignete Material für Ihren Gartenweg

Wenn Sie einen Gartenweg anlegen möchten, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Materialien, die Sie auch kombinieren können.

Material Vorteile Nachteile
Naturstein
  • große Auswahl an verschiedenen Steinen
  • kapillaroffen, das heißt Wasser aus dem Untergrund kann entweichen
  • Verlegung aufwendig
  • empfindlich bei Verschmutzungen
Pflasterplatten
  • sehr robust und belastbar
  • individuelle Verlegemuster möglich
  • nicht natürliches, künstliches Material
  • ein Fundament ist zwingend notwendig
Kies, Splitt, Schotter
  • Ränder mit Metallschienen oder Pflastersteinen einfassbar
  • kann Zwischenräume zwischen Platten und Pflastersteinen füllen
  • Ausbesserungsarbeiten notwendig
  • Material kann mit der Zeit wandern
Holz
  • natürliches Material
  • moderne Optik
  • bei Nässe rutschig
  • ergraut ohne Pflege
Rindenmulch
  • kostengünstig
  • natürliches Material
  • Nachfüllen notwendig
  • Rindenmulch mit Gerbstoffen kann einen Eigengeruch haben
Gartenlampe

Gartenlampen sind praktisch und ästhetisch.

Ein besonderes Material sind Polygonalplatten, also keramische Platten oder Natursteinplatten, die in einer Art Mosaikfläche gelegt werden. Diese zu verlegen bringt einige besondere Anforderungen mit sich, die Sie in unserem entsprechendem Artikel nachlesen können.

Für die perfekte Gartengestaltung können Sie den Gartenweg schließlich noch mit Gartenlampen kombinieren, die Sie den Weg entlang anbringen. Diese sind Nachts nicht nur richtungsweisend, sondern werten Ihre Gartengestaltung auch durch einen modernen Look auf.

2. Beim Kauf von Material und Zubehör sparen

Je länger der Gartenweg wird, desto höher fallen natürlich auch die Kosten für Material und Zubehör aus. Daher sollten Sie bei der Planung und Umsetzung Ihrer Gartenprojekte geduldig nach Wochenangeboten in Baumärkten und im Elektronik-Handel Ausschau halten. Solarlampen und Pflanzen werden oft auch bei Discountern zu unschlagbaren Preisen angeboten. Wenn Sie Ihre schweren Einkäufe lieber online tätigen und das Material bequem liefern lassen möchten, sollten Sie je nach Shop auch aktuelle Cashback-Rabatte und gültige Gutscheine berücksichtigen. Täglich neue Deals und Angebote für Heimwerker zeigen Schnäppchenportale wie mein deal, die Ihnen den Weg zur einfachen und günstigen Gartengestaltung ermöglichen.

3. Vorbereitung und Planung: Breite und Tiefe festlegen, um den Materialbedarf zu berechnen

Gartenweg Holz

Es gibt spezielle, wetterfeste Holzplatten.

Wenn Sie einen Gartenweg anlegen, hilft es oft, zu Beginn die eigenen Ideen in einer Skizze mit allen Maßen zu Breite, Länge und Tiefe des Aushubs festzuhalten. Der Materialbedarf kann dann einfach anhand dieser Skizze berechnet werden. Wichtig ist, dass auch Kurven und Randsteine mit in die Planung einbezogen werden.

Die Breite des Weges bestimmen Sie abhängig davon, ob Sie einen Haupt- oder Nebenweg anlegen möchten. Hauptwege werden mehr genutzt, daher sollten dort auch zwei Personen bequem nebeneinander gehen können. An diesen Richtwerten können Sie sich orientieren:

Merkmal Breite
Hauptweg (für eine Person) ca. 60 cm
Hauptweg (für zwei Personen) zwischen 150 cm und 180 cm
Nebenweg (z.B. Weg zum Kompost) zwischen 40 cm und 80 cm
Abstand zwischen Gartenwegen und Mauern, Hecken oder Sträuchern ca. 30 cm

Für die Tiefe des Aushubs gibt es ebenfalls grobe Richtwerte:

  • Der Aushub für einen Fußweg sollte mindestens 20 Zentimeter unter der fertigen Pflasterhöhe tief sein.
  • Die Tiefe sollte immer der Größe der zu verlegenden Steine und der Höhe der Tragschicht angepasst werden.

4. Den Bau des Weges optimal vorbereiten: Gartenweg abstecken und ausheben

Um den Gartenweg anzulegen finden Sie zur Vorbereitung hier zunächst eine Liste mit Werkzeug und Material, das Sie benötigen, um bestens ausgerüstet starten zu können:

  • Richtschnur, Holzpflöcke und (Gummi-)Hammer
  • Metermaß und Wasserwaage
  • Randsteine
  • Kies oder Schotter
  • Splitt oder grober Sand
  • Material des Gartenweges
  • Schubkarre
  • Spaten
  • Rechen und Besen
Gartenweg pflastern

Pflasterarbeiten benötigen die richtige Vorbereitung des Gartenweges.

Nach fertiger Planung kann man mit der praktischen Arbeit beginnen. Folgende Schritte sind nun notwendig:

  1. Der Gartenweg wird zunächst mit einer Schnur und Holzpflöcken abgesteckt. Dabei muss unbedingt auf eine einheitliche Höhe der Schnur geachtet werden.
  2. Danach können Sie, um den Gartenweg anzulegen, mit dem Aushub beginnen. Die freigelegte Oberfläche muss unbedingt eben und gleichmäßig sein, damit später kein unebener Weg mit Stolperfallen entsteht.
  3. Nach dem Aushub gemäß der vorher festgelegten Maße setzen Sie Randsteine ein. Indem Sie diesen Rahmen setzen, wird das Verlegen des Oberbelags vereinfacht und Pflanzen werden auf Abstand gehalten.

Minibagger, die es als Baumaschine zum Verleih gibt, helfen bei größeren Erdarbeiten. Wenn Sie sich für Kies als Material entscheiden, sollten Sie diese Tipps zum Thema Kiesweg anlegen beachten.

5. In 4 Schritten vom Unterbau zur Fertigstellung des Gartenweges

Erde ausheben

Sie können den Aushub für Ihren Gartenweg mit oder ohne Minibagger bewältigen.

Gartenwege mit Gefälle

Indem der Split mit einer Richtlatte abgezogen und die Ebenheit immer wieder mit einer Wasserwaage kontrolliert wird, können auch Gefälle berücksichtigt werden, wenn Sie einen Gartenweg anlegen.

Unter dem sichtbaren Teil Ihres Gartenwegs benötigen Sie in der Regel einen Unterbau. Wenn Sie sich für die Materialien Kies oder Rindenmulch entschieden haben, brauchen Sie diesen zwar nicht zwingend – können den Weg jedoch dadurch in Kombination mit der richtigen Pflege und Instandhaltung des Gartenweges ebenfalls langlebiger gestalten. Folgendermaßen können Sie vorgehen:

  1. Für einen solchen Unterbau füllen Sie zunächst eine Tragschicht in den Aushub Ihres Gartenweges.
  2. Diese unterste Schicht besteht mit Kies oder Schotter aus grobem Gestein, das sicherstellt, dass Regenwasser vom Pfad ablaufen kann, indem es durch die zwischen den Steinen bestehenden Fugen in den Boden sickert.
  3. Da Kies eine höhere Tragfähigkeit hat als Schotter, eignet es sich für Wege, die beispielsweise mit schweren Schubkarren befahren werden.
  4. Die darüberliegende sogenannte Ausgleichsschicht aus Splitt oder grobem Sand sollte nur wenige Zentimeter dick sein.

Über diese Schichten kann dann Naturstein, Holz oder ein anderes Material, für das sie sich entschieden haben, angebracht werden. Je nach Material gilt es dabei einige spezielle Anforderungen zu beachten. Vor allem beim Pflastern eines Gartenweges sollte planvoll vorgegangen werden.

Die Tragschicht sollte gut verdichtet sein, um die Lebensdauer des Weges zu erhöhen. Geeignete Rüttler können Sie sich dafür in der Regel im Baumarkt ausleihen.

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