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Gepäckträger: Fahrradträger, Dachgepäckträger, Dachboxen und Co.

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Früher wurde der Koffer einfach auf das Auto geschnallt und gut war es.

Heute ist das natürlich nicht mehr so einfach. Es gibt Vorschriften, wie die Ladung befestigt, gesichert und notfalls gekennzeichnet werden muss. Diese Vorschriften sollen verhindern, dass sich Ladungen lösen, auf der Straße verteilen und so für Unfälle sorgen. Auch das Streben nach einem möglichst geringem Kraftstoffverbrauch hat inzwischen einen großen Einfluss auf die Fahrzeugbeladung. Windschnittige Dachboxen schaffen Stauraum und halten einen Mehrverbrauch in Grenzen.

Aber auch sperrige Gegenstände, wie Fahrräder, Ski oder Snowboards brauchen sichere Befestigungsmöglichkeiten. Der Markt bietet viele Möglichkeiten und es ist mitunter schwer die Übersicht zu behalten.

Dachgepäckträger

Ein Dachgepäckträger ist ein praktisches Helferlein im Alltag. Mit seiner Hilfe lassen sich große und sperrige Teile ganz unkompliziert von A nach B befördern. Allerdings steigt durch die Montage eines Dachgepäckträger der Kraftstoffverbrauch enorm an. Je nach Beladung, Fahrttempo und Modell liegt der Mehrverbrauch zwischen 20 und 50 Prozent. Das kann Sie bei langen Strecken schon einiges kosten. Nichtsdestotrotz, es überwiegen die Vorteile.

Dachgepäckträger werden entweder an eine vorhandene Dachreling oder speziellen Fixpunkte (variieren von Hersteller zu Hersteller) geschraubt oder mit Klemmfüßen und Haken in die Tür geklemmt.

  1. Achten Sie auf die zulässige Dachlast. Diese finden Sie im Handbuch Ihres Autos.
  2. Sichern Sie das Gepäck auf dem Dach zusätzlich mit dicken Seilen und unflexiblen Spanngurten.
  3. Passen Sie den Reifendruck dem Mehrgewicht an.
  4. Montieren Sie den Gepäckträger sorgfältig und genau nach Anleitung.

Gesetzliche Regelung zur Ladungssicherung

Die Straßenverkehrsordnung besagt (StVo) §22 Ladung:

  • Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.
  • Fahrzeug und Ladung dürfen zusammen nicht breiter als 2,55 m und nicht höher als 4 m sein. (…)
  • Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,5 m nicht nach vorn über das Fahrzeug hinausragen. Im Übrigen darf der Ladungsüberstand nach vorn bis zu 50 cm über das Fahrzeug betragen.
  • Nach hinten darf die Ladung bis zu 1,5 m hinausragen, jedoch bei Beförderung über eine Wegstrecke bis zu einer Entfernung von 100 km bis zu 3 m; die außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung zurückgelegten Wegstrecken werden nicht berücksichtigt. Ragt das äußerste Ende der Ladung mehr als 1 m über die Rückstrahler des Fahrzeugs nach hinten hinaus, so ist es kenntlich zu machen durch mindestens
      1. eine hellrote, nicht unter 30 x 30 cm große, durch eine Querstange auseinandergehaltene Fahne,
      2. ein gleich großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder
      3. einen senkrecht angebrachten zylindrischen Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm.
  • Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 cm über die Fahrzeugleuchten, bei Kraftfahrzeugen über den äußersten Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlußleuchten hinaus, so ist sie, wenn nötig (§ 17 Abs. 1), kenntlich zu machen, und zwar seitlich höchstens 40 cm von ihrem Rand und höchstens 1,5 m über der Fahrbahn nach vorn durch eine Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine mit rotem Licht.

 

Quelle: Gesetze im Internet.de

Jetbag oder Dachbox

Dachkoffer für AutosJet bag

Jetbags oder auch einfach Dachboxen genannt, sind besonders bei Reisenden beliebt. Sie sind im besten Falle wasserdicht, bieten zusätzlichen Stauraum und entlasten dabei den Innenraum. So ist ein größerer Fahrkomfort garantiert. Die Dachbox wird auf dem Grundträger montiert, hat Höchstmaße von circa 2,30 x 0,9 x 0,4 Meter und fasst zwischen 50 und 75 Kilogramm. Ihre meistens aerodynamische Bauform wirkt sich weniger negativ auf den Spritverbrauch aus als normale Dachgepäckträger. Dennoch wird auf 100 Kilometer ein Mehrverbrauch von rund 2 Litern gemessen. Positiv fällt aber weiter auf, dass ebenfalls durch die windschnittige Form, auch der Geräuschpegel im Auto enorm sinkt. Dennoch sollten Sie zur Sicherheit und um den Kraftstoffverbrauch zu senken, eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h nicht überschreiten.

Dachbox beladen

Beim Beladen der Dachbox ist es besonders wichtig, auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zu achten. Im schlimmsten Fall könnten einzelne Gepäckteile wie eine Art Geschoss durch die Wand der Dachbox fliegen. Schwere Gepäckstücke sollten lieber im Kofferraum verstaut werden, um den Schwerpunkt Ihres Autos möglichst niedrig zu halten und eine bessere Stabilität zu erreichen. Achten Sie außerdem auf die zulässige Dachlast.

Polstern Sie den vorderen Teil des Jetbags mit einer dicken Decke, um Ihr Hab und Gut im Falle einer Vollbremsung vor Beschädigungen zu schützen und nutzen Sie Fahrpausen, um die Halterung zu kontrollieren.

Jet Bag oder Dachbox kaufen – Worauf sollte ich achten?

Hier finden Sie eine Checkliste für den Kauf eines qualitativ hochwertigen und sicheren Jetbags:

  • Material: Ist das Material UV-beständig?
  • Sicherheitsstandard: Ist ein GS-Zeichen vorhanden?
  • Einbruchschutz: Ist das Modell abschließbar? Sind Metallriegel oder Metallschloss vorhanden?
  • Rutschsicherheit: Sind gute Zurrgurte im Lieferumfang mit inbegriffen? (Zurrgurte verhindern eine Verschiebung der Ladung und eine plötzliche Veränderung der Gewichtsverteilung)
  • Montage: Erfolgt die Anbringung über ein Schnellverschlusssystem? (Achtung: Hier unbedingt die aktuellen Tests im Blick behalten, denn viele Modelle verrutschen leicht!)
  • Wasserdichtigkeit: Viele Modelle schützen das Gepäck nicht ausreichend vor Witterungseinflüssen.
  • Deckelbeschaffenheit: Sind die Spannfedern in gutem Zustand? Weist der Deckel vielleicht scharfkantige Stellen auf oder fällt er zu schnell zu? (Verletzungsgefahr!!!)
  • Öffnen der Box: Wird das Öffnen des Deckels durch ein gasbetriebenes oder mechanisches System erleichtert?

Heckträger

Heckträger werden meistens an der Heckklappe eingehakt und zusätzlich auf der Stoßstange aufgestützt.

Vorteile:

Heckgepäckträger sind günstig, auf Grund ihrer Höhe bequem zu beladen und vielfach einsetzbar. In Unfallsituationen stellen sie ein geringeres Gefahrenpotential als Dachgepäckträger dar und durch den Transport der Ladung im Windschatten des Autos sind die Auswirkungen auf Spritverbrauch und Fahrverhalten auch weniger negativ. Außerdem ist der Heckträger bei Nicht-Nutzung problemlos im Kofferraum verstaubar.

Nachteile:

Der entscheidende Nachteil des Heckträger ist wohl die Tatsache, dass der Zugang zum Kofferraum durch die Beladung am Heck extrem erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht wird. Außerdem kann es bei der Installation schnell zu Lackkratzern oder Beulen kommen und das Transportgut wird wesentlich mehr verschmutzt, als auf dem Dach. Autos, deren Heckklappe überwiegend aus Glas besteht, dürften zudem einige Probleme haben, einen geeigneten Heckträger zu finden.

Kupplungsträger

Vorteile:

Auf Grund ihrer noch geringeren Höhe sind Kupplungsträger noch einfacher zu beladen als normale Heckträger. Darum eignen sie sich besonders für sperrige oder schwere Lasten. Bei Modellen mit Auszieh- oder Abklappmechanik ist auch der Zugang zum Kofferraum wieder leichter möglich. Außerdem ist auch bei dieser Variante das Gefahrenpotenzial und der Kraftstoff-Mehrverbrauch sehr niedrig.

Nachteile:

Gepäckträger für die Anhängerkupplung sind meistens teuer und haben ein hohes Eigengewicht. Außerdem werden Fahrräder hier noch mehr verschmutzt, vor allem bei Regenwetter. Eine große Gefahr birgt schwere Ladung. Durch die Hebelwirkung und die Hecklastigkeit des Autos kann es zu Beeinträchtigungen des Fahrverhaltens kommen. Des Weiteren sind Kupplungsträger, anders als Heckträger, schwierig zu verstauen.

Skiträger fürs Dach

Wenn der Frost übers Land kommt und die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, heißt es für viele Wintersportler: Ab zum Skifahren! Schnell werden warme Pullover, lange Unterhosen und dicke Wollmützen in den Koffer geworfen, die Skier aus dem Keller geholt und das Auto beladen. Doch wie soll man die Skier oder Snowboards in den Wagen bekommen? Dieses Unterfangen ist nahezu unmöglich. Und darum gibt es Skiträger fürs Dach. Hier werden die Skier, Stöcke, Schlitten und Snowboards einfach aufs Dach geschnallt und sicher befestigt.

Skiträger und seine Vorteile

Auch wenn Sie einen Kombi oder einen Van fahren, kann es bei voller Beladung und Besetzung eng werden. Skiträger bieten also Komfort – und nicht nur das. Auch beim Thema Sicherheit sind Sie mit Skihaltern fürs Autodach bestens ausgestattet, denn im Auto herumliegende Skier können Sie bei starken Bremsmanövern oder bei plötzlichem Richtungswechsel schwer verletzen. Außerdem reißen die Ecken und Kanten der Skier die Polster auf und bringen nach dem Ski- oder Snowboardfahren Feuchtigkeit mit in Ihren Wagen. Ein weiterer Vorteil von Skiträgern ist, dass sich viele problemlos in Fahrradträger umwandeln lassen.

Befestigung von Skiträgern

Befestigung mit Grundträger

Herkömmliche Skihalter aus Aluminium benötigen zusätzlich einen Grundträger und eine Dachreling. Auf dieser wird der Halter mit Schraubverbindungen befestigt und mit einem Schloss versehen. So ist er nicht nur fest, sondern auch gleichzeitig diebstahlsicher.

Magentischer Skiträger

Skiträger mit Magnet sitzen, wider allen Erwartungen, genauso fest und sicher wie herkömmliche Skiträger und sind dabei kinderleicht zu installieren. Die großen Magnete werden am Autodach befestigt und halten die Skier durch die kombinierte Saugnapf-Technologie an Ort und Stelle. Das Dach muss hierfür allerdings relativ eben, also nicht geriffelt oder stark gewölbt sein und muss selbstverständlich aus Stahlblech geschaffen sein. Auf Aluminium oder Kunststoff würden die Magnete nicht halten. Am Träger selbst ist meistens eine Zugleine befestigt, die eine Öse lockert und somit die Magnetkraft unterbricht.

Wichtig ist, dass Sie die Stellen, an denen Sie die Magnete befestigen möchten, vorher gründlich mit Lackreiniger säubern, um einen optimalen Halt zu erzielen.

Der einzige Nachteil des magnetischen Skihalters ist, dass er nicht diebstahlsicher ist.