- Das Mountainbike ist ein Geländefahrrad. Wollen Sie damit fahren, empfehlen wir Ihnen, die entsprechende Schutzkleidung zu tragen.
- Damit das Bike zu Ihnen passt, sollten Sie besonders auf den Rahmen, die Federung und die Ausstattung achten.
- Überschätzen Sie nicht Ihre eigenen Fähigkeiten. Nur durch Training kann eine riskante Abfahrt beim Downhill in schnellem Tempo und ohne einen Sturz erfolgen.

Fast 15 Millionen Deutsche fahren laut einer Umfrage des IfD Allensbach (Institut für Demoskopie Allensbach) in ihrer Freizeit mit dem Mountainbike. Bei jedem Wetter wird auf diesem Geländefahrrad auf den Straßen oder auch abseits der Wege die Welt erkundet.

Damit Sie auch das richtige Mountainbike finden, sollten Sie nicht nur auf die Größe oder die Marke achten. Wie bei vielen Rädern sollten Sie besonderen Wert auf die Laufräder, die Bremsen und das Material des Bikes legen. Warum das so wichtig ist und wieso Sie Ihr Fahrrad stets pflegen sollten, erfahren Sie in der Kaufberatung zu unserem Vergleich von Mountainbikes 2026.
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1. Die verschiedenen Arten von Mountainbikes

Heutzutage ist ein Mountainbike nicht gleich ein Mountainbike. Die Fahrräder unterscheiden sich in ihren Einsatzzwecken, der Ausstattung und dem Gewicht. Die zwei Typen des Mountainbikes sind Hardtails sowie Fullys. Das Hardtail besitzt an der Vorderseite eine Federgabel, welche die Stöße dämpft. Zudem ist es leichter und weniger wartungsintensiv. Das Fully dämpft die Stöße am Vorder- sowie Hinterrad, hat den besseren Grip und höheren Komfort.
Auch das Material des Rahmens ist beim Kauf zu beachten. Während Stahl zwar schwer ist, ist er bei der Verarbeitung flexibler und filigraner. Aluminium und Carbon sind dagegen Federgewichte. Alu ist ein günstiges Material und kann schnell verarbeitet werden. Carbon ist noch leichter als Aluminium. Jedoch sind bei Carbon Schäden nicht so einfach zu erkennen. Daher ist eine Wartung aufwendiger als bei anderen Rahmenmaterialien.
Ehe Sie einen eigenen Mountainbike-Test machen müssen, haben wir in der folgenden Tabelle die gängigsten Typen des Bikes aufgelistet und zeigen Ihnen, welche Eigenschaften sie aufweisen.
| Art | Eigenschaften |
|---|---|
Race beziehungsweise Cross Country![]() |
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Tour Bike![]() |
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Allmountain beziehungsweise Enduro-Bike![]() |
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Freeride Bike![]() |
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Downhill Bike ![]() |
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| Hinweis: Unser MTB-Vergleich fokussiert sowohl Anfänger als auch Profis unterschiedlicher Kategorien. Kennzeichnend sind hier komfortable Geometrien und Federwege. | |
2. Folgendes sollten Sie in jeder Kaufberatung beachten
Woher kommt das Mountainbike?
Bereits 1896 wurde in den USA ein erstes Exemplar des Mountainbikes genutzt. Das Fahrrad wurde von einem Soldaten für die Fahrt abseits der Wege konstruiert. Im Jahre 1973 haben damalige Radsportler dann weitere Fahrräder umgebaut, um einen Berg in Kalifornien herunter zu fahren. In den 1980er Jahren wurde das Geländefahrrad dann auf der ganzen Welt hergestellt und vertrieben.

Bevor Sie das beste Mountainbike kaufen, sollten Sie nicht nur das Nutzungsgebiet genau benennen können, sondern auch auf die technischen Daten achten. Gerade wenn Sie holprige Pisten mit vielen Steinen herunterfahren ist es wichtig, dass Ihr neues Fahrrad genügend Sicherheit und Komfort bietet.
2.1. Sitzposition: Kontrolle und Komfort mit aufrechter Haltung
Die Sitzposition hängt nicht vom Fahrradsattel ab, sondern von der Rahmenhöhe und dem Cockpit. Die Größe des Rahmens ist für die Sicherheit und den Fahrspaß sehr wichtig. Sie gibt den Abstand von dem Mittelpunkt des Tretlagers bis zur Oberkante des Sattelrohrs an.
Fahren Sie eher auf grobem Gelände sollten Sie eine kleinere Rahmengröße wählen. Das größere Modell sollte bei Touren oder Rennen gewählt werden. Um die perfekte Rahmengröße für Sie auszurechnen, messen Sie die Länge zwischen Boden bis hin zu Ihrem Schritt. Multiplizieren Sie diese Zahl mit 0,57, erhalten Sie die Höhe des Rahmens in Zentimetern.
Auch Lenker sowie Vorbau haben einen Einfluss auf Ihre Sitzposition. Eine gestreckte Position eignet sich dann, wenn Sie Langstrecken fahren oder besonders schnell sein wollen. Ein gerader Lenker (Flat Bar) ist dank eines langen Vorbaus und einer Neigung gegen 0 ° dafür geeignet.
Wollen Sie Ihre Arme , Handgelenke und Hände entlasten oder längere Fahrradtouren unternehmen, empfehlen wir einen gekröpften Lenker (Riser Bar) mit einem kurzen Vorbau und einer Neigung von 10°.
Tipp: Die Wirbelsäule wird beim Hochschauen strapaziert, wenn der Rahmen zu lang ist. Dadurch streckt sich die Sitzposition und das Fahren wird unkomfortabel. Eine aufrechte Sitzhaltung sorgt für Sicherheit und Komfort.
2.2. Laufradgröße: Wendigkeit, Gewicht, beschleunigung
Auch die Größe der Räder nimmt Einfluss auf das Fahrverhalten. Größen zwischen 26“ und 27,5“ Zoll sowie bis zu 29“ sind die gängigen Größen der Mountainbike-Räder. Mit 26“ haben Sie zwar nur eine geringe Traktion und Stabilität in den Kurven, jedoch sind Sie sehr wendig und haben ein gutes Bremsverhalten. Fahren Sie gern am Hang und haben einen schnellen Fahrstil, empfehlen wir Ihnen diese Größe.

Die Größe 27,5“ wird desweilen unter 650B angegeben und bildet einen Mittelweg aus den anderen Laufradgrößen. Sie beschleunigen gut, haben eine mittlere Traktion und gute Kurvenstabilität, sind laufruhig und haben nur ein mittleres Gewicht.
Mit 29“-Reifen sind Sie weniger agil und haben keine gute Beschleunigung. Allerdings sind Traktion und Kurvenstabilität sehr hoch, wodurch sich diese Fahrräder gut zum „Klettern“ eignen.
2.3. Besser mit hydraulischen Scheibenbremsen
In vielen Mountainbike-Kreisen haben sich hydraulische Scheibenbremsen zum Standard etabliert. Eigentlich wurden sie für die Verwendung im Motorsport entwickelt, da dort eine erhöhte Bremsleistung verlangt wird. Mechanische Scheibenbremsen verbinden den Bremshebel sowie Bremssattel mit einem Bowdenzug. Bei hydraulischen Bremsen ist hier eine Bremsflüssigkeit zwischen Bremssattel und Bremshebel.

Benötigen Sie stärkere Bremsen (bei Downhill oder Enduro), bieten hydraulische Bremsen noch mehr Kraft, wenn sie vier oder sechs Kolben am Bremssattel haben. Normalerweise gibt es nur zwei Kolben, mit deren Hilfe abgebremst wird. Außerdem sollten die Bremsscheiben bei stärkerer Bremskraft größer sein.
Günstige Mountainbikes sind noch mit Felgenbremsen ausgestattet. Folgende Vor- und Nachteile haben Scheibenbremsen gegenüber Felgenbremsen:
- Vorteile
- sehr gute Bremskraft
- bessere Bremsleitung bei Nässe
- keine Überhitzung oder Verschleiß an Felgen
- eignen sich besser für dickere Reifen
- Nachteile
- schwerer
- teurer (besonders hydraulische Bremsen)
- höhere Belastung von Speichen und Naben
3. Pflege und Reinigungstipps

Machen Sie mit Ihrem Bike viele Touren durchs Gelände, bleibt nicht nur Staub und Schlamm auf Ihnen und Ihrem Rad zurück. Auch Pflanzenreste, Pollen und Wasserflecken können am Rahmen zurück bleiben. Jedoch reichen ein Gartenschlauch und ein feuchter Lappen nicht aus, damit Ihr Shimano oder Ghost-Rad möglichst lange genutzt werden können.
Vor allem die Schaltung, Federungselemente und Lager benötigen intensive Pflege, damit Sie nicht kaputt gehen. Wie Sie Ihr MTB am besten säubern, zeigen wir Ihnen in ein paar kurzen Schritten.
- Abspülen: Beseitigen Sie zuerst groben Dreck und Schmutz von Ihrem Fahrrad, indem Sie es mit einem Gartenschlauch abspritzen. Haben Sie keinen zur Hand, können Sie auch mehrere Eimer mit Wasser über den Rahmen schütten. Tragen Sie dann etwas Fahrradreiniger auf, lassen Sie ihn einwirken und spülen ihn ab. Wollen Sie Wasserflecken vermeiden, trocknen Sie Ihr Mountainbike gut ab.

Sie sollten genügend Training haben, bevor Sie einen steilen Abhang herunter fahren. - Kette und Schaltung: Um Kette, Schaltrollen und Zahnkranz zu reinigen, brauchen Sie eine Bürste, einen Lappen, etwas Fahrradreiniger und Öl. Bürsten oder wischen Sie den groben Schmutz ab. Auch die Schaltzüge sollten Sie mit einem Lappen reinigen. Fetten Sie anschließend die Lager, ölen Sie die Kette. Entfernen Sie mit einem Lappen das überschüssige Öl.
- Federung: Entfernen Sie den groben Dreck mit einem Wasserschlauch. Anschließend trocknen Sie mit einem trockenen und weichen Microfaser-Tuch alles gut ab (sowohl Oberflächen der sogenannten Standrohre als auch die Dichtungen). Achten Sie darauf, dass die Federung nicht unter dem Dreck verkrustet, damit Sie weiterhin die Stöße abfängt.
Vorsicht: Verwenden Sie zum Abspülen keinen Hochdruckreiniger oder Dampfstrahler. Durch den Druck können Sie das Lager oder die Dichtungen beschädigen.
4. Nicht vorhandene Mountainbikes-Test von Prüfinstituten

Stiftung Warentest veröffentlichte in ihrer Ausgabe 05/2001 einen Mountainbike-Test durchgeführt. Damals wurden 15 Mountainbikes und 7 Cross-Trekkingfahrräder geprüft. Die Prüf-Kategorien waren: Fahren, Sicherheit und Haltbarkeit, Einstellungen, Reparaturen sowie die Ausstattung. Bei diesem Test wurden hauptsächlich die Materialien bemängelt. Sieger wurde der Simplon Laser.Seither wurde allerdings kein neuer Mountainbike-Testsieger gekürt, obwohl sich viele Standards, vor allem in Bezug auf das Material, geändert haben.
Auch viele Fahrradmagazine veröffentlichen in jedem Jahr einen Test der neusten Modelle.
Videos mit Anleitungen und Rezensionen zu Mountainbike
In diesem Video erfahren Sie, warum Sie sich kein teures E-MTB kaufen sollten, bevor Sie dieses Video gesehen haben. Es geht um die fallenden Preise von E-Bikes und warum ein MTB Tiefeinsteiger eine gute Alternative sein kann. Tauchen Sie ein in die Welt des Mountainbikens und informieren Sie sich, bevor Sie eine Entscheidung treffen.






























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