Kaufberatung zum E-Bike Test bzw. Vergleich 2019

  • Der Begriff E-Bike wird meist als Oberbegriff für eine Gruppe von Fahrrädern mit Elektromotor verwendet: E-Bikes im engeren Sinne, Pedelecs und S-Pedelecs.
  • Rechtlich gesehen gelten Pedelecs als Fahrräder, da der Elektromotor sich ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h abschaltet. Bei E-Bikes und S-Pedelecs fällt die Motorunterstützung ab maximal 45 km/h weg.
  • Die Elektro-Zweiräder sind in verschiedenen Varianten erhältlich: als Trekking- oder Tourenrad, als Mountainbike oder als City- und Cruiserbike.

e-bike test

Über 40 Prozent aller Bundesbürger nutzen ihr Fahrrad täglich, beinahe 50 Prozent zumindest einmal pro Woche (Quelle: fahrrad.de). Beliebt ist die sportliche Variante vor allem als umweltfreundliches Transportmittel zur Arbeit.

Doch wer den Arbeitsweg schon einmal mit einem Fahrrad bewältigt hat, weiß auch, dass die körperliche Aktivität nicht nur den Kreislauf, sondern auch die Schweißdrüsen anregt. Ein veritabler Kompromiss ist in diesem Fall das E-Bike oder Pedelec: Ein Elektromotor unterstützt Sie bei jedem Tritt in die Pedale.

Was genau diese speziellen Zweiräder auszeichnet, welche Typen es gibt und worauf Sie beim Kauf neben der Rahmenhöhe, der Reichweite und der Position des Motors achten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

1. Schnell wie der Wind – E-Bikes und ihre Funktionsweise

Power auf Dauer – die Traktionsbatterie

Wie der Name bereits vermuten lässt, zählen Traktionsbatterien oder -akkus zu den Energiespeichern für elektrische Energie. Sie werden in Elektroantrieben verschiedenster Fahrzeuge verwendet, beispielsweise in Elektro-Motorrollern, E-Bikes und Pedelecs, aber auch in Hybridautos oder Gabelstaplern.

Als Haupt- oder Nebenantrieb sichern sie das umweltfreundliche Vorankommen und überstehen eine hohe Anzahl an Lade-Entlade-Zyklen.

Mit der Bezeichnung E-Bike wird meistens ein Dreigespann aus elektrisch unterstützten bzw. elektrisch angetriebenen Fahrrad-Typen betitelt: E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs. Allen dreien ist gemein, dass sie über einen Elektroantrieb verfügen, der Sie beim Radfahren unterstützt, sobald es an längere Strecken oder steile Berge geht.

Der Antrieb besteht aus einem Elektromotor, einer Steuereinheit, die Ihnen Kontrolle über den Motor verleiht, und einer Traktionsbatterie, die für den notwendigen Stromfluss sorgt.

Während E-Bikes im engeren Sinn Sie auch ohne Pedalieren von A nach B bringen, müssen Sie bei den beiden Pedelec-Arten selbst Muskelkraft aufwenden, um Unterstützung vom eingebauten Elektromotor zu erhalten. Umgangssprachlich werden jedoch alle Elektrofahrräder unter dem Begriff E-Bike zusammengefasst.

Für Sprachfüchse: Der Begriff Pedelec ist ein Kunstwort, das sich aus den Anfangsbuchstaben der Wörter Pedal Electric Cycle zusammensetzt.

Dank der in Deutschland stark gestiegenen Nachfrage nach Elektrobikes sind nunmehr alle gängigen Fahrrad-Typen mit zusätzlichem Elektromotor erhältlich, teilweise sogar als Aktionsware bei Discountern wie Aldi oder Lidl. So gibt es für Mountainbike-Fans ebenso wie für Gelegenheitsradler das richtige E-Bike. Vom Trekkingrad über City- und Cruiserbikes bis hin zu E-Rennrädern und E-Mountainbikes sind alle Formen des Velozipeds mittlerweile mit elektrischer Unterstützung erhältlich.

Welche Vor- und Nachteile die Zweiräder mit Elektromotor gegenüber ihren rein durch Muskelkraft angetriebenen Verwandten haben, zeigt die folgende Übersicht:

  • lange und bergige Strecken lassen sich ohne große Kraftanstrengung überwinden
  • auch für untrainierte Radler geeignet – entspanntes Fitness-Training
  • umweltfreundlich, da emissionsfrei
  • gut geeignet für Senioren oder bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen
  • relativ hohe Anschaffungskosten ab ca. 1.000 €
  • Fahrrad wird durch den Motor sehr schwer – schlecht zu transportieren

2. Schwungvoll zum Ziel – So unterscheiden sich die verschiedenen Arten der Elektroräder

Pedelecs und E-Bikes trennt mehr als nur der Name. Die verbauten Motoren sind unterschiedliche leistungsfähig und bringen Sie nicht mit der gleichen Geschwindigkeit ans Ziel. Diese Unterschiede machen sich vornehmlich hinsichtlich der Rechtslage im Straßenverkehr und Ihren Pflichten beim Versicherungsschutz bemerkbar. Was genau Sie bei den jeweiligen E-Bike-Kategorien beachten müssen, haben wir kurz und knapp in dieser Übersicht zusammengefasst:

E-Bike Pedelec S-Pedelec
  • Geschwindigkeit bis zu 45 km/h mit Tretbewegungen
  • Führerschein Klasse AM (Kleinkrafträder & Leichtkraftfahrzeuge) nötig
  • Versicherungskennzeichen notwendig
  • Helmpflicht ab 25 km/h
  • Motorleistung maximal 500 Watt
  • Radwege dürfen bis 20 km/h benutzt werden
  • Motorunterstützung bis maximal 25 km/h
  • kein Führerschein nötig
  • Motorleistung maximal 250 Watt
  • keine Helmpflicht
  • keine Versicherungspflicht
  • Radwege dürfen benutzt werden
  • Geschwindigkeit bis zu 20 km/h ohne Tretbewegungen
  • Motorunterstützung bis maximal 45 km/h
  • Führerschein Klasse AM (Kleinkrafträder & Leichtkraftfahrzeuge) nötig
  • Versicherungskennzeichen notwendig
  • Helmpflicht
  • Radwege dürfen nicht benutzt werden
Fazit: S-Pedelecs und E-Bikes im engeren Sinne gelten als Kleinkrafträder, daher ist deren Benutzung mit entsprechenden gesetzlichen Vorgaben verbunden. Pedelecs, auch solche mit Anfahrhilfe bis 6 km/h, befinden sich in der StVO rechtlich auf einer Stufe mit Fahrrädern.

3. Immer gut unterwegs – Kaufberatung für E-Bikes

3.1. Für jeden das Richtige – der Fahrrad-Typ

E-Bikes sind umweltfreundliche Vehikel für Jedermann, nicht nur für passionierte Hobbysportler oder Senioren. Beinahe jeder Rad-Typ ist nunmehr in einer elektrisch unterstützten Variante erhältlich. Bevor Sie also ein Pedelec oder ein E-Bike kaufen, sollten Sie sich überlegen, welche Strecken Sie mit dem E-Fahrrad bewältigen wollen. Dadurch entscheidet sich auch, welcher Fahrrad-Typ sich am besten für Ihre Zwecke eignet.

Die häufigsten E-Bike-Arten finden Sie im Folgenden kurz näher erläutert.

City- und Cruiserbikes:

city elektrobike
Perfekt für den Einkauf: Ein City-E-Bike hat meist einen tiefen Einstieg und einen bequemen Sattel.

Wollen Sie kurze Wege zum Einkaufen oder in den Park mit Ihrem E-Bike zurücklegen, sind Citybikes und Cruiserbikes die richtige Wahl. Ein bequemer Sattel, ein ergonomisch geformter Lenker und ein stabiler Gepäckträger am Hinter- oder Vorderrad machen diese beiden Fahrrad-Typen zu idealen Begleitern für entspannte Fahrten über asphaltierte Straßen und ebene Wege. Meist verfügen diese Räder lediglich über eine Schaltung mit sieben oder acht Gängen, was jedoch für den Stadtverkehr völlig ausreichend ist.

Trekking- und Mountainbikes:

E-Mountainbike
Mit dem E-Mountainbike schaffen Sie steile Berge und Schotterwege problemlos.

Suchen Sie mit Ihrem E-Bike eine sportliche Herausforderung und wollen sich auch hin und wieder steile Bergpfade und Schotterwege entlang kämpfen? Dann empfehlen wir Ihnen ein E-Trekkingbike oder ein E-Mountainbike. Dank ihrer robusten Bereifung und einer stabilen Rahmen-Geometrie, bei der Sattelstütze, Ober- und Unterrohr ein Dreieck bilden, schaffen diese Bikes auch holprige Touren. Die spezielle Form fordert jedoch auch eine sportlich-gestreckte Sitzhaltung, die nicht jedem liegt.

Tipp: Als E-Bike für ältere Menschen eignen sich Cityräder besonders gut, da sie über einen Tiefeinstieg verfügen. Das Unterrohr dieser Räder ist u-förmig und das Oberrohr entfällt, was das Aufsteigen sehr vereinfacht.

3.2. Auf den Antrieb kommt es an – der Motor

Grundsätzlich gibt es drei Positionen am Rahmen eines Elektrorads, an dem der Motor seine Kraft entfalten kann: an der Nabe des Vorderrads, an der Nabe des Hinterrads oder am mittig gelegenen Tretlager. Was die einzelnen Motor-Positionen auszeichnet, sehen Sie hier im Überblick:

Position des Motors Eigenschaften
Hinterrad-Nabenmotor
hecknabenmotor e-bike
  • in der Nabe des Hinterrads verbaut
  • auch als Heck- oder Hecknaben-Motor bezeichnet
  • Antriebskraft wirkt direkt an der Hinterachse
  • durch den weit hinten liegenden Schwerpunkt gute Übertragung der Zugkraft auf den Untergrund
  • erfordert Kettenschaltung
Frontnaben-Motor
ebikes im Stadtverkehr
  • in der Nabe des Vorderrads verbaut
  • auch als Frontmotor oder Vorderradnaben-Motor bezeichnet
  • Antrieb wirkt direkt auf das Vorderrad
  • nach vorn verlagerter Schwerpunkt – suboptimaler Schwerpunkt für die Lenkung
  • mit Ketten- und Nabenschaltung kombinierbar
Tretlagermotor
Mittelmotor bei einem E-Bike
  • direkt im Tretlager zwischen den Pedalen verbaut
  • auch als Mittelmotor bezeichnet
  • Antrieb wirkt direkt auf Tretlager und Pedalarme
  • mittig liegender, ausgeglichener Schwerpunkt
  • mit Ketten- und Nabenschaltung kombinierbar
Fazit: Am häufigsten werden Hecknaben-Motoren genutzt, da sie besonders bei City- und Trekking-E-Bikes für eine gute Traktion sorgen. E-Mountainbikes sind fast immer mit einem Mittelmotor ausgerüstet, da dieser die beste Kraftübertragung an steilen Hängen gewährleistet. Frontmotoren werden nur noch selten verbaut, da auf nasser Strecke das Rad schneller ins Rutschen kommen lassen.

3.3. Kurzstrecken-Meister oder Dauerläufer – die Reichweite

High Energy – E-Bike-Tankstellen

Möchten Sie Ihr Reisegepäck nicht mit einem zusätzlichen Ersatzakku belasten, können Sie den Energiespeicher auch unterwegs laden, an sogenannte E-Bike-Tankstellen. Je nachdem, welches System die Ladestation nutzt, kann man den Akku in einem Schließfach ablegen und dort laden oder das E-Bike an einer Ladesäule per Steckdose auftanken. Ob sich eine E-Bike-Tankstelle auf Ihrer Reiseroute oder in Ihrer Nähe befindet, können Sie hier einsehen.

Damit sie das beste E-Bike für Ihre Ansprüche finden, sollten Sie sich vor dem Kauf über die maximale Reichweite des Akkus informieren. Die Werte können zwischen den einzelnen Modellen stark schwanken; in unserem E-Bike Test liegen sie zwischen 45 und 150 Kilometern. Kurze Touren sind also mit jedem Elektrorad möglich, für Tagestouren sollten Sie nach Möglichkeit einen Ersatzakku mitführen. Citybikes haben daher auch oftmals im Durchschnitt eine kleinere Reichweite, da sie vornehmlich für kurze Ausflüge in die Stadt genutzt werden.

3.4. Gut eingerahmt – die Rahmengröße

Auch das leistungsstärkste Elektrovelo bereitet Ihnen keinen Fahrspaß, wenn Sie nicht die richtige Rahmenhöhe gewählt haben. Die vom Hersteller angegebenen Werte bezeichnen dabei die Distanz zwischen der Achse des Tretlagers (mittig am Rad, zwischen den Pedalen) und der Sattelklemme, die das Rohr des Sattels in Position hält. Für den in Zentimetern gemessenen Abstand gibt es, je nach Fahrrad-Typ, Richtwerte für die entsprechende Körpergröße. eine Übersicht über die gängigsten Größen für Citybikes, Trekkingräder und Mountainbikes finden Sie hier.

Noch genauer lässt sich die passende Rahmenhöhe jedoch mit der Schritthöhe berechnen. Dafür gehen Sie wie folgt vor:

  • Schritthöhe ermitteln: Messen Sie die Innenbeinlänge von der Fußsohle bis zum Ende des inneren Oberschenkels.
  • Rahmenhöhe für Trekking & Citybikes: Schritthöhe (in cm) x 0,66
  • Rahmenhöhe für Mountainbikes: Schritthöhe (in cm) x 0,57

4. Intelligent radeln – Diese Aufgaben haben Controller und Sensor an Ihren E-Bike

Bevor Sie sich für Ihren persönlichen E-Bike-Testsieger entscheiden, sollten Sie sich auch über feinere technische Details Ihres künftigen Pedelecs informieren. Dazu gehören auch der Sensor und der Controller. Welche Funktionen die beiden Bauteile übernehmen, erfahren Sie im Folgenden.

4.1. Hi-Tech im E-Bike – der Sensor

e-bike-motor
Der Motor des E-Bikes ist die treibende Kraft des Zweirads und steckt voller technischer Finessen.

Ohne geht nichts: Der Sensor misst im E-Bike-Antrieb, ob man beim Radeln in die Pedale tritt. Dies geschieht entweder über Drehmoment- oder Trittfrequenzsensoren. Während erstere den Druck auf die Pedale messen und dabei jeden Tiefpunkt (Pedale stehen senkrecht übereinander) im Tretverlauf erfassen, registrieren letztere lediglich, ob sich die Pedale bewegen.

Viele Nutzer empfinden Drehmomentsensoren als die elegantere Lösung, da diese die Motorunterstützung an die Kraft anpassen, mit der Sie in die Pedale treten. Das Fahrgefühl ist somit ebenmäßiger, da nicht sofort die volle Unterstützung des Motors greift.

Bewegungssensoren lassen nur eine zweistufige Motorunterstützung zu: 0 Prozent oder 100 Prozent. Das Anfahren kann mit dieser Sensortechnik etwas ruckelig sein, doch dank einer eingebauten Verzögerung startet das E-Bike nicht allzu schnell.

Beide Messfühler beinhalten zusätzlich oftmals einen Geschwindigkeitssensor, der den Motor des Pedelecs oder des E-Bikes beim Erreichen der Maximalgeschwindigkeit (25 bzw. 45 km/h) abriegelt.

4.2. Die Schaltzentrale im Pedelec – der Controller

Der Name suggeriert es bereits: Der Controller koordiniert und kontrolliert die Vorgänge der einzelnen Komponenten im Antrieb des E-Bikes. Er ist verbunden mit dem Motor, dem Akku und dem Bewegungs- bzw. Trittfrequenzsensor. Anhand der Signale, die der Sensor über die Pedalbewegung sendet, steuert der Controller die Unterstützung des Motors.

Das ist auch für die Reichweite des Akkus von entscheidender Bedeutung: Je genauer der Controller den Motor regulieren kann, desto ökonomischer ist der Energieverbrauch beim Fahren.

Räder von verschiedenen e-bikes im test

5. Sicherheit geht vor – E-Bikes bei der Stiftung Warentest

hydraulikbremse
Den Bremsen sollte zugunsten der Sicherheit besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.

Bei all den praktischen Aspekten, mit denen die Velos aus unserem E-Bike-Test punkten können, darf die Frage nach der Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Aus diesem Grund haben die Experten der Stiftung Warentest 15 E-Bikes genauer untersucht und die Ergebnisse in der Ausgabe 07/2016 veröffentlicht.

Neben praktischen Tests zum Fahrverhalten, dem Antrieb und der Handhabung wurde auch besonders auf die Sicherheit und Haltbarkeit geachtet. Durch das erhöhte Gewicht und die hohen Geschwindigkeiten müssen vor allem Rahmen und Bremsen von E-Bikes wesentlich größeren Kräften standhalten als das bei herkömmlichen Zweirädern der Fall ist.

Bei drei der getesteten Modelle fielen besonders die Bremsen als zu unzuverlässig und zu schwach auf. Weitere Schwachstellen waren Sattelstütze und Sattelklemme: Bei drei Rädern brachen die Bauteile unter normaler Belastung.

Nun zu den guten Nachrichten: In ihrem E-Bike-Test konnten die Prüfer auch sieben Mal die Gesamtnote “gut” vergeben. Die ersten drei Plätze belegen Modelle der Marken Flyer, Victoria und Decathlon.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema E-Bike

6.1. Gibt es für E-Bikes eine Altersbegrenzung?

Ja, die gibt es, zumindest für E-Bikes im engeren Sinne und S-Pedelecs. Da diese beiden Varianten ohne eigenständiges Treten bis zu 20 km/h schnell werden können und der Motor sich zum Teil erst ab 45 km/h abschaltet, ist ein Führerschein Klasse AM für Kleinkrafträder und Leichtkraftfahrzeuge nötig. Der Fahrer muss demnach also mindestens 15 Jahre alt sein, um einen solchen Führerschein erhalten zu können. Pedelecs hingegen gelten im deutschen Rechtsverständnis als Fahrräder, ein Mindestalter gibt es in diesem Fall also nicht.

6.2. Ist Motor-Tuning bei E-Bikes erlaubt?

tuning sensor
Ein kleiner Sensor überbrückt das Signal des Controllers und setzt die Deckelung des Motors bei 25 km/h außer Kraft.

Ähnlich wie bei PKW ist es auch bei E-Bikes möglich, den eingebauten Sensor zu überlisten und dem Motor vorzugaukeln, dass die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit unter 25 km/h liegt. Somit schaltet sich der Motor erst bei höheren Geschwindigkeiten um 50 km/h ab.

Auch wenn Sie diese Art Motortuning schneller ans Ziel bringt: Ihr E-Bike ist mit dieser Modifikation nicht mehr für deutsche Straßen und Radwege zugelassen! Zudem erlischt der Versicherungsschutz bei getunten Motoren: Verursachen Sie einen Unfall mit dem aufpolierten E-Bike, tritt Ihre Haftpflichtversicherung nicht für die Kosten des Geschädigten ein. Da solche Personenschäden schnell mehrere Zehntausend Euro umfassen können, ist das Tuning umso ernster zu nehmen.

Außerdem verlieren Sie durch den Motorumbau das Anrecht auf Gewährleistung und Garantie seitens des Herstellers. Die Module lassen sich jedoch auch unkompliziert wieder ausbauen und hinterlassen keine Schäden oder Defekte am Rahmen bzw. am Motor.

6.3. Brauche ich einen speziellen Helm?

Für Pedelecs gilt analog zu herkömmlichen Fahrrädern, dass ein Helm zwar zu empfehlen, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Für S-Pedelecs und E-Bikes sieht die Gesetzeslage anders aus: Da sie als Kleinkrafträder gelten, müssen Sie einen Helm tragen.

Nun ist dafür nicht unbedingt ein sperriger Integralhelm nötig. Ein normaler Fahrradhelm reicht jedoch für die relativ hohen Geschwindigkeiten, die mit E-Bike und S-Pedelec erreicht werden können, nicht aus. Eine gültige Norm gibt es jedoch bisher noch nicht.

Wie wichtig ein Helm beim Radfahren ist, demonstriert dieses Video:

6.4. Wo bekomme ich einen Ersatz-Akku her?

Unser E-Bike-Vergleich 2019 hat gezeigt: Gerade für längere Radtouren über 100 km lohnt es sich, einen Ersatzakku mitzuführen. Damit Ihr E-Bike-Akku lange seine volle Leistungsfähigkeit behält, sollten Sie den Energiespeicher möglichst häufig laden und nicht erst, wenn er leer ist.

Den passenden Akku erhalten Sie entweder direkt beim Hersteller, in gängigen Online-Shops oder im Fachhandel. Wichtig ist, dass Sie die Typenbezeichnung des E-Bike-Motors kennen. Am häufigsten werden Motoren von Bosch, Panasonic oder BionX verbaut.

Achtung: Die vom Hersteller angegebenen Reichweiten der Akkus sind Maximalwerte, die nur bei besonders ökonomischer Fahrweise mit einer niedrigen Unterstützungsstufe und viel eigener Pedalarbeit erreicht werden. Fahren Sie häufig in anspruchsvollem und hügeligem Gelände oder mit viel Unterstützung durch den Motor, verringert sich die Reichweite entsprechend.