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Test: BenQ ScreenBar E-Reading-LED-Task-Lampe

Test: BenQ ScreenBar E-Reading-LED-Task-Lampe

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riccardo.duering@heimwerker.de

Eine interessante Produktbezeichnung, die nur bedingt vermuten lässt, was sich dahinter verbirgt. Eine Lese-Lampe? Nicht ganz, auch wenn sie hierfür ebenfalls gut genutzt werden könnte.

Wer kann ahnen, dass es sich hierbei um eine spezielle Schreibtischlampe handelt, die keinen Platz auf dem Schreibtisch beansprucht und sogar mobil genutzt werden kann. Übersetzt man die Produktbeschreibung ein wenig, kommt folgendes heraus:

  • e-Reading – Lesen an elektronischen Geräten (Monitor, Laptop, Tablet….)
  • LED-Task Lamp – LED-Funktionslampe
  • ScreenBar – Bildschirmleiste

Bei der BenQ ScreenBar E-Reading-LED-Task-Lampe handelt es sich demnach um eine LED-Lampe als Bildschirmleiste, die zum Arbeiten am PC geeignet ist. Jetzt wird deutlich, dass es sich sogar um eine Beleuchtungsmöglichkeit handelt, nach der ich sogar schon länger suche.

Tief eingestellt ist die Beleuchtung einseitig, die Schreibtischlampe im Blickfeld und blendet im Monitor.
Tief eingestellt ist die Beleuchtung einseitig, die Schreibtischlampe im Blickfeld und blendet im Monitor.

Technische Daten

(Herstellerangaben)

  • Spannungsversorgung: 5V USB Port
  • leistungsaufnahme: mx. 5 Watt
  • Beleuchtung: 90 SMD-LEDs
  • Material: Aluminium
  • Farbwiedergabeindex: >80
  • Abmaße ohne Halterung (L x B x H): 450 x 22 x 19,4 mm
  • Gewicht mit Halterung (ohne Halterung): 490 g (143 g)
  • Lichtfarbe: 2700 Kelvin (warmweiß) bis 6500 Kelvin (kaltweiß)
  • Beleuchtungsstärke: max. 800 Lux (im Zentrum bei etwa 45 cm Abstand)

Wann die BenQ ScreenBar einen besonderen Vorteil bietet.

Um nicht im Blickfeld zu sein, muss sie so hoch eingestellt werden. Jetzt blendet sie und behindert die Sicht.
Um nicht im Blickfeld zu sein, muss sie so hoch eingestellt werden. Jetzt blendet sie und behindert die Sicht.

Das richtige Licht bei der Arbeit ist wichtig und findet häufig leider zu wenig Beachtung. Und auch mein Schreibtisch stellte mich bisher dabei leider vor ein Problem. Mit zwei 22“ Monitoren nebeneinander, die zusätzlich auf einen Schreibtischaufsatz stehen, um für die richtige Augenhöhe zu sorgen, fehlt leider der Platz für eine sinnvolle Beleuchtung.

Einfache Schreibtischlampen bieten eine nur mäßige Beleuchtung und blenden dennoch. LED-Lampen mit einem großen Ausleger bieten zwar die Möglichkeit, die Tastatur von oben zu beleuchten, sind aber meist nicht hoch genug und stören den Blick auf den Bildschirm. Dreht man sie höher, blenden auch diese.

Befestigung der BenQ ScreenBar

Der besondere Vorteil der ScreenBar liegt auf jeden Fall in der Befestigung am Monitor. Schließlich belegt sie so keinen Platz auf dem Schreibtisch und liefert dennoch das Licht genau da, wo es gebraucht wird. Auf der Tastatur beziehungsweise den Arbeitsplatz davor.

Gummierte Flächen zum Schonen und gegen ein Verrutschen.
Gummierte Flächen zum Schonen und gegen ein Verrutschen.

Zur Befestigung werden keinerlei Werkzeuge oder Klemmen benötigt, die gerade bei leichten TFT-Monitoren zu Verfärbungen bei der Darstellung führen. Die Screenbar von BenQ wird lediglich eingehangen und mit einem kleinen Gewicht gegen den Bildschirmrand gezogen. Zusätzlich sorgt eine leichte Feder dafür, dass das Gewicht von hinten an den Monitor gedrückt wird. So bleibt die Halterung flexibel nutzbar und ist für Monitorstärken von 1 bis 3 cm nutzbar. Zusätzlich Gummiauflagen bieten zum einen Schutz vor Beschädigungen und zum anderen zusätzlichen Halt gegen ein Verrutschen.

Ehe die Halterung jedoch am Monitor befestigt werden kann, muss die LED-Lampe befestigt werden. Hierzu wird sie etwas verdreht, sodass sie sich mit den abgeflachten Seiten in die runde Aufnahme führen lässt. Anschließend wieder in die richtige Richtung drehen und die LED-Lampe sitzt sicher in der Monitorhalterung. Jetzt ist auch die Micro-USB-Buchse auf der Rückseite zugänglich und das USB-Kabel kann angeschlossen werden.

Die ScreenBar hält durch eine leichte Feder und das Eigengewicht der Halterung. Sicherere Halt ohne Beschädigung.
Die ScreenBar hält durch eine leichte Feder und das Eigengewicht der Halterung. Sicherere Halt ohne Beschädigung.
Nach dem Einsetzen der ScreenBar kann das USB-Kabel angeschlossen und verdeckt hinter dem Monitor verlegt werden.
Nach dem Einsetzen der ScreenBar kann das USB-Kabel angeschlossen und verdeckt hinter dem Monitor verlegt werden.

Die Spannungsversorgung der LED-ScreenBar

Wie gerade beschrieben, wird die ScreenBar mittels USB-Kabel mit Spannung versorgt. Dieses kann durch ein Netzteil, eine Powerbank oder auch direkt durch den USB-Anschluss am PC oder Laptop erfolgen.

Für eine ordentliche Leuchtkraft reichen der Monitor-Lampe von BenQ gerade mal 5 V aus. Wobei wir uns hierbei wohl am Limit der möglichen Leistungsaufnahme befinden. Während das kleinste Netzteil mit 1,5 A oder die USB-Anschlüsse am PC, Laptop und Netbook noch ausreichend sind, ist mein USB-Switch zum Einbau in die Tischplatte überfordert. Hier blinkt die Power-Led an der ScreenBar nur und signalisiert offensichtlich eine zu geringe Spannungsversorgung. Hochwertigere Geräte haben hiermit eventuell weniger Probleme. Notfalls muss dann doch der USB-Anschluss am PC ohne Zwischenstecker genutzt werden. Das beigelegte USB-Kabel ist jedenfalls lang genug, um die ScreenBar auf meine höher gestellten Monitore zu platzieren und den USB-Anschluss des im Schrank verbauten Rechners zu nutzen. Die Anschlusshöhe sollte einem neben dem Schreibtisch stehenden Tower entsprechen. Viel kürzer dürfte das Anschlusskabel aber nicht sein – lieber sogar etwas länger, um es besser und versteckter am Fuß des Monitors entlang zu führen.

Funktionen der ScreenBar von BenQ

1. Lichtstärke, 2. Farbtemperatur, 3. Lichtsensor, 4. automatische Dimmfunktion, 5. Power-Taste
1. Lichtstärke, 2. Farbtemperatur, 3. Lichtsensor, 4. automatische Dimmfunktion, 5. Power-Taste

Fast schon Standard sind heute dimmbare LED-Lampen. So verfügt auch die Screenar über eine Dimm-Funktion. Hierzu wird mehrfach auf die entsprechende Sensor-Taste gedrückt und die LED-Lampen werden in Stufen heller oder wieder dunkler. Verbleibt der Finger auf der Taste geht die Lampe in Stufen bis zur hellsten bzw. dunkelsten Einstellung und verbleibt dort. Erst bei einer weiteren Anwahl kehrt sie die Dimm-Funktion wieder um. Die Helligkeit lässt sich so leicht anpassen aber auch schnell die hellste oder dunkelste Position finden.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einstellen der Farbtemperatur. Hierzu wurden im Wechseln kalt- und warmweiße SMD-LEDs verbaut, die kaltes oder warmes Licht liefern, sich aber auch mischen lassen.

Eine sehr sinnvolle Funktion ist die automatische Dimm-Funktion, die sich der Helligkeit der Umgebung anpasst und laut BenQ den Arbeitsplatz immer mit 500 Lux erstrahlen lässt. Laut einer Studie ist das die optimale Helligkeit, um ermüdungsfrei arbeiten zu können. Ist die Umgebung jedoch sehr dunkel, stellt sich auch die ScreenBar ein und reduziert ihr Licht auf 300 Lux. So soll ein zu hoher Kontrast zwischen Arbeitsbereich und Umfeld vermieden werden.

Gedimmtes Licht – maximale Leuchtkraft kaltweiß – maximale Leuchtkraft warmweiß
Gedimmtes Licht – maximale Leuchtkraft kaltweiß – maximale Leuchtkraft warmweiß

Die BenQ ScreenBar im praktischen Test

Die ScreenBar ist auf dem Monitor positioniert, das USB-Kabel angeschlossen und es werde Licht. Die Leuchtkraft begeistert und es ist kaum vorstellbar, dass eine solche Leistung aus dem USB-Anschluss des Rechners kommt. Ebenso begeistert aber auch die Möglichkeit, endlich eine Lampe zu haben, die nicht im Weg steht und dennoch ordentlich den Arbeitsplatz ausleuchtet.

Bei zwei Monitoren bleibt die Ausleuchtung einseitig.
Bei zwei Monitoren bleibt die Ausleuchtung einseitig.

Nicht ganz so toll ist natürlich die Tatsache, dass nur ein gewisser Bereich auf der Arbeitsfläche ausgeleuchtet werden kann. Das macht sich gerade bemerkbar, wenn man zwei Monitore nutzt, die leicht schräg zueinander stehen. Eine größere beleuchtete Fläche kann jedoch schwerlich realisiert werden, da dazu der Abstrahlwinkel erhöht werden müsste, was aber je nach Drehung der Lampe in den Augen oder auf dem Bildschirm blenden würde.

Meine Monitore stehen erhöht auf einem Sockel und hierfür ist der Abstrahlwinkel der ScreenBar schon fast zu groß. Drehe ich die Lampe so, dass das Licht kurz vor dem Monitor auf den Schreibtisch trifft und sich so nicht darin spiegelt, reicht meine Sitzposition gerade so aus, damit ich selbst von der Lampe nicht geblendet werde. Je höher die Monitor im Verhältnis zur Augenhöhe sind, desto schwieriger beziehungsweise unmöglich wird es. Der Abstrahlwinkel der ScreenBar wurde demnach bis aufs Maximum ausgereizt. Er dürfte nicht größer und sollte nicht kleiner sein. Damit ist er optimal gewählt.

Insgesamt gibt es an der ausgeleuchteten Fläche nichts zu bemängeln und es ist erstaunlich, welche Leuchtkraft die ScreenBar aus der kleinen Bauweise und dem USB-Anschluss entwickelt. Bisher galt das Nutzen des Anschlusses mit Lampen und Ventilatoren für mich eher als Spielerei, die ScreenBar von BenQ beweist aber, dass es hierfür auch sinnvolle und hochwertige Geräte gibt.

Etwas versetzt nimmt die Beleuchtungsstärke deutlich ab.
Etwas versetzt nimmt die Beleuchtungsstärke deutlich ab.
Mittig unter dem Leuchtkegel werden die 500 Lux erreicht.
Mittig unter dem Leuchtkegel werden die 500 Lux erreicht.

Laut Studien sollte die Beleuchtungsstärke in einem Büro bei mindestens 500 Lux liegen und eine Farbtemperatur von 4000 Kelvin (neutralweiß) für ein angenehmes Lesen sorgen. Das versucht BenQ bei der ScreenBar mit der automatischen Dimmfunktion umzusetzen. Daher ist unter der angewählten Option die Farbtemperatur nicht anpassbar, was ich sehr schade finde. Ich arbeite sehr gerne unter kaltweißem oder dem Tageslicht ähnlichem Licht. Dieses ist nur mit der manuellen Dimmfunktion nutzbar.

Das Licht der Terrassentür erhellt die Arbeitsfläche. Am Lichtsensor der ScreenBar ist es jedoch dunkler.
Das Licht der Terrassentür erhellt die Arbeitsfläche. Am Lichtsensor der ScreenBar ist es jedoch dunkler.

Auch begeistert mich das automatische Dimmen nur bedingt. Das heißt, die Möglichkeit ist schon toll und ich nutze sie sehr gerne, jedoch ist es kaum möglich, das Licht am Arbeitsplatz gleichmäßig der Umgebung anzupassen. In großen und hohen Räumen, in denen der Monitor frei (mitten im Raum) steht mag es gut funktionieren, da es oberhalb der ScreenBar ebenso hell ist, wie auf der Arbeitsfläche und Computer-Tastatur.

Im privaten Umfeld und vielen kleineren Büros steht der Monitor jedoch selten mittig im Raum, sondern eher vor einer Wand. Kleinere Fenster führen zusätzlich dazu, dass das Licht schräg auf den Schreibtisch fällt, es oberhalb des Monitors jedoch deutlich dunkler bleibt. Wird der Lichtkegel der ScreenBar dann noch etwas nach vorne gedreht, zeigt der Lichtsensor weiter zur Wand und misst eine geringer Ausleuchtung als tatsächlich auf dem Schreibtisch vorliegt. Daher ist es technisch kaum möglich, mit der automatischen Dimmfunktion stets für eine gleichbleibende Ausleuchtung zu sorgen. Hierzu müsste der Lichtsensor auf dem Schreibtisch liegen.

Dennoch möchte ich die automatische Dimmfunktion nicht madig machen und finde sie im Grunde sehr gut und sinnvoll. Sie dürfte sogar gerne so weit gehen, dass sich das Licht bei ausreichender Beleuchtung ganz abschaltet. 

Fazit: BenQ ScreenBar e-Reading LED Task Lamp

Die LED-Lampe ScreenBar von BenQ macht Schluss mit unpraktischen Schreibtischlampen, die den Arbeitsplatz nicht richtig ausleuchten, ständig im Weg stehen, sich im Monitor spiegeln oder den Nutzer selbst blenden.

Test: BenQ ScreenBar e-Reading LED Task Lamp

Spielend leicht lässt sich die ScreenBar an jedem Flachbild-Monitor (mit einer Stärke von 1 – 3 cm) befestigen, ohne ihn zu zu schädigen oder das Sichtfeld zu behindern. Allein durch ein Gegengewicht und eine leichte Federwirkung wird die LED-Lampe gehalten. 

Die Spannungsversorgung lässt sich durch einen USB-Anschluss am PC, einem externen Netzteil oder eine Powerbank realisieren. Dabei erreicht die ScreenBar von BenQ eine unglaubliche Leuchtkraft, die auf einen Lichtkegel direkt vor den Monitor begrenzt wird. Richtig eingestellt blendet sie weder den Nutzer, noch spiegelt sie sich im Monitor.

Mit der Möglichkeit, die Leuchtfarbe in mehreren Stufen zwischen warm- und kaltweiß einzustellen und auch die Leuchtkraft zu dimmen, kann sie den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden.

Nicht ganz überzeugen konnte die automatische Dimmfunktion, deren Idee schon toll ist. BenQ verzichtet hier leider auf die Möglichkeit, die Farbtemperatur selbst zu wählen und auch die Leuchtstärke kann sich aufgrund der Positionierung der Lampe nicht immer nach dem tatsächlich benötigtem Licht richten.

Insgesamt gefällt die ScreenBar von BenQ aber sehr gut und schneidet daher mit einem fast perfektem Ergebnis ab.