Waschküche

Waschmaschine reparieren und reinigen: So tauschen Sie eine Waschmaschinen-Pumpe aus

  • Einer der häufigsten Gründe für eine nicht mehr funktionstüchtige Waschmaschine ist eine defekte Pumpe. Pumpen können leider nicht repariert werden, sie müssen komplett ersetzt werden.
  • Mit einem gewissen Maß an handwerklichem Geschick ist es aber möglich, die Waschmaschinen-Pumpe selbst auszutauschen. Als erstes sollten Sie allerdings kontrollieren, ob die Pumpe eventuell nur verstopft ist.
  • Eine regelmäßige Reinigung der Waschmaschine ist unerlässlich. Somit verlängern Sie das Leben Ihrere Waschmaschine und verhindern den Verschleiß von verbauten Kleinteilen.

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Lohnt sich eine Waschmaschinen-Reparatur?

Gerade bei älteren Modellen lohnt eine Reparatur selten. Die Kosten der Waschmaschinen Reparatur übersteigen schnell den Wert der Maschine. Damit wird aber leider wieder ein Großgerät entsorgt, welches eventuell mit einem kleinen Ersatzteil noch lange seine Arbeit verrichten könnte. Wer nicht ganz unbeholfen ist, kann so einiges selbst reparieren, damit Geld sparen und sogar unsere Umwelt unterstützen.

Ist die Waschmaschine defekt bricht gerade in Haushalten mit Kindern schnell großes Chaos aus. Wird sie doch täglich benötigt und ein Ausfall sorgt für große Wäscheberge. Mit einem Neukauf entstehen unverhofft große Kosten und auch die Waschmaschine reparieren zu lassen, kann ein tiefes Loch in den Haushaltsplan reißen. Gewiefte Heimwerker versuchen natürlich Reparaturkosten zu umgehen, indem sie selbst Hand anlegen. Bei einer Waschmaschine ist die Reparatur jedoch nicht immer leicht und sollte nur dann ausgeführt werden, wenn der Fehler klar ersichtlich ist. Eine tiefe Fehlersuche ohne Fachwissen macht hier wenig Sinn.

Ist jedoch ein Schlauch undicht oder gerissen oder der Türgummi beschädigt, sind die Fehler klar ersichtlich und die Waschmaschinenreparatur kann selbst ausgeführt werden. Auch eine defekte Waschmaschinen-Pumpe sendet klare Zeichen. Wird das Wasser nicht abgepumpt oder brummt die Waschmaschinen-Pumpe, muss die Pumpe kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Auf Heimwerker.de präsentieren wir eine Anleitung, mit der Sie Ihre Waschmaschine selbst reparieren und die Pumpe austauschen können. Im Anschluss zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Waschmaschine gründlich und effizient reinigen.

1. Was zeigt unsere Waschmaschinen-Reparaturanleitung?

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Überprüfen Sie, ob die Pumpe wirklich kaputt oder lediglich defekt ist.

So einige Fehler einer Waschmaschine lassen sich selbst reparieren. Waschmaschinen sind groß, bieten Platz zum Werkeln und viele Teile lassen sich einfach tauschen, da sie einzeln verbaut und als Ersatzteil erhältlich sind. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Schmutzwasserpumpe oder Laugenpumpe. Sie sorgt dafür, dass das Wasser aus der Maschine gepumpt wird. Verbaut ist sie unterhalb der Maschine und lediglich mit zwei Schläuchen, sowie einem Anschlusskabel verbunden. Der Austausch ist daher recht einfach.

Bei unserer Waschmaschinen Reparatur beziehen wir uns auf ein Modell von Bauknecht (Whirlpool). Waschmaschinen von Bauknecht sind weit verbreitet, dienen hier jedoch nur als Beispiel, da der Grundaufbau bei vielen Herstellern ähnlich ist.

Ist die Pumpe der Waschmaschine defekt, lässt sich der Fehler relativ einfach feststellen. Wird das Schmutzwasser nicht mehr abgepumpt und gebt es beim Abpumpen laute Geräusche, liegt vermutlich ein Defekt der Waschmaschinenpumpe vor. Bevor jedoch der Werkzeugkasten geholt wird, muss das Flusensieb (Fachausdruck: Fremdkörperfalle) kontrolliert werden. Hinweise dazu finden Sie in unserer Anleitung zur Wascxhmaschinenreinigung: Waschmaschine reinigen

Ist die Fremdkörperfalle frei und lässt sich das Pumpenrad drehen, sollte etwas daran gewackelt werden. Ist hier ein deutliches Spiel zu spüren, sind die Lager abgenutzt und die Pumpe somit defekt. Da Pumpen Strom und Wasser kombinieren, was stehts gefährlich ist, besitzen Pumpen häufig ein gegossenes Gehäuse oder sind besonders abgedichtet. Das Gehäuse sollte daher nicht geöffnet werden.

Wichtig: Es ist nicht möglich eine Waschmaschinen Pumpe zu reparieren! Die Pumpe muss ausgetauscht werden.

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2. Anleitung: Waschmaschinen-Pumpe austauschen

2.1. Waschmaschine öffnen

Ehe Sie mit der Reparatur beginnen, vergewissern Sie sich, dass das Gerät vom Netz getrennt wurde und auch nicht unbeabsichtigt wieder eingeschaltet werden kann.

Viel Platz wird zum Ausbauen der Waschmaschinen-Pumpe nicht benötigt. Sie müssen jedoch den Deckel abnehmen, wozu an der Rückwand zwei Schrauben gelöst werden müssen. Wurde der Deckel bereits entfernt, da die Waschmaschine als Unterbaugerät genutzt wird, muss sie lediglich etwas vorgezogen werden.

Entfernen Sie nun das Einspülfach und lösen Sie die Schrauben, die das Bedienteil halten. Bei unserer Waschmaschine von Bauknecht betrifft das zwei Schrauben oberhalb und drei am Einspülfach. Zusätzlich wird das Bedienteil häufig durch Kunststoffklemmen gehalten. Wackeln Sie daher leicht am Bedienteil und machen Sie weitere Befestigungspunkte ausfindig.

Tipp: Sind die Verbindungskabel lang genug, können Sie das abgenommene Bedienteil einfach nach oben auf die Maschine legen. Müssen Steckverbindungen abgezogen werden, markieren Sie sich diese oder machen Sie ein Foto, um später alle Stecker wieder richtig zuordnen zu können.

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An dieser Stelle befinden sich zusätzliche Halteklemmen. | Oberhalb müssen diese zwei Schrauben entfernt werden. | Drei weitere Schrauben befinden sich zudem am Einspülfach.

2.2. Tür abnehmen und Türgummi lösen

Da die Tür nur mit dem Frontblech verbunden ist, muss sie nicht unbedingt abgebaut werden. Durch das Lösen von zwei Schrauben kann sie jedoch schnell gelöst werden und ist somit bei weiteren Reparaturarbeiten nicht mehr im Weg. Legen Sie die Tür an einen sicheren Platz und verwenden Sie eine weiche Unterlage, um das Glas nicht zu beschädigen.

Der Türgummi wird durch einen Federring gesichert, welcher mit einer zusätzlichen Feder gespannt wird. Dieser muss entfernt werden. Vermeiden Sie es jedoch, ihn mit einem Schraubendreher anzuheben, um ihn über den Rand zu hebeln.

Sie würden den Türgummi beschädigen und die nächste Waschmaschinenreparatur steht an. Verwenden Sie eine spitze Zange und greifen mit dieser eine Öse, in die die Feder eingefädelt ist. So können Sie den Federring anheben, drunter greifen und ihn über den Bund ziehen. Anschließend wird der Türgummi vom Rand gezogen und etwas nach innen in die Öffnung gelegt.

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Ziehen Sie den Türgummi über den Rand. | Danach muss der Federring angehoben werden. | Die Tür der Waschmaschine abgebaut werden.

2.3. Front der Waschmaschine lösen und abnehmen

Falls nicht schon geschehen, sollten Sie jetzt die Fremdkörperfalle öffnen und damit das Wasser aus der defekten Waschmaschinen-Pumpe lassen. das Auffangen des Wassers gestaltet sich in vielen Fällen sehr problematisch, da sich der Ablauf sehr tief befindet. Im gezeigten Beispiel der Bauknecht-Maschine kann die Abdeckung davor gelegt werden, der Deckel leicht geöffnet und das Wasser aufgefangen werden. Den Deckel hierzu jedoch immer nur etwas öffnen, das Wasser auffangen und den Deckel wieder schließen.

Hinweis: In der Pumpe befindet sich mehr Wasser als die Abdeckung aufnehmen kann. Der Vorgang muss daher mehrmals wiederholt werden. Ganz ohne das Umfeld zu wässern, wird aber auch diese Methode nicht funktionieren.

Die Front der Waschmaschine wird nun nur noch durch drei Schrauben im unteren Bereich gehalten. Sind auch diese Schrauben entfernt, kann die Front etwas angehoben und nach vorne abgenommen werden. Hierbei vorsichtig agieren, da sich an der Türöffnung noch eine Kabelverbindung befindet, die für die Türverriegelung zuständig ist.

Bietet sich ausreichend Spielraum, muss die Steckverbindung nicht gelöst werden und das Frontblech kann seitlich neben die Maschine gestellt werden. Den Stecker zu lösen sollte jedoch ebenso kein Problem sein, da es sich um die einzige Kabelverbindung am Frontblech handelt.

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Die drei Schrauben hinter der Abdeckung müssen gelöst werden. | Beachten Sie die Kabelverbindung der Türsicherung!

2.4. Waschmaschinen-Pumpe ausbauen

Mit dem Abnehmen der Frontverkleidung wurde ausreichend Platz geschaffen, um die defekte Waschmaschinen-Pumpe zu lösen und auzubauen.

Trennen Sie als erstes die beiden angeschlossenen Schläuche, indem Sie die Federklemmen mit einer Zange lockern und anschließend den Schlauch abziehen. Auch hierbei kann noch immer Wasser auslaufen. Achten Sie darauf, dass Sie die Schläuche wenn möglich nach vorne und aus der Maschine legen.

Im nächsten Schritt werden die vier sichtbaren Schrauben gelöst. Sehen Sie sich genau an, welche Schraube wo sitzt. Im gezeigten Beispiel wurden links kleinere Schrauben genutzt, da andernfalls ein Steg der Abdeckung keinen Platz findet und die Abdeckung nicht richtig geschlossen werden kann (siehe mittleres Bild).

Nun kann die defekte Pumpe hinten angehoben und nach unten aus der Halterung gezogen werden. Diese etwas hebelnde Bewegung ist nötig, da sich oberhalb an der Pumpe eine Nase befindet, die aus dem Halteblech geführt werden muss.

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Entnehmen Sie die defekte Pumpe. | Nun lösen Sie die Halteschraube. | Die Schlauchklemmen können mit der Zange gelockert werden.

2.5. Waschmaschinen-Pumpe auswechseln

Zum Austausch der Pumpe muss nun lediglich noch der Verbindungsstecker gelöst werden. Dieser ist mit einer kleinen Kunststoffklemme gesichert, welche beim Abziehen zur Seite gedrückt werden muss. Anschließend kann die Pumpe ausgetauscht werden. Die richtige Positionierung beim Einbau ergibt sich aus der Nase, die wieder in das Halteblech geführt werden muss.

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Setzen Sie die neue Waschmaschinenpumpe ein. | Beim Abziehen des Steckers muss die Klemme beachtet werden.

2.6. Waschmaschinen Reparatur abschließen und Funktion testen

Nachdem die Pumpe gewechselt wurde und damit die Reparatur unserer Waschmaschine abgeschlossen ist, kann das gerät in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammengebaut werden.

Setzen Sie alle Schrauben wieder da ein, wo sie vorher verwendet wurden und seien Sie auch beim Einsetzen des Federringes am Türgummi vorsichtig. Wie beim Ausbau, sollte der Federring mit einer Zange an der Öse gehalten und kein Schraubendreher eingesetzt werden.

Ist alles vorschriftsmäßig montiert, erfolgt eine Funktionsprobe. Nun sollte die Waschmaschinen-Pumpe nicht mehr brummen und leise ihre Arbeit verrichten.

3. Waschmaschine richtig reinigen

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Wenn die Wäsche nicht mehr richtig sauber wird und streng riecht, kommt man um die Reinigung der Waschmaschine nicht herum.

3.1. Woher kommt der Waschmaschinengeruch?

Schuld ist unsere Sparsamkeit. Eine moderne Maschine sollte möglichst wenig Wasser verbrauchen und Waschmittel wird mit einer super Reinigungsleistung bereits bei 30° C beworben.

Wir waschen daher mit sehr wenig Wasser und bei einer geringen Temperatur. Infolge dessen, löst sich das Waschmittel nur schwer auf und die Wäsche wird eher feucht gehalten als in einem Wasserbad gereinigt. Beim Waschen spritzt Wasser mit dem enthaltenen Waschmittel in jede Ecke der Trommel und setzt sich auch am Türgummi ab.

Wird mit sehr wenig Wasser gewaschen, kommt es vor, dass diese Tropfen anschließend nicht weggespült werden. Das Wasser verdunstet und die Waschmittelreste setzen sich am Türgummi fest. Das passiert immer wieder und mit der Zeit bildet sich eine richtige Schicht aus Schmutz und Waschmittel, die beim normalen Waschgang nicht mehr beseitigt werden kann.

4. Wie oft muss eine Waschmaschine gereinigt werden?

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Reinigen Sie Teile der Waschmaschine wie die Trommel und das Flusensieb sollten mindestens monatlich gereinigt werden.

In der Waschmaschine gereinigte Wäsche tragen wir auf unserer Haut. Daher sollte die Waschmaschine einem gehobenen Reinigungsstandardunterliegen. Zur regelmäßigen/monatlichen Reinigung von Waschmaschinen gehört daher:

  • Flusensieb reinigen
  • Waschmittelschublade bzw. Einspülkammer reinigen
  • Türgummi abwischen
  • Trommelreinigung von Hand
  • monatlich einen Maschinenreiniger für Waschmaschinen verwenden

Dennoch kann es vorkommen, dass die Waschmaschine riecht oder gar stinkt. Ursache können, neben einem falsch verlegten Ablaufschlauch, Bakterien sein, die sich am Waschmaschinengummi oder der Waschmittelschublade festgesetzt haben. Waschmaschinenreiniger oder spezielle Maschinenpfleger für Waschmaschinen sind hierbei nicht immer hilfreich, da sie die verschmutzen Bereiche nicht erreichen. In diesem Fall wird es Zeit, die stinkende Waschmaschine intensiv zu reinigen.

Tipp: Teilweise lässt sich den Ablagerungen entgegenwirken, indem flüssiges Waschmittel verwendet und hin und wieder ein Kochprogramm mit 90° gestartet wird. Verbunden werden kann dies mit der monatlichen Verwendung von Maschinenreiniger.

5. Tipps zur regelmäßigen Reinigung der Waschmaschine

Waschmaschinen-Teil Tipp zur Reinigung
Einspülkammer
  • kann ohne Werkzeug entnommen werden
  • Waschmaschinenreiniger auftragen und nach Einwirkzeit abbürsten
  • bei Verkalkungen kann Natron, Essig oder Zitronensäure bei der Reinigung der Waschmaschine helfen
Ablauf/Einlauf
  • Badreiniger und Bürste verwenden
  • besonders auf Kalkablagerungen achten
Türgummi
  • regelmäßig auswischen
  • am einfachsten mit einem dunklen Kleidungsstück vor der Wäsche, dieses wird bei der Wäsche wieder sauber
Flusensieb/Pumpe
  • regelmäßig kontrollieren und Fremdkörper entfernen
  • Fremdkörper machen sich auch durch knatternde Geräusche beim Abpumpen des Wassers bemerkbar
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6. Waschmaschine intensiv reinigen

Tritt trotzt regelmäßiger Waschmaschinenpflege und – reinigung ein intensiver Waschmaschinengeruch auf, können sich Bakterien und Schimmel durch Ablagerungen gebildet haben, die sich durch einen normalen Waschgang nicht entfernen lassen. Der erste Versuch die Waschmaschine zu reinigen sollte ein Waschgang bei 90° C sein. Verfügt Ihre Maschine über die Funktion “Wasser plus”, so aktivieren Sie diese. Durch einen höheren Wasserstand können Ablagerungen gelöst werden, wo sonst nur gelegentlich Wasser hingelangt.

7. FAQ – Heizung rauscht, laute Geräusche und Rattern im Thermostatventil – was tun gegen diese Probleme?

Junge Frau schaut aus dem Fenster, trinkt Tee

In der kalten Jahreszeit spendet die Heizung Wärme und Behaglichkeit – doch wenn sie lästige Störgeräusche verursacht, ist es mit der Idylle schnell vorbei.

Heizungen sind neben Sanitäranlagen wohl eine der wichtigsten Installationen in einem Haus oder einer Wohnung, denn ohne Wärme ist eine Wohnung zumindest in der kalten Jahreszeit nicht bewohnbar.

Doch diese Wärme ist nicht selbstverständlich: Sachgemäße Wartung ist auch bei Heizungsanlagen Pflicht, um diese auf dem Höhepunkt ihrer Funktionsfähigkeit zu halten und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Aber was, wenn trotz bester Wartung die Heizungsanlage nicht so funktioniert wie sie soll? Oder wenn die Heizung zwar die gewünschte Wärme spendet, dabei aber lästige Störgeräusche verursacht?

Selbst die wärmste Heizung kann zur Nervenprobe werden, wenn sie statt leisem Betrieb die Ohren der Bewohner mit rauschenden Thermostatventilen oder einem Heizkörper, der rattert, strapazieren.

Heizungsanlagen sind dabei keine ganz unkomplizierten Mechanismen und Arbeiten daran sollte in der Regel lieber ein Fachmann durchführen. Doch auch als Laie können Sie häufig selbst herausfinden, wo laute Geräusche im Thermostatventil oder ein Rauschen in der Heizung beim Aufdrehen ihren Ursprung haben. Heimwerker.de beantwortet Ihnen heute die wichtigsten Fragen dazu.

7.1. Heizungsventil rauscht und klappert: Was ist normal und wann liegt ein Fehler vor?

Besonders, wenn ihre Heizungsanlage schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht mehr zu der modernsten Wärmetechnik gehört, sind leise Geräusche in den Heizungen bzw. Heizkörpern durchaus nicht unüblich.

Wenn erhitztes Wasser durch die Leitungen und Ventile strömt, entsteht dann häufig ein leises Rauschen. Dieses ist aber nicht lauter als Zimmerlautstärke und sollte nicht negativ auffallen.

Eine Fehlfunktion oder zumindest ein unerwünschter Effekt liegt dann vor, wenn laute Geräusche im Ventil entstehen, das Heizkörper-Ventil rattert oder die Heizung auch bei geschlossenem Ventil rauscht bzw. bei einem nicht ganz geöffneten Ventil. So kann auch ein Heizkörper beim Aufdrehen rattern, wenn das Thermostatventil dabei nicht ganz aufgedreht wird.

7.2. Heizkörper-Thermostat und Ventile rattern und klappern, woran liegt das?

Die soeben beschriebenen Geräusche sind Indizien für eine Fehlfunktion der Heizungsanlage. Dabei muss aber nicht immer unbedingt ein Defekt vorliegen – manchmal ist auch einfach das Heizungssystem nicht richtig eingestellt.

Besonders in Häusern mit vielen Heizkörpern, beispielsweise in einem Mehrfamilienhaus mit einigen Wohnungen, kann eine kleine Fehleinstellung dann schnell Auswirkungen auf alle Heizungen haben.

Ein Rattern im Thermostatventil kann mehrere Ursachen haben. So kann etwa eine Heizung durch die Umwälzpumpe rauschen, wenn hier der Druck nicht ganz richtig eingestellt ist. Bei Umwälzpumpen, auch Heizungspumpen genannt, kann der Druck nämlich variabel angepasst werden.

Ist der Druck zu hoch und lastet er nur auf wenigen Heizungsventilen, können diese beginnen zu klappern. Abhilfe wird hier geschaffen durch ein Herunterregulieren des Pumpendrucks.

Kann die Pumpe als Problemursache ausgeschlossen werden, etwa da sie bereits auf einer niedrigen Einstellung pumpt, kann ein Rauschen in der Heizung jedoch auch andere Ursachen haben.

Ein beispielhaftes Problem, welches häufiger auftritt, als man denken würde, ist ein verkehrter Anschluss der einzelnen Heizkörper. Vereinfacht gesagt strömt hier das erwärmte Wasser in falscher Richtung durch das Thermostatventil, welches als „Einbahnstraße“ für Wasser ausgelegt ist und daher bei invertierter Strömungsrichtung klappert.

7.3. Laute Geräusche im Thermostatventil – Wie kann ich das beheben?

Zunächst einmal gilt es das Problem zu verorten. Ob Ihre Heizung bzw. ein einzelner Heizkörper tatsächlich falsch herum angeschlossen wurde, lässt sich relativ einfach überprüfen. Lassen Sie dazu den infrage stehenden Heizkörper erkalten und drehen Sie dann das Ventil auf.

Im Regelfall erwärmt sich zuerst das Ventil, im Anschluss der Heizkörper an sich und danach der untere Anschluss. Wird der Anschluss, durch den das Wasser eigentlich wieder herausströmt, zuerst warm, ist die Heizung tatsächlich falsch angeschlossen.

Dadurch strömt das Wasser in umgekehrter Flussrichtung durch das Thermostatventil – es kommt zum Klappern. Insbesondere ist das der Fall bei nur zum Teil geöffneten Ventilen, da hier der Fluss des Wassers zusätzlich begrenzt wird, was höheren Druck im Ventil zur Folge hat.

Hinweis: Wenn Ihr Heizkörper falsch herum angeschlossen ist, wird es Zeit, einen Fachmann zu rufen, um den Fehler zu beheben. Reparaturen an Heizungsanlagen sollten nicht durch Laien durchgeführt werden; bei einem falschen Handgriff kann schnell ein unbeabsichtigter Schaden herbeigeführt werden.

Wenn der Heizkörper jedoch richtig herum angeschlossen ist, liegt das Problem an anderer Stelle. In vielen Fällen kann dann auch ein Differenzdruckventil Abhilfe schaffen.

Dieses wird zwischen Vor- und Rücklaufleitung in der Nähe der Heizungsanlage installiert und sorgt für einen ausgeglichenen Druck innerhalb des Systems, sodass die Thermostatventile der einzelnen Heizkörper den Druck nicht so stark ausgleichen müssen, denn auch das kann zu einem Rattern oder Rauschen führen.

7.4. Heizung rauscht: Ist Mietminderung möglich?

Mietswohnungen sollen vom Mieter pfleglich behandelt werden, im Tausch dafür hat der Vermieter Sorge zu tragen, dass alle Systeme wie Strom, Wasser oder Wärme funktionieren. In so gut wie allen Mietverträgen sind dementsprechende Regelungen ausdrücklich festgehalten.

Bei störenden und lästigen Geräuschen in der Heizungsanlage kann sich daher die Frage stellen, ob eventuell eine Mietminderung infrage kommt. Hierbei sollte jedoch nicht zu vorschnell gehandelt werden.

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Setzen Sie eine Mietminderung niemals einfach alleine durch, indem Sie Miete ganz oder zum Teil einbehalten, bevor eine Lösung für das Problem gesucht wurde.

Denn natürlich müssen Sie dem Vermieter erst einmal Bescheid geben und über die Störgeräusche informieren, sodass dieser eine Möglichkeit zur Reparatur bzw. Behebung hat. Doch auch, wenn der Vermieter diese Möglichkeit nicht wahrgenommen hat oder das Problem weiterhin besteht, ist eine Mietminderung nicht immer gerechtfertigt.

Denn: Eine Minderung der Miete kommt generell nur dann infrage, wenn gegen im Mietvertrag festgelegte Pflichten des Vermieters verstoßen wurde. In den meisten Verträgen ist jedoch ausdrücklich lediglich die Versorgung der Mietsache mit Wärme geregelt. Wenn die Heizung noch Wärme abgibt, ist daher nicht direkt der Mietvertrag verletzt, wenn dabei Störgeräusche entstehen.

Ein Nichteinhalten des Mietvertrages von Seiten des Vermieters und somit eine Mietminderung sind erst dann als möglich anzusehen, wenn die Störgeräusche in der Heizungsanlage ein so schlimmes und störendes Ausmaß annehmen, dass die Nutzung der Räume als unzumutbar beurteilt werden kann. Ein vereinzeltes Rattern oder Rauschen reicht dabei nicht aus.

Unser Rat daher: Eine Mietminderung durch Störgeräusche in der Heizung ist sehr unwahrscheinlich. Benachrichtigen Sie bei derartigen Geräuschen ihren Vermieter und finden Sie gemeinsam mit ihm eine Lösung. Heimwerker.de wünscht viel Erfolg mit Ihrer persönlichen Heizung!