Unterstände

Gartenhaus selber bauen: Fundament bauen und Dach decken in 6 Schritten

  • Als Fundament hat sich Beton als besonders wirksam herausgestellt. Wichtig bei der Arbeit mit Beton ist aber eine stabile Schalkonstruktion.
  • Haben Sie den Bau des Fundaments erfolgreich abgeschlossen, sollten sie mindesten zwei Wochen warten, bevor Sie das Fundament belasten.
  • Auch beim Errichten des Daches ist äußerste Sorgfalt geboten: Durch den kleinsten Spalt im Dach kann später Wasser eindringen.

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Fundamente sind nicht nur bei großen Häusern aus Stein, sondern auch bei kleinen Häusern aus Holz die elementare Grundlage. Als ideal haben sich millionenfach auf der ganzen Welt Betonfundamente erwiesen. Auch für Heimwerker ist der Bau eines Betonfundamentes kein allzu großes Problem, ein wenig Fachwissen selbstverständlich vorausgesetzt. Wie die meisten Fertiggartenhaushersteller bietet auch Joda Fundamentpläne für die Maße und die Verschalung des Betongusses an.

Die Vorarbeiten sind relativ einfach, müssen aber mit großer Sorgfalt durchgeführt werden. Messfehler und Fehler in der Ausrichtung der Schalkonstruktion sind später “in Beton gegossen” und nur mit sehr großem Aufwand korrigierbar, möglich ist sogar die Notwendigkeit eines kompletten Neuaufbaus.

Achtung: Bei der Auswahl der Materialien für die Schalkonstruktion sollte großer Wert auf die Stabilität gelegt werden: Beton ist eine sehr schwere und dennoch flüssige Masse, die starken Druck auf die Konstruktion ausüben kann. Brechende oder rutschende Schalbretter lassen den Beton auf den Rasen fließen – das möchte wirklich niemand erleben!

1. Anleitung: Fundamentvorbereitungen

Eine helfende Hand

Ein Kleinbagger erleichtert den notwendigen Aushub für das Gartenhaus-Fundament ungemein. Insbesondere bei schweren Böden, die von Steinen und Wurzeln durchsetzt sind, ist die Maschinenkraft sehr willkommen.

Nachdem der Aushub nach den Plänen des Herstellers fertig ist, werden die Schalbretter für den Betonguss in den Boden gesteckt. Hier muss mit äußerster Präzision vorgegangen werden: Abweichungen “in Beton” lassen sich später nicht mehr korrigieren. Auch muss die Verschalungskonstruktion eine ausreichende Festigkeit aufweisen: Nicht selten brechen schlecht ausgeführte Verschalungen und der Beton ergießt sich auf die Wiese.

Als Füllmaterial für das Gartenhaus-Fundament wird Kies verwendet. So wird weniger Beton für den Guss benötigt und das Fundament erhält eine solide Grundlage. Nach dem Aufbau der Verschalung wird der Kies eingefüllt und gleichmäßig verteilt.

1.1. Betonfundament gießen

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Ein Fundament aus Kies.

Zum Gießen des Betonfundamentes empfiehlt sich die Verwendung von fertigem Fließbeton. Dieser wird komplett angemischt mit einem LKW angeliefert und lässt sich über Rohrleitungssysteme direkt an die Baustelle pumpen.

Selbstverständlich kann man auch Beton selbst anmischen. Hierzu sind allerdings genaue Kenntnisse erforderlich.

In die stabil ausgebaute und mit Kies befüllte Schalkonstruktion wird der Fließbeton eingefüllt und mit einem Schaber, einer Latte oder ähnlichem sorgfältig in alle Ecken verteilt. Wenn die Schalkonstruktion fertig und der Beton gerade verlaufen ist, ist das Fundament fertig. Nun muss es noch durchtrocknen.

1.2. Punktfundament für kleine Gartenhäuser

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Das fertige Fundament.

Für ein kleines Gartenhaus, in dem später Werkzeug und Gartengeräte untergebracht werden, eignet sich ebenfalls ein Punktfundament.

Die Stützen sollten mindestens einen Durchmesser von 30 x 30 cm haben und benötigen einen festen Untergrund. Im ersten Schritt stecken Sie die Positionen der Fundamentpfosten ab und heben die Stelle 80 cm tief aus. Anschließend wird aus Wasser, Zement und Kies der Beton gemischt. Bei 10 kg Zement werden beispielsweise 40 Kilogramm Kies und 5 Liter Wasser benötigt.

Den angemischten Beton geben Sie anschließend in die Ausschachtungen. Da keine zusätzliche Platte verwendet wird, sollte sich die Betonoberkante mindestens 5 cm über dem Boden befinden.

Anschließend wird der Beton glatt gestrichen und nivelliert. Abhängig von den Witterungsverhältnissen ist er nach 2-3 Tagen ausgehärtet, jedoch sollte er frühenstens nach 2 Wochen belastet werden. Auf den Punktfundamenten werden später die Bodenbalken montiert, unter denen Dachpappe ausgelegt wird, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Gartenhaus ist, desto mehr Punktfundamente müssen gesetzt werden. Deshalb sollten bei größeren Häusern die oben beschriebene Betonplatte oder ein Streifenfundament errichtet werden.

2. Bodenkonstruktion und Wände montieren

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Beim Aufbau der Wände sollten Sie besonders vorsichtig und akkurat vorgehen.

Nach dem Durchtrocknen des Betonfundaments wird der Bodenaufbau montiert. Die Bodenplatte ist bei diesem Modell dreiteilig und muss auf dem Fundament ausgerichtet werden. Nun entscheidet sich, ob das Fundament exakt ausgeführt wurde.

Der Montageplan wird jetzt sehr wichtig: Die ersten beiden Wandelemente weisen den Weg für eine stabile Konstruktion. Wenn hier alles gerade und gut ausgerichtet ist, kann der Bau weitergehen.

Der Bau gewinnt schnell an Form: Nach der Montage der ersten Seitenwände lässt sich bereits die fertige Form des Gartenhauses erahnen. Da es sich um vorgefertigte Elemente handelt, geht die Montage rasch von der Hand.

Am Aufsatz für das Dach lässt sich die “nautische” Form bereits erahnen. Die Rundung bietet eine stabile Auflagefläche für das Dach und hat zusätzlich den Vorteil, dass Regenwasser einfach an ihr abfließen kann.

3. Gartenhaus Dach errichten

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“Man soll das Dach reparieren, wenn die Sonne scheint” – frei nach diesem Zitat von John F. Kennedy machen wir uns an das Eindecken des Daches. Gutes Wetter ist in jedem Fall eine wichtige Voraussetzung, um das Dach zu decken. Wichtig ist aber auch äußerste Sorgfalt: Durch den kleinsten Spalt im Dach kann später Wasser eindringen.

Der runde Aufbau des “Nautic”-Daches macht das Dachdecken etwas einfacher: Im Grunde werden einfach nur Bohlen aneinander befestigt und mit Dachpappe fest überspannt. Dennoch muss man die Abflussrichtung des Wassers und die Vorschriften der Bauanleitung genau beachten – ein feuchtes Gartenhaus modert schnell!

Damit das Dach gut hält, ist ein stabiler Unterbau nötig. Zwischen die Stirn- und Rückwand des Gartenhauses wird noch eine Mittelstütze gezogen. In jedem Fall sollte man sich für den Aufbau des Daches einige fleißige Helfer einladen, da die gebogene Konstruktion große Sorgfalt und Koordination erfordert.

Nachdem die Zwischensparren eingezogen sind, wird das Dach Schritt für Schritt durch das Anschrauben der Bohlen komplettiert. Die Rundungen halten das Dach nach dem Prinzip des Bogenbaus sehr stabil, die Kräfte werden gleichmäßig verteilt. So kann das Dach bei Bedarf auch hohe Schneelasten tragen und widersteht dem Einschlag von Ästen bei Sturm eher, als es ein Gartenhaus mit Flachdach könnte.

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Ein leicht gewölbtes Dach hält auch einer Schneemasse stand.

4. Dachbohlen anschrauben und ausrichten

Beim Eindecken des Daches ist Sorgfalt wichtig: Die einzelnen Dachbohlen müssen exakt und ohne Zwischenraum montiert werden, die Quersparren müssen genau ausgerichtet sein. Faustregel: Zwischenräume sollte es nicht geben.

Vor der Verschraubung sollten die Schraublöcher in den Bohlen vorgebohrt werden. So wird eine Aufsplitterung des Holzes durch die Schrauben verhindert, außerdem wird die Verschraubung stabiler.

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Beim Fixieren der Dachbohlen ist Sorgfalt geboten.

5. Gartenhaus Dach mit Dachpappe decken

Das Dach des Gartenhauses wird mit besandeter Dachpappe gedeckt. Diese besteht hauptsächlich aus Bitumen und passt sich bei gleichzeitiger hoher Stabilität den Rundungen des Daches an.

Nach Möglichkeit sollten große Bahnen für die Eindeckung verwendet werden, dies minimiert die Zahl der notwendigen Übergänge, die bei aller Sorgfalt immer eine potentielle Quelle für Undichtigkeiten bilden können. In jedem Fall müssen die Übergänge so gestaltet werden, dass die Überlappung der oberen Bahn in die Fließrichtung des Regenwassers zeigt. So kann das Regenwasser über den Übergang fließen, ohne unter die Dachpappen zu geraten.

Dachdecken mit Holzschindeln: Im Internet finden Sie auf den gängigen Plattformen eine Menge Videos, die einfach veranschaulichen, wie die Holzschindelverlegung funktioniert.

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Die Überlappungen der Dachpappe werden in Fließrichtung des Regenwasser ausgerichtet.

6. Abschluss des Gartenhaus-Baus

Die Dachpappe wird mit speziellen, nicht rostenden Dachpappennägeln befestigt. Diese müssen im Interesse einer möglichst großen Stabilität des Daches recht eng beieinander sitzen und komplett versenkt werden. Rund um das Haus sollte mehrfach kontrolliert werden, ob das Dach stramm und fest die Unterkonstruktion umschließt.

Den Abschluss der Arbeiten bildet der Einbau der Gartenhaustür. Diese ist in diesem Fall zweiflügelig und muss so ausgerichtet werden, dass sie perfekt öffnet und schließt und nicht schleift.

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Zum Abschluss wird die Gartenhaustür eingebaut.

Bildnachweise: adobe.stock/Liliya Trott, Adobestock/Robert Kneschke, legacy/unbekannt, 'Dachaufbau': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Mittelstütze einbauen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachsparren einbauen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachbohlen anschrauben': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachlücken schließen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Traufe montieren': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachpappe anbringen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachpappe annageln': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Tür einbauen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachaufbau': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Mittelstütze einbauen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachsparren einbauen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachbohlen anschrauben': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachlücken schließen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Traufe montieren': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachpappe anbringen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Dachpappe annageln': von CPZ Verlag(CPZ Verlag), 'Tür einbauen': von CPZ Verlag(CPZ Verlag) (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)