Akku-Mäher & Hacke

Elektrorasenmäher und Benzinrasenmäher

Klassische Rasenmäher im Vergleich

Der Rasenmäher ist eines der meistgenutzten Gartengeräte in deutschen Gärten. Neben neuen Entwicklungen wie dem Aufsitzmäher, Rasentraktoren und dem Mähroboter hat sich der klassiche Rasenmäher mit Elektro- oder Verbrennungsmotor stets behauptet.

Auch heute dominieren sie durch ihre einfache Konstruktion noch immer den deutschen Markt und sind aus den meisten Gärten einfach nicht mehr wegzudenken.

Viele Hobbygärtner beschäftigen sich mit der Frage, welche Rasenmäheralternative für sie die optimale Lösung darstellt. Hier spielen unterschiedliche Faktoren eine entscheidende Rolle, wie etwa die Größe der Rasenfläche, das Platzangebot im Geräteschuppen und weitere Aspekte.

Wir zeigen Ihnen die Unterschieden zwischen Elektrorasenmäher und Benzinrasenmäher und worauf Sie beim Kauf und bei der Rasenmäher-Pflege achten sollten.

Preisvergleich beim Rasenmäherkauf

Steht der Kauf eines Rasenmähers an, so spielt natürlich der Preis eine entscheidende Rolle. Der Markt bietet Rasenmäher in einer breiten Preisspanne an, welche bei etwa 100 € für Billiggeräte beginnt und bis zu 1600 € für Markengeräte reicht. Je nach Ausstattung sind natürlich auch noch höhere Preise möglich, nach oben hin ist keine Grenze gesetzt.

Tipp: Benzinrasenmäher sind grundsätzlich teurer als Elektromäher. Grund sind die verwendeten Bauteile bei vergleichbarer Qualität.

Die Preisdifferenzen beruhen auf den verwendeten Materialien, der Ausstattung und natürlich dem Motor. Zusätzlich sollten Sie beim Kauf auf die Verwindungssteifheit des Holmes, die Räder und den Mechanismus des Fangkorbes achten.

Wie bei jeder kostspieligen Anschaffung sollten Sie auch bei einem Rasenmäher in Erwägung ziehen, das Gerät vorab vor Ort beim Händler zu testen. Auf diese Weise können Sie herausfinden, welches Gerät am besten zu Ihnen passt.

Benzinrasenmäher

Hobbygärtner können zwischen vielen Modellen wählen.

Der klassische Benzinrasenmäher mit Sichelmesser findet sich heutzutage in den meisten deutschen Gärten wieder. Sein Vorgänger war der sogenannte Spindelmäher, dessen Konstruktion jedoch deutlich komplizierter ist, sodass sich im Laufe der Zeit der Sichelmäher schließlich durchsetzen konnte.

Das Messer des Sichelmähers wird über eine senkrecht stehende Welle angetrieben und hat somit die selbe Umdrehungszahl wie der Verbrennungsmotor.

Die meisten Rasenmäher arbeiten im Drehzahlbereich von 2800 bis 3000 Umdrehungen pro Minute, bei einer Motorleistung ab 3kW. Durch diese Leistung entstehen große Fliehkräfte an den Messerenden, was auch stumpfe Messer meist noch akzeptable Schnittergebnisse erzielen lässt.

Generell sollte man wissen, dass die rotierenden Messer nur am äußeren Radius geschärft sind und mit diesem Bereich den Rasen trimmen. Dennoch sollten die Messer regelmäßig von erfahrenen Fachkräften geschärft werden.

Elektrorasenmäher

Moderne Elektrorasenmäher werden mit Lithium-Ionen Akkus betrieben, sodass das lästige Kabel entfällt.

Der elektrisch Rasenmäher arbeitet nach dem selben Prinzip wie der Benzinrasenmäher. Bei den meisten Elektromähern handelt es sich auch um Sichelmäher, bei denen das Messer über einen elektrischen Motor angetrieben wird.

Die Vorteile gegenüber den Verbrennungsmotoren liegen vor allem im Gewicht und in der Lautstärke begründet. Jedoch besteht das "Problem des Stromkabels", welches natürlich stehts angeschlossen sein muss, um die Energieversorgung des Geräts zu gewährleisten.

Kabelgebundene Elektrorasenmäher eignen sich daher eher für kleinere Gärten, bei denen auch die Lautstärke des Rasenmähers eine entscheidende Rolle spielt.

Tipp: Abhilfe schaffen seit einiger Zeit allerdings Elektrorasenmäher mit leistungsstarken Lithium-Ionen Akkus, welche das lästige Kabel überflüssig machen und eine leichtere Handhabung ermöglichen.

Im Vergleich zum Elektrorasenmäher zieht der Benzinrasenmäher im Bereich Geräuschpegel natürlich den Kürzeren. Jedoch ist anzumerken, dass alle auf dem Markt verfügbaren Benzinmäher den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, oder sogar unter dem geforderten Wert von 96dB[A] liegen.

Rasenmäherzubehör: Elektrostarter und Co.

Ein Rasenmäher mit extra breiter Schnittfläche eignet sich besonders gut für große Grünflächen

Neben dem bewärten Zugsystem zum Starten des Benzinrasenmähers gibt es mittlerweile auch komfortablere Lösungen, um den Verbrennungsmotor in Gang zu setzen. Mit dem elektrischen Starter kann der Rasenmäher wie ein Auto bequem per Schlüsselschalter gestartet und wieder außer Betrieb genommen werden.

Alternativ gibt es seit einiger Zeit einen Federmechanismus, der mit Hilfe einer vorgespannten Feder genügend Energie aufbringt, um den Rasenmähermotor mühelos zu starten. Sobald der Motor läuft, spannt sich diese Feder wieder selbstständig und ist für den nächsten Einsatz bereit.

Wenn Sie schon einmal eine Rasenfläche mit Hügeln oder kleinen Hängen gemäht haben, dann wissen Sie wie schweißtreibend es sein kann, den Rasenmäher eine Steigung hoch zu schieben. Für Abhilfe sorgen hier Rasenmäher mit entsprechendem Radantrieb.

Ob Antrieb auf nur einer Achse oder sogar Allradantrieb – mittlerweile sind beide Varianten bei Rasenmähern verfügbar. Ebenso ist das Tempo über verschiedene Gänge oder über eine stufenlose Automatik frei wählbar und somit dem eigenen Schritttempo anpassbar.

Den Radantrieb sollte man am besten beim Händler vor Ort testen, um zu schauen, wie man mit dieser Technik zurechtkommt. Außerdem ist man in der Lage zu testen, ob man mit der Stufenschaltung oder der stufenlosen Schaltung zufriedener ist.

Der Handel bietet zahlreiches Zubehör für einen gepflegten Rasen.

Neben den zusätzlichen Extras wie einem automatischen Starter oder dem Radantrieb haben die Rasenmäher noch weitere Zusatzausstattungen zu bieten.

Spezielle Walzen, die mit zusätzlichen Haken bestückt sind, helfen beim Unkrautjäten und sind bei einigen Mähern beliebig zuschaltbar. Mit den Haken entfernen diese Walzen unliebsames Unkraut und Moos, welches sich zwischen den Grashalmen festsetzt.

Für die richtige Länge der Grashalme sorgt eine Höhenverstellung der Räder, die mittlerweile bei den meisten Geräten integriert ist und sich einfach handhaben lässt.

Alternativ gibt es auch Rasenmäher mit einem speziellen Lenkmechanismus. Hilfreich kann dieses Extra sein, wenn der eigene Garten über viele Hindernisse verfügt, welche umfahren werden müssen.

Darüber hinaus gibt es Rasenmäher, bei denen eine Klappe den Zugang zum Grasfangkorb reguliert. Somit ist bei diesen Mähern die Funktion eines Fängers oder eines Mulchers einstellbar. Beim Mulchen bleibt ein Teil der abgeschnittenen Grashalme auf dem Rasen liegen und dient als natürliches Düngemittel.

Pflege und Wartung des Rasenmähers

Nach jedem Gebrauch sollten Sie Ihren Rasenmäher säubern, um Materialverschleiß zu vermeiden.

Jedes technische Gerät bedarf einer gewissen Pflege und regelmäßigen Wartung, sodass Sie lange Spaß an einem funktionstüchtigen Gartengerät haben und von teuren Reparaturen lange verschont bleiben. Nach jedem Mähvorgang sollte man den Rasenmäher gründlich reinigen, damit sich die Mähreste nicht im Mähdeck oder im Auffangkorb festsetzen.

Die regelmäßige Wartung sollte auch nicht zu kurz kommen. Gönnen Sie Ihrem Benzinrasenmäher in gewissen Zeitabständen einen Ölwechsel, eine neue Zündkerze oder ein neues Messer. Am besten eignet sich dafür die Winterzeit, in der sowieso eher die Schneefräse, als der Rasenmäher zum Einsatz kommt.

Sollten Sie sich die Wartungsarbeiten selbst nicht zutrauen, so können Sie den Rasenmäher bei einer Fachwerkstatt abgeben. Auch hier ist es sinnvoll, wenn die Inspektion in den Wintermonaten durchgeführt wird.

Achung: Vor jeder Arbeit am Mähwerk ist am Benzinrasenmäher der Zündkerzenstecker abzuziehen und am Elektrorasenmäher der Stromstecker aus der Steckdose zu ziehen!

Regelmäßiges und richtiges Schleifen der Messer

Rasenmähermesser

Die Messer sollten in gewissen Zeitintervallen immer wieder nachgeschärft werden. Stumpfe Messer verrichten zwar nach wie vor ihre Arbeit, jedoch werden die Grashalme nicht mit einem sauberen Schnitt gekürzt, sondern mehr oder weniger abgeschlagen.

Durch das Abschlagen fransen die Grashalme aus und färben sich an ihren Spitzen braun. Dies beeinflusst deutlich das Aussehen der gepflegten Rasenfläche. Daher sollte die Schärfe der Messer vor dem Mähen überprüft werden.

Empfohlen wird ein Schleif-Intervall von einem halben Jahr. Natürlich kann jeder Heimwerker dies selbst durchführen, jedoch empfiehlt sich der Messerschliff durch einen Fachmann. Mit entsprechendem Spezialwerkzeug werden die Klingen gleichmäßig geschliffen und eine Unwucht am Messer vermieden.

Bei einer Unwucht am Messer kann es bei den auftretenden Fliehkräften schnell zu Schäden an der Welle und am Motor kommen. Auf diese Weise verkürzt sich die Laufleistung des Motors und somit auch des Rasenmähers erheblich.

Rasenmäherdeck für gesteigerte Sicherheit

Das Rasenmäherdeck ist eines der teuersten Bestandteile des Rasenmähers.

Neben dem Motor, welcher das rotierende Messer antreibt, ist das Rasenmäherdeck (Gehäuse) eines der wichtigsten und auch teuersten Elemente am Rasenmäher. Die Materialien, die am häufigsten bei der Produktion in Frage kommen, sind Kunststoff, Aluminium und Stahl.

Auch wenn die Materialien unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, haben sie alle die gleiche Aufgabe: Sie müssen den gesetzlichen Anforderungen genügen und den Anwender vor fliegenden Steinen und anderen Fluggeschossen schützen.

Vor der Markteinführung werden daher alle Rasenmäher auf Herz und Nieren geprüft, wobei die Prüfverfahren meist härter sind, als der reale Alltag eines Rasenmähers.

Beispielsweise werden Metallkugeln in das rotierende Messer eingeschossen, um festzustellen, ob das Material dieser Belastung standhält und das Rasenmäherdeck den Anwender im Ernstfall ausreichend schützt.

Bei der Auswahl des Decks kommt es für den Anwender somit nicht auf Sicherheitskriterien an, da diese bereits erfüllt sind. Viel eher sollte auf die Kosten und den Komfort des Gerätes in einem Testgebrauch vor dem Kauf geachtet werden.

Das Herz des Rasenmähers: der Motor

Bei Benzinrasenmähern muss der Benzintank regelmäßig aufgefüllt werden.

Es gibt mittlerweile ein breites Angebot an Rasenmäher- bzw. Rasenmähermotorenherstellern. Dabei handelt es sich um Industriemotoren, welche von Billigmotoren aus fernöstlicher Produktion bis hin zu qualitativ hochwertigen Motoren von renommierten Herstellern reichen.

Welcher Hersteller sich hinter dem Motor verbirgt, können Sie durch einen Blick auf das Typenschild am Motor erfahren. Dieses muss laut Gesetz von jedem Hersteller angebracht werden.

Während die günstigeren Motoren eher zu Schwächen neigen, haben die Motoren von etablierten Herstellern selbst nach einer Nutzungsdauer von 10 Jahren noch längst nicht ihren Zenit überschritten.

Bei den Verbrennungsmotoren hat sich aus technischer Sicht der Viertaktmotor gegenüber dem Zweitaktmotor durchgesetzt, da der Zweitakter im Bereich der Umweltschutzanforderungen nicht mithalten kann.

 

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