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Geräteschuppen bauen: Bauanleitung für einen Geräteschuppen

Bauanleitung Geräteschuppen: Einen eigenen Geräteschuppen bauen

Einfach selber mal einen Geräteschuppen bauen, das spart eine Menge Geld. Denn oft kann dank einfacher Bauweise und möglichst preiswertem Baumaterial schnell eine simple Remise errichtet werden.

Doch zu viel mehr als einem Abstellplatz oder Lagerraum wird dieser Geräteschuppen nicht dienen können. Um genügend Materialien unterbringen zu können, benötigt das Häuschen vor allem eines: viel Stauraum.

So kann man dort alles unterbringen, was im Garten oder Schrebergarten Platz wegnimmt, nicht witterungsbeständig ist oder einfach unschön aussieht: Rasenmäher, Heckenscheren oder Gartenmöbel mit Kissen und Bezügen.

Außerdem wird hier oft auch das untergestellt, was nicht mehr in die Garage passt: Fahrräder, Motorräder oder andere Fahrzeuge.

Da das Gerätehaus nicht wohnlich sein muss, sind die angebotenen Schuppen eher schlicht gehalten – es gibt weder eine Veranda, noch Zierelemente und nur selten Fenster. So kann der vorhandene Platz inklusive der Wände ideal genutzt werden.

Ein Schuppen zählt im Normalfall als Nebengebäude und benötigt daher aus baurechtlicher und versicherungstechnischer Sicht keine Baugenehmigung.

Man sollte sich aber kurz bei den zuständigen Behörden Rückversichern, da es doch sehr ärgerlich wäre, wenn der selber gebaute Geräteschuppen im Nachhinein wieder abgerissen werden müsste.

Bauanleitung: Geräteschuppen aus Holz

Im Folgenden wird ein Geräteschuppen aus Holz vorgestellt. Dieser reicht mit seinen 2,5 x 1,7 Metern Grundfläche und einer Höhe von 2,2 Metern für Gartenbesitzer und Heimwerker vollkommen aus.

  • 10 Balken: 10 x 10 x 220 cm
  • 19 Balken: 10 x 10 x 70 cm
  • Balken: 2 x 4 x 250 cm
  • Balken: 4 x 4 x 250 cm
  • Balken: 6 x 4 x 250 cm
  • Balken: 8 x 4 x 250 cm
  • Balken: 10 x 4 x 250 cm
  • Außenverkleidung: 12,5 x 1,5 cm starke Bretter
  • 2 Metallleisten: 210 cm
  • OSB-Platten als Dachabdeckung
  • Dachpappe
  • Metallwinkel
  • 4 Türscharniere
  • Schrauben
  • Nägel

Holz mit Wetterschutzfarbe behandeln

Damit das Holz der Witterung standhält und viele Jahre hält, wird es vor dem Bau des Schuppens grundiert und mit einer Holzschutzlasur behandelt. Dabei sind die Hinweise des Herstellers zu beachten. Außerdem sollten Sie die Nut- und Federverbindungen mit der Lasur zu streichen, da diese Stellen nach dem Bau nicht mehr zu erreichen sind. Mehr zum Thema erfahren Sie in der Rubrik Holzschutz im Garten.

Grundgerüst bauen

Das Grundgerüst

Im ersten Schritt müssen die zehn 2,2 Meter langen Balken senkrecht befestigt werden – dabei können sie entweder mithilfe von Balkenschuhen im Erdreich verankert oder in ein Betonfundament gesetzt werden.

Hier sollte man bei Unklarheit die Meinung eines Fachmanns zu Rate ziehen und dann entscheiden, wie der Geräteschuppen befestigt werden kann.

Zwischen den senkrechten Balken müssen jeweils 70 Zentimeter Platz gelassen werden, um dort die 19 Holzbalken mithilfe der Metallwinkel horizontal anzubringen – das gibt dem Gestell einen festen Halt.

Neun Balken werden in einer Höhe von 50 Zentimetern montiert, die restlichen zehn so, dass sie an den Oberkanten bündig mit den senkrechten Pfosten abschließen. Wie auf der Skizze zu sehen ist, wird auf der Frontseite mittig der niedrigere Holzbalken weggelassen – dieses Rechteck dient später als Halterung für die Türe.

Dach anbringen

Dachkonstruktion – Unterbau für die OSB-Platten

Die fünf 2,5 Meter langen Balken werden als Halterung für das Dach oben auf das Holzgerüst geschraubt. Dazu sollte man sie in gleichen Abständen parallel zum späteren Eingang anbringen – der Abstand beträgt beim genauen Bauen jeweils 30 Zentimeter.

Sehr wichtig ist, dass die Holzbalken abschüssig ihrer Höhe (zwischen zwei und zehn Zentimetern) befestigt werden. So erhält das Dach eine leichte Neigung und Regenwasser kann zur hinteren Seite des selber gebauten Geräteschuppens abfließen.

Abschließend wird die Dachkonstruktion mit OSB-Platten abgedeckt und darauf die Dachpappe genagelt.

Eine einfache Tür für den Geräteschuppen

Wände verkleiden
Im letzten Schritt kommen die Wände und eine Tür an das Häuschen. Für die Außenverkleidung werden die 12,5 Zentimeter hohen Bretter an die senkrechten Pfosten geschraubt.

Die Längen muss man natürlich jeweils anpassen. Für die Tür werden gleichlange, auf die Breite des Rechtecks angepasste Bretter aufeinander geleimt und mit zwei senkrechten Metallleisten verschraubt. Die getrocknete Tür befestigt man dann mithilfe der Scharniere an einem der beiden senkrechten Pfosten.

 

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