Gewächshäuser

Gewächshaus selber bauen: Ein Gewächshaus für den eigenen Garten

Pflanzen- und Gemüseanbau im eigenen Gewächshaus

Gewächshaus selber bauen: Ein Gewächshaus für den eigenen GartenSie möchten Gemüse aus dem eigenen Garten genießen? Selbst angebaute Kräuter und Gemüsesorten sind in der Regel unbehandelt und kommen stets frisch auf den Tisch. Doch bevor es soweit ist, muss ein Gewächshaus her.

Dieses errichten Heimwerker entweder als freistehendes oder Anlehn-Gebäude und besteht aus einer lichtdurchlässigen Konstruktion wie Glas oder transparentem Kunststoff. Dadurch entsteht der sog. Glashauseffekt, der die Temperaturen im Inneren schnell ansteigen lässt, sodass das Gemüse schneller reift als in einem Beet im Garten. Außerdem ist es dort vor Regen und Hagel geschützt.

Daneben eignet es sich auch zur Überwinterung der Pflanzen und Blumen. Sie sehen, es gibt viele gute Gründe, ein solches Häuschen selber zu bauen.

Gewächshäuser in allen Größen

Glas- und Treibhäuser gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen, sodass Sie sich vorher die Frage stellen sollten, was Sie anbauen möchten. Sollen es nur ein paar Tomaten und Gurken sein? Muss es nur für eine kleine Familie reichen oder wird ein größerer Vorrat an frischem Gemüse benötigt? Oder soll das Gewächshaus gar als neues Hobby dienen? Je nach Größe des Häuschens lassen sich darin eine Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen, Blumen, Obst, Gemüse und Kräutern züchten und treiben.

Entweder kauft man einen fertigen Bausatz im Garten- und Baufachmarkt oder man entscheidet sich für die Heimwerker-Variante: Das Gewächshaus selber zu bauen.

Die passenden Pflanzen und Gemüsesorten

Gewächshäuser eignen sich vor allem zum Gemüseanbau. Schließlich ermöglichen Sie den Anbau von Gemüse bereits sechs Wochen vor der gewohnten Aussaatzeit. Wer frühzeitig anbauen möchte, kann zwischen vielen verschiedenen Gemüsesorten wählen.

Gewächshäuse gibt es massiv oder flexibelDarunter fallen z. B.:

  • Auberginen
  • Artischocken
  • Bohnen
  • Gurken
  • Kartoffeln
  • Kohl
  • Möhren
  • Paprika
  • Peperoni
  • Porree
  • Radieschen
  • Spinat
  • Tomaten
  • Zucchini
  • Zwiebeln

Natürlich können Sie weitere Sorten und einheimische Salate anpflanzen, wie  Kopfsalat oder Endivie. Wer wiederum auch Kräuter im Garten haben möchte, kann auf Dill, Petersilie oder auch Kresse zurückgreifen.

Tipps zum Bau eines Gewächshauses

Wenn Sie ein Treibhaus selber bauen, sollte es nach Möglichkeit höher als zwei Meter sein und ein spitzes Dach besitzen – denn so können optimale Wuchsbedingungen für die Pflanzen garantiert werden. Ein spitzes Dach ist deshalb wichtig, weil sich Flachbauten und niedrige Häuser auf der einen Seite zu schnell aufheizen, auf der anderen aber die Wärme nicht gut speichern können.

Der richtige Platz für das Gewächshaus

Wenn es um die Frage geht, wie ein solches Häuschen positioniert werden sollte, muss man viele Dinge beachten, um die entsprechende Himmelsrichtung zum eigenen Vorteil zu nutzen. Deshalb sollte man vorher überlegen, welche Pflanzen getrieben werden sollen. Wie früh im Jahr will man anfangen? Und aus welchem Material besteht das Gewächshaus? Aus Glas oder Doppelstegplatten?

Für ein Glashaus ist eine nördliche oder südliche Platzierung besonders vorteilhaft. Denn während die Sonne im Osten steigt, werden die Glasplatten schnell erwärmt, während sie mittags, wenn die Sonne im Süden ist, der Länge nach gegen die Sonne steht und weniger Wärme aufnimmt. Sobald die Sonne im Westen zu sinken beginnt, werden die letzten Sonnenstrahlen vom Gewächshaus voll ausgenutzt.

Treibhäuser aus Doppelstegplatten bringen am meisten, wenn man sie östlich oder westlich positioniert. Vor allem, wenn man früh mit der Zucht beginnen will, bietet sich diese Variante an. Denn früh im Jahr fällt das Licht von Südosten und -westen ein, wodurch das Gewächshaus mit der breiten Seite gegen Süden stehen würde und dadurch das meiste Licht aufnimmt.

Gewächshaus vor Wind schützen

Um zu vermeiden, dass das Häuschen von dem Wind abgekühlt wird, sollte man es an einem windsicheren Ort positionieren. Gleichzeitig sollte man auch darauf achten, dass man es nicht direkt unter große Bäume stellt. Zum einen ist dort der Schattenwurf zu groß und zum anderen können herunterfallende Äste und Zweige für böse Überraschungen sorgen.

Das Fundament: Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten

Möchte man ein Gewächshaus selber bauen, muss man sich – wie beim Gartenhausbau – zunächst für ein Fundament entscheiden. Wir nennen hier kurz die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Baustoffe.

Holzfundament

Ein Fundament aus Holz lässt sich schnell montieren. Die große Gefahr besteht jedoch darin, dass die Haltbarkeit des Holzes zumeist wesentlich kürzer ist als die der Gewächshäuser.

Fundament für Gewächshaus
Die richtige Wahl des Fundaments ist sehr wichtig

Betonfundament

Im Gegensatz zum Holz ist ein Fundament aus Beton wesentlich solider und hält in der Regel viele Jahre. Man muss dabei allerdings beachten, dass ein Betonfundament eine sehr teure und zudem mit viel Zeitwaufwand verbundene Lösung ist. Arbeitszeiten für das Anrühren, den Aufbau der Schalung und das eigentliche Verarbeiten müssen eingeplant werden.

Stahlfundament

Wie bereits erwähnt, ist ein Stahlfundament für ein kleines Treibhaus die beste Lösung. Das Fundament aus Stahl lässt sich schnell montieren und ist genau auf das gewählte Modell angepasst. Zugleich bietet der Stahl eine gute Bodenverankerung und hält unter Umständen für die Ewigkeit. Eine preiswertere und gleichzeitig so hochwertige Lösung wird man kaum finden.

Gewächshaus-Verkleidung: Glas und Doppelstegplatten

Jeder, der sich ein Gewächshaus vorstellt, wird an ein Häuschen aus Glas denken. Glas wird in den letzten Jahren allerdings immer mehr von Doppelstegplatten aus Polycarbonat abgelöst. Wir zeigen im Detail, welche Vorteile Glas und Doppelstegplatten bieten und welche Nachteile diese Materialien aufweisen.

Gewächshaus aus Glas

Glas lässt viel Licht durch und ermöglicht es dem Betrachter, seine Pflanzen auch von außen zu sehen. Man muss aber auf eine gute Schattierung achten, damit es bei starker Sonne im Treibhaus nicht zu heiß wird.

gewaechshaus bauenLeider entstehen durch das Glas große Temperaturschwankungen im Inneren, was zur Begrenzung des Wachstums der Pflanzen führen kann. Man kann aber das Problem der Temperaturschwankungen durch Fensteröffner, Schattierungsnetze oder eine Heizung ausgleichen. Arbeitet man in dem Gewächshaus mit einer Heizung, muss man vor allem auf eine gute Isolierung achten, damit die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe getrieben werden.

Leider ist Glas sehr zerbrechlich, weshalb es anfällig für herunterfallende Äste und Zweige ist – auch Hagel kann zu einem Problem werden. Die Montage von Glas ist zudem auch nicht ganz ungefährlich, da man sich leicht schneiden kann. Ebenso ist beim Transport große Vorsicht geboten, um Brüche zu vermeiden.

Gewächshaus aus Doppelstegplatten

Sollen die Pflanzen auch von außerhalb des Treibhauses zu sehen sein, sollten die Doppelstegplatten 6 mm nicht unterschreiten, da sie sonst nicht mehr durchsichtig sind. Es kann auch passieren, dass zu Beginn des Jahres zu wenig Licht hinein fällt, was aber durch zusätzliche Technik kompensiert werden kann.

Gewächshaus mit Pflanzkästen, Sitzbank und Ablage
Gewächshaus mit Pflanzkästen, Sitzbank und Ablage

Einen großen Vorteil bieten die Platten vor allem bei der Isolierung, da sie fast den gleichen Isoliereffekt wie Isolierglas haben. Zudem sind sie UV-beständig, was für eine gleichmäßige Temperatur und somit wiederum gute Wachstumsbedingungen sorgt. Im Vergleich zu Glas kann man dank der guten Isolierung in dieser Art von Gewächshaus über das Jahr hinweg länger anbauen. Die Isolierung bringt aber auch das Problem einer höheren Luftfeuchtigkeit mit sich. Man sollte deshalb über den Einbau eines Ventilators – vorteilhaft wäre ein solarbetriebener Ventilator – nachdenken. Entscheidet man sich dafür, das Häuschen zu beheizen, entstehen wesentlich geringere Heizkosten als bei einem Häuschen aus Glas, wodurch es sich auch lohnt, Pflanzen dort überwintern zu lassen.

Doppelstegplatten sind zudem viel stabiler, da sie schlag- und stoßfest sind, und schützen demnach das Gewächshaus auch vor herunterfallenden Ästen und sonstigen Witterungen. Werden die Platten montiert, kann man sich im Gegensatz zum Glas nicht schneiden und auch beim Transport sind die Platten wesentlich robuster.

Bauanleitung: Gewächshaus mit Pflanzkästen und Sitzbank

Seitenansicht des Gewächshauses
Seitenansicht des Gewächshauses

Werkzeug

Frontansicht des Gewächshauses
Frontansicht des Gewächshauses
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Anreißwinkel
  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschine
  • Holzbohrer-Set
  • Senker
  • Lochsäge Ø = ca. 50 mm
  • Tischkreissäge mit Sägeblatt für Holz und Kunststoffe
  • Handkreissäge mit Führungsschiene
  • Feinsäge oder Stichsäge
  • Eisenbügelsäge
  • Schraubzwingen
  • Hammer
  • 80er-Schleifpapier
  • Schmaler Stechbeitel
  • Lackierrolle
  • Pinsel
  • Wasserwaage
  • Tacker
  • zwei Leitern
  • evtl. Schreinerböcke

Material

Pos. Anzahl Bezeichnung Maße in mm
1 4 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x1965
2 13 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x1692
3 4 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x2134
4 4 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x1614
5 22 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x466
6 5 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x1970
7 4 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x2400
8 6 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x510
9 4 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x1950
10 10 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 54x54x337
11 2 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 34x54x1965
12 30 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 34x34x316
13 1 Rahmenhölzer, Fichte/Tanne 34x34x1015
14 4 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x60x2073
15 13 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x60x1740
16 1 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x60x2134
17 2 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x60x1614
18 2 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x60x454
19 36 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x100x465
20 2 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x100x2436
21 2 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x140x2129
22 2 Glattkantbrett, Fichte/Tanne 18x140x2129
23 2 UK-Latte, Fichte/Tanne 17x36x2134
24 2 UK-Latte, Fichte/Tanne 17x36x1614
25 2 UK-Latte, Fichte/Tanne 17x36x1614
26   Rechteckleiste, Kiefer 5x30, 26 lfm
27   Rechteckleiste, Kiefer 5x20, 13 lfm
28 2 Gerüstdielen, Fichte/Tanne 40x200x2100
29 4 Gerüstdielen, Fichte/Tanne 40x200x2025
30 5 Gerüstdielen, Fichte/Tanne 40x200x1015
31 5 Gerüstdielen, Fichte/Tanne 40x200x565
32 2 OSB-Ausbauplatte 18x1612x344
33 10 Acrylglas 5x1360x500
34 2 Acrylglas 5x1634x500
35 4 Acrylglas 5x918x417
36 3 Guttacryl SZ Trapez 2000x1045
37 80 Abstandhalter Trapez  
38 80 Befestigungsset Trapez 4,5x45
39 7 Flachverbinder 180x40
40 4 Winkelverbinder 50x50x40
41 24 Stahlhaken 50
42 170 Nägel 30
43 104 Senkkopfschrauben 6x120
44 112 Senkkopfschrauben 5x90
45 48 Senkkopfschrauben 4,5x50
46 16 Senkkopfschrauben 4,5x60
47 221 Senkkopfschrauben 3,5x35
48 80 Senkkopfschrauben 4x20
49 72 Senkkopfschrauben 3,5x16
50 102 Linsenkopfschrauben 4x50
51 48 Sprenglerschrauben A2 4,5x35
52 4 Fensterriegel (mit Schlaufe)  
53 2 Schubriegel (mit Schließblech)  
54 1 Schlossriegel  
55 6 Scharniere (für die Türen)  
56 6 Scharniere (für die Klappen)  
57 Kastenrinne RG 70 3 m  
58 5 Rinnenhalter NG 70  
59 2 Endstücke RG 70  
60 1 Ablaufstutzen RG 70/50  
61 1 PVC-Kleber  
62 1 Wetterschutzfarbe (weiß) 2,5 l
63 1 Wetterschutzfarbe (elfenbein) 2,5 l
64 1 Unkrautvlies  

Holzteile vorbereiten

Vorbohren der senkrechten Rahmenhölzer
Vorbohren der senkrechten Rahmenhölzer
Vorbohren der waagerechten Rahmenhölzer für Rückwand
Vorbohren der waagerechten Rahmenhölzer für Rückwand
Vorbohren der waagerechten Rahmenhölzer für Seitenwand
Vorbohren der waagerechten Rahmenhölzer für Seitenwand
Vorbohren der senkrechten Türelemente
Vorbohren der senkrechten Türelemente
Vorbohren der Sparren und Zwischenpfetten für Dachkonstruktion
Vorbohren der Sparren und Zwischenpfetten für Dachkonstruktion
Vorbohren der senkrechten Anschraubleisten
Vorbohren der senkrechten Anschraubleisten
Zusägen der Lüftungsklappen
Zusägen der Lüftungsklappen
Zusammenbau der Seitenwände
Zusammenbau der Seitenwände
Zusammenbau der Seitenwände
Zusammenbau der Seitenwände
Zusammenbau der Rückwand
Zusammenbau der Rückwand
Zusammenbau der Vorderwand
Zusammenbau der Vorderwand
Maßangaben für die Glasrahmenleiste
Maßangaben für die Glasrahmenleiste
Einsetzen der Acrylglasscheiben
Einsetzen der Acrylglasscheiben
Anschrauben der Außenverkleidung
Anschrauben der Außenverkleidung
Anschrauben der Außenverkleidung
Anschrauben der Außenverkleidung
Verschrauben der Wände
Verschrauben der Wände
Zusammenbauen der Türen
Zusammenbauen der Türen
Befestigen der Scheiben und Scharniere
Befestigen der Scheiben und Scharniere
Bauen der Dachkonstruktion
Bauen der Dachkonstruktion
Befestigen der Dachblenden
Befestigen der Dachblenden
Aufschrauben der Dachplatten
Aufschrauben der Dachplatten
Aufsetzen des Daches
Aufsetzen des Daches
Installieren der Dachrinne
Installieren der Dachrinne
Einsetzen der Türen
Einsetzen der Türen
Schnittzeichnung vordere Wand
Schnittzeichnung vordere Wand
Anschrauben der Scharniere an den Lüftungsklappen
Anschrauben der Scharniere an den Lüftungsklappen
Einbauen der Lüftungsklappen
Einbauen der Lüftungsklappen
Einbauen der Planzkästen
Einbauen der Planzkästen
Vorbereiten der Sitzfläche
Vorbereiten der Sitzfläche
Zusammenbauen der Sitzfläche
Zusammenbauen der Sitzfläche

Für den Bau des Gewächshauses braucht man mindestens zwei bis drei Personen, da die einzelnen Bauteile sperrig und groß sind. Natürlich macht es zusammen auch viel mehr Spaß.

Vor dem Zusammenbau die Balken, Bretter, Leisten und OSB-Platten nach den Maßangaben zuschneiden bzw. im Baumarkt zusägen lassen.

Anschließend alle Holzteile außer den UK-Latten mit Schleifpapier glätten und mit Wetterschutzlack bemalen. Davon ausgenommen sind die OSB-Platte und die Rechteckleisten.

Senkrechte und waagerechte Rahmenhölzer vorbohren

Die senkrechten Rahmenhölzer der Länge 1965 mm (Pos. 1) und sechs der senkrechten Rahmenhölzer der Länge 1692 mm (Pos. 2) wie abgebildet nebeneinander legen und die Positionen für die Verbindungen anzeichnen. Gemäß den Maßangaben der Skizze Löcher bohren mit einem 7-mm-Holzbohrer. Die Skizzen vergrößern sich beim Anklicken.

Mit den waagerechten Rahmenhölzern der Länge 2134 mm (Pos. 3) und 1614 mm (Pos. 4) auf gleiche Weise verfahren. Anschließend bearbeitet man die Bohrlöcher von der Rückseite (gegenüberliegende Seite der Markierungen) mit dem Senker, damit die Verbindungsschrauben später bündig mit der Holzoberfläche abschließen.

Senkrechten Türelemente, Dachkonstruktion und Anschraubleisten vorbereiten

Nach dem gleichen Muster auch die vier senkrechten Türelemente (Pos. 9) sowie die vier Sparren (Pos. 7) und sechs Zwischenpfetten (Pos. 8) für die Dachkonstruktion mit einem 7-mm-Holbohrer vorbohren.

Die fünf Pfetten (Pos. 6) kann man ebenfalls schon vorbereiten, indem man Markierungen für den späteren Zusammenbau anzeichnet. Die genauen Maße und Positionen der Bohrlöcher sind wieder den Skizzen zu entnehmen.

24 von den 30 senkrechten Anschraubleisten (Pos. 12) können ebenfalls schon vorbereitet werden, indem man gemäß Skizze mit einem 5-mm-Bohrer Löcher vorbohrt und mit den Senker bearbeitet.

Lüftungsklappen zusägen

Die beiden OSB-Ausbauplatten (Pos. 32) nach den Maßangaben mit einer Handkreissäge und Führungsschiene zusägen. Anschließend mit 80er-Schleifpapier alle Kanten abrunden und die Klappen mit der weißen Wetterschutzfarbe lackieren. Diese beiden Holzteile werden später als Lüftungsklappen in das Gewächshaus eingesetzt.

Seitenwände zusammenbauen

Für die beiden Seitenwände zunächst die vorgebohrten senkrechten und waagerechten Rahmenhölzer (Pos. 2 u. 4) zu einem Außenrahmen mit den 6x120er-Schrauben verbinden. Die zuvor gesenkten Löcher zeigen dabei nach außen. Damit das Holz beim Fixieren mit den Schraubzwingen nicht beschädigt wird, saubere Holzreste als Zulagen verwenden.

Die senkrechten Rahmenhölzer (Pos. 2), die nicht vorgebohrt wurden, werden als senkrechte Zwischenstreben in den Außenrahmen geschraubt – pro Seitenwand zwei Stück.

Damit die Holzteile überall den gleichen Abstand haben, schraubt man die kurzen Rahmenhölzer (Pos. 5) nicht nur an den vorgebenen Stellen fest (allerdings erst nachdem man die Anschraubleisten montiert hat), sondern setzt sie auch als Abstandshalter oben und unten zwischen die senkrechten Rahmenhölzer.

Die vorgebohrten senkrechten Anschraubleisten (Pos. 12) mit 4,5x50er-Schrauben befestigen. Sie schließen bündig mit der Innenseite der Seitenwand ab. Anschließend die kurzen Rahmenhölzer zwischen den senkrechten Rahmenhölzern montieren: Die innenliegenden Verbindungen mit Flachverbindern, die am Außenrahmen liegenden Verbindungen mit 6x120er-Schrauben.

Vorder- und Rückwand zusammenbauen

Auf gleiche Weise die Rückwand mit den waagerechten Rahmenhölzern (Pos. 3), den kurzen Rahmenhölzern (Pos. 5) und den Anschraubleisten (Pos. 12) herstellen. Dabei darauf achten, dass die beiden waagerechten Rahmenhölzer ohne Bohrungen in der Mitte für die Vorderseite des Gewächshauses bestimmt sind.

Nach dem gleichen Muster auch die Vorderseite zusammenbauen. Diese hat in der Mitte allerdings ein senkrechtes Rahmenholz weniger, weil an dieser Stelle später Türen eingebaut werden. Damit die waagerechten Rahmenhölzer vor Nässe geschützt sind, werden Metallprofile oder die UK-Latten (Pos. 23 u. 24) als Bodenleisten mit 3,5x35er-Schrauben mittig unter alle Wände geschraubt.

Acrylglasscheiben einsetzen

Man muss die fertigen Wände so drehen, dass ihre Außenseiten oben liegen. Für das Einfassen der Acrylglasscheiben (Pos. 33-35) die Glasrahmenleisten (Pos. 26 und 27) auf die senkrechten (Pos. 1 und 2) und die oberen waagerechten Rahmenhölzer (Pos. 3 und 4) nageln.

Die schmaleren Leisten (Pos. 26) werden mittig auf die inneliegenden Rahmenteile aufgebracht, die etwas breiteren Leisten (Pos. 27) werden an den seitlichen Außenkanten und der Oberkante der jeweiligen Wand befestigt. Der Abstand zu den Innenkanten der Rahmenhölzer sollte immer 17 mm betragen.

Während des Vorgangs immer wieder eine Acrylscheibe zur Probe einlegen. Sie sollte zwischen den Leisten immer 1 bis 2 mm Platz haben, um sich bei Hitzeeinwirkung (Sonne) ausdehnen zu können.

Damit die Acrylscheiben später nicht nach unten rausrutschen, schlägt man etwa 2 mm unterhalb der Scheiben Stahlhaken (Pos. 41) ein. Dabei immer einen Abstand von 100 mm bis zum nächsten senkrechten Rahmenholz (Pos. 1 und 2) wählen. Darauf achten, dass man die Scheiben (Pos. 33-35) nicht durch die Stahlhaken anpresst.

Außenverkleidung (Rück- und Seitenwände) anschrauben

Die Außenverkleidung besteht aus den Füllbrettern (Pos. 19) und Deckleisten (Pos. 14-18). Dafür zunächst die Füllbretter auf die senkrechten Anschraubleisten (Pos. 12) legen, gleichmäßig verteilen und von unten durch die Anschraubleisten mit 4x45er-Schrauben befestigen. Auf diese Weise hat man weniger sichtbare Schraubenköpfe an den Außenwänden.

Die Deckleisten (Pos. 14-18) werden mit dekorativen 4x50er-Linsenkopfschrauben auf die Glasrahmenleisten (Pos. 26 und 27) montiert. Bei der Rückwand und den Seitenwänden mit der oberen waagerechten Abschlussleiste (Pos. 16 bzw, 17) beginnen. Dann erst die senkrechten Deckleisten (Pos. 14 bzw. 15) anschrauben. Man sollte darauf achten, dass die oberen und äußeren Deckleisten bündig mit den Außenkanten der Wände abschließen.

Außenverkleidung (Vorderseite) montieren

Bei der vorderen Wand werden zuerst die senkrechten Deckleisten (Pos. 14) angeschraubt. Unbedingt darauf achten, dass die Deckleisten mit den Außenkanten der senkrechten Rahmenhölzer (Pos. 1) und zur Türöffnung hin genau bündig abschließen. Eventuell die waagerechten Deckleisten (Pos. 18) dafür kürzen.

Um später die Scharniere für die Tür anschrauben zu können, die beiden Anschlagleisten befestigen (Pos. 11), indem man diese von der Innenseite der Türoffnung an die senkrechten Rahmenhölzer mit 4,5x60er-Schrauben festschraubt. Nach vorne hin müssen die Anschlagleisten mit der Vorderkante der senkrechten Deckleisten (Pos. 14) bündig abschließen.

Wände verschrauben

Den genauen Standort des Gewächshauses wählen und anschließend die Wände miteinander verschrauben. Durch die äußeren senkrechten Rahmenhölzer der Seitenwände (Pos. 1) jeweils vier 6-mm-Löcher bohren. Dann verbindet man eine Seitenwand und die Vorder- oder Rückseite mit 5x90er-Schrauben, indem man diese von innen her durch das senkrechte Rahmenholz der Seitenwand verschraubt. Im unteren Bereich verwendet man 6x120er-Schrauben, die man durch die Anschraubleisten (Pos. 12) schraubt. Mit den weiteren Wänden auf gleiche Weise verfahren und darauf achten, dass die Konstruktion nach unten bündig abschließt.

Türen herstellen

Die beiden Türen werden hergestellt, indem man zunächst aus den senkrechten und waagerechten Türelementen (Pos. 9 und 10) eine Rahmenkonstruktion gemäß Skizze baut. An den äußeren Rahmenecken werden 6x120er-Schrauben und in der Mitte 5x90er-Schrauben verwendet.

Die Acrylglasscheiben (Pos. 35) entsprechend der Skizze vorsichtig mit einem 6-mm-Bohrer vorbohren. Pro Tür werden zwei Scheiben benötigt, die man genau mittig auf dem Rahmen ausrichtet und mit Spenglerschrauben (Pos. 51) vorsichtig festschraubt.

Pro Tür werden außerdem drei Scharniere (Pos. 55) mit 3,5x35er-Schrauben angeschraubt: Das obere und untere etwa 100 mm von oben bzw. von unten, das Dritte genau in der Mitte. Die Rolle des Scharniers sollte nach oben herausstehen, damit die Türen sich später nach außen öffnen.

Dach bauen

Die fünf Pfetten (Pos. 6) mit den gekennzeichneten Seiten wie abgebildet auf einen ebenen Untergrung legen. Als Abstandshalter legt man acht kurze Rahmenhölzer (Pos. 5) zwischen die Pfetten.

Die Sparren (Pos. 7) auf die gekennzeichneten Bereiche der Pfetten legen. Die Sparren mit den zusätzlichen Bohrungen für die Zwischenpfetten gehören an die jeweiligen Enden der Konstruktion. Dann die Sparren mit 5x90er-Schrauben mit den Pfetten verbinden. Zuletzt die kurzen Rahmenhölzer (Pos. 5) genau unter die Sparren schieben und mit diesen verschrauben.

Die Zwischenpfetten (Pos. 8) schraubt man mit 5x90er-Schrauben an den äußeren Pfetten fest – ausnahmsweise nicht bündig, sondern 18 mm nach innen versetzt.

Mit 4x50er-Schrauben die vordere mit einer seitlichen Dachblende (Pos. 21 und 22) so verschrauben, dass diese außen bündig miteinander abschließen. Dieses L an die Sparren-Pfetten-Konstruktion schieben und mit 4x50er-Schrauben an jeder Pfette und jedem Sparren befestigen. Das gilt auch für die zweite seitliche Dachblende.

Nun montiert man die Dachplatten (Pos. 36), indem man zunächst zwei der Dachplatten überlappend auf die Sparren legt und damit die erforderliche Breite für die dritte Dachplatte ermittelt. Diese dementsprechend zusägen.

Die Dachplatten werden oben und unten, also auf dem vordersten und hintersten Sparren (7), an jedem "Wellenberg" befestigt und auf den mittleren Sparren an etwa jedem vierten "Wellenberg".

Damit man die Abstandhalter (Pos. 37) befestigen kann, die Dachplatten so weit wegziehen, dass man die Abstandhalter auf den vorderen Sparren noch unter die Dachplatten schieben, aber diese auch noch durch die seitlichen Lasen der Abstandhalter mit 4x20er-Schrauben befestigen kann. Die anderen Abstandhalter auf gleiche Weise befestigen.

Dach aufsetzen

Um das Dach auf die Wände zu setzen, bohrt man senkrecht 6-mm-Löcher durch die oberen waagerechten Rahmenhölzer (Pos. 3) der vorderen Wand und der Rückwand. Das Dach mit Hilfe auf die Wände heben und so ausrichten, dass die Pfetten (Pos. 6) genau über den senkrechten Rahmenhölzern (Pos. 1 und 2) der Vorder- und Rückwand liegen. So wird das Gewicht des Daches optimal nach unten verteilt. Von unten durch die waagerechten Rahmenhölzer (Pos. 3) mit 5x90er-Schrauben die kurzen Rahmenhölzer (Pos. 5) der Dachkonstruktion festschrauben.

Damit das Regenwasser kontrolliert ablaufen kann, wird eine Dachrinne installiert. Am hintersten Sparren (Pos. 7) und an den hinteren Stirnseiten der Pfetten (Pos. 6) Rinnenhalter (Pos. 58) anschrauben. Dabei darauf achten, dass man zu der Seite, an der das Fallrohr sein soll, ein Gefälle von 2 bis 3 mm pro Meter herstellt.

Die Kastenrinne (Pos. 57) wird mit einer Metallsäge auf das passende Maß gebracht. Mit einer 50-mm-Lochsäge das Loch für den Ablaufstutzen (Pos. 60) in die Kastenrinne bohren. Mit dem Spezialkleber (Pos. 61) wird der Ablaufstutzen direkt unter das gebohrte Loch geklebt. Die Endstücke (Pos. 59) werden ebenfalls mit Kleber befestigt.

Die Kastenrinne in die Rinnenhalter drücken und anschließend die hintere Dachblende (Pos. 21) mit 4x50er-Schrauben an den seitlichen Dachblenden befestigen.

Türen einsetzen

Da sich die Scharniere (Pos. 55) nicht nachträglich einstellen lassen, muss man die Türen genau auf der richtigen Höhe – nämlich zwischen dem oberen und unteren waagerechten Rahmenholz (Pos. 3) – befestigen. Man kann Holzreste, Pappe oder Papier als Abstandshalter zum Boden verwenden.

In der Tiefe muss die Tür so ausgerichtet werden, dass diese später mit den Anschlagleisten (Pos. 11) vorne bündig abschließt (siehe Schnittzeichnung vordere Wand).

Sind beide Türen befestigt, montiert man als Türverschluss den Schlossriegel (Pos. 54) mit 3,5x35er-Schrauben auf der rechten Tür. Auf der Rückseite der linken Tür befestigt man oben und unten jeweils einen Schubriegel (Pos. 53).

Für das Schließblech des Schubriegels (Pos. 53) dann jeweils ein kleines Loch in das obere und untere waagerechte Rahmenholz (Pos. 3) stemmen uhd dann mit 3,5x16er-Schrauben entsprechend befestigen.

Scharniere an die Lüftungsklappen schrauben

Damit man im Gewächshaus die Luftzufuhr und Temperatur regeln kann, wird das Gewächshaus mit Lüftungsklappen (Pos. 32) ausgestattet. Dazu jeweils eine Klappe und eine Anschlagleiste (Pos. 25) genau untereinander legen und wie abgebildet die Scharniere (Pos. 56) mit 3,5x16er-Schrauben aufschrauben. Die Fensterriegel (Pos. 52) ebenfalls mit 3,5x16er-Schrauben aufschrauben. Die zweite Klappe muss spiegelverkehrt zur Ersten mit den Scharnieren und Fensterriegeln bestückt werden.

Lüftungsklappen einbauen

Die Klappen (Pos. 32 und 25) in die richtige Position zwischen Dach und Seitenwände schieben und nach oben etwa einen Millimeter zu den Zwischenpfetten lassen. Anschließend schraubt man die Anschlagleisten (Pos. 25) mit 4x50er-Schrauben fest. Danach die Schlaufen für die Schubriegel (Pos. 52) mit 3,5x16er-Schrauben an die darüberliegenden Zwischenpfetten (Pos. 8) des Daches montieren.

Pflanzenkästen einbauen

Zur Inneneinrichtung des Gewächshauses gehören drei Kästen, wobei einer davon durch eine Deckplatte zu einer Sitzbank mit Aufbewahrung wird. Die Pflanzkästen werden hergestellt, indem man zwei lange Beetabtrenner (Pos. 29 bzw. 30) mit den Längsseiten nebeneinander legt und an jedem Ende mit 4x50er-Schrauben eine Anschraubleiste (Pos. 12) festschraubt. Zur Unterkante sollte etwa 20 mm Luft bleiben. Die Beetabtrenner im Gewächshaus positionieren und mit 4x50er-Schrauben gemäß der Skizze miteinander schrauben.

Auflager für Sitzfläche bauen

Wenn man die Ablage (Pos. 28) montieren möchte, muss man zunächst auf der gewünschten Höhe ein kurzes Rahmenholz (Pos. 5) in den hintersten Feldern der Seitenwände mit Winkelverbindern (Pos. 40) und 3,5x35er-Schrauben befestigen. Anschließend die Ablage einfach auflegen und von oben mit 4,5x60er-Schrauben fixieren.

Da einer der Kästen zur Sitzbank gemacht werden soll, braucht man ein Auflager für die Sitzfläche. Dazu das Auflager (Pos. 13) an die Seitenwand schrauben. Darauf achten, dass die gleiche Höhe wie die Oberkante der Beetabtrenner (Pos. 29 bzw. 30) eingehalten wird. Es werden 4,5x60er-Schrauben in die kurzen (Pos. 5) und in die senkrechten Rahmenhölzer (Pos. 2) geschraubt. Eventuell auch noch kleine Anschraubwinkel an die Seite, an der das Auflager an den langen Beetabtrenner grenzt, festschrauben.

Sitzfläche zusammenbauen

Zuletzt wird die Deckplatte zusammengebaut, die als Sitzfläche dienen soll. Dazu die Sitzbretter (Pos. 31) nach dem Vorbild der Skizze nebeneinander legen und mit 4x50er-Schrauben die Verbindungsleisten (Pos. 20) aufschrauben. Die Seite mit dem größeren Abstand zur Außenkante zeigt nach vorne, wenn man die Deckplatte auf den Kasten auflegt.

Um die Pflanzkästen tatsächlich nutzen zu können, muss man diese mit Unkrautvlies (Pos. 64) auskleiden. Dazu passende Stücke zuschneiden, an der Oberkante umschlagen und mit einem Tacker an der Oberkante der Pflanzkästen umlaufend festmachen. Anschließend die Kästen mit der gewünschten Erde befüllen und bepflanzen. Viel Spaß mit diesem schicken Gewächshaus!

 

Hat Ihnen dieser Ratgeber gefallen?

Aktuelles User-Feedback

4,5/5 aus 17 Bewertungen
 
Kommentare
  • Da mich Gewächshäuser sehr interessieren und ich auch selbst eins habe, schaue ich immer wieder nach neuen Ideen und Möglichkeiten. Ihr bietet oft viele Neue und diese auch sehr einfach. Danke für die wieder einmal tollen Infos!

    LG Wilhelm
    Wilhelm 30.03.2017 11:22:29 antworten
  • eine Video-Anleitung für ein Mini-Gewächshaus für die Küche:
    http://www.youtube.com/watch?v=ibWe9fn7ouI
    Andreas 15.05.2013 02:57:55 antworten
Neuen Kommentar veröffentlichen