Beete

Hochbeet bauen: 2 individuelle Ideen, um ein Hochbeet anzulegen

Hochbeete bauen

Wir helfen beim Hochbeet bauen. Denn welcher Hobbygärtner kennt es nicht? Man pflegt das schön angelegte Beet, verbringt dafür eine lange Zeit kniend oder in gebückter Haltung und hat am Abend entsprechend starke Schmerzen.

Eine wesentlich bequemere Lösung stellt das rückenschonende Hochbeet dar, das häufig im naturnahen Gartenbau verwendet wird.

Hochbeete findet man vor allem dort, wo man eine platzsparende und einfach umzusetzende Alternative zu ausgedehnten Beetanlagen in großen Gärten braucht. Immer häufiger sind das auch Balkone, Terrasse und kleine Gärten mitten im Zentrum der Stadt, denn das Thema „Urban Garden“ ist ein großer Trend. Kleine Hinterhöfe und Rasenflächen werden so zu Nutz- und Ziergärten.

In der folgenden Anleitungen auf Heimwerker.de erklären wir, wie Sie auf zwei unterschiedliche Arten selber ein Hochbeet anlegen.

1. Welche Vorteile hat ein Hochbeet?

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Ein Hochbeet aus Naturstein zu bauen stellt eine dekorative Alternative zu anderen Varianten dar.

Bei einem Hochbeet wächst nur wenig Unkraut zwischen den Pflanzen, da der Hauptsamenflug am Boden stattfindet.

Zudem kommen Schädlinge, wie Schnecken, Fuchsbandwürmer oder Wühlmäuse, nur sehr schwer in das das erhöhte Beet. Somit bieten Hochbeete einen guten Schutz vor unerwünschten Eindringlingen.

Durch das zusätzliche Anbringen einer Abdeckung kann es auch als Frühbeet genutzt werden. Dann kann man bereits ab Februar mit dem Anpflanzen beginnen. Darüber hinaus lässt es sich nicht nur als Blumen- oder Gemüsebeet nutzen, sondern optional auch als Komposter verwenden.

Das Material, die Größe, Form und Farbe können den Bedürfnissen und Wünschen des Hobbygärtners angepasst werden. In der Regel sind Hochbeete so groß, dass beidseitig alle Bereiche gut erreicht werden können. Die häufig aus Betonsteinen oder Holz gefertigten Kästen gewährleisten durch die Schichtung des Erdreiches eine nicht durcheinander gebrachte Fauna – was beim herkömmlichen Gartenbau nicht der Fall ist.

2. Hochbeet aus Holz selber bauen: Anleitung in 5 Schritten

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Zum Bauen eines Holz-Hochbeetes, zum Beispiel mit Beinen, eignet sich die Holzart Lärche hervorragend.

Das Bauen eines Hochbeets für Balkon oder Garten ist nicht allzu schwierig. In der einfachsten Form handelt es sich lediglich um einen Kasten aus Holz, Kunststoffplatten oder Wellblech. In unserer Hochbeet-Anleitung bauen wir eine Konstruktion aus Lärchenholz.

Diese Holzart ist leicht zu bearbeiten und das nötige Werkzeug sollte normalerweise in einem Heimwerker-Haushalt vorhanden sein.

Lärche zählt zu den von Natur aus sehr witterungsbeständigen Hölzern. Allerdings ist es auch sehr hart, was Sie bei der Auswahl von Sägeblättern und Bohrern berücksichtigen sollten. Als Alternative eignet sich ebenfalls Douglasie. Mit einem Witterungsschutz behandelte Hölzer sollten Sie hingegen nicht verwenden, da Inhaltsstoffe des Anstrichs mit der Zeit in die Pflanzerde wandern könnten.

Entnehmen Sie der folgenden Tabelle, welche Materialien und Werkzeuge Sie fürs Bauen Ihres Hochbeetes benötigen:

Art Bedarf
Material
  • Lärchenholzbretter, ca. 20-30 mm dick
  • Lärchenholzpfosten ca. 70 x 70 mm
  • Feiner Maschendraht (Kaninchendraht)
  • Kunststoff-Folie (PE)
  • Ggf. Kies oder Pfostenanker
  • Montagekleber oder Schrauben
  • Grober Baum- und Strauchschnitt
  • Laub und Grünabfälle
  • Gartenerde
  • Reifer Kompost
  • Blumenerde/Muttererde
Werkzeug

Hochbeet bauen aus Paletten: Eine alternative Möglichkeit stellt das Bauen eines Hochbeetes aus Paletten dar. Ein Vorteil dieser Variante besteht darin, dass sich mit Paletten sehr passgenau arbeiten lässt. Außerdem kann man so sehr günstig ein Hochbeet bauen.

2.1. Schritt 1: Maße des Hochbeets festlegen

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Mit einigen Pflöcken und einer Schnur wird die Position des Hochbeets abgesteckt. Dabei können Sie noch einmal den Lichteinfall und die Ausrichtung überprüfen.

Wenn Sie Ihr erstes Hochbeet selber bauen, sollte es nicht zu lang und zu breit sein, da die Konstruktion dann aufwendiger stabilisiert werden muss – immerhin besitzt die Füllung später ein gewisses Gewicht und kann die Wände nach außen drücken.

Trotzdem sollte natürlich Platz genug sein, um verschiedene Kräuter, Gemüse- oder Obstsorten anzubauen.

Eine Größe von etwa 150 x 50 cm Grundfläche hat sich als guter Mittelwert bewährt. In der Höhe reichen 50 cm aus, um die meisten Vorteile eines Hochbeets nutzen zu können.

Wünschen Sie sich ein wenig mehr Komfort, können Sie auch bis etwa 80 cm Höhe bauen. Dann aber darf das Beet nicht zu breit werden, damit Sie noch bequem die Mitte der Pflanzfläche erreichen können.

2.2. Schritt 2: Grube anlegen

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Mit dem Spaten hebt man anschließend den Boden etwa 20 bis 30 cm tief aus.

Wenn man den Boden unter dem Hochbeet etwa 20 bis 30 cm tief aushebt, hat man mehr Platz für die Füllung. Diese Grube wird im ersten Schritt ausgehoben.

Legen Sie die Grube so an, dass das Hochbeet in Nord-Süd-Richtung verläuft, dann wird die Sonne am besten ausgenutzt.

Die Abmessungen steckt man mit vier Hölzchen ab, markiert die Begrenzungen mit einer Schnur und sticht dann zunächst eventuell am Aufbauort vorhandenen Rasen ab.

Die Grassoden werden herausgehoben und zur Seite gelegt. Dann gräbt man mit dem Spaten bis zur gewünschten Tiefe.

2.3. Schritt 3: Rahmen aus Holz bauen

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Richten Sie die einzelnen Bretter vor dem Anschrauben sorgfältig waagerecht aus.

Schneiden Sie die benötigte Menge Holz auf Länge. Sie benötigen Bretter für zwei 150 cm lange Seitenwände und zwei Querwände. Die Querwände messen 50 cm zuzüglich zweimal die Pfostenbreite – bei 7-cm-Pfosten also 64 cm.

Je nachdem, welche Brettbreiten Sie bei Ihrem Holzhändler oder Baumarkt bekommen, setzen Sie die Wände aus jeweils drei, vier oder mehr Brettern zusammen. Bleiben Sie in der Höhe flexibel: Einige Zentimeter mehr sind nicht tragisch, Sie müssen keine Bretter längs auf Breite schneiden, um ganz exakt die gewünschte Höhe zu erreichen.

Stabilisiert wird das Hochbeet mit sechs Pfosten: Je einer kommt außen an die Ecken, je einer außen in die Mitte der Längsseiten. Im einfachsten Fall heben Sie für die Pfosten je ein schmales Loch aus und setzen sie dort in eine Kiesschüttung.

Sie müssen die Konstruktion nicht frostfest gründen, aber sie muss einigermaßen kippsicher sein – 30 bis 40 cm tief sollten Sie die Pfostenlöcher also schon graben. Alternativ verwenden Sie Pfostenanker aus Metall, die man direkt ins Erdreich schlägt.

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Pfostenkappen sind ein Beitrag zum konstruktiven Holzschutz.

Übrigens: Denken Sie an den konstruktiven Holzschutz. Schneiden Sie die Pfosten oben schräg oder setzen Sie Pfostenkappen aus Metall auf, damit kein Regenwasser auf den Stirnholzflächen stehen bleibt.

Nun werden die Bretter angebracht. Bei der klassischen Methode fixiert man sie zunächst provisorisch mit Schraubzwingen und verschraubt sie dann an den Pfosten. Die Längsbretter werden auf der Innenseite verschraubt, die Querbretter auf der Außenseite der Pfosten.

Untereinander werden die Quer- und Längsbretter nicht verbunden, sie stoßen lediglich stumpf zusammen. Bohren Sie bei harten Hölzern, wie Lärche, die Schraubenlöcher unbedingt vor, sonst kann das Holz splittern oder reißen.

Tipp – Hochbeet bauen ohne Schrauben: Eine alternative Methode besteht darin, dass Hochbeet mithilfe von Montagekleber zu bauen. Der Kleber muss für außen geeignet sein. Bringen Sie ihn jeweils an den Verbindungsstellen auf die Bretter auf, drücken sie an und fixieren die Klebung bis zum Aushärten mit Schraubzwingen. Das Kleben braucht etwas mehr Zeit, erspart dafür aber das Vorbohren zahlreicher Löcher und das Eindrehen der Schrauben. Achtung: Auf stark ölhaltigen Hölzern, wie Teak, halten Kleber meist nur schlecht.

2.4. Schritt 4: Kleintier- und Nässeschutz

Damit keine Tiere, wie Wühlmäuse oder andere Schädlinge, von unten eindringen können, legt man den Boden der Grube mit feinem Maschendraht aus. Ziehen Sie den Draht ein Stück innen an den Holzwänden hoch und tackern Sie ihn dort an.

Zudem sollten auch dauerhafte Hölzer vor direkter Nässe geschützt werden, um ihre Lebensdauer um ein paar Jahre zu verlängern. Zu diesem Zweck können Sie die Innenseiten des Hochbeets mit Kunststoff-Folie auskleiden.

Tipp: Gut geeignet ist zum Beispiel eine nicht zu schwere Teichfolie aus Polyethylen (PE), die ebenfalls an das Holz getackert wird.

Das Eindringen von Wühlmäusen verhindern Sie mit feinmaschigem Drahtgeflecht auf dem Boden der Grube. Es wird an den Seiten ein Stück hochgezogen und innen ans Holz getackert.

Damit das Holz weniger durch die Erdfeuchte belastet wird, können Sie das Hochbeet mit Teichfolie auskleiden. Sie sollte knapp über dem erdberührten Bereich enden und wird ebenfalls angetackert.

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Bringen Sie ein Drahtgitter gegen Wühlmäuse an. | Schützen Sie Hölzer vor Feuchtigkeit mit Folie.

2.5. Schritt 5: Hochbeet füllen

Reisig für die unterste Lage der Hochbeet-Füllung

Die untere Schicht besteht aus dünnen Ästen und Zweigen. Sie wird locker eingelegt und dann ein wenig festgetreten.

Wenn Sie Ihr Hochbeet im Herbst bauen, finden Sie im Garten meist alles, was Sie für die Füllung brauchen. Sie besteht aus mehreren Lagen.

Als erste Lage geben Sie auf eine Höhe von etwa 30 cm dicke und grob zugeschnittene Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern in die Grube.

Treten Sie diese Schicht ein wenig fest. Sie soll zwar Hohlräume aufweisen, die weiteren Füllmaterialien sollten aber nicht in größeren Mengen hineinfallen können.

Die zweite Lage besteht aus Laub und gröberen Grünabfällen. Verwenden Sie hier keinen reinen Rasenschnitt, da er zu dicht wird und dann zum Faulen neigt. Sie können aber ein wenig Grasschnitt unter die gröberen Materialien mischen.

Reifer Kompost

Eine Lage reifer Kompost stellt sofort einen Nährstoff-Vorrat bereit.

Als dritte Lage füllen Sie Gartenerde ein, die noch vom Aushub der Grube noch vorhanden ist und hier sinnvoll verwendet werden kann. Die vierte Lage besteht aus reifem Kompost, die fünfte Schicht schließlich aus hochwertiger Pflanzerde.

Mit diesem Aufbau verrottet im Hochbeet mehrere Jahre lang Material, liefert dabei Nährstoffe und erzeugt Wärme. Nach sechs bis sieben Jahren sollten Sie das Hochbeet komplett ausräumen und neu befüllen.

Stark zehrende Pflanzen finden in den ersten beiden Jahren ideale Bedingungen vor. Danach gedeihen genügsamere Pflanzen immer noch hervorragend – diese prächtigen Salatköpfe zeigen es.

Haben Sie Ihr Hochbeet im Herbst gebaut, ist es im Frühjahr bereit zum Bepflanzen. Sie können darin säen, aber auch vorgezogene Jungpflanzen setzen.

Hochbeet mit Salat bepflanzt

Nun können Sie das Hochbeet bepflanzen.

Wenn Sie eine passende Abdeckung bauen, etwa einen mit transparenter Folie bespannten Lattenrahmen, dann eignet sich das Hochbeet auch als Frühbeet.

Die meisten Nährstoffe enthält das Hochbeet in den ersten beiden Jahren. Dann bietet es optimale Bedingungen etwa für Tomaten oder Lauch.

In den folgenden Jahren finden etwas genügsamere Pflanzen, wie Salat, immer noch einen reichen Nährstoffvorrat darin. Achten Sie auch beim Bepflanzen mit Blumen auf die abnehmende Nährstoffmenge.

3. Hochbeet aus Ziegelsteinen selber bauen: Anleitung in 6 Schritten

Benötigte Werkzeuge
  • Arbeitshandschuhe
  • Spaten
  • Mörtel + Kelle + Rührer
  • Eimer
  • Wasserwaage
  • Schnur
  • Volierendraht
  • Zange

Ein Hochbeet bleibt selten alleine. Als wir die Vorteile eines Hochbeets kennenlernten, war schnell klar, dass wir darauf nicht wieder verzichten würden. Gemüse und Salate gedeihen um ein Vielfaches besser und das Bearbeiten ist viel bequemer. Weiterer Vorteil: Schnecken lassen sich leichter in Schach halten.

Unsere ersten selbstgebauten Hochbeete sind aus Holz, inzwischen haben wir ein weiteres aus alten Backsteinen gebaut. Für diese Anleitung werden wir wieder alte Backsteine verwenden, um ein Stein-Hochbeet selber zu bauen – allerdings wird es das erste runde Hochbeet. Auf Heimwerker.de zeigen wir Ihnen mit unserer Anleitung, wie Sie ein Hochbeet aus Steinen selber bauen können.

Generell empfehlen wir gemauerte Hochbeete nicht zu hoch zu planen, da der Inhalt – bei einem Neuaufbau der Hochbeet-Schichten – komplett von oben ausgeschaufelt wird. Bei einem Hochbeet aus Holz dagegen legen wir eine Seite in der Art an, dass wir sie bei Bedarf öffnen können.

Die Erfahrung zeigt: Wir bauen Hochbeete im Garten nicht für die Ewigkeit – unser Garten bleibt im stetigen Wandel. Deshalb bekommt unser Hochbeet kein zementiertes Fundament. Wollen wir das Hochbeet im Garten umplanen, tragen wir das Beet vergleichsweise einfach wieder ab und realisieren ein anderes Projekt.

Die etwas niedrigeren Hochbeete aus alten Backsteinen sind allerdings hübscher und nehmen optisch weniger Raum ein. Von daher bauen wir unsere zusätzlichen Insel-Hochbeete eher aus Backsteinen. Wir könnten zwar ohne weiteres neue Bausteine nehmen, mögen den Charme alter Backsteine lieber.

Hochbeet aus Ziegelsteinen

Wer sich es sich leicht machen möchte, lässt sich neue Ziegelsteine anliefern und überlässt der Zeit und dem Wetter das Patinieren oder hilft dem ein bisschen nach.

3.1. Schritt 1: Form festlegen und Grasnarbe abtragen

Bevor Sie das Hochbeet aus Ziegeln bauen, müssen Sie den Boden vorbereiten. Als Kreisdurchmesser eignet sich maximal eine doppelte Armlänge, damit wir die Fläche gut bearbeiten können und überall problemlos über herankommen. Bei uns ergibt das einen Radius von 75 cm.

Wir binden eine Schnur dieser Länge an einen Zelthering und stecken ihn in der Mitte in den Boden von hier aus stechen wir im Abstand der Schnur rundum die Grasnarbe ein. Anschließend tragen wir die Grasnarbe im Innenteil unseres Kreises komplett ab. Nun ist die Fläche unseres Hochbeets deutlich sichtbar festgelegt.

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Zuerst stechen Sie den Kreis mit Hering, Schnur und Spaten ab. | Danach wird die Grasnarbe mit einem Spaten entfernt.

3.2. Schritt 2: Hochbeet mit Ziegel mauern

Wir legen die erste Reihe in den grasfreien Kreis genau so, dass wir nur ganze Steine benutzen. Im Zweifel passen wir den Ausschnitt etwas an.

Wenn alles passt, mischen wir den ersten Eimer Zementmörtel in einem Speiseimer gemäß der Herstellerangaben mit einem Rühraufsatz und der Bohrmaschine an. Bei uns reicht ein Eimer für eine Runde Mauersteine. Nicht zuviel auf einmal anmischen.

Nun setzen wir die zweite Reihe versetzt auf die erste. Dazu bringen wir eine Kelle voll Zementmörtel auf die unteren Steine – glattstreichen und einen Stein aufsetzen. Mit dem Griff der Kelle oder einem Gummihammer den Stein anklopfen. Das setzen wir rundum fort. Tipp: gerade Stäbe o. ä. auf der Innenseite ganz senkrecht einstecken, da hilft beim gerade Mauern.

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Den Mörtel nach Herstellerangaben anmischen. | Danach die erste Reihe des Hochbeetes auslegen.

Hinweis: Immer wieder die Wasserwaage benutzen, um zu sehen, ob wir die Höhe gleichmäßig halten.

3.3. Schritt 3: Große Fugen füllen

Wir füllen die großen Fugen zusätzlich mit Zementmörtel, könnten alternativ Erde einbringen und wie bei einer Trockenmauer Steingartenpflanzen einsetzen. Die Lücken die sich aus der kreisförmigen Anordnung der Steine nach außen ergeben eignen sich dafür durchaus.

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Setzen Sie die Ziegelsteine immer versetzt aufeinander. | Das Hochbeet sollte nicht zu hoch gebaut werden.

3.4. Schritt 4: Hasendraht gegen Wühlmäuse einbringen

Am Folgetag vervollständigen wir unser kleines, gemauertes Hochbeet. Dazu sichern wir es von unten mit Hasendrahtgeflecht gegen Wühlmäuse. Wir schneiden die Bahnen zu und verbinden sie mit Draht zu einer Fläche. Die Enden biegen wir nach oben an die Backsteine.

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Der Volierendraht wird mit einer Zange zuerechtgeschnitten. | Danach wird er am kompletten Boden ausgelegt.

3.5. Schritt 5: Hochbeet befüllen

Unser selbstgebautes Hochbeet bekommt nun den klassischen Aufbau von innen. Ganz unten füllen wir Äste, Staudenrückschnitt und gehäckselte Äste ein. Diese Schicht decken wir mit den Grasnarbenstücken ab und bringen eine weitere Schicht mit halbverrottetem Kompostmaterial ein. Darauf kommt Mutterboden bzw. Gartenerde die wir mit Hornspänen und Mineralien (z. B. Urgesteinsmehl) aufbereiten. Die letzte Schicht wird eine Mischung aus Komposterde mit Gartenerde.

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Grober Zuschnitt bildet die unterste Schicht des Hochbeets. | Darauf folgen Grasnarben zum Verdichten des Beetes.

3.6. Schritt 6: Hochbeet bepflanzen

Das Beet ist bereit – wir bepflanzen es. Schnell wachsende Pflanzen wie Salat und Kohlrabi bilden die Vorkultur. In Kürze stecken wir Bohnenstangen rein und säen Stangenbohnen in den Zwischenräumen.

Der Salat und die Kohlrabi sind geerntet, wenn die Bohnen das Beet mit ihrem starken Wachstum übernehmen.

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Ein Hochbeet kann relativ dicht bepflanzt werden. | Erde und Humus eignen sich als oberste Schicht für das Hochbeet.

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4. Bauanleitungen für Tomatenhaus, Folientunnel, Frühbeet und Hochbeet

Das Frühjahr kommt und mit großen Schritten gehen wir der Gartensaison entgegen. Hobbygärtner bereiten sich bereits jetzt auf die Aussaat und Anzucht von Gemüse und Blumen vor.

Bestens geeignet sind dafür Foliengewächshäuser, Folientunnel oder auch Frühbeete, in denen jetzt schon ausgesät und ausgepflanzt werden kann.

Eine Sammlung von kostenlosen Bauanleitungen für Folientunnel und Frühbeete, aber auch Tomatenhäuser und Hochbeete haben wir hier zusammengestellt.

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Foliengewächshäuser, Folientunnel oder auch Frühbeete sind für die Aussaat und Anzucht von Gemüse und Blumen hervorragend geeignet.

5. Hochbeet-FAQ: Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Hochbeet

5.1. Was ist ein Hochbeet eigentlich genau?

Ein Hochbeet ist, wie der Name schon verrät, ein erhöhtes Beet. Dadurch wird das Arbeiten am Beet leichter, da Sie sich weniger bücken müssen. Ebenfalls müssen Sie mit weniger Unkraut rechnen, da der hauptsächliche Samenflug nur am Boden stattfindet.

Durch die Schichtung eines Hochbeetes wird das Wachstum von Pflanzen ebenfalls begünstigt.

5.2. Wie bepflanzt man ein Hochbeet?

Ein Hochbeet wird in den meisten Fällen dichter bepflanzt als ein normales Beet. Darum sollten Sie sich informieren, ob sich Pflanzennachbarn „vertragen“ und nicht gegenseitig Nährstoffe klauen. Beachten Sie außerdem, das hohe Pflanzen anderen Pflanzen nicht die Sonne stehlen. Für eine Kaufberatung erkundigen Sie sich im Gartencenter Ihres Vertrauens. Dort können Sie alles, was Sie brauchen, um ein Hochbeet zu bauen und zu befüllen, günstig kaufen.

Tipp: Herunterwachsende Pflanzen eignen sich besonders für die Pflanzung am Rand des Hochbeetes, während Salat ein idealer Lückenfüller ist, da er schnell wächst und dem Boden wenig Nährstoffe entzieht.

5.3. Wie hoch sollte ein Hochbeet sein?

Egal, nach welcher Anleitung Sie sich beim Hochbeet bauen richten, Ihre eigene Körpergröße entscheidet über die Maße Ihres Hochbeetes. Bauen Sie ein Hochbeet mit einer Höhe von 95 cm, eignet sich dieses beispielsweise für Menschen mit einer Größe von 170 cm. Die perfekte Höhe für Sie können Sie aber auch vorher an anderen Gegenständen testen. Ihr Hochbeet sollte außerdem nicht zu flach werden, da es einige Schichten für ein ideales Pflanzenwachstum benötigt.

Bildnachweise: adobestock.com/vulkanismus, 'Hochbeet aus Natursteinen': von mckaysavage(flickr),'Hochbeet mit Beinen': von best4garden- wood product(flickr), 'Grube abstecken': (Building the Woodblocx rectangular raised bed,'Grube ausheben': (Building the Woodblocx rectangular raised bed,'Brett ausrichten': GAH Alberts,'Pfostenkappe befestigen': GAH Alberts, Maschendraht antackern': GAH Alberts, 'Folie antackern': GAH Alberts,Reisig für die unterste Lage der Hochbeet-Füllung': gemeinfrei/Public Domain, 'Reifer Kompost': Lizenz: Public Domain - CC0 1.0, Hochbeet mit Salat bepflanzt': Lizenz: Public Domain - CC0 1.0, adobestock.com/maryviolet, alle anderen Bilder: VGL/Christiane Baldwin (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)