Kaufberatung zum Sauna Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Während Finnische Saunen mit einem Holzofen beheizt werden, sind Infrarotkabinen mit einem Flächen- oder Keramikstrahler ausgestattet, der den Körper direkt erwärmt. Dampfduschen erzeugen hingegen mithilfe von Wasserdampf eine hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme.
  • Die Größe einer Sauna für Zuhause richtet sich generell nach dem Platzangebot vor Ort. Soll sie im Keller aufgestellt werden, spielt in diesem Zusammenhang auch die Deckenhöhe eine Rolle. Größere Saunen sind überdies kostenintensiver und benötigen mehr Zeit zum Vorheizen.
  • Im Lieferumfang einer Sauna sollte auch immer passendes Zubehör enthalten sein. Dazu zählen beispielsweise ein Sauna-Thermometer, ein Luftfeuchtigkeitsmesser und eine Sanduhr, die dafür sorgt, dass Sie beim Saunieren nicht sämtliches Zeitgefühl verlieren. Bei Finnischen Saunen dürfen zudem ein Saunaeimer und ein Holzlöffeln für die Aufgüsse nicht fehlen.

sauna-test

Ein Saunagang ist nicht nur erholsam und lockert die Muskeln, sondern wirkt sich auch positiv auf das Immunsystem und die Durchblutung aus. Mit einer Heim-Sauna schaffen Sie sich Ihre ganz persönliche Wellness-Oase in den eigenen vier Wänden oder im Garten und müssen zum Entspannen nicht extra in die Therme oder ins Schwimmbad fahren. Neben den klassischen Finnischen Saunen für Innen und Außen stehen dabei auch noch Infrarotkabinen und Dampfduschen zur Auswahl.

In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Sauna-Vergleich 2021 erfahren Sie, worin die Unterschiede zwischen den einzelnen Sauna-Typen bestehen und für wen sich die verschiedenen Modelle eignen. Darüber hinaus verraten wir Ihnen, welche Holzsorten beim Saunabau zum Einsatz kommen und auf welche Kriterien Sie laut gängiger Sauna-Tests im Internet beim Kauf sonst noch achten sollten.

1. Welche Arten von Saunen für Zuhause gibt es?

saunaaufguss

Die Finnische Sauna gilt unter Sauna-Anhängern als die traditionellste Form und ist mit bis zu 100 °C zugleich auch die heißeste. Es gibt sie wahlweise als Einbau-Sauna für Innen oder als Außen-Sauna für den Garten.

Als traditionellste Art gilt bei den Sauna-Anhängern die Finnische Sauna, die mit etwa 90 bis 100 °C zugleich auch die heißeste ist. Finnische Saunen sind im Innenraum mit Massivholz (z. B. Zirbe) verkleidet und bieten auf Sitzbänken Platz für 2 bis 6 Personen. Die Hitze liefert ein spezieller Sauna-Holzofen mit Steinen, auf dem auch die Aufgüsse durchgeführt werden.

Im Gegensatz dazu herrschen im Dampfbad milde Temperaturen (im Bereich um die 50 °C) bei besonders hoher Luftfeuchtigkeit (nahezu 100 %), die kreislaufschonend zum Schwitzen anregen. Darüber hinaus reinigt der Wasserdampf die Poren und stärkt das Immunsystem.

In einer Infrarot-Sauna entsteht bei Temperaturen um die 40 bis 50 °C eine Tiefenwärme, die den Körper von innen heraus wärmt. Damit stellt die Infrarot-Sauna eine schonende Alternative zur klassischen Finnischen Sauna dar, steht dieser aber in Sachen gesundheitliche Vorzüge (z. B. in Ihrer Wirkung auf das Immunsystem und den Stoffwechsel) in nichts nach.

heimwerker.de-Info: Bei einer Biosauna oder einem Sanarium handelt es sich um eine sanftere Form der herkömmlichen Sauna, in der Sie bei maximalen Temperaturen zwischen 50 und 60 °C schwitzen. Der Saunagang in der Biosauna lässt sich durch ätherische Öle und leichte Aufgüsse ergänzen und eignet sich besonders gut für Menschen mit Bluthochdruck und für all diejenigen, die große Hitze generell nicht so gut vertragen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die drei Sauna-Kategorien und ihre Vor- und Nachteile noch einmal im Detail:

Sauna-Typ Vorteile / Nachteile
Finnische Sauna

finnische sauna

Traditionelle Sauna bestehend aus einem separaten Raum bzw. Gebäude mit Saunaofen.

    Vorteile
  • für Aufgüsse geeignet
  • Luft wird gleichmäßig erwärmt
  • hohe Temperaturen von mehr 90 °C möglich
  • regt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung
    Nachteile
  • teuer in der Anschaffung
  • aufwändig im Betrieb
  • hohes Gewicht
  • muss vorgeheizt werden
Dampfdusche

dampfdusche

Erzeugt Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit mithilfe von Wasserdampf.

    Vorteile
  • ermöglicht Duschen und Dampfbad in einem
  • vergleichsweise günstig in der Anschaffung
  • geringere Belastung für das Herz-Kreislaufsystem
  • lässt sich problemlos in bestehendes Badezimmer integrieren
    Nachteile
  • kein konventionelles Saunieren (mit Aufgüssen) möglich geringere Wärme als Finnische Sauna
  • in der Regel keine Sitzgelegenheit
Infrarotsauna

infrarotkabine

Elektrisch betriebene Wärmekabine mit Infrarot-Flächen- oder Keramikstrahler, der den Körper direkt erwärmt.

    Vorteile
  • kein Vorheizen erforderlich
  • trockene Hitze fördert die Muskelentspannung
  • geringere Belastung für das Herz-Kreislaufsystem
  • geringer Platzbedarf
    Nachteile
  • hoher Stromverbrauch
  • kein konventionelles Saunieren (mit Aufgüssen) möglich

2. Auf welche Kriterien kommt es laut gängiger Sauna-Tests im Internet beim Kauf an?

saunaofen

Die meisten Innen- und Außen-Saunen werden mit elektrischen Saunaöfen beheizt. In einigen Garten-Saunen findet man aber auch noch gasbetriebene Heizsysteme.

Saunen für Zuhause zählen zwar längst nicht mehr zu den Nischenprodukten, bei der Auswahl der besten Sauna für Ihre persönlichen Anforderungen gibt es aber dennoch einige wichtige Punkte, die Sie vor dem Kauf beachten sollten.

2.1. Größe und Design

Eine große Sauna ist zwar sehr bequem, beansprucht aber auch eine Menge Platz. Bei vielen Gartenhaus-Saunen gibt es neben der eigentlichen Sauna einen zusätzlichen Vorraum, in dem Sie Bademäntel und Badeschuhe ablegen können. Einige Modelle sind sogar mit einer Dusche ausgestattet. In den gängigen Sauna-Tests im Internet finden Sie aber auch Saunen für 2 Personen und kleinere Saunen mit einer Größe von knapp 4 qm², die für eine vierköpfige Familie in der Regel vollkommen ausreichen. Als Richtwert für die Planung einer Sauna gelten ca. 1,5 qm² pro Nutzer.

Generell richtet sich die Größe (Länge x Höhe x Breite bzw. Durchmesser bei Dampfduschen) der Sauna aber natürlich nach dem Platzangebot vor Ort. Soll sie im Keller aufgestellt werden, müssen Sie in diesem Zusammenhang auch auf die Deckenhöhe achten. Bedenken Sie außerdem, dass eine größere Sauna nicht nur kostenintensiver ist, sondern auch mehr Zeit zum Vorheizen braucht. Stellen Sie daher sicher, dass sich die Anschaffung auch wirklich lohnt und Sie die Sauna auch entsprechend häufig nutzen. Haben Sie nur sehr wenig Platz zur Verfügung, stellt eine Infrarotkabine eine gute Alternative dar.

2.2. Art und Leistung des Saunaofens

Profilholz bei hohen Temperaturschwankungen

Aufgrund der hohen Temperaturschwankungen arbeitet das Holz in der Sauna stärker als bei einer konstanten Umgebungstemperatur. Sauna-Profilholz besitzt daher eine besonders breite Nut- und Federverbindung, die das starke Quell- und Schwindverhalten ausgleicht.

Saunaöfen werden auf unterschiedliche Art und Weise beheizt, bei den meisten Modellen kommen aber elektrische Systeme zum Einsatz. Diese erzeugen Wärme, die an die umliegenden Steine abgegeben werden. In einigen Garten-Saunen findet man auch gasbetriebene Heizsysteme.

Zum Erzeugen der erforderlichen Wärme benötigen sowohl klassische Saunen als auch kleine Infrarot-Saunen eine entsprechend hohe Wattleistung.
Grundsätzlich gilt: Je weniger Power der Ofen hat, desto länger braucht er laut gängiger Schwitzkabinen-Tests auch, um genügend Hitze zu erzeugen.

heimwerker.de-Info: In der Vergangenheit wurden Saunen häufig mit einem offenen Holzfeuer beheizt. Diese Vorgehensweise ist aufgrund der strengen Brandschutzverordnungen heutzutage aber kaum noch umzusetzen.

2.3. Material und Verarbeitung

Egal, für welche Art von Sauna Sie sich am Ende entscheiden – die Qualität des Materials und der Verarbeitung müssen in jedem Fall stimmen. So kann sich beispielsweise die Art des verwendeten Holzes maßgeblich auf die Qualität auswirken. Für den Bau von Saunakabinen kommen unterschiedlich weiche, harz- und verzugsarme Sorten mit geringer Dichte zum Einsatz:

Holzart Eigenschaften / Beschreibung
Nordische Fichte

fichte

  • weiches Holz mit intensiv würzigem Duft
  • sehr robust
  • feste und gleichmäßige Struktur
  • eignet sich für Innen- und Außenverkleidungen
Abachi

abachi

  • geringe Wärmeleitfähigkeit
  • harzfrei
  • splittert nicht
  • sehr leicht
  • nimmt viel Feuchtigkeit auf (anfällig für Schimmelpilze)
Kanadisches Hemlock

hemlock

  • harzarm
  • stabil und langlebig
  • überwiegend astfreie Oberfläche
  • Verarbeitung erfolgt in horizontaler oder vertikaler Ausrichtung
  • teuer in der Anschaffung (muss importiert werden)
Rotzeder

rotzeder

  • harzarm
  • überwiegend astfreie Oberfläche
  • widerstandsfähig und feuchtigkeitsresistent
  • rötliche Farbe
  • Öle im Holz bieten natürlichen Schutz gegen Ungeziefer und Schimmelpilze
  • aromatischer Duft
  • gute Isoliereigenschaften
Birke

birke

  • gleichmäßige, feinwellige Struktur
  • sehr hart und biegsam
Erle

erle

  • gleichmäßige, feine Struktur
  • verzugsarm
Espe

espe

  • harzfrei
  • hohe Stabilität
  • geringe Wärmeleitfähigkeit

Bei Infrarotkabinen liegt der Fokus vor allem auf der Art der Strahler, wohingegen bei Dampfduschen eine Tür aus Sicherheitsglas obligatorisch ist.

Darüber hinaus zeugt auch eine gute Wärmedämmung von hoher Qualität, denn eine gut gedämmte Sauna heizt im Vergleich zu einem weniger gut gedämmten Modell deutlich schneller auf und es kann keine kalte Luft von Draußen eindringen. Eine gute Wärmedämmung wirkt sich somit langfristig auch positiv auf die Betriebskosten aus.

heimwerker.de-Tipp: Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre neue Sauna frei von Inhaltsstoffen wie PPG (Polypropylenglykol) und PEG (Polyethylenglykol) ist. Der Hauptbestandteil dieser Stoffe ist hochgiftiges und krebserregendes Ethylenoxid, daher gelten sie als hautirritierend und gesundheitsschädlich.

2.4. Ausstattung und Zubehör

Vor dem Kauf einer Sauna sollten Sie sich immer genau über deren Ausstattung informieren. Die folgenden Fragen können dabei als Orientierung dienen:

  • Aus welchem Holz besteht die Sauna?
  • Für welche Anzahl an Personen ist sie ausgelegt?
  • Ist die Sauna outdoorfähig?
  • Ist der Saunaofen im Lieferumfang enthalten oder muss er extra bestellt werden?
  • Gehört zur Inneneinrichtung auch eine entsprechende Beleuchtung?

Im Lieferumfang Ihrer Sauna sollte zudem auch entsprechendes Sauna-Zubehör enthalten sein. Dazu zählen beispielsweise ein Sauna-Thermometer, ein Luftfeuchtigkeitsmesser und eine Sanduhr, die dafür sorgt, dass Sie beim Saunieren nicht sämtliches Zeitgefühl verlieren. Bei Finnischen Saunen dürfen zudem ein Saunaeimer und ein Holzlöffeln für die Aufgüsse nicht fehlen.

aufgusseimer in einer sauna

Wenn Sie handwerklich begabt sind und auch vor größeren Projekten nicht zurückschrecken, können Sie sich Ihre Sauna auch selbst zusammenbauen. Komplett-Bausätze inklusive Saunaofen bekommen Sie beispielsweise im Baumarkt oder im Internet.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Sauna-Vergleich

3.1. Von welchen Marken und Herstellern kann man Saunen kaufen?

Inzwischen gibt es eine Reihe von Marken und Herstellern, die sich auf Saunen und andere Wellness-Geräte spezialisiert haben. Dazu zählen unter anderem:

  • Dahn
  • Plural
  • Clipart
  • Home Deluxe

Darüber hinaus bieten auch Baumärkte wie Obi, Hornbach oder Bauhaus Sauna-Bausätze ihrer Eigenmarken an und auch in den Online-Shops von Aldi, Lidl und Co. werden Sie diesbezüglich von Zeit zu Zeit fündig.

heimwerker.de-Info: Die Stiftung Warentest hat bisher leider noch keinen Sauna-Test durchgeführt, daher gibt es auch keinen Sauna-Testsieger. Auf der Themenseite „Sauna, Solarium und Selbstbräuner“ finden Sie aber zahlreiche Tipps und Informationen rund um das Thema Saunieren.

3.2. Wie oft darf ich in die Sauna gehen?

frau steigt in tauchbecken

Nach der Sauna ab ins Tauchbecken: Wie oft Sie saunieren, hängt von Ihrem persönlichen Empfinden und Ihrer körperlichen Verfassung ab. Wenn Sie gesund sind und Ihr Herz-Kreislaufsystem intakt ist, können Sie auch problemlos mehrmals in der Woche in die Sauna gehen.

Grundsätzlich können Sie so oft saunieren, wie es Ihre körperliche Verfassung zulässt. Für gesunde Menschen mit einem intakten Herz-Kreislaufsystem stellen mehrere Saunabesuche pro Woche kein Problem dar. Anfänger sollten ihren Körper aber nach und nach an die hohen Temperaturen gewöhnen. Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen und Schwangeren raten wir hingegen von regelmäßigen Saunagängen eher ab. Leiden Sie an einer Erkältung oder einem Infekt, sollten Sie ebenfalls darauf verzichten.

3.3. Welche Sauna-Aufgüsse gibt es?

Sauna-Aufgüsse sind in den verschiedensten Duftrichtungen erhältlich. Je nach Duft erzielen Sie damit eine anregende oder beruhigende Wirkung auf Ihren Körper. Das Konzentrat wird im Saunaeimer unter das Aufgusswasser gemischt und anschließend mit dem Holzlöffel auf die heißen Steine gegossen.

Besonders beliebt sind Zitrusnoten, wie beispielsweise Orange oder Limette, und intensive Düfte wie Lavendel, Minze oder Eukalyptus. Eine große Auswahl von Sauna-Aufguss-Konzentraten finden Sie in Drogerien (z. B. bei dm oder Rossmann) oder im Internet.

heimwerker.de-Info: Ein Aufguss erhöht die relative Luftfeuchtigkeit und sorgt für einen Hitzereiz, der wiederum das Schwitzen verstärkt.

3.4. Welchen Stromanschluss benötigt eine Sauna für Zuhause?

aufguss-konzentrate fuer die sauna

Sauna-Aufguss-Konzentrate in beliebten Noten wie Zitrus, Orange oder Lavendel bekommen Sie in den meisten Drogerien. Alternativ können Sie diese auch einzeln oder als Set im Internet bestellen.

Die meisten günstigen Heim-Saunen benötigen einen 400-Volt-Starkstromanschluss. Das Zuleitungskabel sollte dabei aus einem hitzebeständigen Material (z. B. Silikon) bestehen und möglichst doppelt verkleidet sein. Setzen Sie sich vor dem Kauf am besten mit einem Fachmann in Verbindung, um die Anschlussmöglichkeiten zu klären und das benötigte Kabel bei Bedarf fachgerecht verlegen zu lassen.

3.5. Wie wartet und pflegt man eine Sauna richtig?

Damit die Wärmekammer Ihrer Sauna dauerhaft leistungsfähig bleibt, ist eine regelmäßige Reinigung und Pflege sehr wichtig.

Duschen Sie vor jedem Saunagang gründlich, um das Holz vor eventuellen Kosmetikrückständen auf der Haut zu schützen, die sich kaum mehr entfernen lassen und unschöne Flecken hinterlassen. Nutzen Sie zudem immer ein Handtuch als Unterlage und achten Sie darauf, dass kein Schweiß auf das Holz gelangt.

Wischen Sie nach dem Saunieren die Sitzfläche erst sorgfältig mit einem trockenen und im Anschluss mit einem leicht feuchten Tuch ab. Bei Saunen mit Ofen sollte auch das Heizelement regelmäßig gereinigt und von Kalkresten befreit werden. Verwenden Sie dazu am besten Zitronensäure oder ein Essig-Wasser-Gemisch.

heimwerker.de-Tipp: Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen die Heizelemente Ihres Saunaofens und überprüfen Sie, ob alle Steine gleichmäßig erwärmt werden. Ein beschädigtes oder nicht richtig funktionierendes Heizelement beeinträchtigt die Heizkraft und erhöht den Energieverbrauch.