Boden & Fliesen

Fließestrich und Trockenestrich: Eigenschaften und Verarbeitung

Trockenestrich

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Trockenestrich verlegen

Trockenestrich bedeutet, dass vorgefertigte Platten, beispielsweise OSB-Platten, Gipsfaser- oder Holzspanplatten, im Verbund verlegt und anschließend verklebt werden. Der große Vorteil von Trockenestrich ist, dass keine lange Wartezeiten entstehen, da der Estrich ja nicht trocknen muss. Außerdem wird das Haus auch nicht mit Feuchtigkeit belastet wie bei Fließestrich. Der leichte Aufbau und die geringe Höhe des Trockenestrichs sind weitere positive Faktoren.

Allerdings gibt es auch Nachteile bei dieser Verlegeform. Der Untergrund muss von vorn herein komplett eben sein, um eine spätere Ebenheit garantieren zu können. Schiefe Böden müssen also vorher egalisiert werden. Außerdem ist Trockenestrich nicht gut mit einer Fußbodenheizung kombinierbar und auch nur in geringem Maße belastbar. Des Weiteren sorgt Trockenestrich weder für eine gute Trittschall- noch für eine gute Wärmedämmung. Dafür ist er einfach zu dünn.

Trockenestrich verlegen

  1. Zuerst sollten Sie Randdämmstreifen rundherum befestigen, um den Estrich und den endgültigen Bodenbelag von der Wand zu trennen und so Schallbrücken zu vermeiden.
  2. Jetzt können Sie mit dem Verlegen der Estrich-Elemente beginnen. Diese haben meistens eine sogenannte Stufenfalz, mit der sie sich schnell und einfach verbinden lassen. Einfach Leim auf die Falz auftragen und die Platte anlegen. Zur Sicherheit sollten Sie die Falzverbindungen zusätzlich auch noch verschrauben.
  3. Nun können Sie den gewünschten Fußbodenbelag verlegen.

Fließestrich

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Quelle: YouTube

Fließestrich wird als Trockenmörtel angeliefert, mit Wasser angerührt und mit großen Mischpumpen zum Einsatzort befördert. Als Fließestrich eignet sich auch Zementestrich.

Vorzüge:

  • Unkomplizierter Einbau ohne große körperliche Anstrengung
  • Komplett ebene Oberfläche garantiert
  • Geringe bis gar keine Verformungen zu erwarten
  • Optimale Eignung für Fußbodenheizung, denn die flüssige Masse umschließt die Heizungsrohre hohlraumfrei. So wird die Heizungsenergie optimal genutzt
  • nach 2 Tagen begehbar und nach 5 Tagen komplett belastbar
  • Fugenlose Verlegung großer Flächen

 

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