Kaufberatung zum Keramikpfanne Test bzw. Vergleich 2019

  • Keramikpfannen bestehen nicht komplett aus Keramik, sondern sind auf der Innenseite mit einer Antihaftbeschichtung aus Keramik versehen. Als weiteres Material kommen Edelstahl oder Aluminium zum Einsatz.
  • Neben einer gleichmäßigen Wärmeverteilung und einer hohen Hitzebeständigkeit sind die passende Größe bzw. der Durchmesser und ein geringes Gewicht entscheidend. Eine gewichtige Rolle nimmt zudem der Griff ein.
  • Achten Sie beim Kauf darauf, für welche Herdarten die Pfanne geeignet ist – vor allem, wenn Sie auf einem Induktionsherd kochen. Denn nicht jede Keramikpfanne ist für Induktion geeignet.

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Beschichtete Pfannen bieten viele Vorzüge. Dank der Antihaftbeschichtung brennt nichts an. Das ist nicht nur gut für die gebratenen Lebensmittel, sondern erleichtert auch die anschließende Reinigung der Pfanne. Neben den Teflonpfannen gehören unter anderem auch die hier thematisierten Keramikpfannen zu den beschichteten Pfannen.

Möchten auch Sie von den Vorteilen einer Keramik-Pfanne profitieren, stehen Sie einer großen Auswahl gegenüber. Mit der Kaufberatung und dem großen Keramikpfanne-Vergleich 2019 auf Heimwerker.de finden Sie schnell und einfach die beste Pfanne mit Keramikbeschichtung für Ihre Küche.

1. Die Keramikpfanne gehört zu den beschichteten Pfannen

Auch wenn der Name täuschen mag, bestehen die Keramikpfannen nicht komplett aus Keramik. Sie werden, wie viele andere Pfannen ebenfalls, aus Aluminium oder Edelstahl hergestellt. Einzig die Beschichtung einer Keramikpfanne ist aus Keramik. Diese sorgt für die Antihaftwirkung, die verhindert, dass Essen in der Keramikpfanne klebt und die Reinigung erschwert.

Typ Merkmale
Keramik
  • mit Keramiküberzug beschichtete Pfanne
  • hitzebeständiger
  • weniger langlebig
Teflon bzw. PTFE
  • Pfanne mit Beschichtung aus inertem Kunststoff
  • bei guter Behandlung langlebiger

1.1 Die Vor- und Nachteile von beschichteten Pfannen

Die Keramikpfannen gehören wie die Teflonpfannen und einige weitere Varianten zu den beschichteten Pfannen. Diese sind mit einer speziellen Antihaftbeschichtung versehen, die eben aus Keramik, Teflon oder anderen Materialien besteht. Sie sorgt dafür, dass die zu bratenden Lebensmittel nicht an der Pfanne kleben, wie es bei einer nicht beschichteten Pfanne der Fall ist.

Dies verhindert nicht nur, dass das Bratgut in der Keramikpfanne schnell anbrennt, sondern erleichtert auch die Reinigung. Nachteilig ist allerdings, dass Röstaromen, wie sie sich in Grillpfannen bilden, nicht so stark entstehen.

  • Lebensmittel bleiben nicht kleben
  • leichtere Reinigung
  • scharfes Anbraten ist schwierig
  • Teflonpfannen dürfen nicht so stark erhitzt werden

1.2. Die Eigenschaften der Keramikpfannen

Was taugen Keramikpfannen?

Eine Keramikpfanne sollte gut gepflegt werden. Verhindern Sie das zu starke Erhitzen von Öl, da Sie sonst der Antihaftwirkung schaden. Generell gelten Teflonpfannen als die langlebigeren Modelle, dürfen aber nicht so stark erhitzt werden.

Während Teflonpfannen nicht so viel Hitze ertragen, sind die Keramikpfannen deutlich hitzebeständiger und kratzfester. Es besteht, anders als beim Teflon, also keine Gefahr der Überhitzung der Pfanne.

Allerdings sind Keramikpfannen im Vergleich zu guten und hochwertigen Teflonpfannen weniger langlebig. Dies liegt an zwei Problemen. Dies ist zum einen der Wärmeausdehnungskoeffizient von Keramik, der sich von dem des Pfannenkorpus (meist Edelstahl oder Aluminium) unterscheidet.

Hierdurch können Spannungen und in der Folge kleine Risse entstehen. Zudem können durch zu starkes Erhitzen polymerisierende Öle dazu führen, dass sich diese mit dem Keramik verbinden. Dies verringert die Antihaftwirkung immens.

2. Kaufberatung: Mit diesen Kriterien finden Sie die beste Keramikpfanne

Wenn Sie sich eine neue Keramikpfanne kaufen möchten – ob nun als Keramikpfanne mit Deckel oder ohne Deckel – stehen Sie einer großen Auswahl gegenüber. Ob Sie nun eine neue Keramikpfanne von WMF oder eine günstige Keramikpfanne eines No-Name-Herstellers kaufen – achten Sie unbedingt auf die folgenden Kriterien. So ist sichergestellt, dass Sie die beste Keramikpfanne für Ihre Küche ausfindig machen.

2.1. Eine Frage des Herdes

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Nicht alle Keramikpfannen sind für jeden Herd geeignet.

Das erste Kriterium, das Sie vor dem Kauf kontrollieren sollten, ist die Eignung der Pfanne. Für welche Herdart darf die entsprechende Keramikpfanne genutzt werden? Gerade als Besitzer eines Induktionsherdes ist dies relevant, da nicht jede Keramikpfanne mit Induktion genutzt werden kann.

Dies sollte auch vor der ersten Benutzung einer neuen Keramikpfanne, die Sie geschenkt bekommen haben, überprüft werden. Lesen Sie daher vor der ersten Benutzung einer Keramikpfanne immer die beiliegende Anleitung bzw. achten auf die Hinweissymbole.

2.2. Größe und Gewicht sollten passen

Pfannen gibt es in vielen verschiedenen Größen. Gängig sind Pfannen mit einem Durchmesser von ca. 20, 24 sowie 28 cm. Es ist empfehlenswert, verschiedene Größen parat zu haben. Denn es macht wenig Sinn, eine Keramikpfanne mit 28 cm zu verwenden, wenn Sie nur ein einzelnes Spiegelei braten wollen.

Viele Pfannenmodelle gibt es in mehreren Größen, z. B. als Keramikpfanne mit 20 cm Durchmesser und als Keramikpfanne mit 28 cm Durchmesser. Besonders praktisch sind Pfannensets aus Keramik. Dann erwerben Sie gleich mehrere Größen auf einmal. Allerdings sollten Sie auch bei einem Keramikpfanne-Set auf die enthaltenen Größen achten.

Neben der Größe bzw. dem Durchmesser sollten Sie zudem auch ein Auge auf das Gewicht der Keramikpfanne werfen. Diese sollte nicht zu schwer sein, da sonst die Handhabung anstrengender wird. Die meisten Keramikpfannen wiegen je nach Größe um die 1 bis 1,5 kg. Es gibt aber auch Modelle mit einem Gewicht von mehr als 3 kg.

2.3. Alles im Griff

Der Griff spielt bei einer Pfanne eine wichtige Rolle. An ihm holen Sie sie nicht nur aus dem Schrank, sondern bewegen sie auch über den Herd oder schwenken die zu bratenden Lebensmittel. Deshalb sollte der Griff gut in der Hand liegen. Wie gut dies den einzelnen Kandidaten aus dem großen Keramikpfannen-Vergleich auf Heimwerker.de gelingt, erfahren Sie in der Spalte „Griffergonomie“ in der obigen Vergleichstabelle.

Aber nicht nur die Griffigkeit ist wichtig, sondern auch die Sicherheit. Damit Sie sich nicht die Finger an einem heißen Griff verbrennen, ist ein Griffschutz unabdingbar. Zudem sollte der Griff hitzebeständig sein und sich beim Braten nicht aufheizen, sondern möglichst kalt bleiben. Wenn es sich dann noch um eine Keramikpfanne mit abnehmbarem Griff handelt, kann sie in der Regel auch im Ofen eingesetzt werden.

2.4. Wichtige Eigenschaften für vielseitige Einsetzbarkeit

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Keramikpfannen sind durch ihre Beschichtung besonders einfach zu reinigen.

Neben den genannten Eigenschaften gibt es noch weitere Kriterien, auf die Sie vor dem Kauf achten sollten. Wichtig sind ein hochwertiges Material des Pfannenkorpus (meist Edelstahl oder Aluminium) sowie der Beschichtung. Achten Sie auf eine hitzebeständige Versiegelung der Pfanne. Ideal ist, wenn die Pfanne Temperaturen bis zu 400° C aushält. Für das Anbraten ist eine über dem Boden der Pfanne gleichmäßige Wärmeverteilung wichtig.

Erwerben Sie eine Keramikpfanne mit Deckel, ist diese noch vielseitiger nutzbar. Dies gilt auch, wenn die Pfanne backofengeeignet ist. Eine Keramikpfanne mit Hochrand erleichtert das Umrühren in der Pfanne, ein Schüttrand das Ausgießen von Flüssigkeiten.

Die Reinigung einer beschichteten Pfanne ist per se bereits einfacher. Noch weniger Aufwand ist es, wenn die Keramikpfanne in die Spülmaschine gegeben werden kann, also spülmaschinenfest ist. Zwar nimmt eine große Keramikpfanne in der Spülmaschine auch viel Platz ein. Dafür ersparen Sie sich aber das lästige und zeitraubende Abwaschen per Hand.

3. Bekannte Hersteller von Keramikpfannen

Wer Markenprodukte bevorzugt, wird sich eventuell fragen, welche Hersteller Keramikpfannen anbieten. Die nachfolgende Auflistung gibt Ihnen einen Überblick über einige bekannte Marken:

  • BRATmaxx
  • Culinario
  • Genius
  • Jamie Oliver
  • Rösle
  • Stoneline
  • Tefal
  • WMF

Neben den genannten Herstellern gibt es noch viele weitere Marken. Unter anderem bieten von Zeit zu Zeit viele Discounter wie Aldi oder Lidl Keramikpfannen von ihren Eigenmarken an. Nach den Erfahrungen von Keramikpfannen-Tests ist der Hersteller aber nicht so entscheidend. Viel wichtiger sind die Qualität und gute Ausstattung des Produktes selbst.

4. So urteilen die Testinstitute im Keramikpfanne-Test

Bei vielen Kaufinteressenten haben die Urteile von Stiftung Warentest und Co ein großes Gewicht bei der Kaufentscheidung. Sollte dies bei Ihnen so sein, haben Sie beim Kauf einer Keramikpfanne leider schlechte Karten. Denn Stiftung Warentest hat bisher noch keinen eigenen Keramikpfanne-Test durchgeführt. Einzig einen Test von mit Kunststoff beschichteten Pfannen gibt es beim Testinstitut zu finden. Somit gibt es auch keinen Keramikpfanne-Testsieger.

Bei dem zweiten großen Testinstitut Ökotest zeigt sich ein etwas, aber eben nicht wesentlich besseres Bild. Die Experten haben im Oktober 2017 einen Pfannen-Test veröffentlicht. Unter den 16 beschichteten Pfannen ist auch die eine oder andere Pfanne mit Keramikbeschichtung, z. B. die „Tefal Ceramic Control White Crispy Result“.

Diese Pfannenart ist aber eindeutig in der Unterzahl, sodass nicht wirklich von einem umfassenden Keramik-Bratpfannen-Test die Rede sein kann. Wer sich trotzdem informieren möchte, wie die vereinzelten Modelle im Keramikpfanne-Test abgeschnitten haben, findet die Ergebnisse im „Jahrbuch für 2018“ von Ökotest.

Wenn die bekannten Testinstitute schon keinen richtigen Keramikpfannen-Test bieten, dann springen wir auf Heimwerker.de gerne ein. Mit unserem großen Keramikpfanne-Vergleich 2019 finden Sie die besten Modelle für Ihre Küche.

5. Keramikpfannen-FAQ: Fragen und Antworten

Wir schließen die Kaufberatung und den Keramikpfannen-Vergleich mit Antworten auf einige häufiger auftretende Fragen ab.

5.1. Welches Öl für Keramikpfannen?

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Verwenden Sie kein Olivenöl in einer Keramikpfanne.

Wir empfehlen die Verwendung von Ölen mit einem hohen Rauchpunkt, um in einer Keramikpfanne zu braten. Dies sind vor allem raffinierte Öle. Das Verwenden von Olivenöl in einer Keramikpfanne ist nicht empfehlenswert. Gleiches gilt auch für andere Öle mit einem niedrigen Rauchpunkt.

Wird das Öl zu stark erhitzt, polymerisiert es. Die Folge ist eine braune Schicht auf der Pfanne. Ist diese eingebrannt, ist das Keramikpfanne reinigen nur schwer möglich. Zudem wird die Antihaftwirkung gemindert.

5.2. Wie lange halten Keramikpfannen?

Laut Stiftung Warentest ist die Haltbarkeit von Keramikpfannen ungeklärt. Experten gehen davon aus, dass der Antihafteffekt im Falle einer Keramikpfanne stärker nachlässt als bei einer Beschichtung aus PTFE (Kunststoffversiegelung). Da es allerdings keine geeigneten Prüfmethoden gibt, macht das Testinstitut keine genaueren Angaben zur Haltbarkeit.

Entscheiden Sie sich für eine hochwertige Pfanne mit Keramikbeschichtung und behandeln diese pfleglich, sollten Sie viele Jahre Freude an Ihrer neuen Bratpfanne haben. Ob Sie eine günstige Keramikpfanne bei Lidl bzw. eine Keramikpfanne von Aldi oder ein teureres Markenmodell wie eine Keramikpfanne von WMF und Co kaufen, ist letztendlich nicht unbedingt entscheidend.


Riccardo Düring

Riccardo Düring

Ausbildung im Metallbereich, ambitionierter Heimwerker mit einem Hang zu technisch verspielten Projekten. Blogger und Produkttester aus Leidenschaft.