Klimagerät

Mobile Heizzentrale und Mietkälte – flexible Helfer auf dem Bau oder bei der Renovierung

Eine mobile Heizung kommt bei Baumaßnahmen oder Renovierungsarbeiten immer häufiger zum Zuge. Egal, ob man Wasserschäden trocknen oder einfach eine Winterbaubeheizung benötigt, die Anwendungsmöglichkeiten der mobilen Heizgeräte sind äußerst vielfältig.

Wird im Winter temporäre Wärme benötigt, so wird im Sommer oder bei Sanierungsarbeiten von Kühlanlagen Mietkälte zur Übergangsversorgung benötigt. Die mobile Heizung und der Kaltwasserersatz lassen sich zur Überbrückung an die bestehende Infrastruktur anschließen. Im Heimwerkerbereich ist die mobile Heizung jedoch die weitaus häufiger verwendete Variante.

1. Vorteile und Nachteile: Wann mieten, wann kaufen?

Der große Vorteil von mobilen Heizzentralen oder einem Kaltwasserersatz zur Miete ist die schnelle und passgenaue Verfügbarkeit. Die Betreiberpflichten und der ordnungsgemäße Betrieb werden vom Vermieter gewährleistet.

Tipp: Fällt die Anlage während der Mietdauer aus, sorgt der Vermieter für ein gleichwertiges Austauschgerät. Wichtiger Faktor ist dabei immer die regionale Nähe der Betriebe, um im Zweifel schnell Ersatz zu beschaffen. Portale wie Deutsche-Thermo.de bieten Angebotsvergleiche und helfen, die richtig dimensionierte Anlage für das individuelle Projekt in der Nähe zu finden.

Bei einer regelmäßigen Nutzung über mehrere Jahre, der gleichen Leistungsklasse oder sehr klein dimensionierten Geräten ist es unter Umständen besser, die entsprechenden Anlagen zu kaufen. Wichtig ist hier vor allem, dass man mittel- bis langfristig genau abschätzen kann, welche Geräteleistung benötigt wird.

Gerade bei Nutzungsunterbrechungen, wie zum Beispiel saisonalem Einsatz, sollte man allerdings nicht vergessen, dass ein Kaufgerät nach längerer Nutzungspause möglicherweise nicht mehr einwandfrei funktioniert. Befindet man sich schon außerhalb der Gewährleistung, zahlt man die Reparatur oder Wartung meistens aus eigener Tasche.

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Gerade bei zeitlich überschaubaren Nutzungszeiträumen wie einer Renovierung oder einem Neubau werden mobile Heizzentralen oder ein Kaltwasserersatz gemietet.

2. Planung, Umsetzung, Lieferung, Aufbau: In 4 Schritten zur fertigen Baubeheizung

Egal ob man mietet oder kauft, der Ablauf der Planung sollte immer ähnlich verlaufen:

2.1. Schritt 1: Einsatzbereich definieren

Der Betrieb mit Strom ist gerade bei längeren Standzeiten sehr unrentabel.

Im ersten Schritt ist es wichtig, klar zu definieren, wofür man das Gerät eigentlich benötigt:

  1. Was ist der genaue Einsatzzweck?
  2. Wie groß sind die zu beheizenden oder zu kühlenden Räumlichkeiten?
  3. Welche Temperaturen sollen erreicht werden?
  4. Ist ausreichend Strom vorhanden oder muss das Gerät mit zusätzlicher Brennstoffversorgung geliefert werden?

Als Alternative zu Strom kommen Heizöl, Flüssiggas oder Holzpellets in Frage. Hier gilt: Je höher die benötigte Leistung und je länger die Betriebsdauer, desto teurer wird der Unterhalt mit Strom.

Läuft ein 20-kW-Gerät eine Woche lang in 20 kW x 24 Stunden x 7 Tage Volllast zum Estrich aufheizen, endet man bei 3.360 kWh Verbrauch. Bei 0,30 €/kWh liegen die Stromkosten bei rund 1.000 Euro. Eine vergleichbare Anlage mit Heizöl (derzeit ca. 70 Cent je Liter) würde in diesem Zeitraum Öl im Wert von rund 250 Euro verbrauchen.

2.2. Schritt 2: Das passende Gerät finden

Sobald die Rahmenbedingungen geklärt sind, gilt es die Auswahl an verfügbaren Optionen einzuschränken. Hier ist es wichtig, eine möglichst genaue Balance aus Leistung und Verbrauch zu erreichen: Dimensioniert man zu klein, erreicht man möglicherweise nicht die benötigte Leistung. Ist man unsicher, helfen Portale oder die Betreiber von mobilen Heizungen. Die geschulten Berater können mit exakten Angaben tatsächlich schon relativ genau einschätzen, wie groß die Anlage sein muss.

Hinweis: Die folgenden Zahlen dienen als grobe Richtwerte, so rechnet man bei der Baubeheizung ungefähr mit 50-100 W/m³ im Rohbau, 25 bis 30 W/m³ in einem geschlossenen Objekt, z.B. im Neubau mit Fenstern und Türen. Grundsätzlich gilt: Je besser das Objekt gedämmt ist, desto weniger Energie wird benötigt. So würde man für einen 30 m² großen Raum (bei 3 m Deckenhöhe) im Rohbau ca. 5 – 10 kW benötigen. Verfügt das Gebäude schon über Fenster und Türen, sinkt der prognostizierte Verbrauch schon auf 2– 3 kW.

2.3. Schritt 3: Angebote einholen

Ganz wichtig ist der Vergleich verschiedener Angebote. Viele Anbieter bieten möglichweise Zusatzleistungen, die nicht zwingend benötigt werden, andere bieten für geringe Aufpreise vielleicht „Rundum sorglos“-Pakete. Mindestens ein Vergleichsangebot sollte man sich immer einholen.

2.4. Schritt 4: Lieferung, Aufstellung und Anschluss

Ist der beste Anbieter gefunden und der Vertrag unterschrieben, geht es nur noch um Anlieferung, Aufstellung und Inbetriebnahme. Gerade bei kleineren Geräten kann es sich durchaus lohnen, diese selbst abzuholen und auf die Lieferung zu verzichten. Größere Anlagen sollte man vom Fachbetrieb installieren lassen, die Preise sind in der Regel dem Arbeitsaufwand entsprechend.

3. Vielseitig einsetzbar, flexibel in der Anwendung: Mobile Heizgeräte sind vergleichsweise günstig

monteur prüft checkliste

Sollte es mal zu einem Ausfall kommen, steht in kürzester Zeit Ersatz oder ein Monteur zur Verfügung.

Die exakt passende mobile Heizung ist der größte Vorteil, wenn Sie mobile Heizgeräte mieten. Die Geräte sind in verschiedenen Größen lieferbar, je nach Anbieter stehen mobile Heizzentralen genauso wie auch mobile Kältegeräte im Idealfall binnen weniger als 24 Stunden auf der Baustelle.

Sofern im Vorfeld gut geplant und die Anlage exakt den individuellen Bedürfnissen angepasst wurde, sind die tatsächlichen Mietkosten überschaubar.

Abhängig von der Anlagengröße sollte man sich mit alternativen Brennstoffen auseinandersetzen, da der Betrieb mit Strom gerade bei längeren Standzeiten sehr unrentabel wird. Gemessen an den potenziellen Schäden, die eine unsachgemäße Beheizung verursachen kann, sind die mobilen Heizungen und Kaltwassersätze zur Miete vergleichsweise günstig.

Geht es um den dauerhaften Betrieb oder längere Standzeiten, macht ein Kauf möglichweise mehr Sinn. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass man selbst für die Wartung und Instandhaltung des Geräts verantwortlich ist. Kommt es zu einem Ausfall, muss man selbst Ersatz organisieren.

Bildnachweise: Adobe Stock/Philippe, Adobe Stock/visivasnc, Adobe Stock/ReaLiia, Adobe Stock/Pormezz (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)