Kaufberatung zum Reithelm Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Reithelm ist das A und O in puncto Sicherheitsausrüstung für Reiter in jedem Alter. Eine feste Außenschale, die den Kopf bei einem Sturz schützt, und eine bequeme Innenseite zeichnen die besten Reithelme aus.
  • Besonders komfortabel sind Reithelme, die über Belüftungsöffnungen verfügen und größenverstellbar sind. So kann die Luft rund um den Kopf herum besser zirkulieren und der Helm lässt sich perfekt auf die Kopfgröße anpassen.
  • Das Design betreffend hat sich in der Kategorie der Reithelme in den vergangenen Jahren viel getan. Zwar dominieren noch immer schwarze und braune Reithelme, allerdings sind auch farbenfrohere Modelle sowie Reithelme mit Glitzer hinzugekommen.

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Reiten ist für viele eine schöne Freizeitbeschäftigung. Vor allem Kinder lieben Pferde und jedes zweite Kind in Deutschland will reiten lernen. Doch die Reitkunst will gelernt sein. Selbst geübte Reiter fliegen manchmal aus dem Sattel. Damit es nicht zu schwerwiegenden Kopfverletzungen kommt, sollte jeder Reiter, insbesondere jedoch Kinder, einen Reithelm tragen. Laut Statistik passieren beim Reiten jährlich mehr als 90.000 Unfälle – ein wichtiger Grund, auf Sicherheit zu setzen. Das gilt auch für die Damen und Herren, die das Reiten lieben.

Doch worauf kommt es bei der Wahl eines Reithelms an? Die Heimwerker.de-Redaktion hat diverse Reithelm-Tests und Reithut-Tests im Internet durchforstet und die Tipps der Reiter sowie die Hinweise der Hersteller zur folgenden Kaufberatung 2021 aufbereitet. Neben den klassischen Auswahlkriterien – Größe, Höhe, Länge, Breite, Material, Design, Farbe und Gewicht – sind auch weitere Details für Reiter wichtig. Ob der Helm abwaschbar ist oder mit einer Lüftung versehen ist, sind zwei wichtige Kaufkriterien.

1. Welche Arten von Reithelm sind in Tests im Internet besonders beliebt?

In aller Regel unterscheiden der Anlass des Reitens oder der Reitstil darüber, welchen Reithelm Sie kaufen sollten.

Reithelm-Typ Merkmale
klassischer Reithelm

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  • feste Größe, ohne Verstellmöglichkeit
  • Reithelm mit Samt als Schutzbezug
  • vor allem für Turniere
moderner Reithelm

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  • mit Belüftung
  • sehr leicht
  • Reithelm verstellbar mit Riemen
  • Reithelm für Erwachsene und Kinder geeignet
Western-Reithelm

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  • ersetzt den klassischen Reithelm beim Western-Reiten
  • Reithelm in Braun oder Beigetönen
  • Ausstattung orientiert sich an modernem Reithelm
Military-Reithelm

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  • optisch den Militärhelmen sehr ähnlich
  • breiterer Aufbau im Vergleich zu anderen Reithelmen
  • keine Sonnenblende

Auf die Frage, wie streng die unterschiedlichen Reithelm-Arten für einen Reitstil “reserviert” sind, verweisen Reiter in diversen Reithelm-Tests im Internet auf diese Vor- und Nachteile von Western-Reithelmen, die auch beim Dressurreiten zum Einsatz kommen könnten, allerdings oft recht teuer sind:

    Vorteile
  • optimal als Reithelm für Dressur und Reithelm für Western
    Nachteile
  • kaum Unterschiede zwischen Reithelm für Damen und Reithelm für Herren
  • teilweise recht teuer

2. Was sollten Sie beim Kauf eines Reithelms beachten?

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Belüftungsschlitze und Belüftungslöcher sorgen beim Reiten für einen kühlen Kopf.

Bei der Auswahl eines neuen Reithelms kann der jeweilige Reitsport ein wichtiges Kriterium sein, beispielsweise der Reithelm für die Dressur. Doch meistens spielen andere Kriterien eine wichtigere Rolle.

So ist beispielsweise das Belüftungssystem von großer Bedeutung.

Reitsport ist Ausdauersport, der Sie schnell zum Schwitzen bringen kann. Deshalb ist es wichtig, dass der neue Reithelm über ein gutes Belüftungssystem verfügt. Bei den modernen Modellen sind kleine Kanäle in den Helm gefräst, die dafür sorgen, dass die frische Luft den Helm durchströmt und die warme Luft nach außen befördert.

2.1. Welches Material ist für einen Reithelm zu empfehlen?

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Eine robuste Außenschale, eine gepolsterte Innenseite und ein Kinnriemen, der sich schnell justieren lässt – damit ist ein Reithelm besonders praktisch ausgestattet.

Die Außenschale der meisten Helme besteht aus Kunststoff, der mit Carbon oder Polycarbon verstärkt ist. Das macht die Reithelme sehr robust bei einem geringen Gewicht. Die klassischen und die modernen Reithelme haben vorne alle eine Sonnenblende.

Der Innenhelm muss mit der Außenschale fest verbunden sein. Um den Tragekomfort zu erhöhen, sind die Helme innen mit Polsterungen ausgestattet. Die hochwertigeren Modelle haben herausnehmbare Polster, die Sie gelegentlich waschen können.

Der Verschluss muss ziemlich viel aushalten. Er sorgt dafür, dass der Reithut bei einem Sturz nicht einfach davonfliegt. Gängig ist die 3-Punkt-Beriemung, die funktional an einen 3-Punkt-Gurt erinnert.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Ein Reithelm darf nicht zu schwer sein, sonst kann das nach einer Weile unbequem werden. Die meisten Hersteller bieten mittlerweile sehr leichtgewichtige Reithelme an, die teilweise vergessen lassen, dass Sie überhaupt einen Helm tragen. Die besten Reithelme wiegen deutlich unter einem Kilogramm.

2.2. Was ist bei Größe, Höhe und Länge zu beachten?

neuer-reithelm

Reithelme unterscheiden sich in Form und Farbe.

Damit der Reithelm richtig sitzt, müssen Sie genau Ihre Größe wissen. Die können Sie am einfachsten mit einem Maßband ermitteln. Damit messen Sie den Kopfumfang, und zwar genau oberhalb von Ohren und Augenbrauen. Dort sitzt später auch der Reithelm.

Ein Reithelm für das Westernreiten ist ähnlich breit wie andere Reithelme; der Military-Reithelm ist deutlich breiter.

Also Faustregel gilt: Sie sollten einen angenehmen Druck spüren, wenn Sie den Reithelm auf dem Kopf tragen, und dennoch Ihren Kopf nach allen Richtungen frei bewegen können, ohne dass der Helm hin- und her wackelt. Der Riemen, der an den Seiten nach unten führt, darf Sie weder beim Schlucken noch beim Atmen stören.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Reiter mit langen Haaren brauchen einen Reithelm, bei dem die Haare nicht stören. Am besten ist ein verstellbarer Reithelm geeignet, der auf der Hinterseite ein kleines Rädchen hat. Damit lässt sich die Reitkappe je nach Frisur immer wieder schnell einstellen, sodass sie wieder perfekt sitzt.

2.3. Welche Rolle spielt die Optik des Reithelms?

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Die Optik des Reithelms sollte nebensächlich sein, denn die Sicherheits steht an erster Stelle. Allerdings sind helle Highlights und sogar farbige Helme mittlerweile erhältlich.

Beim Reithelm geht es zwar in erster Linie um Sicherheit, doch spielt die Optik beim neuen Reithelm auch eine wichtige Rolle, und das nicht nur bei den Junior-Reithelmen.

Heutzutage gibt es Reithelme nicht mehr nur in Schwarz. Reithelme für Mädchen, Reithelme für Damen, Reithelme für Herren und den Junior-Reithelm gibt es in vielen schönen Farben und Designs.

Reithelme in Schwarz und Reithelme in Braun sind noch immer die am meisten nachgefragten Modelle, berichten Pferdefans in diversen Reithelm-Tests im Internet. Doch es gibt auch Reithelme in Blau, Reithelme in Pink, Reithelme in Rosa, Reithelme mit Glitzer oder Reithelme mit Bildern. Meist wählen Mädchen Reithelme in der Farbe Rosa oder mit reichlich Glitzer.

2.4. Wie wird ein Reithelm richtig gepflegt?

Nur per Hand reinigen

Den Reithelm sollten Sie immer von Hand reinigen und auf keinen Fall in die Waschmaschine stecken.

Wenn Sie ausreiten, schwitzen Sie in das Innere Ihres Helms. Deshalb sollten Sie den Helm regelmäßig reinigen. Dazu eignet sich ein Lappen, etwas warmes Wasser und ein Reinigungsmittel.

Damit die Außenschale wieder blitzsauber wird, benutzen Sie am besten ein Mikrofasertuch. Wenn die Innenpolster abnehmbar sind, sollten Sie diese von Zeit zu Zeit herausnehmen und waschen.

reithelm-reithut

Ein Reithelm gehört für jeden Reiter egal welchen Alters zur Grundausstattung. Er ist ein wichtiges Sicherheitsausrüstung.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Reithelm-Vergleich

3.1. Welcher Reithelm ist der beste?

Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Der beste Reithelm ist der Helm, der Ihren Ansprüchen am besten gerecht wird. Reithelme für Erwachsene müssen meist andere Anforderungen erfüllen als Reithelme für Kinder – vor allem, was die Größe und die Passform angeht. Ein valides Qualitätskriterium für den besten Reithelm ist, dass er die aktuellen europäischen Normen für Sicherheit erfüllt und gut sitzt. Achten Sie auf das Prüfsiegel vom TÜV.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Der Blick auf die Normen könnte mitunter etwas verwirrend sein. Rein rechtlich betrachtet müsste ein Reithelm die EU-Norm EN 1384:2017 tragen. In der Praxis hat sich jedoch die VG1-Norm als Auszeichnung für die besten Reithelme bewährt.

3.2. Wo gibt es Reithelme zu kaufen?

Reithelme und Zubehör gibt es überall, wo Sie auch Reitsportbedarf kaufen können. Discounter wie Aldi oder Lidl führen Reithelme hingegen eher selten. Online gibt es ebenfalls zahlreiche Anbieter für Reithelme. Zu den bewährten Herstellern und Marken gehören: Uvex, Casco, Fouganza, Samshield, Knightsbridge, Busse, Decathlon und HKM. Wir empfehlen Ihnen zunächst die Auswahl- bzw. Kaufkriterien in unserem Reithelm-Vergleich zu überprüfen. Anschließend können Sie direkt online Ihren neuen Reithelm kaufen.

Vor einigen Jahren stellten schwedische Verbraucherschützer fest, dass die Festigkeit von einigen Marken-Reithelmen mangelhaft war. Der betroffene Hersteller besserte daraufhin in der Kategorie Festigkeit nach. Das hat die Stiftung Warentest online mitgeteilt. Einen eigenen Reithelm-Testsieger haben die Verbraucherschützer nicht gekürt.

3.3. Was kostet ein guter Reithelm?

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Reithelme gibt es ab 40 Euro aufwärts. Je nach Ausstattung und Design kann ein besonders auffälliges Modell sogar einen vierstelligen Betrag kosten. Freizeitreiter achten hingegen – völlig zurecht – auf die Einhaltung gängiger Sicherheitsnormen.

Günstige Reithelme, die den aktuellen Sicherheitsnormen entsprechen, gibt es ab etwa 40 Euro. Ein guter, haltbarer Helm für den regelmäßigen Gebrauch kostet 100 bis 120 Euro. Wer es ein bisschen extravagant mag und sich für einen Reithelm mit Swarowski-Steinen entscheidet, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen und im mittleren dreistelligen Bereich für seinen neuen Reithelm kalkulieren.

Neue Reithelme, die zusätzlich die Halswirbelsäule schützen sollen, sind mit einem sogenannten 4-Punkt-Carbon-Kevlar-Retentionssystem ausgestattet, das den Preis gleich in die Höhe treibt. Für das Mehr an Sicherheit zahlen Sie etwa 1.500 Euro.

3.4. Wann sollten Sie einen neuen Reithelm kaufen?

Wie bei anderen Sicherheitshelmen auch sollten Sie den Reithelm nach einem Sturz austauschen oder wenn er auf den Boden gefallen ist. Denn dann können Sie nicht mehr sicher sein, dass er noch voll funktionsfähig ist, da sich unsichtbare Haarrisse gebildet haben könnten. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Reithelms liegt bei fünf Jahren. Danach sollten Sie ihn bei regelmäßigem Gebrauch austauschen. Durch Verschleiß kann er seine Funktionsfähigkeit einbüßen.

3.5. Wann sitzt der Reithelm richtig?

Wenn Sie den Reithelm waagerecht aufsetzen, schützt er die Stirn, ohne das Gesichtsfeld zu beeinträchtigen. Dann sitzt der Helm richtig. Die Ohren befinden sich genau im Dreieck der Riemen an der Seite. Bei einem verstellbaren Reithelm gibt es ein Einstellrad, das Sie so lange vor- und zurückdrehen, bis der Helm den perfekten Sitz gefunden hat. Sie sollten einen angenehmen Druck spüren und dennoch Ihren Kopf nach allen Richtungen frei bewegen können, ohne dass der Helm wackelt. Das Band am Kinn sollte eng anliegen, allerdings weder beim Atmen noch beim Schlucken stören. Nur wenn der Reithelm wirklich gut sitzt, sorgt er auch für den notwenigen Schutz im Ernstfall.

Lia & Alfi sagt zu unserem Vergleichssieger